Düster, spannend, atemlos. Ein grausamer Mord, ein Kreuz mit geheimnisvollen Symbolen steht nicht weit vom Tatort entfernt. Es ist Georg Sina, der die Leiche entdeckt. In den nächsten zwei Tagen werden Mitglieder der österreichischen Regierung systematisch ermordet. ZusaMMen mit Journalist Paul Wagner koMMt Sina einer Verschwörung auf die Spur, die bereits angezettelt wurde, als 1814 der Wiener Kongress tanzte. Zwischen Wien und Berlin beginnt die Jagd auf vier mysteriöse, verschlüsselte Dokumente - wer sie besitzt, hält die Macht in Händen. Können Wagner und Sina eine Revolution mitten in Europa verhindern?
Eine Verschwörung, die zur Zeit des Wiener Kongresses begann. Vier verschlüsselte Dokumente - vier Wege zur Macht. Ein Ultimatum, das Tausende Menschenleben bedroht.
Zwischen Berlin und Wien beginnt die atemlose Jagd nach der Wahrheit. Es bleiben nur wenige Stunden, die Drahtzieher des Komplotts zu entlarven und die Welt zu bewahren, so wie wir sie kennen.
Meine Meinung: Das zweite Buch in der Thriller-Reihe um den Professor Georg Sina und seinen Freund, den Journalisten Paul Wagner, hat mich genauso begeistert wie auch schon das erste Buch, Ewig, wenn nicht sogar noch etwas mehr!
Es beginnt bei der tollen Covergestaltung, die gut zur Handlung passt. Ebenso auch die Innengestaltung mit den kleinen Zeichnungen, die sich vor den großen Teilen des Buches befinden.
Die Handlung war wieder einmal sehr gut recherchiert, was die echten historischen Fakten angeht. Das, was die beiden Autoren dazu erfunden und ausgesponnen haben, klingt so echt, dass man meinen könnte, es wäre wirklich so gewesen. Das Rätselraten um versteckte Hinweise lässt den Leser mitfiebern, auch etwas mitraten. Wer Verschwörungen und Geheimnisse verpackt in echte Geschichte mag, wird hier seine Freude haben. Durch die Ortswechsel wird die Spannung gehalten und man kann das Buch fast nicht aus der Hand legen, da man unbedingt wissen möchte, wie es weitergeht. Dazu kommt, dass die Handlung dieses Bandes auch etwas politischer ist als "Ewig". Es ist interessant und spannend zu lesen, welches Szenario die beiden Autoren heraufbeschworen haben.
Mich hat es besonders gefreut, nicht nur Sina und Wagner als Charaktere wieder zu treffen, sondern auch Valerie und Kommissar Berner, sowie ein paar andere Nebenfiguren aus dem ersten Buch. Kennt man das erste Buch, so sieht man deutlich, welche Entwicklung die Charaktere vom ersten zum zweiten Buch gemacht haben.
Ich möchte nicht zu viel zum Inhalt der Geschichte sagen. Einerseits nicht, weil diese Rezension dann ewig lang werden würde, andererseits möchte ich niemandem den Genuss nehmen, dieses Buch zu lesen. :)
Wer gerne Thriller liest, die sich mit geschichtlichen (und fiktiven) Ereignissen befassen ist bei Schilddorfer & Weiss genau richtig! Ich empfehle die Thriller des Autoren-Duos wärmstens weiter und freue mich jetzt schon sehr auf den dritten Band der Reihe, "Teufel".
5 Sterne für eine erstklassige Unterhaltung! Dieses Mal möchte ich den fünften Stern nicht bis zum nächsten Buch aufsparen!
Die österreichische Dan-Brown-Ausgabe, sehr witzig und unterhaltsam! Für Nicht-Wiener aber Schon-Österreicher zudem einige nette Platzln und mit den Orgien am Berg (wenn ich nichts durcheinanderbringe) auch eine kleine Schnitzler-Hommage.
Sehr spannend, auch wenn die historischen Passagen vielleicht ein wenig zu „langweilig“ (in Sinne von nur für geschichtlich Interessierte spannend) sind Aber die beiden Helden sind sehr cool und gefallen mir gut
Narr von Gerd Schilddorfer & David Weiss "Narr" ist der 2. Roman der Sina-Reihe, die mit "Ewig" begann, kann aber ohne Weiteres auch ohne Vorkenntnis gelesen werden. Wieder haben Geschichte-Professor Georg Sina und Reporter Paul Wagner ein Rätsel zu lösen, das mit scheinbar zusammenhangslosen Morden beginnt und beinahe in einem Staatsstreich endet.
Die Schnitzeljagd rund um Wien ist wie immer interessant und packend, sodass ich das Buch kaum weglegen konnte. Der schrullige Kommissar Berner, die Mossad-Agentin Valerie Goldmann und so manch anderer schon bekannter Charakter sind auch hier wieder mit dabei.
Einige kleine Nitpicks bleiben aber natürlich nicht aus: Im Handy-Zeitalter sollte man doch alles gleich fotographieren können. Warum macht also keiner ein Foto von dem Dokument in Berlin (besonders, weil Sina in Wien zurück geblieben ist)? Dazu werden mir die Folgen der Politikermorde etwas verschwiegen - selbst in einer Bananenrepublik wie Österreich, wo Politikverdrossenheit und Meckern an allem und jedem an der Tagesordnung stehen, gäbe es mehr Aufruhr, wenn über Nacht 3 Mitglieder der Bundesregierung teils öffentlich ermordet werden. Von dieser Seite der Geschichte bekommt man als Leser aber wenig mit. Genauso ergeht es mir, als ein Mitglied des Teams sich opfert... kein Wort der Trauer danach mehr. Hätte nicht Johann der Orden gebührt posthum? Und ganz ist auch Georgs Trauer um Irina nicht in dieser Stärke nachzuvollziehen. Schließlich hätte ich auch gern mehr Interaktion zwischen Georg und seinem Vater gesehen.
Aber das sind nur kleine Punkte, die durch die rasante Erzählweise, das "Was wäre wenn"-Spiel um die Monarchie und die Seitenhiebe auf die Realpolitik mehr als entschärft werden. Gerade in der heutigen Zeit, wo, wie auch im Nachwort vermerkt, der Ruf nach Führungspersönlichkeiten immer lauter wird, wo die Frage des passiven Wahlrechts der Habsburger immer wieder andiskutiert wird, wo Radikalisierung in welche Richtung auch immer aktuell wie nie ist, haben Schilddorfer und Weiss ganz klar ins Schwarze getroffen. Ist ein Verschweigen der Tatsachen, ein "Schlussstrich", wie es genannt wird, wirklich immer das Beste für "das Volk"?
Ich jedenfalls freue mich schon auf die Lektüre von "Teufel", dem leider letzten Roman der Sina-Reihe.
Der Journalist Paul Wagner und sein Freund Georg Sina, ein verwitweter Historiker, sind hinter einer Story her, der es an Brisanz nicht mangelt. Ein alter Kollege Sinas wird erhängt und eine Politikerin wird grausam ermordet. Und auch weiter reißen die negativen Ereignisse nicht ab. Hängen die Taten etwa zusammen, obwohl sie so widersinnig und total unterschiedlich erscheinen. Georg Sina sieht sich als Wissenschaftler gefordert, denn schließlich hat der Kollege ihn vor seinem Tode zu sich bestellt, um Sina auf eine geheime Sache aufmerksam zu machen. Wagner als guter Freund Sinas ist natürlich mit bei der Sache. Gemeinsam wollen sie dem Rätsel, dass vor über 200 Jahren seinen Beginn nahm, auf den Grund spüren.
Wer schon den ersten Roman um Georg Sina und Paul Wagner gerne gelesen hat, wird sich auch über die Fortsetzung der gemeinsamen Erlebnisse Sinas und Wagners freuen. Wieder hat das Autorenduo einen spannenden Thriller geschaffen, mit dem ein Teil der österreichisch-europäischen Geschichte lebendig wird. Ausgehend vom Wiener Kongress, der in Rückblenden aufgesucht wird, entwickeln die Autoren eine Verschwörungstheorie, die es wirklich in sich hat. Eine Art Umsturz mitten im Herzen Europas, eine Vorstellung, die sicher mehr Anhänger finden könnte, als man zunächst annimmt. Ausgehend von wahren Geschichtsanteilen wird ein perfides Netz gesponnen, in dem unsere Helden sich fast verfangen. Zum Glück jedoch eilt Hilfe aus unerwarteten Quellen herbei. Anspruchsvoll und spannend, eine gelungener Roman um zwei sympathische Querköpfe, um die es immerhin noch einen dritten Roman gibt.