Seit mehr als drei Jahren hat Meredith ihr Haus nicht verlassen. Über das Warum – über das, was vor 1.214 Tagen geschah – spricht sie mit niemandem. Denn eigentlich ist doch alles in Sie arbeitet erfolgreich von zu Hause, bruncht am Küchentisch mit ihrer besten Freundin, liest in ihrem gemütlichen Ohrensessel und kocht Pasta Puttanesca. Aber dann tritt Tom in ihr Leben, und Meredith muss zugeben, dass sie nicht so glücklich ist wie sie vorgibt. Doch gerade als sie beginnt, sich Tom zu öffnen, holt ihre Vergangenheit sie schlagartig ein. Und Meredith Um wirklich zu leben, braucht es viel mehr als einen Schritt vor die Haustür …
Claire was born in Bath, Wiltshire and moved to Kent when she was six. she has always loved drawing from an early age and remembers being asked by her school mates to draw rabbits for them! After school she studied Fine Art at the Kent Institute of Art and Design in Canterbury where she achieved a BA degree in Painting. She moved to London in 1995 and stumbled through many different jobs until she studied children's illustration at Putney School of Art. Here Claire produced her first dummy book for Small Florence, which was then published and started her dream career as an author illustrator.
In 2007 Claire wrote her own course on writing and illustrating picture books which she has been teaching ever since, and now at the House of Illustration. She regularly visits schools and enjoys drawing for children.
Claire's new title 'The Best Bit of Daddy's Day' will be published in June 2016.
'Monkey and the Little One' was shortlisted for the 2015 Junior Design Awards and listed as one of the top ten best new picture books during Independent Book Sellers Week 2015.
'Back to Front and Upside Down' won the 2013 Schneider Family Book Award from the American Libraries Associataion. The award honors an author or illustrator for a book that embodies an artistic expression of the disability experience for child and adolescent audiences.
'Lucy and the Bully' won the 2009 Paterson Prize for Young People and 'Small Florence' was short listed for the 2010 Mad About Books Stockport Schools' Book Award.
Worum geht es?: Seit mehr als drei Jahren hat Meredith ihr Haus nicht verlassen. Über das Warum – über das, was vor 1.214 Tagen geschah – spricht sie mit niemandem. Denn eigentlich ist doch alles in Ordnung: Sie arbeitet erfolgreich von zu Hause, bruncht am Küchentisch mit ihrer besten Freundin, liest in ihrem gemütlichen Ohrensessel und kocht Pasta Puttanesca. Aber dann tritt Tom in ihr Leben, und Meredith muss zugeben, dass sie nicht so glücklich ist wie sie vorgibt. Doch gerade als sie beginnt, sich Tom zu öffnen, holt ihre Vergangenheit sie schlagartig ein. Und Meredith begreift: Um wirklich zu leben, braucht es viel mehr als einen Schritt vor die Haustür …
Das Cover: Das Cover hat mich auf den ersten Blick angelacht. Es ist sehr ungewöhnlich, dass ein gemaltes Bild als Cover genutzt wird. Gerade das macht es für mich besonders.
Der Schreibstil: Die Geschichte wird aus der Ich-Perspektive von Meredith erzählt. Man begleitet sie von ihrer Kindheit bis ins erwachsene Alter. Die Kapitel sind sehr kurz gehalten und haben teilweise nur ein bis zwei Seiten. Das Buch behandelt sehr schwere Themen, welche super in die Geschichte eingebunden wurden sind. Warum dieses Buch keine Triggerwarnung hat, ist mir ein Rätsel. Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen. Durch die kurzen Kapitel fliegt man durch die Seiten. Mir persönlich hatte das Buch allerdings zu viele Längen. Man begleitet Meredith über 4 Jahre, in denen sie nicht aus der Tür geht und dann zusätzlich ihre Kindheit und ihre Jugend. Das war mir persönlich zu viel. Hier hätte man einiges weglassen können.
Die Hauptfiguren: Meredith ist eine Frau, welche mit Angststörungen und Panikattacken zu kämpfen hat. Sie hat Freunde die sie unterstützen, aber ihre Angst hat sie soweit gebracht, dass sie seit über 4 Jahren nicht mehr aus der Tür gegangen ist. Anfangs dachte ich noch Meredith übertreibt, aber als dann auch immer mehr Geschichten aus ihrer Kindheit aufgedeckt wurden sind, habe ich sie immer mehr verstanden. Meredith ist eine starke Frau, welche häufig zurückstecken musste. Mit der Zeit lernt sie sich anderen Menschen anzuvertrauen und gerade ihre Beziehung zu Tom hat mir super gefallen. Normalerweise mag man hier eine Liebesgeschichte bei den Beiden erwarten, aber die Beiden zeigen, dass Seelenverwandte sich auch in einer Freundschaft zeigen.
Endfazit: Das Buch hat mich positiv überrascht. Mit Meredith hatte ich anfangs meine Probleme, aber je mehr die Geschichte voran schritt, desto mehr habe ich sie auch verstanden und je mehr ist sie mir ans Herz gewachsen. Ich finde es toll, wie die ernsten Themen super in die Geschichte integriert wurden sind. Mir persönlich hatte das Buch allerdings zu viele Längen. Ich denke, hätte man sich ausschließlich auf die Gegenwart und höchstens ein paar Passagen aus der Kindheit erzählt, hätte das Buch deutlich mehr pep. Getreu dem Motto: In der Kürze liegt die Würze! Abschließend kann ich sagen, dass ich tolle Lesestunden hatte und das Buch weiterempfehlen kann.
Das Buch erhält von mir gute 3 von 5 Sterne.
Das Buch wurde mir vom Verlag als Rezensionsexemplar bei vorablesen zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank dafür.
An dieser Stelle möchte ich eine Trigger Warnung aussprechen. Es werden u.A. Themen wie Vergewaltigung, Panikattacken, psychische und physische Gewalt und Alkoholsucht angesprochen.
Die Geschichte von Meredith, die seit Ewigkeiten das Haus nicht mehr verlassen hat, habe ich sehr gerne gelesen. Während sie sich langsam und sehr mutig zurück kämpft, erfährt man viel über ihre Geschichte und wie es dazu kam. Panikattacken, Trauma, Selbstverletzung
In dem Buch begleitet der Leser Meredith, eine Frau, die über 1214 Tage ihr Haus nicht verlassen hat. Vom Setting her mag die Geschichte ruhig sein, denn sie spielt sich überwiegend in Merediths vier Wänden ab – aber emotional ist es eine Achterbahnfahrt. Die Autorin schafft es, Merediths eintönig Realität spannend zu verpacken, indem sie den Leser direkt in Merediths Kopf schauen lässt. Sie eröffnet Merediths Gedankengänge, Gefühle und Ängste. Dabei wird der Charakter so authentisch, dass ich gar nicht anders konnte, als mit ihr mitzufühlen. Doch das ist keine leichte Aufgabe, denn Merediths Realitätsflucht, beziehungsweise die Abgrenzung der Außenwelt hat einen Grund. Dieser bleibt lange ungeklärt, doch über die Dauer der Seiten brodelt es mächtig in Meredith. Das rührt nicht zuletzt daher, dass zahlreiche schwerwiegende Themen wie häusliche Gewalt, Depressionen und Verlust eine Rolle spielen. Hier wäre weniger mehr gewesen, dennoch gelingt es Alexander Claire, mit diesen Themen zu jonglieren. Am imposantesten finde ich jedoch die Einstellung der Hauptfigur. Sie hat sich selbst noch lange nicht aufgegeben, ist bereit, unangenehme Situationen in Kauf zu nehmen. Es bereitete mir wirklich Freude zu sehen, wie Meredith Stück für Stück über sich und ihre Vergangenheit hinauswächst. Ich kann diese Geschichte aufgrund der Sensibilität, wie mit ernsten Themen umgegangen wird, als auch aufgrund der Charaktertiefe Merediths, jedem nur ans Herz legen. 4,5*
Meredith ist 39 Jahre alt und hat seit mehr als drei Jahren ihr Haus nicht verlassen. home office, Online-Einkaufen und ihre Freundin machen diese Situation möglich. Denn Meredith leidet an Panikattacken, sobald sie nur einen Fuß über die Türschwelle setzt. Doch welches Ereignis aus der Vergangenheit hat diese Reaktion hervorgerufen?
Das wunderschöne Cover hat meine Neugier sofort geweckt. Es sieht wie ein gemaltes Gemälde aus und man erkennt blühende Kirschbäume. Es ist ein passendes Cover, da es eine Verbindung zu Meredith gibt! Aufgrund des flüssigen und lockeren Schreibstils habe ich das Buch innerhalb von zwei Tagen verschlungen. Ich liebe kurze Kapitel und hier durchlebt man zusammen mit Meredith ihren Alltag. Dazwischen kommen Kapitel aus Ihrer Vergangenheit, die nicht chronologisch sind. So ist der Spannungsbogen gegeben, da man sich langsam an das schlimme Ereignis herantastet. Meredith hatte keine gute Kindheit und hat danach eine dramatische Erfahrung machen müssen. Ich hatte Mitleid mit ihr und war teilweise geschockt beim Lesen. Die Charaktere im Buch sind alle authentisch und Meredith eine sehr sympathische Frau.
Die Autorin hat hiermit einige wichtige Themen angesprochen, mit denen viele Frauen zu kämpfen haben. Es ist ihr gelungen zu zeigen, dass Freundschaften und Willenskraft bei Traumabewältigungen helfen können. Merediths Vergangenheit war sehr düster und hat mich etwas runtergezogen. Ich hätte mir mehr hoffnungsvollere Abschnitte gewünscht.
Insgesamt ist es ein gelungener Debütroman, der aber auch eine Triggerwarnung beinhalten müsste!
Eine Reise von tausend Meilen beginnt mit einem einzigen Schritt!
„Ich heiße Meredith Maggs und habe das Haus seit 1.214 Tagen nicht mehr verlassen.“
Dieses aussagekräftige Zitat zu Beginn des ersten Kapitels gibt dem Leser bereits einen ersten Hinweis auf die Situation der neununddreißigjährigen Protagonistin. Die freiberufliche Texterin und Autorin hat sich seit drei Jahren komplett von der Gesellschaft zurückgezogen. Sie arbeitet im Home Office in ihrem Haus in Glasgow, leidet an Panikattacken und Depressionen. Ein roter Kater namens Fred ist ihre einzige Gesellschaft. Fred war ein Geschenk von Merediths Freundin Sadie, die sie regelmäßig besucht und mit ihren beiden kleinen Kindern ein wenig Leben ins Haus bringt. Sadie hilft ihr, wo sie nur kann und würde buchstäblich alles für sie tun, stößt dabei aber immer wieder an ihre Grenzen. Meredith mag es ebenso wenig, fremde Menschen kennenzulernen, wie unangemeldeten Besuchern die Türe zu öffnen. Es fällt ihr aus diesem Grund auch schwer, den sympathischen Mitarbeiter des Vereins „Helfende Hände“ namens Tom McDermott an sich heranzulassen. Doch Tom ist nicht nur geduldig, sondern auch äußerst hartnäckig und ganz besonders liebenswert. Nach und nach schafft er es, Merediths Schutzwall zu durchbrechen und entpuppt sich als wertvolle Unterstützung in ihren Bemühungen, einen Weg zurück in die Welt zu finden. Schließlich macht Meredith in einem Online-Selbsthilfeforum die Bekanntschaft der fröhlichen Friseurin Celeste, der regelmäßige Chat-Kontakt zwischen den beiden führt schließlich ebenfalls zu einer guten Freundschaft. Doch dann ereignen sich Dinge, welche mühsam unterdrückte Schatten der Vergangenheit wieder ans Tageslicht bringen. Nun muss sich weisen, ob der unerschütterliche Zusammenhalt ihrer Freunde und deren liebevolle Unterstützung es schaffen, Meredith wieder zu einem Leben außerhalb ihrer selbst gewählten Isolation zu verhelfen.
Bereits die Leseprobe zu diesem Debutroman aus der Feder von Claire Alexander hat mich in den Bann gezogen. Nach dem Zuschlagen der letzten Buchseite kann ich nunmehr bestätigen, dass meiner unverhältnismäßig hohen Erwartungshaltung an dieses Buch voll und ganz entsprochen wurde. Die Charakterzeichnung der Protagonistin war außergewöhnlich und brillant, die Autorin hat deren innerste Gedanken und Emotionen mit viel Feingefühl und hoher Authentizität zum Ausdruck gebracht. Laufende Rückblicke in die Vergangenheit und letztendlich auf die Ursachen von Merediths Problemen schafften es mitunter, mir während der Lektüre kalte Schauer über den Rücken zu jagen. Claire Alexander versteht es, ihre Leser voll und ganz einzubeziehen. Man leidet mit Meredith und erkennt mehr und mehr die Gründe, die für die völlige Abschottung der Protagonistin verantwortlich zeichnen. Man ist unsagbar wütend angesichts der Dinge, welche sie seit ihrer Kindheit erleiden musste. Zugleich wünscht man sich nichts sehnlicher als Hilfe für diese arme, gepeinigte Seele und freut sich mit ihr über noch so kleine Erfolge und Fortschritte zwischen den zahlreichen Rückschlägen. Mit Sadie, Tom und Celeste brachte die Autorin sehr wichtige Figuren in die Handlung ein, die Meredith guttun, ihr unerschütterlich zur Seite stehen und immer für sie da sind.
„Und morgen ein neuer Tag“ ist ein unglaublich intensives Buch, eine teilweise ungemein tragische Geschichte voller Emotionen. Durch den locker-leichten Sprachstil, die sehr saloppe Sprache, eingebaute humorvolle Szenen sowie eingestreute Chatverläufe zwischen den Mitgliedern des Online-Selbsthilfeforums vermag Claire Alexander ihre Erzählung jedoch etwas aufzulockern. Die große Leidenschaft der Protagonistin, Köstlichkeiten wie Torten, Kekse und die traditionellen Scones zu backen sorgt dafür, dass man während dieser Lektüre den aromatischen Duft dieses Backwerks beinahe zu riechen vermeint. Was mir besonders zusagte ist der laufende kapitelweise Wechsel zwischen der Gegenwart im Jahr 2019 und den Ereignissen in der Vergangenheit. Auf diese Weise erfährt man nach und nach viele Einzelheiten über Merediths Kindheit, ihr Heranwachsen und schließlich ihren Weg zur Selbstständigkeit. Um Spoiler zu vermeiden werde ich nicht auf Details zur Vorgeschichte sowie darin involvierter Personen eingehen. Ich möchte jedoch anmerken, dass es sich um eine Geschichte handelt, die wohl kaum einen Leser unberührt lassen wird.
FAZIT: „Und morgen ein neuer Tag“ war für mich eine zutiefst erschütternde, an mancher Stelle leidvolle Lektüre, die buchstäblich unter die Haut geht, aber auch Mut zur Veränderung und Hoffnung verleiht. Sie zeigt den unschätzbaren Wert von Menschen auf, die einem in jeder Lebenslage unerschütterlich und treu zur Seite stehen. Ich habe mit Meredith gebangt, gelitten, getrauert, gelacht und dabei auch einige Tränen vergossen und kann dieses Buch zweifellos als ganz besonderes Lesehighlight bezeichnen.
Begeisterte fünf Sterne und eine klare Leseempfehlung!
Buchname: Und morgen ein neuer Tag: Roman - Ein großer Frauenroman für die Leser*innen von Rosie Walsh und "Der Papierpalast" Autor: Claire Alexander Seiten: 448 (Print) Fromat: als Print und Ebook erhältlich Verlag: Goldmann Verlag; Deutsche Erstausgabe Edition (20. April 2023) Sterne: 4
Cover: Das Cover ist richtig schön gestaltet worden. Der Buchtitel steht in hellen bzw pinkfarbenen Buchstaben im oberen Bereich. Es wurde in Abstrakt gestaltet und man kann ein Ufer und einen Steg sehen.. .. Auf dem ersten Blick ist das schon mal sehr ansprechend.
Klappentext: (aus Amazon übernommen)
Was auch immer passiert, du bist nicht allein.
Seit mehr als drei Jahren hat Meredith ihr Haus nicht verlassen. Über das Warum – über das, was vor 1.214 Tagen geschah – spricht sie mit niemandem. Denn eigentlich ist doch alles in Ordnung: Sie arbeitet erfolgreich von zu Hause, bruncht am Küchentisch mit ihrer besten Freundin, liest in ihrem gemütlichen Ohrensessel und kocht Pasta Puttanesca. Aber dann tritt Tom in ihr Leben, und Meredith muss zugeben, dass sie nicht so glücklich ist wie sie vorgibt. Doch gerade als sie beginnt, sich Tom zu öffnen, holt ihre Vergangenheit sie schlagartig ein. Und Meredith begreift: Um wirklich zu leben, braucht es viel mehr als einen Schritt vor die Haustür …
Schreibstil: Der Schreibstil der Autorin ist total flüssig, liest sich super und ist sehr leicht verständlich.
Charaktere: Die Hauptprotagonistin ist Meredith Der Hauptprotagonist ist Tom
Ich fande alle Charaktere von Anfang an total sympathisch und liebenswert. Des weiteren gibt es noch ein paar andere Charaktere. . Meiner Meinung nach sind alle Charakter sehr gelungen und haben einen sehr guten Platz im Buch bekommen. Meinung:
!!!! Achtung !!! Könnte Spoiler erhalten!!!
Mir hat „Und morgen ein neuer Tag“ von Claire Alexander recht gut gefallen. Ich fande die Geschichte rund um Meredith total ergreifend zu lesen. Das Buch hat mich sehr berührt. Mir hat auch der Schreibstil der Autorin total gut gefallen. Der Lesefluss war für mich geben und ich war von der ersten Seite an, in dem Buch bzw in der Geschichte drinnen. Für mich hatte das Buch alles, was mir beim Lesen dieses Genres wichtig ist. Tolle Protagonisten, tolle Story und Umsetzung, tolles Setting, guter Lesefluss und Schreibstil, und für mich waren es auch genau die richtige Menge an Emotionen. Ich hatte viele sehr schöne Lesestunden mit Meredtih und Tom. Deshalb vergebe ich „ Und morgen ein neuer Tag“ sehr gerne 4 Sterne und eine klare Leseempfehlung.
Fazit: Toller Liebesroman mit einer starken Protagonistin und einer sehr emotionalen Story. Klares Herzensbuch.
Claire Alexanders Roman „Und morgen ein neuer Tag“ kommt auf den ersten Blick harmlos daher. Ein Cover mit pastelligem rosa und ein Klappentext, der ein wenig nach Liebesroman klingt. Schnell stellt sich heraus, dass diese Geschichte alles andere als leichte Kost ist. Wäre das Buch mit einer Triggerwarnung versehen, wäre diese vermutlich eine ganze Seite lang. (Emotionale) Gewalt, Depressionen, Selbstverletzung, Fehlgeburten... alles, was man sich an schrecklichen Sachen vorstellen kann, kommt vor. Trotzdem wirkt der Roman zu keiner Zeit reißerisch oder übertrieben. Claire Alexander geht mit schwierigen Themen sehr sensibel um und verzichtet auf eine zu graphische Darstellung. Es geht weniger um den Akt an sich, sondern um die Auswirkungen auf die Psyche und das Leben danach.
Im Zentrum der Handlung steht die Ich-Erzählerin Meredith. Meredith ist 40-Jahre alt und hat das Haus seit über 3 Jahren nicht mehr verlassen. Sie hat sich zusammen mit ihrer Katze Fred eine kleine Welt geschaffen. Dank Home-Office, Lieferdienst und Co gelingt es, einen Alltag innerhalb der eigenen vier Wände aufzubauen. Ihre einzigen Kontaktpersonen sind ihre Freundin Sadie und ihre Therapeutin Diane. Als Meredith über ein Selbsthilfeforum neue Freundschaften schließt, über ein Hilfeprogramm Tom kennenlernt und ihre Schwester nach Jahren wieder in Ihr Leben zurückkehrt, beginnt sich die Dynamik hinter ihren selbst errichteten Mauern zu verändern und es reift in ihr der Wunsch, wieder mehr an der Außenwelt teilzuhaben. In Rückblicken erfahren wir außerdem mehr über Merediths Kindheit und Jugend.
„Und morgen ein neuer Tag“ ist eine ruhig erzählte Geschichte, die gerade durch die leisen Töne unter die Haut geht. Meredith ist ein Mensch voller Stärke. Selbst wenn es ihr schlecht geht, ist sie immer für ihre Mitmenschen da und voller Verständnis für deren Sorgen. Auch Celeste und Tom sind wahnsinnig sympathische Menschen. Merediths Schwester Fee schließt man nicht sofort ins Herz, aber je mehr man erfährt, desto mehr leidet man auch mit ihr mit.
Der lockere Schreibstil und der ein oder andere humorvolle Moment sorgen dafür, dass die Geschichte nicht zu düster wird. Allgemein ist das Buch trotz all seiner Abgründe auch voller Hoffnung und vermittelt durchaus positive Emotionen. Die Tiefgründigkeit und die ausgesprochen sensible und kraftvolle Umsetzung hat mich sehr beeindruckt, insbesondere, wenn man berücksichtigt, dass es sich um einen Debütroman handelt. „Und morgen ein neuer Tag“ war für mich absolut lesenswert.
Zwischen all den Krimis und Thrillern brauche ich auch manchmal was für’s Herz. Da kam mir „Morgen ein neuer Tag“ gerade recht. Dachte ich, denn bei diesem Cover habe ich mir vorgestellt, dass es eine seichte Geschichte ist, die man mal zwischendurch lesen kann. Weit gefehlt, denn dies ist alles andere als ein Buch, was einen wohlig zurücklässt.
Die Autorin Claire Alexander sagte, dass Meredith ihr ähnlicher sei, als ihr lieb ist. Wie viel Persönliches in diesem Roman steckt, lässt sich aber nicht sagen. Die Bandbreite der Themen reicht von Depression über Angststörungen bis hin zu Missbrauch und Gewalt. Also alles andere als seicht. Meredith hat einiges hinter sich, weswegen sie diese Themen beschäftigen. Trotz ihrer Ängste ist sie eine starke Frau, die versucht, wieder nach vorne zu blicken. Erzählt wird die Geschichte parallel aus Gegenwart und Vergangenheit, so dass wir erfahren, was Meredith widerfahren ist und weswegen sie sich in dieser Situation befindet. In der Isolation, abgeschottet. Sie puzzelt gerne, hat am liebsten die Gesellschaft ihrer Katze. Ihre Freundin Sadie ist ebenfalls willkommen, auch wenn Meredith jedes Mail zu spüren bekommt, dass die Unterschiede zwischen ihnen sehr groß sind.
Im Gegensatz zu den vielen Schicksalsschlägen steht die Sprache. Die ist sehr umgangssprachlich und lockert die Handlung dadurch zwar etwas auf, kann die Schwere jedoch nicht ganz vertreiben. Denn auch in der Übersetzung gehen die Emotionen nicht verloren, sind genauso, wie sie gefühlt werden sollen. Das ist eines der wenigen Bücher, bei dem ich sagen kann, dass die Übersetzerin Stefanie Retterbush ganze Arbeit geleistet hat, um die Geschichte rund zu machen und ihr das gewisse Etwas zu geben. Im Nachhinein nicht verwunderlich, da sie zum Beispiel auch „Ohne ein einziges Wort“ und „Mr Wrong Number“ übersetzt hat, die sprachlich ebenfalls super waren.
Fazit: Für mich persönlich steckt zwischen den Zeilen zu viel Negativität, dennoch empfehle ich dieses Buch ob der Themen und der Sprache wegen weiter. Es ist berührend, regt zum Nachdenken an, kann durchaus pieksen - und bleibt garantiert in Erinnerung.
Ein berührender Roman einer starken Frau, die sich zurück ins Leben kämpft
Nach einem schrecklichen Vorfall leidet Meredith unter furchtbaren Panikattacken und Depressionen. Sie verlässt seit über drei Jahren ihr zuhause nicht und schweigt beharrlich über das, was vor 1.214 Tagen geschehen ist. Vermeintlich scheint alles in Ordnung zu sein, doch ihre neue Bekanntschaft Tom zeigt ihr, wie leer ihr Leben eigentlich ist. Kann Meredith ihr Leben erneut in die Hand nehmen und sich von ihren Fesseln befreien?
"Und morgen ein neuer Tag" von Claire Alexander ist ein Roman mit nicht ganz so leichten Themen. Hier geht es um Panikattacken, Angststörungen und die daraus resultierende Einsamkeit und Zurückgezogenheit. Und auch um eine wunderbare Freundschaft. Claire Alexander erzählt abwechselnd in der Gegenwart und Vergangenheit die Geschichte von Meredith, empathisch und gefühlvoll. So erfährt der Leser nach und nach, warum Meredith sich so verhält. Der Schreibstil liest sich trotz des schweren Themas leicht. Schnell hat die Autorin mich mit ihren Worten in den Bann gezogen. Mich hat die Geschichte sehr berührt und zum Nachdenken angeregt.
Die Charaktere sind facettenreich und authentisch. Meredith ist eine starke Frau und versucht trotz der Einschränkungen ihr Leben zu leben und zu genießen. Ich kann mich gut in sie hineinversetzen, auch wenn mir so etwas Schlimmes nicht passiert ist. Aber ich leide an Depressionen und bin auch sehr gerne zu hause. Meine sozialen Kontakte sind auch viel online, aber ich muss zur Arbeit und zum Einkaufen das Haus verlassen. Mir gefällt es gut, wie liebevoll sich Meredith' Freunde um sie kümmern und sie nach Rückschlägen wiederaufbauen.
*Fazit* "Und morgen ein neuer Tag" ist ein berührender Roman, der die schweren Themen wie Panikattacken und Angststörungen behandelt und zeigt, wie man sein Leben wieder in den Griff bekommen kann. Die Autorin Claire Alexander berührt mich mit ihren Worten und regt mich zum Nachdenken an. Wer an solchen Themen interessiert ist, sollte dieses Buch lesen. Von mir gibt es eine Leseempfehlung und 4 Sterne.
Meredith Mags ist Ende 30 und hat ihr Haus seit 1.214 Tagen nicht verlassen. Sie hat sich in ihrer selbstgewählten Isolation gut eingerichtet und alles bestens organisiert. Freiberuflich arbeitet sie zuhause als Texterin, Lebensmittel bringt der Lieferdienst, Kater Fred leistet ihr Gesellschaft und regelmäßig kommt ihre allerbeste Freundin Sadie zu Besuch.
In Rückblenden erzählt der Roman die Geschichte von Meredith. Ihr Leben ist geprägt von einer maximal lieblosen Kindheit, psychischer und physischer Gewalt, Vergewaltigung, Depression und Suizidversuchen. Ihre Erlebnisse und die daraus resultierenden traumatischen Auswirkungen haben dazu geführt, dass sie seit mehr als 3 Jahren ihr Haus nicht mehr verlassen hat. Aber auch wenn sie sich und anderen vorgaukelt mit der Situation zufrieden zu sein, ist erkennbar, dass dem nicht so ist. Doch der Weg zurück in ein Leben, dass auch außerhalb der eigenen 4 Wände stattfindet, ist nicht einfach. Zum Glück gibt es Menschen, die Meg auf diesem Weg begleiten. Sie erlebt professionelle Hilfe durch ihre Therapeutin, sehr viel Unterstützung durch die bedingungslose Freundschaft ihrer Freundin Sadie und dann ist da auch noch Tom … und natürlich ihr eigener Mut und ihr Wille zu einer Veränderung.
Die Geschichte ist sehr intensiv. Es ist eine Weile her, dass ich mit einer Protagonistin derart mitgefühlt,-gelitten & –gehofft habe. Weil ich wissen musste, wie es mit Meg weitergeht, habe ich die 440 Seiten ruckzuck gelesen. Die Charaktere sind lebhaft beschrieben, das Buch hat kurze Kapitel und einen gut lesbaren Schreibstil. Auch wenn alles nachvollziehbar erzählt wird, weiß ich nicht, ob es sein musste, eine solche Bandbreite an schwierigen Themen in eine einzige Geschichte zu packen. Für mein Empfinden war es in Summe zu heftig. Aber es ist auch eine Geschichte mit viel Hoffnung, über Mut und wahre Freundschaft.
Zuallererst möchte ich mich beim Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars ganz herzlich bedanken. Auf meine Meinung hat das keinen Einfluss.
„Und morgen ein neuer Tag“ ist eine wahnsinnig intensive Geschichte.
Neugierig durch den Klappentext, war ich sehr gespannt darauf, dieses Buch zu lesen. Aber auch etwas skeptisch wegen des doch eher schweren Themas. Und ja, es ist eine schwere, auf eine Art erdrückende Geschichte. Auf der anderen Seite aber auch so hoffnungsvoll und voller Mut zum Leben.
Meredith hat seit mehr als drei Jahren das Haus nicht mehr verlassen. Die Ereignsise in ihrer Vergangenheit haben sie dazu getrieben. Eines Tages klingelt Tom an ihrer Tür. Tom, vom Freundeverein „Helfende Hände“, kommt und einmal die Woche um nach Meredith zu sehen. Die beiden entwickeln aber bald eine Freundschaft und auch so ist Meredith trotz ihrer Isolation nicht alleine. Sie hat ihre beste Freundin Sadie, die sie oft besucht, ihren Kater Fred und auch ihre Chatgruppe, durch die eine sehr gute Freundschaft zu Celeste entsteht. Nach und nach beginnt sie immer mehr zu hinterfragen, ist sie wirklich glücklich? Will sie wirklich, dass sich ihr Leben nur in ihren vier Wänden abspielt? Sie beginnt langsam wieder mutiger zu werden und wieder mehr leben zu wollen.
Der Schreibstil der Autorin wird dem Thema absolut gerecht. Die Ernsthaftigkeit kommt definitiv rüber, man fühlt direkt mit Meredith mit, aber es ist nicht so, dass man beim Lesen in ein emotionales Loch fällt. Das wird auch durch die relativ kurzen Kapitel und der perfekten Mischung aus Vergangenheit und Gegenwart geschafft.
Ich persönlich brauche nicht für jedes Buch eine Triggerwarnung; hier wäre es allerdings meiner Meinung nach nicht schlecht gewesen. Trotzdem... an alle, die vielleicht etwas skeptisch dem Buch gegenüberstehen, weil es vielleicht zu schwer werden könnte... ich kann „Und morgen ein neuer Tag“ absolut empfehlen. Die Geschichte ist trotz der Schwere so voller Leben und Hoffnung.
Der Roman ist nicht chronologisch aufgebaut. Man springt immer wieder vom heutigen Tag auf ein Ereignis aus der Vergangenheit. So soll Spannung gezeugt werden, jedoch ist recht schnell klar, dass die Mutter eine der unfähigsten und problemreichsten Mütter der Welt ist. Daher ist es dann auch kein Wunder, dass ihre Tochter nach einem traumatischen Erlebnis, bei der ihre eigene Mutter ihr keinen Glauben schenkt, sich in ein Schneckenhaus zurückzieht und den Kontakt zur Außenwelt komplett abbricht. Ein klassischer Fall von psychischen Störungen.
Was mir hier nicht gefallen hat, ist, dass diese Krankheit nicht sehr realistisch dargestellt wurde. Ich denke nicht, dass ihre beste Freundin ihren Zustand so akzeptiert hätte und sie drei weitere Jahre besucht hätte und sogar ihre Kinder in solch eine Umgebung gebracht hätte. Ich hätte das niemals zum Schutz der seelischen Gesundheit meiner eigenen Kinder gemacht.
Ab der Hälfte weiß man in etwa, auf was es hinauslaufen könnte und der Roman beginnt sich zu wiederholen. Es tauchen immer mehr Geschichten aus der Vergangenheit auf und letztlich reicht das aber schon, um zu wissen, was für eine Art von Kindheit sie durchlebt hat.
Inhaltlich geht es darum, dass Mer langsam über ihre Vergangenheit erzählt und ihren Alltag aus den Jahren 2018 und 2019 in Glasgow. Dabei tritt die schwierige Mutter-Tochter-Beziehung in den Vordergrund und das prägt sie bis ins Erwachsenenalter, da sie all das nie verarbeitet hat und noch immer plagt und so in ihrem Leben erheblich beeinträchtigt. Schwere Themen wie Depressionen, Angstzustände und Selbstmordversuche werden angesprochen. Daher empfehle ich es nur für mental starke Personen.
Ein bewegender Roman über die Bedeutung von Freundschaft und Selbstakzeptanz.
Die Handlung Meredith hat seit drei Jahren das Haus nicht mehr verlassen. Sie lebt allein mit ihrem Kater Fred und arbeitet im Homeoffice als freie Texterin und Autorin. Regelmäßig wird sie von ihrer besten Freundin Sadie und deren Kinder besucht. Meredith führt doch also ein ganz glückliches und erfülltes Leben, oder? Als sie von ihrer Vergangenheit eingeholt wird, droht ihr Leben erneut aus dem Gleichgewicht zu geraten...
Meine Meinung Die Autorin schreibt mit einer solch emotionalen Intensität, die mich als Leserin tief in die Gedankenwelt von Meredith hineingezogen hat und mir das Gefühl vermittelt hat, ihre Ängste und Sorgen hautnah miterlebt zu haben. Durch Merediths Gedanken und Erinnerungen erfährt man, was sie dazu gebracht hat, sich zu isolieren. Dabei werden Themen wie Verlust, Trauer und psychische Gesundheit behandelt (eine Triggerwarnung wäre bei diesem Buch durchaus zu empfehlen!). Der Roman zeigt auf, wie wichtig Freundschaft, Familie und Selbstakzeptanz für unser Wohlbefinden sind und wie schwierig es sein kann, diese Dinge zu erreichen, wenn man in einem Zustand der Isolation gefangen ist.
Insgesamt ist "Und morgen ein neuer Tag" ein bewegendes Buch, das wichtige Themen behandelt und mir in Erinnerung bleiben wird. Claire Alexander hat hier einen Roman geschrieben, der sich mit Empathie und Einfühlungsvermögen den Themen Depression, Verlust und dem Kampf um Selbstakzeptanz widmet.
Nach einem schrecklichen Ereignis kann Meredith ihr Haus nicht mehr verlassen. Alles, was sie zum Leben braucht, bekommt sie dorthin geliefert. Ihre Freundin Sadie besucht sie regelmäßig mit ihren Kindern und sie tauscht sich mit anderen Menschen in einem Online-Forum aus. Ihr geht es gut, bis Tom in ihr Leben tritt. Denn mit seinen nervigen Fragen und der selbstbewussten Art, zeigt er ihr auf, was in ihrem Leben fehlt. Zwischen Puzzle und Gebäck, beginnt sie, sich zu öffnen...
Meine Meinung:
Das Cover ist wirklich schön und der Schreibstil der Autorin hat mir auch sehr gut gefallen. Allerdings muss ich gestehen, dass ich etwas anderes erwartet hatte. Ja, ich bin davon ausgegangen, dass wir erfahren, was mit Meredith passiert ist und auch, dass sie kämpft, um wieder nach draußen gehen zu können. Aber der Verlauf der Geschichte hat mich dennoch oft überrascht. Mit jeder Seite konnte ich ein wenig mehr über sie lernen und mir wurde immer klarer, wie fixiert ich auf einen bestimmten Verlauf ihres Lebens war. Dabei war mir das Ausmaß ihrer Ängste und Krankheit nicht klar. Ich konnte mich gut in sie hineinversetzen und war beeindruckt, wie gut sie mit allem umgeht, was in ihrem Leben so passiert. Am besten hat mir gefallen, wie sie ihre Angst überwindet, um für ihre Freundin da zu sein. Obwohl ich das Buch gut fand, war ich am Ende doch ein wenig enttäuscht. Aber das hat wohl mit meiner falschen Erwartung an die Story zu tun. Ich hatte mir einen anderen Ausgang gewünscht. Dennoch kann ich es ganz klar empfehlen.
Was für ein Glückskauf. Aufgrund des schönen Covers ist mir dieses Buch ins Auge gesprungen, aber meine oberste Regel lautet: immer den Klappentext lesen (findet ihr wie immer in den Kommentaren) und dieser ist ganz gewesen als das was das Cover verspricht. Die ersten Seiten haben mich direkt in den Bann gelesen und wir haben das Buch so schnell gelesen. Ich glaube am ersten Tag hatten wir die ersten 210 durch gehabt, weil wir gar nicht mehr aufhören konnten, was ja nur für die Geschichte spricht. Diese Geschichte hat viele Emotionen bei mir ausgelöst und stellenweise hatte ich Tränen in den Augen, habe mitgelitten, bin wütend gewesen und habe mich mit Meredith gefreut. Meredith ist für mich ein unglaublich gut gezeichneter Charakter gewesen, der einfach besonders gewesen ist, trotz ihrer Situation sich nicht aufgegeben hat. Was für eine tolle Frau. Dies ist defintiv kein 0815 Roman mit Wohlfühlcharakter, sondern eine tiefgründige Geschichte über eine Frau, die einiges durchmachen musste. Die Autorin greift Themen wie Missbrauch, Bewältigung von Ängsten und Traumata auf, sodass dies keine leichte Kost ist. Das Ende ist für mich leider nicht so rund gewesen und die Geschichte endet sehr abrupt. Ich habe wirklich gedacht, dass da Seiten fehlen würden. Dies ist mein einziger Kritikpunkt an diesem Buch. Insgesamt ein emotional ergreifender und berührender Roman, der so voller Hoffnung ist und den man gelesen haben muss. Klare Empfehlung geht an euch raus.
Und morgen ein neuer Tag von Claire Alexander / Rezension
Ich habe das Buch gesehen, als es frisch herauskam und ich erinnere mich da so genau dran, weil viele book influencer das damals in die Kamera gehalten haben 🤭. Und der Klappentext klang unheimlich gut und interessant. Ich hatte erst angefangen über Bücher zu bloggen, deshalb habe ich alles, was „in“ war, genau beobachtet. Fast forward 2025 - ich habe mir das Buch endlich gekauft und darum geht es:
Meredith hat ihr Haus seit 3 Jahren nicht mehr verlassen. Über die Umstände, die dazu geführt haben, spricht sie mit niemandem. Tom, ein neuer Freund, der Meredith über einen Verein Zuhause besucht, scheint ihre Mauern zu überwinden…
Ich bin ehrlich, das Buch hat mich leider nicht abgeholt. Vermutlich waren meine Erwartungen zu hoch, aber auch Agoraphobie (= die Angst davor, das Haus zu verlassen) ist für mich nun endgültig zu einem Thema geworden, das sich kaum spannend umsetzten lässt. Das ist nur meine Meinung und Erfahrung. Vor ein paar Jahren habe ich bereits „The woman in the window“ abgebrochen, mind you, einen Thriller auch noch, weil es mich null gepackt hat. Und dieses Buch hier hätte ich am liebsten auch abgebrochen, aber ich wollte schlussendlich wissen, wie es endet.
Meine Sterne vergebe ich für Meredith’ schwere Vergangenheit, ihre Freundschaften und auch die Beschreibungen ihres Alltags mochte ich. Zu Tom konnte ich keine Beziehung aufbauen und der Aufbau des Buchs sowie die Erzählweise waren für mich sehr zäh und langweilig.
Ich habe das Buch vor ein paar Tagen beendet und die Geschichte schwirrt mir noch immer im Kopf herum. Ich denke, das sagt einiges darüber aus, wie eindrucksvoll das Buch war. Und das war es wirklich, so eindrucksvoll, emotional und auch schmerzhaft wie lange kein Roman mehr. Außerdem hätte ich nie gedacht, auf welche emotionale und gedankliche Reise die Geschichte mich selbst schickt.
Meredith ist eine ganz besondere Protagonistin und auch wenn ich nicht annährend die Dinge erlebt habe, die sie durchmachen musste, so konnte ich mich so gut in sie hineinversetzen und mich in ihren Gedanken und vor allen Gefühlen wiederfinden. Vor allem ihre Liebe zu den Büchern und auch zur Ordnung konnte ich absolut nachvollziehen.
Die Geschichte beginnt schon sehr spannend und schafft es im Verlauf, durch ergänzende Puzzleteile, die Vergangenheit von Meredith Stück für Stück aufzurollen. Beim Lesen habe ich dabei so viele Emotionen gespürt, wie Trauer, Wut und Hoffnungslosigkeit aber auch Momente gehabt, die Kraft geben und zeigen, dass es immer weiter geht.
Die Gespräche mit ihrer besten Freundin und Tom, sowie mit der Psychologin als auch die Rückblenden in die Vergangenheit haben die Geschichte abgerundet und die Tiefgründigkeit geschaffen. Am besten hat mir dabei das Ende der Geschichte gefallen, weil es einerseits wirklich passend war aber auch anderseits so realistisch.
Ich hätte mir von der Autorin lediglich eine Triggerwarnung gewünscht, da ich mit einigen ernsten Themen nicht gerechnet hätte, die mich auch sehr beschäftigt haben.
Stellt euch vor, es ist strahlender Sonnenschein. Es herrschen die perfekten sommerlichen Temperaturen. Und ihr könnt nicht aus dem Haus. Weil ihr eich nicht traut. Weil Panik und Angst euch gefangen halten.
Genau so ergeht es Meredith. Sie war seit über drei Jahren nicht mehr außerhalb draußen, verbringt jeden Tag in ihrem Haus. Praktisch, dass sie als Texterin sowieso von zuhause aus arbeiten und sich ihre Einkäufe liefern lassen kann. Meredith ist glücklich, sie ist zufrieden, sie ist sicher. Ihre beste Freundin Sadie unterstützt sie derweil wo sie nur kann.
Dann taucht plötzlich Tom vor ihrer Tür auf, Mitarbeiter im Verein "Helfende Hände", und baut nach und nach eine (enge und freundschaftliche) Beziehung zu ihr auf. Meredith wird mit ihren eigenen Lebensumständen und der Frage konfrontiert, ob sie wirklich so weiterleben will?
Was sich anfangs "nur" als Angst und Depressionen bemerkbar macht, entpuppt sich als ein vielschichtiges Problem: Trauma, Ablehnung, fehlender Schutz, Verleumdung. In stetigen Rückblenden erfahren wir mehr über Merediths Kindheit und Jugend, die Beziehung zu ihrer Schwester, ihrer Mutter und dem Auslöser für ihren endgültigen Zusammenbruch. Es ist eine berührende Geschichte über die Auswirkungen eines traumatischen Erlebnisses auf Körper und Geist und dass besonders in der eigenen Familie Zusammenhalt immens wichtig für die Bewältigung dieser Hürden und Ängste ist.
Und indem Meredith aus ihrem Muster ausbricht und Neues wagt, beispielsweise Tom in ihr Leben zu lassen oder eine Internetfreundin zu sich einzuladen und diese Beziehungen zu pflegen, gewinnt sie Abstand von ihren Gedankenmustern, die sie daran hindern, ihren Kokon zu verlassen. Vorfreude, Geborgenheit, Aufrichtigkeit, all diese Gefühle, die seit ihrer Kindheit abhanden gekommen sind, kehren durch ihre Freunde zurück.
Für meinen Geschmack war mir teilweise die Stimmung zu friedlich. Die Protagonistin wird fast schon als Mutter Theresa dargestellt. Niemand ist wütend auf sie, alle sind furchtbar verständnisvoll (bis auf ihre Familie, aber das erklärt sich durch die Geschichte von allein), selbst wenn sie kurzfristig ihre Verabredungen absagt. Ein bisschen zu dick aufgetragen, würde ich sagen. Aber insgesamt hat mir dieses Buch wirklich aus der Seele gesprochen und gezeigt, wie wichtig sozialer Kontakt nach außen und Freunde und Familie im Leben sind.
Bewegender Roman über eine Frau, die ihr Haus nicht mehr verlässt - "Und morgen ein neuer Tag" hat mich überrascht - im besten Sinne. Was aussieht, wie ein leichter Schmöker hat erstaunlich viel Tiefgang bewiesen. Wir lernen die Protagonistin Meredith kennen, die seit mehr als drei Jahren ihr Haus nicht mehr verlassen hat - aber erst nach und nach verstehen wir, warum dies der Fall ist. In Rückblenden wird außerdem ihre, gelinde ausgedrückt, schwierige Kindheit beschrieben mit einer lieblosen Mutter und einer heißgeliebten älteren Schwester. Über mehrere hundert Seiten erleben wir mit, wie Merediths Leben sich entwickelt. Dabei gibt es viele schöne Details und die Lektüre ist weniger bedrückend, als man denken könnte. Es ist schön über Merediths Backleidenschaft oder ihre Liebe zu ihrem Kater Fred und die Freunde in ihrem Leben zu lesen. Im Laufe des Buches nach und nach immer mehr Merediths Verhalten verstehen zu können, fühlte sich fast ein bisschen an, wie ein Puzzle zusammenzusetzen (auch Puzzle haben eine wichtige Bedeutung in diesem Roman). Vier Sterne von mir, weil ich das Buch gerne mochte, aber noch ein bisschen was zum absoluten Highlight gefehlt hat. Die Autorin merke ich mir aber auf jeden Fall!
Triggerwarnung für diesen Roman: Sexualisierte Gewalt und Missbrauch
Ein bewegender Roman, der die Geschichte von Meredith erzählt die, seit mehr als 3 Jahren ihr Haus nicht verlassen hat. Ihre Geschichte ist berührend und kann für Lesende potenziell triggernd sein, da Traumata und deren Bewältigungsarbeit im Mittelpunkt der Geschichte stehen. Durch die Aufmachung des Buches lässt sich nicht erahnen, wie tiefgründig der Gegenstand des Buches ist. Der Klappentext lässt vermuten, dass mehr als drei Jahre Isolation nicht von Ungefähr kommen, aber ich war doch sehr überrascht als das Buch in den Rückblenden zu einschneidenden Ereignissen in Merediths Leben erschreckend düster wird. Die meisten Charaktere in diesem Buch sind authentisch und liebenswert geschrieben, sodass ich das Buch regelrecht verschlungen habe. Die Nutzung von Rückblenden wird ab einem gewissen Punkt etwas zu vorhersehbar. Nach dem ersten Drittel des Buches wirken diese kurzen Kapitel zum Teil wie ein nachträglicher Gedanke mit dem einzigen Nutzen in dem folgenden Kapitel in der Gegenwart einen Callback unterbringen zu können. Das hat die Geschichte an Momenten vorhersehbar werden lassen.
Nach einem traumatischen Erlebnis hat sich Meredith zurückgezogen und ihr Haus seit über drei Jahren nicht mehr verlassen. Dank Heimarbeit und Lieferdiensten hat sie sich komfortabel eingerichtet, und für Gesellschaft sorgen ihr Kater Fred und ihre beste Freundin Sadie. Doch nachdem Meredith eine weitere Person in ihr Leben lässt, beginnt die Mauer zu bröckeln. Meredith muss sich nicht nur der Welt da draußen stellen, sondern auch ihrer Vergangenheit. In wechselnden Kapiteln erzählt das Buch von der Gegenwart und was dazu geführt hat. Und während Meredith sich mit einem Schritt nach dem anderen ihr altes Leben zurück erkämpft, brechen auch die Erinnerungen wieder aus ihr heraus. Obwohl ich die Geschichte von Meredith durchaus berührend und bewundernswert fand, gab es doch auch Punkte die mich gestört haben und deren Glaubwürdigkeit ich in Frage gestellt habe. Zudem hatte das Buch einige Längen, gerade nachdem man bereits wusste wie alles zusammenhängt und wie es höchstwahrscheinlich ausgehen wird. Nichtsdestotrotz eine interessante Lektüre, die irgendwo zwischen Anspruch und Unterhaltungsroman schwankt.
Meredith war seit mehr als drei Jahren das Haus nicht mehr außerhalb ihres Hauses. Warum, darüber spricht sie grundsätzlich nicht, es ist doch alles in Ordnung. Sie geht einer geregelten Arbeit nach, zuhause, sie kocht und bekommt Besuch von ihrer besten Freundin, zuhause ... Dann kommt Tom in ihr Leben und sie muss ehrlich zu sich selbst sein, so toll ist ihr Leben nicht. Sie beginnt sich zu öffnen ...
Ich heiße Meredith Maggs und habe das Haus seit 1.214 Tagen nicht mehr verlassen. So beginnt mehr oder weniger das Buch. Mich sprach der Klappentext sehr an und ich war neugierig auf die Geschichte, vor allem auf das "Warum". Mich hatte die Story von Beginn an fesseln können, Meredith war mir sehr sympathisch und nach und nach wird ihr Geheimnis gelüftet. Die Geschichte hat immer wieder Rückblicke, die für ein besseres Verständnis sorgen und alles viel spannender machen. Ich habe Meredith sehr gerne begleitet, fand die Story richtig gut und kann das Buch nur empfehlen.
Hier geht es um Meredith, die ihr Haus seit 3 Jahren nicht mehr verlassen hat. Mir hat besonders gut gefallen, wie ihre Situation und ihr Charakter hier dargestellt wurden. Man konnte sich gut in sie hineinversetzen. Man merkt, dass sie oft nicht sicher ist, was sie will. Genauso wie die Schwankungen in der Stimmung. Manchmal wechselt es fliegend. Tom weckt bei ihr einiges, was sie wohl selbst nicht erwartet hat. Was sie aber auch wachsen lässt. Man hat recht schnell eine Vermutung, warum Meredith in ihrer Situation ist. Wenn es dann aber aufgeklärt wird, ist es dennoch ein sehr einnehmender Moment. An sich hat mir das Buch ganz gut gefallen. Allerdings waren für mich manchmal Lücken in der Story oder ich hätte mir gewünscht, dass Tom noch etwas mehr zur Geltung kommt. Das Buch hat für meinen Geschmack recht offen geendet, wo ich mir aber doch auch noch einen Wink in eine Richtung gewünscht hätte. Alles in allem lässt es sich gut lesen, aber es hatte noch etwas Luft nach oben.
Cover: Das Cover hat mich auf das Buch aufmerksam gemacht und ich liebe die Kirchblüten. Und schön der Titel ist sehr berührend.
Inhalt: Es geht um Meredith, die vor 1.214 Tagen ein traumatisches Erlebnis erlitten hat und dadurch ihr Haus nicht mehr verlässt. Meredith Ist eigentlich zufrieden mit ihren Leben, doch dann tritt einen Tages Tom in ihr Leben und sie merkt, was sie verpasst. Als sie sich Tom immer weiter öffnet holt sie die Vergangenheit ein.
Meinung: Das Buch ist hat mir sehr gut gefallen. Der Schreibstill war sehr angenehm zu lesen. Der Prolog hat mich gleich gefesselt. Das Thema hat mich gleich angesprochen. Meredith war eine interessante und sympathische Person, ich habe mich oft beim lesen gefragt, wie sie in ihre Situation gekommen ist. Tom war mir auch gleich sympathisch und ich fand es toll, wie er Meredith geholfen hat. Das Buch hatte viele sehr emotionale Momente, bei den ich schlucken musste.
Das Buch hat sich super gelesen und man konnte sich krass gut in Meredith hineinversetzen, obwohl man sowas Schlimmes, wie ich zb, noch nicht widerfahren und erleben musste. Hier werden große und wichtige Themen auseinandergenommen und erklärt wie Panikattacken, Vergewaltigungen, Ängste und Depressionen und und und. Es geht hier also nicht, wie die meisten Bücher die ich lese, um Liebesromane und die Gefühle zweier Menschen, sondern ehr um die Freundschaft, die Bindung von Frauen und Frauen und Frauen und Männer, was ich sehr gut finde. So merkt man, dass eine Freundschaft auch zwischen einer Frau und einem Mann klappt, was die meisten ja nicht so glauben wollen. Was ich außerdem gut finde ist, dass die Kapitel in Tagen eingeteilt ist und das sie ziemlich kurz sind und manchmal wiederum lang und ausführlich, was Meredith zuhause immer so mache. Man wurde in dem Buch schön auf die Folter genommen, wobei man dann immer weiter lesen musste. Die Message hinter diesem Buch ist groß!
Das Buch hat Mich im Laden angelächelt und der Klappentext war so überzeugend, dass ich das Buch gekauft habe. Zuvor habe ich noch nie von diesem Buch gehört.
Ich hatte relativ hohe Erwartungen an das Buch, da der Klappentext so gut geschrieben war, dass ich mich (früher) total darin wiedergespiegelt sah.
Das Buch an und für sich hat eine schöne Storyline. Ich mag es total wie authentisch Maggie’s Panik und allgemein ihr Gefühlszustand und ihre Gedanken beschrieben werden Ich empfand auch die Zeitsprünge als nicht störend, aber in meinen Augen manche Infos von früher nicht so essenziell.
Auch hab ich zwischenzeitlich einige Seiten bloß überflogen.
Gerne hätte ich gewusst was aus der Anzeige gegen Lucas passiert ist und ob Meredith und Tom zusammengekommen sind.
Ansonsten hat mich das Buch teilweise überzeugt und ich würde es auch weiterempfehlen. Solide 3,5/5⭐️
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4/5 Der Schreistil bekommt von mir 5/5 Sterne, und die Handlung an sich auch, weil es mal etwas anderes war. Allerdings komme ich insgesamt nur auf 4 Sterne, weil sie mich zum Teil nicht richtig abgeholt hat und für mich persönlich an manchen Stellen unrund war. Trotzdem alles in allem ein wunderschönes Buch, mit schwierigen Themen, die nicht zu unterschätzen sind. Dieses Buch hat mir mehr gegeben, als ich für möglich gehalten hätte.