Die junge Ärztin Ella Thorens lebt nur für ihren Beruf. Seit ihre Mutter sie und ihren Vater vor Jahren verlassen hat, hält sie ihr Herz sorgsam verschlossen. Dies ändert sich, als sie eines Abends sieht, wie ein Mann zusammengeschlagen wird. Als sie den Verletzten berührt, fühlt sie, wie eine neue und ungeahnte Macht sie durchströmt. Christian Havreux ist ein Hexer – und der Kontakt mit ihm erweckt Ellas magische Kräfte, das geheime Erbe ihrer Mutter. Er überredet Ella, ihre Fähigkeiten ausbilden zu lassen, doch dabei verfolgt er nicht ganz uneigennützige Pläne …
Lynn Raven lebte in Neuengland, USA, ehe es sie für einige Jahre nach Deutschland verschlug. Zurzeit wechselt sie zwischen beiden Ländern hin und her. Als Autorin ist sie in der Urban und High Fantasy gleichermaßen zu Hause und ebenfalls unter dem Namen Alex Morrin erfolgreich. Besonders bekannt sind aber ihre sowohl bei Jugendlichen wie Erwachsenen beliebten All-Age-Romane "Der Kuss des Dämons", "Das Herz des Dämons" und "Das Blut des Dämons".
Beim ersten Lesen vor fünf Jahren war ich wirklich hin und weg von der Geschichte. Seitdem hatte ich oft Lust, den Roman erneut zu lesen und bin nun endlich dazu gekommen. Leider war das ganze ein ziemlicher Schuss in den Ofen. Wo ich das Buch vorher spannend fand, kam es mir jetzt dröge und schleppend vor. Auch die düstere Atmosphäre konnte diesmal nicht auf mich überspringen. Wahrscheinlich war ich mit 20 einfach noch leichter zu beeindrucken, ansonsten kann ich mir nicht erklären, weshalb mich Hexenfluch diesmal nicht begeistern konnte.
Fazit: Erstes Lesen (2015): volle 5 Sterne Reread (2020): 2 Sterne Insgesamt also 3.5 Sterne
not without its flaws aber generell habe ich die story sehr enjoyed weil ich mal was leichteres zum lesen brauchte gerade. im gegensatz zu "werwolf" war das hier auch um einiges besser, hatte tbh etwas geringe erwartungen nach dem anderen buch aber bin positiv überrascht worden
Leider hat mich die Story nicht so sehr gepackt wie ich dachte - und irgendwie hab ich auch ein paar Bedenken zur Logik denn vieles wurde hier einfach zu schnell angenommen und es gab zu viele "zufälle" ... schade dass mir auch dieses Lynn Raven Buch nicht so sehr gefallen hat .. aber ich habe ja meine zwei Lieblinge von ihr :)
"Düstere und brutale Urbanfantasy: Erwachsene Kost von Frau Raven!"
Inhalt: Ella Thorsen ist Ärztin mit Leib und Seele. Als sie eines Abends Opfer eines Verbrechens wird und nur knapp dem Tod entkommt, verändert sich ihr Leben schlagartig. Nach Christian Havreuxs Worten, einem steinreichen und attraktiven Mann, soll Ella eine Hexe sein, wie er selbst. Obwohl Ella als Medizinerin an so etwas nicht glaubt, wird sie bald mit ihrer Gabe vertraut, was vor allem an Christian Havreux liegt, der ihr die Grundlagen erklärt und ihr dabei immer näher kommt. Doch Ella ahnt nicht, was sich hinter Christian Havreux verbirgt, denn hinter diesem Namen steckt Kristen Havebeeg, ein Hexer der seit 800 Jahren an eine Dämonenfürstin gebunden ist. Er will diese Verbindung endlich brechen, auch wenn dies heißt Ella zu opfern …
Story 4/5 Action 4/5 Romantik 3/5 Charaktere 3/5 Klischees 2.5/5
Meinung: “Hexenfluch” ist der neue Urbanfantasy-Romantik Roman von Lynn Raven. Es handelt sich hier um einen Fantasy Roman, der ältere Leser ansprechen soll. Es gibt jede Menge Action, Fantasy und einen Schuss Romantik wie auch Erotik.”Hexenfluch” ist in jedem Fall erwachsener als Lynn Ravens vorherige Werke. Die Geschichte beginnt von Anfang an sehr spannend, denn Ella Thorsen entdeckt ihre Gabe, da sie eine Hexe ist. Durch Christian Havreux lernt sie ihre Kräfte zu gebrauchen. Natürlich vertraut sie im nach einer Weile immer mehr, obgleich es noch viele andere Hexen und Hexer gibt. Letztendlich verliebt sie sich in Christian, der es so auch geplant hatte, denn er braucht Ella um einen Jahrhunderte alten Bannfluch zu brechen, der ihn an eine skrupellose und brutale Dämonenfürstin bindet.
Dieser Strang in der Geschichte bildet den Hauptteil. Dazu kommen im weiteren Verlauf natürlich noch einige Wendungen und Charaktere, die Ella erst kennenlernt. Da die Geschichte aus Ellas, sowie aus Christians Sicht erzählt wird, kommt man schnell dahinter, was Christian zu Anfang wirklich plant. In Wahrheit steckt nämlich hinter dem Namen Christian Havreux der 800 Jahre alte Hexer Kristen Havebeeg, dessen Alter um die Mitte 30 stehen geblieben ist, was an der Dämonenfürstin liegt.
Im Grunde hat man hier zwei sehr kontrastreiche Charaktere. Ella versucht immer wieder eine starke Frau zu sein, was ihr im Punkt Männer nicht immer gelingt. Sie liebt ihren Beruf und lebt ihn mit Leib und Seele. Als Ärztin will sie niemandem schaden, sondern helfen. Kristen Havebeeg ist dagegen eher eine dunkle Seele, die zu dieser Seite gezwungen wurde. Er ist ein sehr mächtiger Hexer, weshalb die Dämonenfürstin ihn auch unter einen Bann gezwungen hat. Doch trotz dieser kühlen und abweisenden Art, hat er einen weichen Kern, den er natürlich nur Ella preisgibt, was eher unbewusst geschieht, als das Kristen es wahrnimmt.
Der Plot ist zudem nicht wirklich neu, trumpft auch mit keiner großen neuen Idee im Fantasygenre auf, sondern hält sich an altbewährtes. Es gibt keine langen Erklärungen, man ist direkt in dieser Urbanfantasy Welt eingetaucht und dabei wird es auch so belassen. Es gibt Hexer, Hexen, Dämonen, Wermenschen und sonstiges. Direkt wird auf keiner Seite auf eines der Wesen eingangen, auf ihre Entstehung oder derartiges. Die Autorin geht im Grunde davon aus, dass der Leser sich ein wenig mit der Materie auskennt. Ich fand diese Variante erfrischend, da ich eh schon sehr viel in diesem Bereich lese und keine langen Erklärungen mehr über so typische Fantasywesen brauche.
Natürlich ist auch diese Liebesgeschichte zwischen Ella und Kristen nicht neu. Die Gute verliebt sich in den Bösen, der durch sie plötzlich zahmer wird und sich natürlich auch in sie verliebt. Relativ klischeehaft würde ich mal meinen, aber dennoch hat es das Gesamtpaket nicht weiter geschadet. “Hexenfluch” ist in jedem Fall nichts außergewöhnliches, sondern ein prickelnder Fantasyroman der zur Unterhaltung dient.
Das Genre ist zudem etwas ungewöhnlich für Lynn Raven, da ansonsten vor allem Jugendbücher im Fantasybereich von ihr bekannt sind, wie “Der Kuss das Dämons” oder auch “Blutbraut” (Ebenfalls beide von mir rezensiert). “Hexenfluch” soll nun aber vor allem ältere Leser ansprechen. Es gibt Sex, es gibt Gewalt und Gelüste und es gibt auch ein paar zarte Stellen, auch wenn diese ehr Mangelware sind. Vor allem im Bezug auf die Verbindung zwischen Kristen Havebeeg und der Dämonenfürstin wurde es mir immer wieder etwas mulmig zu Mute, da es vor allem Gewalt und rohen Sex, wie Vergewaltigungen gibt. Die Dinge werden nicht ausführlich beschrieben, aber es reicht schon zu wissen, dass ein starker Mann zwar äußerlich hart wie Stein scheint, innerlich aber am Zerbrechen ist. “Hexenfluch” ist somit in jedem Fall etwas für Leser, die mal eine etwas härtere Lynn Raven erleben wollen!
Insgesamt ist “Hexenfluch” sicherlich gute 4 Sterne wert, wenn man allerdings im Kauf nimmt, dass die Story an sich nichts neues ist! Das ist wirklich wichtig, weil man sonst schnell zu viel als nur Unterhaltung erwartet. Außerdem ist dieses Werk von Lynn Raven wesentlich erwachsener, man merkt, wie die Autorin sich mit diesem Roman in dem Genre vorwagt. Außerdem sollte man vorab wissen, dass es Gewalt und viel Sex gibt, auch das Thema Vergewaltigung von Männern! Aber diese Stellen werden nicht gänzlich beschrieben etc., von daher fand selbst ich das Level sehr in Ordnung und lesbar (Ich lese nämlich nicht so gerne im Bereich der Fantasy-Erotik).
Der Schreibstil ist typisch Lynn Raven. Es ist schwer zu beschreiben, aber man liest und man weiß direkt, dass man einen Roman von Lynn Raven liest. Ich mag ihren Schreibstil weiterhin. Er ist sehr flüssig zu lesen, führt nicht zu viele Beschreibungen auf und dennoch ist die Sprache nicht langweilig. Die Dialoge sind in “Hexenfluch” nicht unnötig, sondern bauen langsam aber sicher eine Beziehung auf. Insgesamt ein sehr gut zu lesender Roman.
Das Cover verspricht nicht viel. Eine Frau, typisch. Man könnte unter dem Cover wirklich alles verstehen, nur der Titel weist direkt darauf hin um was es sich handelt. Meiner Meinung nach ist das Layout ziemlich unscheinheilig. Ein Kontrast zum Inhalt.
Sie sahn ihn an. »Lauf!« Er hatte »Lauf!«gesagt. — Nein. Das konnte sie nicht.
Fazit: 4 gute Sterne für “Hexenfluch”, weil mich der Roman eindeutig gut unterhalten hat. Die Story ist nichts neues, außergewöhnliches, sondern erzählt wieder eine neue Geschichte im Bereich der Urbanfantasy, die sich an ältere Leser richtet. Es gibt Spannung, Gewalt und Sex. Dennoch meiner Meinung nach ein Lesetipp, denn Lynn Raven weiß den Leser mitzureißen und spannend zu unterhalten! Für mich als Lynn Raven Fan ein Muss! ;-)
Eine Heldin mit geheimnisvoller Abstammung, der sie besondere Fähigkeiten verdankt? - Check. Zu ihren Eltern hat sie keinen Kontakt mehr (z.B. da diese verstorben sind)? - Check. Ihrer Kräfte ist sich die Heldin zu Beginn nicht bewusst, sie entdeckt sie erst im Handlungsverlauf? - Check. Ihre Fähigkeiten sind außerordentlich, was sie für den/die Antagonisten interessant macht? - Check. Ihr männlicher Gegenpart ist für die Heldin aus einem bestimmten Grund gefährlich? - Check. Er denkt, es sei nicht gut für sie, mit ihm zusammen zu sein, aber sie ist da anderer Meinung? - Check.
Diese Punkte und weitere, die in (fast) allen Romanen von Lynn Raven aufgetaucht sind, die ich bisher gelesen habe, finden sich auch in ihrer neuesten Veröffentlichung. Wer sich grundsätzlich von jedem Buch seines Lieblingsautors eine möglichst neue Idee erhofft, der wird mit "Hexenfluch" wohl nicht sonderlich glücklich werden. Wer sich jedoch nicht daran stört, wenn ein Autor ein bestimmtes Lieblingskonzept hat und dieses von Buch zu Buch variiert, der kann in "Hexenfuch" eine unterhaltsame Lektüre erleben. Dass Lynn Raven in ihrem neuen Werk auf so einige Elemente zurückgreift, die ihren Lesern schon aus ihren früheren Büchern bekannt sind, bedeutet nämlich nicht, dass die Geschichte um die junge Ärztin und Hexe Ella und den Hexer Christian/Kristen langweilig oder einfallslos wäre! Obwohl die Fantasy-Elemente der Handlung noch ausführlicher hätten beschrieben werden können, empfand ich sie als eine gute Mischung aus Altbekannten und Neuartigem (z.B. die Puppenspieler). Lynn Raven gelingt es in "Hexenfuch" wie bereits in ihren vorherigen Romanen, Phantastisches glaubhaft und nicht übertrieben mit der uns bekannten Welt zu verflechten. Eine weitere Stärke des Buchs ist die große Spannung darin, die vor allem ab der zweiten Hälfte zu tragen kommt und durch die Einteilung der Geschichte in relativ kurze Kapitel noch verstärkt wird.
Ich war sehr neugierig, nach ihren Romanen für Jugendliche und junge Erwachsene nun zum ersten Mal ein Buch aus der Feder der Autorin zu lesen, das explizit für eine ältere Zielgruppe geschrieben wurde. Woran sich zeigt, dass "Hexenfluch" ein Buch für erwachsene Leser ist? Nun, da wäre zum Einen das Alter der Protagonisten, die beide um die dreißig sein müssten (Christian ist in Wahrheit um einiges älter ...). Beide stehen im Vergleich zu Lynn Ravens bisherigen Buchhelden dadurch auch schon fest im Berufsleben, hatten frühere Beziehungen und was das Erwachsenenleben in der Regel eben noch so mit sich bringt. Zum Anderen findet sich in diesem Roman auch ein höheres Maß an Brutalität. Da sind große psychische und physische Qualen, die der Held durchstehen muss und die Art, wie diese seinen Charakter geprägt und verändert haben; es gibt mehr Tote und Verletztungen. Auch spielt Sexuelles eine wichtigere Rolle. Das Liebesleben der Protagonisten wird hier, anders in Ravens Jugendbüchern, nicht nur angedeutet, sondern teils auch beschrieben. Und dann sind da noch die Dämonen mit ihrem grausamen Vorgehen ... Die Stimmung ist den gerade aufgezählten Punkten entsprechend dann auch größtenteils düster und nicht ruhig und leicht wehmütig oder romantisch und sehnsüchtig wie in den anderen Büchern der Autorin.
Wenn mich in "Hexenfluch" etwas wirklich gestört hat, so war das der Schreibstil. Abgehackte Sätze. So wie dieser hier. Stellten meine Geduld. Hart. Auf die Probe. Bereits im "Kuss des Kjer" und in "Blutbraut", meinem absoluten Lieblingsbuch von der Autorin, fanden sich solche Satzkonstruktionen, doch in "Hexenfluch" war die Anzahl davon für mich ein echtes Problem. Dabei hat Lynn Raven mit ihrer "Dämon"-Trilogie doch bewiesen, dass sie einen sehr angenehmen Schreibstil hat. Wenn ich mir etwas für ihre zukünftigen Bücher wünschen dürfte, dann dass sie diese abgehackten Sätze durch schöne, atmosphärische Beschreibungen, wie ich sie aus ihren anderen Büchern kenne, ersetzt.
Liest man die offizielle Inhaltsangabe, erscheint einem Ella als Heldin der Geschichte. Betrachtet man dann aber den Anteil der Momente im Roman, die sich um die junge Ärztin drehen, gegenüber denen, die Christian behandeln, sieht die Lage anders aus. Es gibt viel mehr Szenen mit ihm als mit Ella, auch erfährt der Leser bei Weitem mehr über seine Vergangenheit, seine Persönlichkeit und seine Gedanken und Gefühle als es bei Ella der Fall ist. Darum würde ich sogar so weit gehen, ihn als Helden des Buchs zu bezeichnen und Ella als Nebencharakter. Kristen/Christian ist für mich ein wirklich gut ausgearbeiteter und komplexer Charakter. Wie schon Mordan im "Kuss des Kjer" oder Julien in der "Dämon"-Reihe verfügt er über deutliche Ecken und Kanten und wird dadurch zu einer sehr interessanten Figur. Dazu kommen seine tragische Vergangenheit und die Art, wie diese in geprägt hat und wie all das in seine Beziehung zu Ella hineinspielt. Ella bleibt gegen ihn leider viel zu oberflächlich. Ich habe immer wieder schmerzlich einen Einblick in ihre Gefühls- und Gedankenwelt vermisst, der mir ermöglicht hätte, mich in sie so hinzuversetzen wie in Kristen. Daneben fehlte es mir bei Ella ähnlich wie bei Lijanas an Ecken und Kanten in ihrer Persönlichkeit, die sie zu eiiner realistischen Figur gemacht hätten. Stattdessen wirkte sie ähnlich wie Lijanas auf mich wie eine perfekte Ärztin/Heilerin ohne sonstige Charaktertiefe. Aus diesem Grund hätte der Roman für mich ruhig gut 200 Seiten mehr haben können. Postiv hervorheben möchte ich dagegen die Liebesbeziehung. Lynn Raven gelingt es wieder einmal, diese nachvollziehbar, emotional und gleichzeitig nur minimal "zuckerwattesüß" zu gestalten. Gerade die letzten Kapitel fand ich in dieser Hinsicht sehr gelungen und musste meine Lieblingsstellen nach Beenden des Buchs gleich noch ein Mal lesen.
Fazit "Hexenfluch" ist kein schlechtes Buch, gefiel mich jedoch leider weniger als die anderen Werke der Autorin, die ich bisher gelesen habe. Der abgehackte Satzbau und die oberflächlich bleibende Darstellung der Protagonistin Ella trübten meine Freude beim Lesen. Punkten konnte der Roman bei mir insbesonders durch die Komplexität seines männlichen Hauptcharakters und seine eher dezente und dennoch glaubwürdige Liebesgeschichte. Ich gebe 3,5 Sterne.
Im Leben der erfolgreichen Ärztin Ella Thorens gibt es nicht viel außer ihrem Beruf. Seit ihre Mutter sie und ihren Vater verließ, hält sie ihr Herz sorgsam verschlossen. Ella ahnt nicht, dass ihre Mutter ihr ein besonderes Erbe hinterlassen hat, bis sie eines Abends Zeugin wird, wie eine Gruppe vermummter Gestalten einen Mann zusammenschlägt. Ella kann die Angreifer vertreiben, doch als sie den Verletzten berührt, fühlt sie, wie eine neue Macht sie durchströmt. Denn Christian Havreux ist ein Hexer, und der Kontakt mit ihm erweckt Ellas magische Kräfte. Christian überredet Ella, sich von ihm ausbilden zu lassen, doch dabei verfolgt er nicht nur uneigennützige Pläne …
Mit "Hexenfluch" begibt sich Lynn Raven nun in die düstere Welt der Erwachsenenliteratur. Die Geschichte ist reifer als die Jugendbücher der Autorin, da sie die Geschehnisse unverblümt und authentisch beschreibt und dabei aus dem Vollen schöpft. Es gibt hier viel Blut und Gewalt in jeder Form und ist somit nicht mit anderen Bücher Lynn Raven's vergleichbar. Trotz allem liegt diesem Buch eine spannende und einfallsreiche Geschichte zu Grunde, die sowohl anders, als auch spannend zu lesen ist. Die düstere Atmosphäre wird sehr gut transportiert, sodass sich der Leser in einem steten Strudel aus Gewalt und Blut, aber auch Liebe und Hoffnung, sowie einem Funken Romantik wiederfindet. Meiner Ansicht nach, könnte "Hexenfluch" noch ein wenig schneller und früher an Fahrt aufnehmen, denn die Spannung wächst erst ab Seite 100 stetig an und bietet aber ein packendes und dramatisches Finale. Potential für weitere Bände ist definitiv vorhanden, denn mir hat dieser Ausflug in Lynn Raven's Erwachsenenliteratur gut gefallen und ich würde gerne mehr davon lesen.
Die Charaktere sind alles andere als Stereotypen und wurden dementsprechend skizziert. Allen voran der Charakter Kristens wurde authentisch ausgearbeitet, sodass die verletzte Seele unter der harten Hülle realistisch zum Vorschein tritt. Auch den Stolz, den er sich stets zu bewahren versucht, kauft man ihm ab. Auch Ella passt sich im Laufe der Geschichte sehr gut an die Gegebenheiten an und wird Seite um Seite sympathischer. Die Nebenfiguren tragen einen sehr großen Teil zu einer spannenden und abwechslungsreichen Story bei. Man leidet und fühlt stets mit den Guten, wobei durchaus Grauzonen vorhanden sind, denn keiner dieser Charakter ist entweder nur "weiß" oder nur "schwarz".
Sprachlich ist es flüssig und fesselnd zu lesen. Gefühle und Emotionen werden perfekt auf Papier transportiert und schaffen eine eingängige Atmosphäre. Die Szenen werden im Kopf lebendig und bieten tolle Unterhaltung für Fans düsterer Urban Fantasy.
Das Cover macht optisch viel her, auch wenn es ein wenig zu verträumt und brav für die zwischen den Buchdeckeln zu findende Handlung ist.
Dieses Buch ist sehr interessant. Anders kann man es einfach nicht beschreiben... Der Schreibstil hat mir unglaublich gut gefallen. Er ist beschreibend, sodass der Leser ein Bild von der Umgebung bekommt und in die Geschichte eintaucht, es gibt manchmal abgehackte Sätze, die einen zum Weiterlesen animieren und ist trotzdem nicht zu aufdringlich, wodurch der Inhalt verständlich und übersichtlich bleibt.
Die beiden Hauptprotagonisten hatte ich sofort in mein Herz geschlossen. Ella mit ihrer ehrlichen Art ist voll auf ihren Beruf fixiert und hat für Männer einfach keine Zeit. Sie kann manchmal echt stur sein, was mich manchmal ein bisschen aufgeregt hat, aber auf der anderen Seite auch bewundernswert war. Auch ist sie sehr feinfühlig, wodurch ich einen sympathischen Eindruck bekommen habe. Und dann tritt auf einmal Christian Havreux in ihr Leben und ändert es schlagartig. Christians Charakter hat mir besonders gut gefallen. Er ist ein Bad Boy (Oder eher Bad Man) und sehr geheimnisvoll. Und genau dieses Geheimnisvolle an ihm drängt den Leser zum Weiterlesen.
Die ganze Zeit kommen Fragen auf und auf ihre Antworten kommen neue Fragen auf. Dadurch bleibt dieses Buch durchgehend unglaublich spannend und es entstehen keine langatmige Stellen.
Neben Ella und Christian kann man die restlichen Personen an den Fingern abzählen. Und das ist auch mein einziger erheblicher Kritikpunkt. Der ganze Plot dreht sich NUR um sie beide. Es gibt EINEN roten Faden und sonst keine kleineren "Fädchen", die das ganze auflockern. Ich fand es sehr schade, dass es keine einzige Nebengeschichte oder Vorgeschichte von den Nebencharakteren gegeben hat. Mich hätten über sie einfach noch ein paar Sachen interessiert. Und so blieben sie mir zu schwammig und ich konnte sie mir eher schlecht bis gar nicht vorstellen.
Und noch etwas muss zu diesem Buch gesagt werden. Es ist ein richtiger Pageturner! Ich hatte in letzter Zeit sehr wenig Zeit zum Lesen, obwohl doch Ferien sind, doch wenn ich das Buch mal angefangen hatte zu lesen, konnte ich gar nicht mehr aufhören.
Aufbau & Gestaltung:
Es gibt keine so großen Unterschiede zu anderen Büchern und es hebt sich auch nichts durch die Gestaltung durch. Die Kapitel sind ein bisschen zu lang, aber dennoch an der Grenze. Das Cover ist sehr schlicht sagt nicht viel über die Situation im Buch aus. Man sieht Ella in ihrem roten Kleid, obwohl das eigentlich langärmlig beschrieben ist, und New York mit seinen Hochhäusern.
Fazit:
Ein Buch voller Spannung und unglaublich sympathischen Hauptpersonen. Aber besonders der Schreibstil ist ganz eigen und lässt den Leser das Buch verschlingen. Leider gab es zu wenige Nebencharaktere, die mir einfach zu schwammig waren.
Egal welches Buch ich bisher von Lynn Raven gelesen habe, ausnahmslos jedes hat mir gefallen. So auch Hexenfluch. Eigentlich sind Hexenbücher nicht ganz mein Fall, doch dieses hier sticht eindeutig aus der Menge heraus. Der Protoganist Kristen bzw. Christian ist alles andere als ein Strahlemann, sondern gehört sogar der dunklen Seite an. Im Laufe der Jahrhunderte hat er viele schreckliche Dinge getan und so sind auch seine Pläne mit Ella anfangs alles andere als uneigennützig oder ehrlich. Lange Zeit fragt man sich als Leser ob sein Verhalten ihr gegenüber vollkommen gespielt ist und so sind vorallem die Seiten die aus seiner Sicht geschrieben sind, wahnsinnig interessant.
Ein 800 Jahre alter, mächtiger Hexer der versucht sich aus den Klauen einer Dämonenfürstin zu befreien, bisher habe ich das in keinem anderen Buch gelesen. Zumal Kristen nicht ganz unschuldig an seiner Situation ist. Womit wir auch schon zu einem der negativen Punkte des Buches kommen. Obwohl Kristen es immer wieder andeutet, wird dennoch nie enthüllt wie genau er nun in die Fänge von Lyresha geraten ist und weshalb er sich selbst an sie verkauft hat. Zwar kann man sich schon denken was passiert ist, zumindest im Ansatz, aber das reicht mir persönlich einfach nicht.
Auch die Sache mit Ellas Mutter, von der ich am Anfang annahm das es noch eine wichtige Rolle spielen würde, taucht nichtmehr aus der Versenkung auf. So erfährt man nie weshalb Kristen der Nachname ihrer Mutter etwas sagt und was genau mit dieser geschehen ist. Auch ob sie wrklich tot ist wie er behauptet bleibt mir ein Rätsel. Ebenso bleibt ein Rätsel wie genau es schließlich mit Lyresha zu Ende ging und das obwohl von Anfang an ein großes tratra darum gemacht wurde. Das hätte man wirklich besser und vorallem genauer ausarbeiten sollen.
Ansonsten hat mir das Buch jedoch super gut gefallen. Die Geschichte ist spannend, ob nun aus Ellas oder Kristens Sicht und zudem irgendwie etwas besonderes. Keiner der Charaktere ist blass, sondern alle haben ihre Ecken und Kanten. Lediglich die Mitglieder des Zirkels kennt man auch zum Schluss hin noch nicht wirklich.
Hexenfluch ist eines der besten Hexenbücher das ich jemals gelesen habe. Der männliche Protoganist ist nicht der typische Held und der Plot einfach nur spannend und mitreißend.
Schon der Einstieg nimmt dem euphorischen Leser von jetzt auf gleich all seinen Schwung und stürzt ihn in Verwirrung. Die ersten Seiten ist es einfach sehr schwer nachzuvollziehen was überhaupt geschieht und sobald sich die anfängliche konfuse Stimmung dann so langsam legt bestraft die Autorin ihre Leser scheinbar mit langweiligen Textpassagen. „Herzlichen Glückwunsch, Sie haben bis hierher durchgehalten?! Dann kann es ja nur noch schlimmer werden!“ Wer dennoch weiter durchhält und knallhart an die Geschichte glaubt wird leider erst nach etwa der Hälfte des Buches belohnt, denn bis dahin ist der Weg steinig gepflastert mit einfach sterbenslangweiligen und noch immer teils verwirrenden Passagen. Wer schon zu beginn zu jubeln beginnt „Juhu, die Protagonisten lernen sich endlich kennen“ weiß allerdings noch nicht, dass sich ihre Momente gemeinsam sehr in Grenzen halten und außerdem meist einfach ziehen wie zäher Kaugummi.
Nach dieser ersten Hälfte purem Durchhaltevermögen kommt die Handlung langsam in Schwung – allerdings wirklich nur sehr langsam. Endlich bekommt die Geschichte etwas Handfestes, etwas Humor, etwas Dramatisches und nun liest man doch glatt freiwillig etwas weiter. Auch, wenn die anfänglichen Schwierigkeiten nicht komplett aus der Welt geschafft sind, ist der Leser nun in der Lage darüber hinwegzusehen (der Mensch ist ja schließlich Gewohnheitstier – heißt aber nicht, dass es nicht weiterhin stört).
Es ist also eine mehr schlecht als recht gelungenes Buch, was sehr schade ist, da Lynn Raven tatsächlich auch anders kann. So allerdings erlebt der Leser eine kuriose Offenbarung beim Sex von „Ich hasse sie nicht, oh mein Gott, ich liebe sie.“ und noch einige grausame Elemente, die dieses Buch eigentlich zu etwas besonderem machen könnten – wäre da nicht diese klitzekleine Sache mit den verwirrenden Passagen! Wobei man sich mühe geben kann das Buch wirklich zu mögen oder einfach die schlichte Realität akzeptiert, dass dies hier leider ein „Schuss in den Ofen“ war.
Nach vielen „Häääääää?“’s und verzweifelten „WAS?!“’s, mehrmaligen zurückblättern und noch einmal lesen kommt der Punkt an dem die Bewertung von „Ich will eigentlich mehr Punkte geben.“ und „Verdammt, mehr geht einfach nicht.“ realistisch gesehen einfach nicht besser ausfallen kann. So viel verschenktes Potential ist geradezu traurig. Auch die zum Teil aufblitzenden, sehr schönen, Szenen können hier nicht viel wettmachen.
And again a big thank you to Lynn Raven! Her books are always a pleasure to read (although they keep me from learning for important exams..) I can't wait to read her next book in like one day!
Hexenfluch ist ein Fantasyroman über Hexen und wurde von der Autorin Lynn Raven verfasst. Bislang habe ich nur Gutes über Lynn Raven gehört, deswegen war ich besonders gespannt, wie mir das erste Buch, dass ich von ihr lesen, gefallen wird.
Ella Thorens ist eine sehr begabte, extrem ehrgeizige, junge Ärztin, deren Job ihr über alles geht. Somit leidet ihr Privatleben, denn keiner ihrer bisherigen Freunde wollte an zweiter Stelle hinter ihrem Beruf stehen. Doch dann lernt sie durch Zufall den attraktiven Christian Havreux kennen, nämlich in einer dunklen Gasse, schwer verwundet. Sie rettet ihm das Leben, indem sie bislang ungeahnte, magischen Kräfte freisetzt und seine Verletzungen auf sich selbst überträgt. Die beiden kommen sich immer näher und schließlich klärt Christian Ella darüber auf, dass sie eine Hexe ist und zudem auch eine Heilerin. Er will Ella ihre Fähigkeiten lehren, sodass sie wieder in ihrem Beruf als Ärztin tätig werden kann. Denn sobald sie jemanden berührt, nimmt sie dessen Krankheit auf sich, was als Ärztin äußerst unpraktisch ist. Christian scheint ein Doppelleben zu führen und scheinbar seine ganz eigenen Pläne mit Ella zu haben. Kann sie ihm trauen, oder zieht er sie genau in die Front eines uralten magischen Krieges?
Viele Leser schwärmen von Lynn Raven. Da ich persönlich aber noch nichts von ihr gelesen habe, war ich umso gespannter auf den Roman Hexenfluch. Ehrlicherweise muss gestehen, dass ich anfänglich ein wenig enttäuscht war, denn die Handlung zieht sich nur schleppend. Erst nach hundert langen Seiten beginnt es für mich spannend zu werden. Der Einführungsbereich um die Charaktere und die Handlung kennen zu lernen hätte dementsprechend viel kürzer sein dürfen. Ansonsten bin ich aber von Lynn Ravens Schreibstil fasziniert, denn sobald die Handlung spannungsvoll ist, konnte ich das Buch nicht mehr weglegen und war vollkommen gefesselt. Lynn Raven schreibt sehr angenehm flüssig ohne viele Schnörkel und verstrickt sich nicht in Beschreibungen, was mir sehr gut gefällt. Sie schafft es mich voll und ganz in die Handlung reinzuziehen und mich nicht mehr loszulassen. Die Perspektivenwechsel machen es dem Leser einfach sich in die beiden Protagonisten Ella und Christian hinein zu versetzen. Außerdem lässt sie die dunkle Atmosphäre die im Buch herrscht perfekt in mir aufkommen, sodass ich in manchen Momenten sogar Gänsehaut bekommen habe. Durch diese düstere Handlungsstränge merkte ich schnell, dass dies absolut kein Jugendbuch ist, dafür sind auf die Personen viel zu alt. Aber die Abwechslung zu den vorherigen Jugendhexenromanen tut mir gut.
Irritiert hat mich gleich zu Beginn der Name des Protagonistin Christian Havreux. Wieso haben die meisten Hexenroman Charaktere französische Namen? Und wieso reimt sich Christians Name auf den Namen des Bösewichts aus der Hexenreihe 'Witch' die ich vor Hexenfluch gelesen habe? Auf den ersten hundert Seiten habe ich Christian somit direkt als Oberfiesling abgestempelt, denn aufgrund seiner undurchschaubaren, dunklen Art konnte ich ihn absolut nicht einschätzen. Das gefällt mir eigentlich an männlichen Charakteren, irgendwie macht sie das heiß. Dennoch wollte ich bei Christian unbedingt wissen, ob er nun gut oder böse ist. Immer mehr aufkommende Konflikte sprachen für die böse Seite, da er auch zum Hexenclan der bösen Dämonin Lyresha gehört und Ella scheinbar nur für seine Zwecke benutzen will. Ella ist eine liebenswürdige Person, die sich auch gleich ein Plätzchen in meinem Herzen erkämpft hat. Sie ist hilfsbereit, ehrgeizig, wissbegierig und vollkommen vernarrt in ihren Job. Logischerweise fällt es schwer sich als Mann einen Weg zu ihrem Herzen frei zu kämpfen, da sie kaum Zeit hat. Dennoch schafft Christian genau dies. Er untersützt sie, hört ihr zu, kocht mit ihr und drängt sie nicht, wenn sie einmal keine Zeit hat, natürlich macht Ella dies auf Dauer schwach, welche Frau würde den gutaussehenden, geschäftstüchtigen, jungen Herrn schon vor der Tür warten lassen. Die sanfte, reine Liebesgeschichte der beiden gepaart mit der magischen, düsteren Welt in der sie leben erzeugt einen Konflikt der mir sehr gut gefällt. Außerdem bin ich vollkommen begeistert wie Ella es schafft Christian aus den Fängen der Dämonin Lyresha zu holen. Lyresha ist ein richtiges Miststück, es gibt kaum Personen wo ich dieses Wort benutze, aber für sie ist dies förmlich erfunden worden. Sie behandelt ihren Hexenclan wie einen Swingerclub, in dem jeder mal mit jedem schlafen MUSS. Besonders Christian hat es ihr angetan und umso mehr freut mich, dass die böse Dämonin am Ende eins auf die Nuss bekommt. Neben Christian und Ella gibt es noch viele Nebencharaktere, wie zum Beispiel Ellas Hexenclan oder auch Sushi, Ellas Katze. Ich liebe diese Katze, besonders ihr Name hat es mir angetan. Wie kann man eine Katze nur 'Sushi' nennen? Das zeugt förmlich von Fischfresssucht und so verhält sich Sushi auch, bekommt sie kein Fresschen wird sie zickig, typisch Katze eben. Aber besonders diese Kleinigkeiten machen aus dem Roman einen besonderen Schmackerl, den man eben einfach lesen muss.
Besonders am Ende des Buches gibt Lynn Raven nochmal Vollgas. Die actionreichen Handlungen überschlagen sich förmlich, dem Leser wird nicht einmal eine Pipipause gegönnt. Ich hatte das Gefühl, dass meine Hände sich vollkommen verkrampft um das Buch geklammert haben, um es ja nicht weglegen zu müssen. Das letzte Kapitel zeugt von gefährlichen, brutalen Handlungen, die schließlich zu einem wunderschönen Happy End führen. Das macht es aber umso schwerer nach dem Buch wieder aus der Welt aufzutauchen und die Personen zu vergessen. Einen zusätzlichen Pluspunkt sammelt das Buch mit seinem wunderschönen Cover. Den dieses ist ein absoluter Hingucker. Die Frau in dem tollen roten Kleid die auf ihre Stadt blickt, das passt zu Ella. Irgendwie wirkt es geheimnisvoll und lässt eine magische Stimmung aufkommen mit einem Hauch von Dunkelheit.
VORSICHT: Spoiler zu einigen Handlungselemente, nicht zu direkten Handlung selbst!
Inhalt: Ella Thorens ist Ärztin und lebt für ihren Beruf. Als sie spät abends auf dem Heimweg von einem Patientenbesuch ist, findet sie in einer Gasse einen schwerverletzten Mann. Sie berührt ihn, da sie ihm helfen will und in dem Moment werden ungeahnte Kräfte in ihr wach. Diese Kräfte sind das Erbe ihrer Mutter, die in Ellas Kindheit verschwand. Der Fremde, den sie gerettet hat, Christian Havreux, ein reicher Geschäftsmann, bekundet offensichtliches Interesse an ihr. Er benötigt Ella und ihre magischen Fähigkeiten für sich selbst, versucht sie allerdings in dem Glauben zu lassen, dass er ihr helfen möchte. Ella wird, ohne es erst zu ahnen, in einen Krieg zwischen Hexen und Dämonen gezogen und als sie es bemerkt, ist es schon viel zu spät für ein Zurück...
Meine Meinung: Nach der Lektüre dieses Romans bin ich doch ein wenig zwiegespalten.
Die Geschichte hat sich gut gelesen, Lynn Ravens Schreibstil ist sehr angenehm und locker und ich habe das Buch in einem Rutsch durchgelesen.
Die Geschichte hat mich von Anfang an interessiert, da ich Fantasygeschichten um Hexen an sich sehr mag. Auch die Grundidee der Geschichte hat mir gefallen: ein Hexer geht einen Pakt mit einem Dämon ein, endet in einer Bindung an den Dämon und braucht die Fähigkeiten einer Hexe, um sich zu befreien. Klingelt es da bei einigen? Die Geschichte ist nichts Neues, ich musste sofort an "Das Amulett der Zauberin" von Patricia Coughlin und auch an "Traumsplitter" von Tanja Heitmann denken. Natürlich haben diese beiden Bücher eine andere Umsetzung der Geschichte erfahren, ich möchte auch keine zu großen Vergleiche anstellen, doch die Grundidee ist dort ebenfalls dieselbe.
Ich möchte nicht tiefer auf die Handlung eingehen, um niemandem etwas vorweg zu nehmen, sonst wäre die Umsetzung der Idee schnell verraten. Ich möchte im Folgenden ein paar Worte zu den Charakteren sagen und auf die Dinge eingehen, die für mich nicht funktioniert haben.
Die Charaktere der Geschichte waren ganz in Ordnung: Ella, die junge Ärztin und Hexe, war durchaus ein sympathischer Charakter. Sie hat ihr Misstrauen beibehalten, zumindest eine ganze Weile lang, das hat sie mir sympathisch und auch glaubhaft gemacht. Kristen/Christian war da etwas schwieriger. Ich habe seine Handlungen zwar aufgrund seiner Geschichte nachvollziehen können, allerdings hat er für mich zu viele unverzeihliche Dinge getan. Ihn zu mögen fiel mir beim Lesen schwer. Dafür gab es einige wirklich liebenswerte Nebencharaktere, von denen ich gerne mehr erfahren hätte, z.B. Mac, J.J., Yaz und Mikah. Doch leider kamen diese Charaktere etwas kurz. Sie haben lediglich wie Statisten ihren Part in der Handlung gespielt.
So wie diese Charaktere zu kurz kamen, kamen mir auch einige Handlungsteile zu kurz. Über Ellas magische Fähigkeiten erfährt man zwar, dass sie eine Heilerin ist, aber während ihres "Trainings" mit Kristen/Christian erfährt man kaum etwas darüber, was dort auf magischer Ebene eigentlich passiert. Ebenso spielt der Zirkel um Mac zwar immer wieder eine Rolle, doch wird er nur eingesetzt, wenn die Handlung ihn benötigt. Ich hätte gerne mehr über den Zirkel dieser Hexer und Hexen erfahren und was sie genau tun. Der Leser erfährt mehr über die Schattenwelt und die Dämonen.
Hier komme ich zu einem absoluten Minuspunkt für mich: ähnlich wie in "Traumsplitter" arbeiten auch hier die Dämonen mit sexueller Unterwerfung, Gefühigigmachen von Menschen oder anderen Wesen, Vergewaltigung usw. Für mich ist das ein absoluter Stimmungskiller beim Lesen, so etwas möchte ich in einem Fantasyroman, der auch noch eine Liebesgeschichte enthält, einfach nicht lesen. Es fängt schon mit der Position an, die Kristen/Christian inne hat und geht damit weiter, dass er Mikah "trainieren" soll. Es passieren einige Dinge, die fast schon Ekel bei mir geweckt haben. Das ist absolut nicht mein Ding und führt auch eindeutig zum Sternabzug in meiner Bewertung.
Ich habe mich wirklich sehr auf diesen Roman gefreut und habe auch etwas mehr Liebesroman erwartet als ich dann bekommen habe. Rein vom Lesen her ist es ein Buch, das man schnell zwischendurch lesen kann. Wer allerdings - so wie ich - gerne auf gewisse Umstände in einer Handlung verzichtet, wird hier nicht so sehr seine Freude haben. Als Leser sollte man keinen reinen Liebesroman erwarten. Es ist mehr ein Fantasyroman mit einer nebenseitigen Liebesgeschichte, wobei es dann auch wieder etwas auf die Definition von Liebesgeschichte ankommt.
Ich kann dem Buch leider nicht mehr als mittelmäßige 3 Sterne geben.
Rasant und unvorbereitet wird man von der Autorin in dieser Geschichte fast schon hineingeworfen. Es gibt kein Herantasten an die Charaktere und die Handlung, vielmehr findet man sich innerhalb der ersten Seiten schon in einer gefährlichen Situation wieder, die die Zukunft unserer Protagonisten entscheidend beeinflussen wird. Dennoch hatte ich mit den ersten Kapiteln so meine Probleme, fand nicht richtig in die Geschichte rein und hatte stattdessen das Gefühl das Geschehen von außen zu betrachten. Mit Christian haben wir zwar einen Tortured Hero vor uns, aber ich war mir lange nicht sicher, ob ich ihn sympathisch finden sollte. Denn seine Taten gingen eher in entgegen gesetzte Richtung und erst ein kurzer Blick aufs Ende konnte mein Interesse für dieses Buch wieder wecken.
Christian befindet sich in einem Konflikt, möchte einerseits von seinem Fluch befreit werden, entwickelt aber auch Gefühle für Ella, die von all dem nichts weiß. Zu Beginn wurde er als kalt und fast schon gefühllos dargestellt, die Gefühle anderer schienen im egal zu sein, sein Ziel stand im Mittelpunkt und dafür war er bereit alles zu riskieren und jeden Versuch zu nutzen. Erst im Laufe der Handlung wird er etwas weicher, erkennt, dass andere Dinge ebenso wichtig sind, wobei diese Erkenntnis natürlich weiteres Konfliktpotential darstellt. Denn nun kämpft er nicht nur gegen den Fluch, sondern auch um Ella. In dieser Situation war es auch für mich als Leserin nicht immer einfach zu entscheiden, wie Christian nun eingeordnet werden sollte. War er der Bösewicht, der über Leichen gehen würde um sein Ziel zu erreichen oder könnte er sich doch ändern und zu einem Helden werden. Ich war dann sogar so zerrissen in meiner Vorstellung und auch neugierig und musste dann mal ins Ende reinlinsen. Andernfalls hätte es gut sein können, dass mich dieser Widerspruch dazu gebracht hätte das Buch zu unterbrechen. So aber wusste ich was mich am Ende erwartet und ich konnte in Ruhe weiter lesen und brauchte mich nicht länger zu ärgern.
Christian ist wie bereit gesagt, ein sehr eigenwilliger Charakter. Seine Vergangenheit hat ihn stark geprägt und die Autorin hat es ihm nicht einfach gemacht. Gewalt, Unterwerfung und Ausnutzung sowohl auf physischer als auch psychischer Seite zählen zu seinem Alltag. Christian wird ganz klar dominiert, muss sich nicht nur dem Bann, sondern auch jener Dämonenfürstin unterwerfen, die ihn ausgesprochen hat. Sie degradiert ihn zu einem Spielzeug und das auch in sexueller Hinsicht, denn nach Lust und Laune soll er entweder ihr oder einer/einem von ihr Auserwählter/Auserwähltem dienen. Christian muss das so akzeptieren, versucht zwar Schlupfwinkel zu finden, aber das gelingt ihm nicht immer. Und dennoch merkt man einen starken Kontrast zwischen diesen erzwungenen Leidenschaften und der Anziehungskraft, die ihn an Ella bindet und dafür sorgt, dass er sie nicht loslassen möchte.
Die wohl größte Schwäche dieses Buches stellten für mich die Nebencharaktere dar. Dem Zirkel zum Beispiel hätte meiner Meinung nach mehr Beachtung geschenkt werden müssen. Zu Beginn wirkte es so, als würde ihn eine wichtige Rolle erwarten, aber die Umsetzung fand ich dann doch eher mangelhaft. Andere Aspekte wurden wichtiger und trotz einiger Auftritte und Mitwirkung an der Lösung des Konfliktes hätte der Zirkel doch stärker ausgebaut sein können. Etwas besser war es dann zwar mit Mikah, einem Gestaltwandler, dem ein ähnliches Schicksal wie Christian drohte. Sein Einfluss auf die Ereignisse ist anfangs noch sehr gering, er wird von Christian so gut es geht beschützt, erscheint ansonsten aber nur am Rande. Erst zum Ende hin erwacht er aus dieser Lethargie und greift aktiv ins Geschehen ein und besonders das Ende lässt mich auf eine Fortsetzung hoffe, die ihn dann in den Mittelpunkt stellt.
Lynn Raven balanciert hier ausgezeichnet zwischen Gut und Böse, kaum etwas ist so wie es zuerst scheinen mag und hinter jeder Aussage und Handlung verbirgt sich viel mehr. Damit ist Hexenfluch eine facettenreiche Geschichte, die ich so nicht erwartet hatte. Vorgestellt hatte ich mir nämlich eine lockere und leichte Geschichte, Humor und nichts zu Drastisches. Und vom Klappentext her hätte ich auch nicht vermutet, was das Buch für seine Leser bereithält. Denn die Autorin ist einen ganz anderen Weg gegangen, diesen aber nicht minder interessant und detailliert gestaltet. Hexenfluch ist mein erstes Buch von Lynn Raven, da mich ihre vorherigen Bücher nie angesprochen haben, aber sollte sie mit anderen Charakteren in diese Welt zurückkehren wäre ich gerne wieder dabei. Alles in allem ist Hexenfluch also kein Buch für Zwischendurch und auch keine leichte Kost, aber trotz seiner Mängel konnte es mich überzeugen.
Von Lynn Raven wollte ich ja schon immer mal ein Buch lesen, nachdem ich schon so viel Gutes über ihre Dämonen-Reihe und auch über „Der Kuss des Kjer“ gehört hatte. Nachdem ich nun „Hexenfluch“ gelesen habe, hat meine Euphorie einen kleinen Dämpfer bekommen. Aber vielleicht gefallen mir ja ihre Jugendbücher bzw. All-Age-Romane besser als ihr neuestes Buch...
Ich muss sagen, dass ich in letzter Zeit einige Bücher in den Händen gehalten habe, bei denen ich nach Lesen des Klappentextes das Gefühl hatte, dass dieser schon viel zu viel über den Inhalt des Buches verrät. Bei „Hexenfluch“ bin ich froh, dass er so umfangreich ist, denn er hat während des Lesens dafür gesorgt, dass ich mich überhaupt erst in der Handlung zurechtgefunden habe. Nur durch das Lesen des eigentlichen Textes ist mir dies nämlich leider nicht gelungen.
Das Buch beginnt mit einer Vorstellung von Ella und ihrer Tätigkeit als Ärztin. Sie ist mir übrigens auf Anhieb sympathisch gewesen. Man merkt, wie sehr sie für ihren Beruf lebt, auch wenn ihr Privatleben darunter enorm leidet. Aber Ella ist eine sehr engagierte und leidenschaftliche Frau, die einen guten Ausgleich zwischen ihrem Handeln nach Vernunft und ihrem Handeln nach dem Herzen bzw. dem Gefühl gefunden hat. Man nimmt ihr einfach ab, dass es für sie nichts Wichtigeres gibt, als anderen Menschen zu helfen. Der Leser begegnet Ella, als sie gerade Feierabend machen will und sich im Parkhaus des Krankenhauses befindet, wo sie von ihrem Partner vor die Wahl gestellt wird: Beruf oder Beziehung. An dieser Stelle bricht das erste Kapitel ab und es erfolgt erst einmal ein Sprung zu einem anderen Handlungsstrang. Auf diesen komme ich aber später noch einmal zurück. Der Leser kehrt anschließend zu Ella zurück, die plötzlich mit schwersten Verletzungen in die Notaufnahme eingeliefert wird. Und hier kommt jetzt der Klappentext ins Spiel: Denn was in der Zwischenzeit passiert ist, verraten dem Leser nur die Angaben auf der Klappbroschur. Es gibt im Verlauf des Buches zwar einige Rückblicke, aber die sind nur sehr bruchstückhaft und ergeben kein klares Bild.
Wie gesagt, gibt es einen zweiten Handlungsstrang und der beschäftigt sich mit Christian Havreux. Allerdings sorgt auch dieser Handlungsstrang für einige Verwirrung, denn manchmal heißt Christian auch Kristen und ich habe eine Weile gebraucht, um diesen Zusammenhang herzustellen... Dazu kommt, dass Christian ein total undurchsichtiger Typ ist. Kann sein, dass das so gewollt ist – bei mir hat es jedenfalls dafür gesorgt, dass ich überhaupt keine Beziehung zu ihm aufbauen konnte. Er wird zwar als gutaussehend und unwiderstehlich dargestellt, aber irgendwie hat sich das nicht auf mich übertragen.
Im Gegensatz zu Ella war mir die männliche Hauptfigur auch überhaupt nicht sympathisch. Er ist zwar ein interessanter Charakter, da irgendwie zwischen zwei Stühlen zu stehen scheint: Auf der einen Seite will er dämonisch und böse sein, auf der anderen Seite begegnet er Ella total hilfsbereit, verbringt Zeit mit ihr, kocht mit ihr, bringt ihr bei, mit ihren magischen Fähigkeiten umzugehen. Man nimmt ihm dieses „bad guy“-Image, das er unbedingt ausstrahlen möchte, einfach nicht ab – dafür ist er zu durchschaubar und gleichzeitig bemitleidenswert. Denn Christian ist ja ein Dämon, der sich unbedingt aus den Klauen der Dämonenkönigin befreien möchte. Und ich muss zugeben, dass er dafür mein vollstes Verständnis hat, denn von der Dämonenkönigin wird Christian wie ein Lustsklave gehalten. Er muss ihr zur Verfügung stehen, wann auch immer sie Gelüste nach ihm verspürt. Hier gibt es einige sehr pikante Szenen, mit denen ich aber nicht sonderlich viel anfangen konnte.
Die Liebesbeziehung zwischen Ella und Christian ist da schon wesentlich harmloser und gefühlvoller, hat mich aber auch nicht richtig berühren können. Die Handlung selbst ist, wie gesagt, stellenweise verwirrend, insgesamt aber auch sehr vorhersehbar. Wirklich überraschen konnte mich die Autorin nicht, schon gar nicht mit der Liebesbeziehung, die sich zwischen Ella und Christian entwickelt. Dazu kommt, dass es einige blutige und abstoßende Szenen gibt, die bei mir eher für Entsetzen als für Lesevergnügen gesorgt haben.
Der Schreibstil der Autorin ist sehr angenehm. Sie gibt sich Mühe mit den Beschreibungen der Charaktere und der Handlungsumgebung, sorgt für farbenfrohe Bilder im Kopf des Lesers und insgesamt lässt sich das Buch leicht und flüssig lesen. Dazu kommen viele Dialoge, die den Lesefluss zusätzlich auflockern.
Mein Fazit:
Bislang bin ich noch nicht wirklich von der Autorin überzeugt, aber vielleicht ändert sich das ja mit einem ihrer Jugendromane.
Im Leben der 17-jährigen Emerson ist nichts wirklich normal. Denn seit dem Tod ihrer Eltern sieht sie Dinge, die außer ihr keiner sehen kann. Menschen, Geister, oder deren Schatten aus einer vergangenen Zeit. Ganz unvermittelt pflegen sie aufzutauchen und nicht immer ist es leicht für Emerson, diese von den realen Personen zu unterscheiden. Ein Umstand, der sie bereits mehr als einmal an den Rand eines Nervenzusammenbruchs geführt hat. Der Grund, warum nicht wenige – sie selbst eingeschlossen – sie für ein bisschen verrückt halten. Doch als der äußerst gutaussehende Michael in ihr Leben tritt, beginnt ihre Mauer aus Zynismus und Spott unter seinen einfühlsamen Worten dahinzuschmelzen. Gefühle, von denen sie nie zu träumen gewagt hätte, sie einmal zu empfinden, beginnen in ihrer Brust zu keimen. Und zum ersten Mal seit langer Zeit beginnt sie zu hoffen. Doch ist Michael wirklich der, der er vorgibt zu sein? Und welcher Art sind seine Gefühle für Emerson wirklich? Oder versucht er am Ende sogar, ihre Fähigkeit, durch die Zeit zu reisen, für seine eigenen Zwecke zu missbrauchen?
SWill man es freundlich ausdrücken, so beginnt „Hourglass: Die Stunde der Zeitreisenden“ wie ein klassisches Buch für Mädchen und junge Frauen. Will man dagegen etwas zynischer sein, so sollte man den Beginn eher klischeehaft nennen. Die Protagonistin ist ein junges Mädchen. Sie ist wunderschön, ohne dass sie es selber so recht wahrhaben will, etwas verkorkst durch das tragische Ableben geliebter Menschen, abgekapselt und isoliert, weil sie eine besondere Gabe hat. Und zu ihrer Rettung eilt ein gutaussehender Prinz in Gestalt eines Pseudotherapeuten, der sie nicht nur ihre Gabe akzeptieren lässt, sondern auch ihr Herz gewaltig zum Hüpfen bringt. Das war schon etwas enttäuschend und hat der Spannung vor allem zu Beginn einen erheblichen Dämpfer verpasst. Durch dieses klassische Ausgangszenario wirkt die ganze Handlung etwas vorhersehbar und platt. Und obwohl die Grundidee der Autorin durchaus einige interessante Aspekte zu bieten hat, gehen diese doch leider etwas in den Standardsituationen verloren.
Auch mit den Charakteren hatte ich so meine Startschwierigkeiten. Wirken doch sowohl die Protagonistin Emerson als auch ihr Herzblatt Michael etwas stereotypisch. Das ist wirklich sehr schade, da vor allem Emerson einige interessante Fähigkeiten und auf den ersten Blick widersprüchliche Wesenszüge hat, die in dem ganzen klischeehaften Brei viel zu wenig hervortreten und nur einem sehr aufmerksamen Leser auffallen werden. Auch bei Michael ist dies leider zu beobachten. Die beiden harmonieren gut miteinander, das kann man nicht leugnen. Und auch die Ausarbeitung der Charaktere ist sehr gelungen. Es fehlt ihnen nur etwas an Originalität, etwas dass sie von anderen Figuren aus Büchern mit ähnlicher Thematik hervorheben würde. Auch ihre Liebe mit Hindernissen ist zwar dramatisch, wie es sich gehört, aber auch dieser Dramatik fehlt das wirklich Neue, so dass sie wie vieles im Roman leider etwas vorhersehbar ist. Überraschenderweise gut gelungen ist allerdings Emersons Freundin Lily. Ihr Charakter ist der, der von seinem Wesen am deutlichsten heraussticht und dem geneigten Leser auch nach Lektüre im Gedächtnis bleibt.
Im Fortgang des Geschehens finden sich dann allerdings doch einige Lichtblicke, die durch interessante Wendungen sogar eine gewisse Spannung aufzubauen vermögen. Generell kann festgehalten werden, dass das das hintere Drittel des Buches mehr Abwechslung bietet. Standardszenen werden hier immer häufiger durch ungewohnte Situationen abgelöst und die Charaktere zeigen einige Facetten, die sich dem Leser einprägen.
Trotz allem ist das Buch keineswegs schlecht. Es ist im Grunde ein solider Roman, der durchaus zu verzaubern weiß und wenn man bedenkt, dass es sich um das Debüt der Autorin handelt, so will man mit der Kritik etwas nachsichtiger sein. Immerhin soll es ja demnächst eine Fortsetzung geben und ich denke, dass, nachdem in Band 1 nun die Grundlagen gelegt wurden, man wohl einige Überraschungen und spannende Geschichten im Folgeband erwarten kann, so dass ich mich definitiv auf den zweiten Band freue.
„Hourglass“ ist trotz aller Kritik ein solider und gut konzipierter Jugendroman, der einen in die Welt der Zeitreisen entführen will. Wer eine anspruchslose Liebesgeschichte sucht, die in einer Welt angesiedelt ist, in der Realität und Fantasie in sanfter Weise ineinander übergehen, der wird mit Myra McEntires Debütroman sicher gut beraten sein.
Meinung: Lynn Ravens Romane sind wie Achterbahnfahrten. Rasant, mit viel Auf und Ab und manchmal schlägt der Magen sogar Loopings. Leider sind sie aber auch viel zu schnell vorbei. Doch selbst danach bleibt der wundervolle Rausch bestehen, sodass man gerne erneut in den Wagen einsteigt und sich durch die Gegend wirbeln lässt.
Mit ihrem neuesten Buch „Hexenfluch“ verhält sich das nicht anders. Im Gegensatz zu den bisherigen Romanen, die für Jugendliche und junge Erwachsene geschrieben war, lässt sich „Hexenfluch“ jedoch eindeutig ins Erwachsenengenre einordnen. Und das merkt man. Düstere Kulissen, leidende männliche Protagonisten und Szenen, die das Leserherz höher schlagen lassen, gehörten zwar schon immer zu ihrer Handschrift. Doch bei ihrem neuesten Roman verstärkt sich das alles noch ein bisschen. Eben nicht mehr die Mini-Achterbahn, sondern die heftigere, mit den steileren Abgründen und schärferen Kurven.
Man hat das Buch kaum aufgeschlagen und schon wird man mitgerissen. Mit zu langen einleitenden Beschreibungen oder Alltagsgeplänkel hält sich die Autorin nicht auf, sondern wirft die Protagonistin Ella Thorens sogleich in einen Vorfall, der ihr weiteres Leben verändert. Bei einem Patientenbesuch beobachtet sie, wie ein Mann zusammengeschlagen wird. Bei dem Versuch, ihm zu helfen, passieren seltsame Dinge. Erst im Krankenhaus kommt sie wieder zu sich und begegnet bald Christian Havereux. Der Mann, dem sie geholfen hat und der jetzt in ihrer Schuld steht – und der ihr eröffnet, was sie für eine Gabe besitzt.
Natürlich ist Christian Havereux gutaussehend und charmant, macht genau die richtigen Dinge zu den richtigen Zeitpunkten. Er wirkt perfekt – auf den ersten Blick. Denn schon nach ein paar Seiten lässt sich erkennen, dass hinter dieser Farce weit mehr steckt. Und das macht das Buch wieder interessant. Denn Lynn Raven lässt ihre männliche Hauptfigur nicht den typisch harten Kerl mit unglaublich weichem Kern sein, sondern lässt ihn durch seine Böshaftigkeit glaubwürdig wirken. Dadurch kann man über die etwas zu perfekte Ella Thorens irgendwie hinwegsehen. Als Hauptfigur war sie mir zwar sympathisch, aber einfach nicht plastisch genug. Bis auf ein paar wenige Ausnahmen haben mir bei ihr die Ecken und Kanten gefehlt. Sehr schlimm fällt das bei dem Roman aber nicht ins Gewicht, denn weitere grausame Figuren und der interessantere männliche Gegenpart sorgen für genug Unterhaltung.
Außerdem ist da noch die Spannung, die von der ersten Seite an aufgebaut wird und es dem Leser wahrlich schwer macht, das Buch zur Seite zu legen. Stellenweise ist die Handlung zwar vorhersehbar, dennoch gibt es einige interessante Details und eine Art von Geschichte, die mir bisher noch nie untergekommen ist. Kein Wunder also, dass ich das Buch nur verschlingen konnte. Ein weiterer Pluspunkt ist der Umstand, dass der Roman aus verschiedenen Perspektiven erzählt wird und man so in verschiedene Köpfe hineinschlüpft. Zwar nur aus der Sicht des personalen Erzählers, aber mit Lynn Ravens Gefühls- und Gedankenbeschreibungen reicht das vollkommen.
Der Schreibstil wie gewohnt: Prägnant, ohne viele Verschnörkelungen und doch sehr angenehm zu lesen. Einzig negativ aufgefallen ist mir daran nach einer Weile der häufige Gebrauch dreier Punkte. Auf jeder Seite tauchen sie mindestens einmal auf und verschaffen irgendwann den Eindruck, dass nicht den Figuren sondern der Autorin selbst die Worte fehlen.
Nichtsdestotrotz hat mir „Hexenfluch“ insgesamt sehr schöne Lesestunden bereitet. Auch wenn mir persönlich das Ende etwas zu viel war, bleibt mir der Roman positiv in Gedanken.
Fazit: „Hexenfluch“ ist ein typischer Roman aus Lynn Ravens Feder – düster, mitreißend und dramatisch. Wer vorher bereits Probleme mit der Art ihrer Romane hatte, wird hier keine positive Überraschung erleben. Doch Fans ihrer Romane und solchen, die es werden wollen, kann ich „Hexenfluch“ nur empfehlen.
2,5 Sterne Ich fand das Buch nicht schlecht, hatte aber gleichzeitig relativ viele Probleme damit. An sich die Geschichte gefiel mir gut, und gerade der Einstieg, bei dem klar wird, was genau die Protagonistin von ihrem Leben erwartet, hat mich doch sehr überzeugt. Er kam allerdings auch mit der Sorge, dass sie dann für den "richtigen Mann" dann doch alles hinschmeißt, und danach ging es auch relativ schnell eher abwärts. Nicht genug, dass ich es insgesamt bereuen würde, das Buch gelesen zu haben (und hätte ich es vorher gewusst, hätte ich es vermutlich trotzdem gelesen), aber doch genug, dass ich es nicht so sehr genießen konnte, wie ich gerne gehabt hätte. Die vielen Perspektivwechsel kamen mir manchmal unnötig und unübersichtlich vor, lieber hätte ich nicht aus allen möglichen Sichten die Story erlebt, sondern nur aus einer oder zwei ausgewählten, und dass alles so unglaublich sexualisiert war, war ... ich weiß nicht. Ich wäre ziemlich sicher damit klar gekommen, wenn das alles einvernehmlich passiert wäre, aber dadurch, dass dem nicht so war, hatte ich eigentlich ständig das Gefühl, dass man es auch anders hätte aufziehen und schreiben können. Und ich verstehe, dass es vermutlich Ziel des ganzen war, es so wenig einvernehmlich wie möglich zu machen, um die bösen böser und die guten besser dastehen zu lassen (denke ich jedenfalls), aber gleichzeitig hatte ich das Gefühl, dass es zu viel war, und wie das alles gehandhabt wurde fühlte sich einfach nicht richtig an. Die Figuren an sich waren durchaus sympathisch, das Ende mochte ich auch, aber zwischendurch gab es einfach immer wieder Momente, bei denen ich das Gefühl hatte, das müsste so nicht sein, oder zumindest nicht so sehr ausgeschrieben werden. Es hätte auch gereicht, manche Dinge nur anzudeuten. Und dann hat mich eine Stelle wirklich unglaublich aufgeregt, bei der Ella tatsächlich gemeint hat, Ich habe keine Ahnung, was sich Lynn Raven dabei gedacht hat, besonders da ich beim Rest des Buches eigentlich davon ausgegangen bin, dass sie es besser weiß, aber an dem Punkt habe ich tatsächlich das Buch zugeschlagen und für ein paar Stunden nicht mehr angerührt, weil ich so unglaublich sauer war. Und dann sagt sie es auch noch ausgerechnet vor dem Kind/Jugendlichen (dessen Namen ich leider vergessen habe)? Jemand betroffenem? Und erkennt ihren Fehler und entschuldigt sich nicht einmal? Ich hatte wirklich das Gefühl, sie müsste es besser wissen. Generell hat sie manchmal ziemlich dämlich gehandelt, und ich hätte sie am liebsten geschüttelt, aber diese eine Stelle war wirklich mit Abstand die schlimmste des ganzen Buches, besonders weil sie so unreflektiert war. Insgesamt würde ich das Buch irgendwie trotzdem eher besser als schlechter Bewerten, darum die 3 Sterne statt 2, aber es hätte nicht viel für die 2 Sterne gefehlt und ich hätte mir an einigen Stellen ehrlich besseres gewünscht. (Oder gerne früher gewusst, worauf ich mich einlasse, damit ich vorbereiteter gewesen wäre.)
Inhalt: Ella ist Ärztin aus Leidenschaft und hat darüber hinaus keine Zeit für eine Beziehung. Nachdem auch die letzte Partnerschaft gescheitert ist, schwört sie den Männern ab. Eines Abends findet sie einen Verletzten in einer dunklen Gasse, doch durch eine Berührung springen alle Verletzungen auf sie über. Kurz darauf trifft sie den Mann wieder und erfährt, dass sie magische Kräfte hat. Zunächst hält sie das für einen Scherz und weigert sich, sich die Grundlagen der Magie beibringen zu lassen, doch als sie erfährt, dass sie dadurch Menschen heilen kann, denen die Medizin allein nicht helfen kann, willigt sie ein. Doch sie muss feststellen, dass Christian das nicht nur aus Hilfsbereitschaft tut.
Meinung: Das Buch ist aus Sicht beider Charaktere geschrieben und die Perspektive wechselt mit jedem Kapitel. Zunächst hat mich das sehr verwirrt, da Christian quasi ein Doppelleben führt und ich nicht ganz verstanden habe, was wann, wo und mit wem passiert. Das ist einer der Faktoren, die mir den Einstieg in die Geschichte erschwert haben. Dazu kommt noch, dass das Buch kein Jugendbuch ist und ich mit der erwachsenen Protagonistin erst mal warm werden musste. Oft konnte ich ihre Entscheidungen und Gedankengänge nicht nachvollziehen. Nachdem ich aber gut ein Drittel des Buches hinter mir hatte, fiel ich mit einem Rutsch direkt in die Geschichte und habe das Buch dann in Rekordgeschwindigkeit beendet. Der Klappentext des Buches verrät nicht allzu viel, wodurch das Buch unvorhersehbar und überraschend war. Selten wusste ich, was als nächstes passieren würde, obwohl man durch die Erzählperspektive beide Seiten kannte und ihre Erlebnisse und Gedanken miterlebt hat.
Fazit: Nach einigen Startschwierigkeiten und Problemen mit der Protagonistin bin ich mit dem Buch doch noch warm geworden und habe es dann gespannt beendet. Die Geschichte ist unvorhersehbar und ich wusste nie, in welche Richtung sie verlaufen würde. 3/5 Punkten
Eigentlich führt die Ärztin Ella Thorens ein völlig normales Leben, bis sie eines abends dem schwer verletzten Christian Havreux das Leben rettet und feststellen muss, dass sie eine Hexe ist,. die ihre Fähigkeiten von ihre Mutter geerbt hat. Zuerst will sie mit dem Ganzen nichts zu tun haben, lässt sich dann aber doch von Havreux überreden, ihre Fähigkeiten auszubilden. Dabei verfolgt er seine ganz eigenen Ziele, von den Ella natürlich nichts weiß.
Ich lese die Bücher von Lynn Raven sehr gerne und war wirklich sehr gespannt auf ihr erstes Buch für den Bereich "Erwachsene". Ich wurde nicht enttäuscht. Die Handlung ist insgesamt wesentlich brutaler und blutiger als ihre Jugendbücher, ich wäre ehrlich gesagt auch enttäuscht, wem dem nicht so wäre. Man könnte es fast schon in den Bereich Dark Fantasy einordnen. Die Autorin wirft einen direkt in die Handlung, ohne irgendwelche Informationen, gibt diese erst nach und nach Preis, was die Handlung sehr spannend macht. Christian Havreux ist ein richtiger Bad Boy, aber gleichzeitig sehr "tortured". Er hat mich mich manchmal Daemon Sadi aus Die Schwarzen Juwelen von Anne Bishop erinnert, sein Schicksal ist dem von Havreux an manchen Stellen sehr ähnlich. Ihm zur Seite wird die Ärztin Ella gestellt, die lang verschollene Gefühle in im weckt. Natürlich gibt es eine Liebesgeschichte, die eine wichtige Rolle einnimmt und richtig super gefallen hat. Natürlich gibt es erotische Szenen, diese halten sich aber im Grenzen und passen immer sehr gut in die Handlung. Neben dem beiden Hauptfiguren fand ich besonders den Wandler Mikah sehr interessant, dessen Entwicklung mit sehr gut gefallen hat.
Ich hoffe sehr, dass die Autorin noch weitere Bücher für Erwachsene schreibt und vergebe 10 von 10 Punkten.
Eher zufällig werden bei der jungen Ärztin Ella magische Kräfte geweckt, doch noch kann sie nicht absehen, was das eigentlich zu bedeuten hat. Der attraktive Hexer Christian nimmt sich ihrer an, lehrt sie, mit den neu erworbenen Kräften umzugehen und macht sie verliebt in sich. Doch Ella ahnt nicht, dass er nicht uneigennützig handelt …
Die Handlung als solche hat mich sehr angesprochen, doch die Art der Umsetzung leider gar nicht. Gerade die ersten 70 Seiten fand ich eher verwirrend: wer gehört zu wem, wer ist gut, wer ist böse – das war für mich nicht wirklich ersichtlich. Dazu kommt der gewöhnungsbedürftige Schreibstil. Zwar lässt sich das Buch locker und leicht lesen, aber die sehr kurzen und abgehackten Sätze haben mich schon gestört.
Ella schien mir am Anfang durchaus sympathisch, ihre Verwunderung über das, was sie sein soll auch verständlich. Aber im Verlauf war sie mir einfach zu passiv, zu hingebungsvoll und manches Mal auch zu naiv. Was mir gar nicht gefallen hat: das Hauptthema des Buches ist eher Gewalt, Unterwerfung und Sex - die eigentliche Geschichte, der Plot wirkt fast drum herum gestrickt und kommt viel zu kurz. Will ich ein Buch mit Sex und Erotik lesen, dann kaufe ich mir einen erotischen Roman – aber in diesem Buch hätte ich das in dieser Ausprägung nicht erwartet. Vielleicht hätte der Klappentext verraten sollen, dass es eigentlich um einen Sexsklaven geht… Und weil ich das ganze doch als sehr brutal empfunden habe, würde ich das Buch daher jüngeren Lesern eher nicht empfehlen. Schade – ich hatte Lust auf einen Hexen- und Magier-Roman und war daher vom Inhalt sehr enttäuscht. Spannend war es trotzdem, daher von mir knappe 3 Sterne.
Absolut enttäuscht. Ich liebe Lynn Raven. Bisher habe ich wirklich jedes Buch von ihr verschlungen, aber das hier geht gar nicht. Ich hab mich sehr auf das Buch gefreut, mich am Wochenende mit Tee und warmer Decke in mein Bett verkrochen und fröhlich angefangen zu lesen und mich schon nach den ersten Sätzen gefragt, ob das wirklich Lynn Raven geschrieben hat. Irgendwie passt der Schreibstil nämlich absolut nicht zu dem, was ich von dieser Autorin gewöhnt bin. Die Story plätschert dann auch eher träge und enttäuschend vor sich hin. Es kommt absolut nicht diese Pageturner-Spannung auf, die man sonst so von Lynn Raven kennt. Nach etwa 70 Seiten hab ich das Buch weggelegt und mir Ashes geholt. Liebe Lynn, wäre wirklich nett, wenn wir das nächste Mal wieder dich bekommen könnten. Das hier war leider nichts.
Tja was soll ich sagen. Ich gebe nur 3 Sterne da es mich nicht wirklich gefesselt hat und ich dieses Jahr schon ein paar wirklich gute Bücher gelesen habe. Hier ist die Storyline wirklich vielversprechend aber die Ausführung ist furchbar. Zu langweilig und abgehackt. Eine Spannung baut sich einfach nicht auf und die Charaktere, vor allem die Nebendarsteller kommen nicht wirklich überzeugend rüber. UND VOR ALLEM WERDEN KEINE RÄTSEL GELÖST (Warum hat die Mutter sie versteckt? Was ist denn nun vor diesen verdammten 800Jahren passiert??)
Hab mir mehr gewünscht aber vielleicht hatte ich zu große Erwartungen.
Ich habe das Buch verschlungen und innerhalb von nur zwei Tagen die 428 Seiten gelesen. Zu Anfang war es zwar etwas verwirrend, weil die Kapitel recht kurz, dafür aber scheinbar unzusammenhängend waren. Dies lag zum einen daran, dass zunächst aus der Sicht der verschiedenen Protagonisten geschildert und als Thema auch noch der Überfall behandelt wurde, der Dr. Thorens nur bruchstückhaft in Erinnerung ist. Danach wars sehr gut und megaspannend!
Man merkt gleich, das dieses Buch der Autorin anders ist, als all ihre anderen. Dennoch schafft es die Autorin einen mit der Handlung und den Charakteren in den Bann zu ziehen.