„die sprachlosigkeit erzeugt eine leerstelle in der gesellschaft - und in der literatur“. diese 15 erzählungen von namenhaften autor:innen wie emilia roig, sophia fritz & stefanie de velasco beginnt, diese leerstelle nach dem vorbild annie ernauxs zu füllen. die erzählungen zeigen die unterschiedlichen lebensrealitäten und gründe auf, wieso menschen mit uterus schwangerschaftsabbrüche vornehmen (lassen). dabei verschränkt „glückwunsch“ klassismus, rassismus, religion und feminismus miteinander. die protagonist:innen leben im heutigen deutschland, der damaligen ddr, sind sklav:innen auf der habitation cerón, arbeiten in einer fernen utopie, und so weiter. in „keine frage!“ von jayrôme c. robinet habe ich über das rassistische paradoxon von zwangsabtreibungen in frankreich 1971 und der gleichzeitig weiß-feministisch-liberal gefeierten selbstbestimmung über den weißen weiblichen cis-körper im selben jahr gelernt. zudem lassen mich „kounaté“ (emilia roig)“, frauensache“ (lena gorelik) und „gott“ (katharina volckmer) nicht mehr los.