Il principale contributo della etnomatematica è quello di offrire una visione globale della matematica, riconducendone i concetti astratti al contesto umano delle differenti culture che li hanno generati. In questo libro, partendo da riflessioni su come particolari società strutturano il concetto di tempo, prendono importanti decisioni riguardo al futuro, costruiscono modelli e mappe e stabiliscano relazioni, Marcia Ascher dimostra che le culture tradizionali possiedono concetti matematici molto più sofisticati di quanto in genere non si creda. Apprendiamo, ad esempio, che alcuni rituali religiosi del Madagascar si basano su complessi algoritmi algebrici e che alcune popolazioni indonesiane, i Kodi e i Balinesi, usano calendari molto più astratti ed eleganti dei nostri. Ascher ci mostra da un lato che alcuni concetti da noi ritenuti universali – ad esempio che il tempo sia una successione di singoli istanti o che nell’idea di uguaglianza si esprima una relazione statica – non lo sono affatto; dall’altro che altri concetti ritenuti di dominio esclusivo della matematica occidentale risultano invece ampiamente condivisi in differenti contesti culturali. Questa affascinante esplorazione in terreni matematici “lontani” spazia attraverso diverse aree geografiche: tra i Borana e i Malgasci dell’Africa, tra gli abitanti delle isole Tonga e Marshall in Oceania, fino ai Tamil nel sud dell’India, ai Baschi in Europa occidentale, ai Balinesi e ai Kodi in Indonesia. Mostrando come le idee matematiche giochino un ruolo vitale nello strutturare i diversi ambiti del sapere, dalla navigazione alle interazioni sociali e religiose, questo libro ci offre una prospettiva nuova da cui osservare le diverse culture umane e riflettere sulla loro identità e differenza.
Nicht nur in den USA, aber da besonders, ist die Ausbildung an den Schulen und in den Universitäten heftig umkämpft von Ideologen der Gesellschaftsspaltung. Erst war Obamas Common Core Programm, jetzt kommt es zu einer modernen Inquisition. Momentan wird so manches Althergebrachte neu bewertet und an allen Ecken und Enden gefordert, "alte Zöpfe" (oder alles, was Sinn macht) abzuschneiden und zu entsorgen wie mancherorts die Statuen der Altvorderen.
Einige Beispiele:
- Der Princeton-Professor Dan-el Padilla Peralta fordert allen Ernstes, die griechischen Philosophen aus seinem Fach zu verbannen, da diese allesamt weiß gewesen seien. Ein solcher Eurozentrismus sei aus seiner Sicht falsch und rassistisch. Dann schon lieber die alten weißen Männer aus rassischen Gründen durch etwas anderes ersetzen.
-Shakespeare. König der angelsächsischen Literatur, soll gemäß der Washington Times ebenso in Ungnade fallen und in den USA (aber auch in Großbritannien) aus dem Lernplan entfernt werden, da er das Bild der "weißen Vorherrschaft und Kolonialisierung das Wort rede und damit die imperialistische Unterdrückung" transportiere. Jedenfalls wenn man einer Gruppe von "Hochschullehrern" auf ihrem Blog "Disrupt Texts" folgt. Vor allem in "Gleichstellungsfragen sei Shakespeare problematisch". Allein schon die Wortwahl zeigt an, was für Clowns da am Werk sind. Bereits vor fünf Jahren entfernte man ein Portrait des Dichters aus den Hallen der University of Pennsylvania.
- Eurozentrierte Mathematik ist nicht etwa der finanzmathematische Umgang mit der Währung mancher europäischer Länder, sondern die Kritik am Umstand, dass insbesondere weiße Mathematiker in diesem Fach bestimmend gewesen seien. Zwar gibt es doch immer wieder den Hinweis, dass afroamerikanische Rechnerinnen bei der NASA vor der Mondmission erfolgsbestimmend gewesen seien, um die damals neuen Computer wirkungsvoll zum Einsatz zu bringen, aber verglichen mit einem Euler, Gauss oder Fibonacci kennt man nicht einmal deren Namen.
- Im Bereich der frühkindlichen Erziehung sei erwähnt, dass die Muppet-Show ebenso als rassistisch in Ungnade gefallen ist und bereits mit Warnhinweisen im amerikanischen Fernsehen ausgestrahlt wird. Noch hat man es bei Disney nicht gewagt, die Show ganz aus dem Programm zu nehmen.
Die Ethnomathematik untersucht den Zusammenhang zwischen Zahlen, Mathematik und Rechenweisen einerseits, den Kulturen der diversen Länder andererseits. Es hat da in der Geschichte durchaus regional unterschiedliche Ansätze gegeben, Zahlensysteme zu verwenden, Zusammenhänge zu visualisieren oder unterschiedliche Hilfsmittel der Berechnung. Insofern ist das Gebiet zwar so relevant wie Kryptoägyptologie, aber ich sehe durchaus interessante Aspekte.
Allein schon der Blick auf die Entstehung "unserer", für gemeinhin als "arabisch" bezeichneten Zahlen, zeigt dass es da noch mehr Einflüsse gegeben haben muss. Beispielsweise weichen doch die Null, Fünf und Acht in der arabischen Schrift deutlich von den unseren ab, eigentlich stimmen lediglich die 1 bis 3 überein und bei der 6 und 7 hat man offenkundig etwas vertauscht. Die Vier, Null und Acht stimmen aber wunderschön mit der bengalischen Schreibweise überein und die Erfindung der Null an sich ist schon eine phänomenal wichtige Leistung gewesen, die nicht auf die Araber, wie weithin kolportiert, zurückgeht, sondern auf die Inder, wie vermutlich ein Großteil der angeblich arabischen mathematischen Errungenschaften.
Politische Forderungen werden jedenfalls nicht durch die Ethnomathematik erhoben. Das wird in der Regel völlig falsch dargestellt. Es ist eher so, dass dieselben Leute wie in den Beispielen oben sich der Ethnomathematik bemächtigen und dann ihre Forderungen damit unterfüttern. So fordert man in den USA, dass die binäre Logik zwischen wahr und falsch bei der Bewertung von Antworten auf mathematische Klausuraufgaben aufgegeben wird, denn die sei eurozentriert und rassistisch. Nicht-Weiße würden so nicht denken und seien somit benachteiligt. (Warum sollten die Argumente gerade auf diesem Feld besser sein als beim Feminismus?)
Wie gesagt, das hat mit der Ethnomathematik weniger zu tun, als mit der heutigen Clownswelt. Allen Beispielen ist aber gemeinsam, dass die Ausbildung in den USA und sicher in der Folge sehr schnell auch bei uns entwertet wird und wir noch schneller und noch weiter hinter den fernöstlichen Studenten und Wissenschaftlern zurückfallen. Dabei ist das mathematische Beispiel sicher das relevanteste.
In short, this book helped me learn more about some mathematical ideas (graph theory, group theory, ways to count, and even ways to represent numbers in Incan quipus) and some cultures (kinship rules in one, games of chance or logic in others, and how they organize and view space) by sharing the overlap of these subjects. I had familiarity with some of the mathematical topics, but Ascher taught me more, along with why the mathematical ideas are used. In addition, it was fascinating to learn about examples of kinship rules, showing how vastly different they can be from what I experience in the US. I can see why the Mathematical Association of America said this book should be in all university libraries. It’s a great way to address the question of “Why should I learn this?”, and helps teach it, too.
P.S. I appreciated the author acknowledging that at one point her calculations get a little too obtuse for the common reader, and telling us where to rejoin her in reading again!
Per tutti noi la matematica è fondamentalmente una successione di teoremi e dimostrazioni. Magari le dimostrazioni non le capiamo, ma ci fidiamo. Questo però è il lascito del pensiero greco, e non è affatto detto che la stessa cosa capitasse con altri popoli. Ma effettivamente, come potrebbe la matematica essere diversa? In questo libro l'autrice cerca di dare una risposta, proseguendo le ricerche etnologiche già portate avanti da lei in passato. Vengono cosi presentati vari concetti matematici in culture primitive, anche se non necessariamente: la sezione in cui viene spiegata la logica "prescrittiva" del calendario ebraico è assolutamente gustosa, cosi come la struttura ciclica che i baschi delle montagne usavano fino a pochi decenni orsono per ottenere equità ed evitare prevaricazioni. La matematica sottostante i vari procedimenti raccontati è svolta in maniera fin troppo completa, il che forse potrebbe nuocere a chi non è così abituato a masticarla; la traduzione è ottima - ma Paolo Pagli è docente universitario di matematica, quindi ce lo si può aspettare. Peccato per qualche svista sfuggita ai correttori di bozze.
Un libro estremamente interessante e vario, dove l'autrice esplora vari concetti di ambito matematico. I capitoli che ho preferito sono quelli sui calendari, mentre ho faticato con le sticky charts e nn mi hanno appassionato i kolam indiani.