Anwendungen der Informations- und Kommunikationstechnologie zur Beteiligung von Bürgern am politischen Meinungsbildungs- und Entscheidungsprozess sowie am Wahlprozess stellen eine Möglichkeit zur Erhöhung der politischen Legitimität und Responsivität dar. Die analysierten neun Partizipationsformen werden derzeit zur Unterstützung unterschiedlicher Prozessschritte in verschiedenen Ländern eingesetzt. Dabei ist ein Trend zur aktiven bürgerinitiierten Beteiligung erkennbar. Die im Rahmen einer empirischen Studie ermittelte Akzeptanz von elektronischen Partizipationsformen fällt unter Studenten positiv aus. Knapp zwei Drittel würden an elektronischen Wahlen über das Internet teilnehmen. Auch das 2005 eingeführte internetbasierte Petitionsverfahren des deutschen Bundestages ist einer Mehrheit bekannt. Dabei hat das Alter Einfluss auf den Akzeptanzgrad des E- Petitionsverfahrens, während sich gesellschaftliches Engagement auf die Wahlbeteiligung auswirkt. Auch ist ein geschlechterspezifischer Einfluss auf das politische Engagement, die Wahlbeteilung und die Akzeptanz von politischen Chats nachweisbar.
Martin Wolf is associate editor and chief economics commentator at the Financial Times, London. He was awarded the CBE (Commander of the British Empire) in 2000 for services to financial journalism. Wolf won the Overseas Press Club of America’s prize for Best Commentary in 2013 and the 2019 Lifetime Achievement Award at the Gerald Loeb Awards. He was a member of the UK’s Independent Commission on Banking in 2010-11. Wolf is the author of The Shifts and The Shocks: What We’ve Learned— and Have Still to Learn—from the Financial Crisis.