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Przekwitający mak : AIDS - ostatnie miesiące pewnej miłości

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Oto historia człowieka, który najbardziej bezpośrednio zetknął się z AIDS. Swoje przeżycia zapisał w nieufryzowanym literacko dzienniku intymnym. Niczego tej historii nie dodawszy, ale i niczego nie ująwszy, ma prawo powiedzieć o swoim zapisie: "on jest jak fakty". [...]

Jest to wreszcie szczególny romans o wątku miłosnym dotyczącym tej "innej" miłości. [...]

"Przekwitający mak" był sensacją wydawniczą w RFN końca 1987 roku, edycję w renomowanej oficynie Fischera poprzedził druk w odcinkach na łamach hamburskiego "Sterna". Nic dziwnego, że mogąc się bronić tylko swoim autentyzmem, wzbudza tak ogromne zainteresowanie i jest tłumaczony na języki obce. Któż bowiem wie, czym jeszcze będzie AIDS w powszechnym doświadczeniu ludzkości. [...]

(Ze wstępu)

216 pages, Paperback

First published January 1, 1989

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Profile Image for Dan.
115 reviews
June 24, 2024
Josef Gabriel schildert in Tagebuchform die letzten gemeinsamen Monate mit seinem Ehemann Manuel, einem renommierten Tänzer.

Manuel ist HIV-positiv und stirbt an Krebs (der Buchtitel ist ungenau). Das Buch ist ein eindrückliches Zeugnis von den Gefühlen eines pflegenden Angehörigen, von der Überforderung, Hoffnung, Wut, dem Streit, dem Ungleichgewicht, das in einer Partnerschaft entsteht, wenn einer tödlich erkrankt. Von den Momenten der Hoffnung und den Phasen der Zuversicht, ebenso wie der Auseinandersetzung mit dem nahenden Tod.

Josef und Manuel verbringen die letzten Wochen vor Manuels Tod bei dessen Familie in Mexiko. Hier ist die familiäre Unterstützung für das schwule Paar grenzenlos, die gesundheitliche Versorgung hingegen schlechter als in Deutschland. Irgendwann gibt es noch Erdbeben, das Krankenhaus, in dem Manuel liegt stürzt halb ein.

Die dichte und schonungslose Schilderung ist sehr berührend. Die Liebe des Schreibenden zu seinem Partner ist so spürbar und gleichzeitig spricht er ehrlich von der Überlastung und der Frustration, nun alles nach seinem Partner ausrichten zu müssen (ich glaube, jede Person, die schon jemanden pflegen und gehen lassen musste, kann viele Textstellen nachfühlen).

Es ist auch ein Zeitdokument in die 1980er-Jahre, in denen das Wissen um HIV noch begrenzt, die Stigmatisierung noch viel größer war als heute.

Beeindruckt hat mich die hohe Reflexionsfähigkeit des Autors, sich selbst so ins Gesicht sehen zu können und auch dass er so entschieden weiterleben wollte und als junger Witwer wieder Liebe, Verwirklichung und Leidenschaft in sein Leben lassen möchte.
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