Die Begeisterung für das Thema durch den Autoren liest man in jeder Zeile mit. Wenn Ulrich Ott also "Für Skeptiker" auf das Cover schreiben lässt, dann hauptsächlich deshalb, weil er wirklich hinter dem Thema zu stehen scheint. (Oder, weil der Verlag das so entschieden hat - aber das wäre eine andere Geschichte).
Wie dem auch sei. Abwechselnd praktische Tipps und theoretisches Wissen vermittelnd kämpft sich Ott in das Bewusstsein seiner Leserschaft vor. Meinen Eindruck davon war jedenfalls stark von seinen Ausflügen in die Geschichte der wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit der Meditation geprägt, die gefühlt den größten Teil des Buches ausgemacht hat. Indem er aufzeigte, wer sich aller schon (mit steigender Qualität) mit dem Thema auseinander gesetzt hat, hofft er offenkundig darauf, dass selbst Skeptiker sich von der Wirksamkeit dieser besonderen Form der Innenschau überzeugen lassen.
Per se ist das ein guter Ansatz. Einzig die Tatsache, dass die meisten von ihm zitierten oder genannten Studien auf ihre zu geringe Datenbasis verweisen, macht es einem schwer ihn als wirklich gelungen zu betrachten.
Ich muss leider sagen, dass dieses Büchlein sein Ziel deshalb, meiner Meinung nach, verfehlt hat. Es wird niemanden, der Mediation für Hokus-Pokus hält vom Gegenteil überzeugen. Und die praktischen Anleitungen (die natürlich auch nicht schlechter sind als in den meisten anderen Büchern) reißen das bewertungstechnische Ruder leider nicht herum.