Morde, Skandale, Gier: Heikles aus Sachsen beinhaltet eine chronologische Aufstellung von Herrschern des sächsischen Herrschaftsgebietes und ihren Verfehlungen.
Delau erörtert in kurzen, prägnanten Texten Geschehenes um das Jahr 1000 bis heute.
Während der Großteil der Texte kurzweilig und gut geschrieben sind, verwendet der Autor an manchen Stellen doch recht eigenartige Sätze, die deplatziert wirken. Auch spricht sich Delau gegen die nachträgliche Erhöhung der Herrscher und vor allem gegen das Verhalten der Wettiner aus. Mit einer sarkastischen Schreibweise prangert er vor allem gegen Ende des Buches das Gebaren des Hauses Wettin zu Zeiten der Fürstenabfindung um 1926 bis zur heutigen Zeit an.
So unterhaltsam das Buch zu Beginn auch ist, desto unerträglicher findet man gegen Ende den beißenden Ton. Es mag sein, dass der Autor in der Wiedergabe seiner Meinung recht hat, doch wirkt die Kritik an einem gewissen Punkt redundant.
Fazit: Eine kurze, anfänglich gelungene Darstellung aller Verfehlungen einiger Herrscher in Sachsen, welche gegen Ende zu einer einzigen Kritik ausartet.