Thaddée Paz, emigrierter Pole und bester Freund von Adam Laginski liebt über alle Maßen dessen Ehefrau Clémentine. Vermutend, dass Clémentine in der Ehe schwach werden wird, erfindet er eine ‚falsche‘ Geliebte. Diese ist Kunstreiterin und kann ihr Glück der finanziellen Unterstützung kaum fassen, wundert sich aber, dass Paz nicht die geringsten Anzeichen körperlicher Anziehung zeigt. Um Clementine auf Abstand zu sich zu halten, setzt er sich selbst in ein schlechtes Licht- kommuniziert fade in Gesellschaft und spielt die große Liebe gegenüber der Kunstreiterin vor.
Als Zeuge eines Glücks, das ihm nicht gehört, empfindet er eine geheime Freude, das glänzende, glückliche Leben des jungen Paares zu sehen, für das er sich geopfert hat. Er hat seinen eigenen Anteil am Glück seines Freundes: Er macht sich zum Verwalter, zum Buchhalter, zum Diener dieser Familie. Er lebt durch diese beiden Wesen, die ihm am Herzen liegen. Trotz seiner Hingabe an das Paar und an seinen sterbenden Freund wird Thaddée, der sich bei Gräfin Clémentine Laginska so sehr diskreditiert hat, seine Wertschätzung nicht wiedererlangen können. Er muss das Hotel Laginska verlassen, aber ohne Clementines Wissen weiterhin über sie wachen und sie aus einer Falle retten, die darauf abzielt, sie durch den Grafen von Palférine zu verführen. Clémentine hofft, Thaddée wiederzusehen... ihr Herz öffnet sich.
Sehr sehr schwer zu lesen für mich. Bis es einmal losgeht mit der Handlung, dauert es einige Zeit. Erst einmal geht es lange um polnische Emigranten in Frankreich. Ich gibt es im Handlungsverlauf immer wieder Abschweifungen. Aber alleine schon die Ausführungen des Erzählers zu den Konsonanten im Polnischen lohnten für mich die Lektüre.