Seit seiner Begegnung mit Paula Becker, Clara Westhoff und den Malern der Künstlerkolonie in Worpswede setzt Rainer Maria Rilke sich immer wieder intensiv mit Malerei auseinander. Auf seinen Reisen hält er fortan seine Begegnungen mit Kunstwerken aus allen Epochen in kongenialen Bildbetrachtungen fest und berichtet in Tagebuchaufzeichnungen und Briefen von seinen Entdeckungen und Seherlebnissen.
Erstmals werden in diesem Band Rilkes faszinierende Bildbeschreibungen den Werken von Rembrandt, El Greco, Goya, Böcklin, van Gogh, Picasso u. a. gegenübergestellt, die Rilke auf seinen Reisen gesehen und in seine präzise Sprache übersetzt hat.
»Bei Bernheim jeune sah ich van Goghs: ein Nachtcafé, spät, öde, wie als wenn man mit übernächtigten Augen sähe.«
A mystic lyricism and precise imagery often marked verse of German poet Rainer Maria Rilke, whose collections profoundly influenced 20th-century German literature and include The Book of Hours (1905) and The Duino Elegies (1923).
People consider him of the greatest 20th century users of the language.
His haunting images tend to focus on the difficulty of communion with the ineffable in an age of disbelief, solitude, and profound anxiety — themes that tend to position him as a transitional figure between the traditional and the modernist poets.
Rilke really knows how to bring works of art to talk, not necessarily or primarily to us viewers and readers, but rather to themselves. In the best two or three pieces gathered in this booklet (which in my opinion are those commenting on works by Cezanne) the eye of the beholder and even that of the intermediary Rilke tend to disappear from view, which I consider to be a truely astonishing and beautiful accomplishment of his written observations: “Es ist, als wusste jede Stelle van allen.”
Nun ich habe das Buch missverstanden. Ich ging davon aus dass Rilke seine bei ihm ausgelösten Gefühle umschreiben würde... Er beschreibt aber tatsächlich überwiegend genau was er sieht auf dem Bild. Es macht Natürlich auch Sinn er konnte ja nicht eben schnell ein Foto machen und es rüber schicken. Aber im Buch sind die Gemälde abgebildet weswegen seine Umschreibungen recht plump rüber kommen.
Das Buch beschreibt die Kunst nicht aus der Sicht von Kritikern oder Historikern, sondern schafft durch die Perspektive eines Träumenden eine besonders persönliche Verbindung zwischen Text und Bild.
(Es lohnt sich, Rilkes Biografie vor diesem Buch zu überfliegen, aber natürlich kann man diese Galerie auch außerhalb davon genießen)