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Das Weltgeheimnis: Kepler, Galilei und die Vermessung des Himmels

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Ein facettenreiches Doppelporträt von Johannes Kepler und Galileo Galilei.

Im Jahre 1609 baut Galileo Galilei in Padua ein Teleskop, und Johannes Kepler veröffentlicht in Prag seine Planetengesetze. Thomas de Padova zeigt ihr Leben und die große Epochenwende in ganz neuem Licht. Glänzend geschrieben und gestützt auf den kaum beachteten spannungsvollen Briefwechsel der beiden so unterschiedlichen Forscher, erzählt er, wie sie gleichzeitig, doch jeder auf seine Art, nach den Sternen greifen.

352 pages, Paperback

First published January 1, 2009

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Thomas de Padova

20 books5 followers

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Profile Image for reherrma.
2,180 reviews38 followers
March 25, 2026
Wieder mal eine wunderbare und überzeugende Wissenschaftsgeschichte mit einer tollen Biographie von Galilei und Kepler, verbunden mit dem Zeitgeschehen der beiden Astronomen/Mathematiker, wie schon auch bei de Padovas Buch über Newton und Leibnitz 100 Jahre später. (Leibniz, Newton und die Erfindung der Zeit)
de Padova gelingt es m.E. in meisterhafter Weise die unterschlichen Charaktere der beiden Ikonen der Wissenschaft aufzubereiten, er zeigt Galilei als eher selbstbezogenen Charakter, der eher der Experimental-Physik zugeneigt ist und Erfindungen anderer eher für sich beansprucht, so z.B. für das Fernrohr, das zuerst in den Niederlanden erfunden wurde. Immerhin verbesserte er das Instrument so sehr, dass es auch als astronomisches Gerät benützt werden konnte und damit auch die bahnbrechende Entdeckung der galileischen Monde des Jupiters gemacht werden konnte und damit hat er auch das astronomische Weltbild revolutioniert. Somit hat er auch Kepler gewonnen, der damit auch seine Planetengesetze wissenschaftlich untermauern konnte, was aus dem Briefwechsel der beiden eindrucksvoll hervorgeht zumal damit auch Kopernikus teilweise bewiesen werden konnte. Daraufhin versuchte er immer mehr Einfluß in politische und kirchliche Kreise zu bekommen, so benützte er die Medici als Eintrittshilfe für seine akademischen Karrieren in Bologna, Pisa, Padua und Venedig. Während Johannes Kepler in Süddeutschland aus ärmlichen Verhältnissen kam und sich alles selber erwerben musste, er hatte nicht die Gönner, wie Galilei. Außerdem hat er mit dem beginnenden 30jährigen Krieg zu kämpfen, in er er als Protestant in katholischen Gefilden erhebliche Probleme hatte. Erst als Assistent von Tycho Brahe konnte er einen Gönner vorweisen, nach dessen Tod er als Nachfolger als kaiserlicher Mathematiker in Prag ernannt wurde. Hier hatte er auch seine großen wissenschaftliche Werke geschrieben, wie die Planetengesetze etc.
Der Briefwechsel zwischen ihm und Galilei über die Jahre und Jahrzehnte ist jedoch das Zentrum des Buches und ist bemerkenswert, was die Wissenschaftgeschichte und die Charaktere der beiden Männer anbelangt. Beide sind Anhänger des Kopernikus, dessen Lehre (Die Erde ist nicht das Zentrum des Universums) besonders in dieser Zeit umstritten und gefährlich war...
Das Buch ist spannend und sehr informativ, ich selbst habe viel mehr über Kepler und Galilei gelernt, obwohl ich vor Jahren Keplers Geburtshaus in Weil der Stadt besucht habe...
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