5 settembre 1977, la Rote Armee Fraktion sequestra il presidente della Confindustria tedesca Hanns-Martin Schleyer (ex membro del Partito Nazista) e lo uccide 43 giorni dopo, il 19 ottobre.
Ho vissuto per decenni in un paese di cui evidentemente non ho mai capito un bel niente. Per una vita intera ho insegnato ai miei studenti cose del tutto insensate. Cose che in questo paese non possono proprio servire a nulla. Li ho preparati a vivere in una società che esisteva solo nella mia testa. Non ho capito niente.
Il carcere di Stammheim dove il 17 ottobre del 1977 furono suicidati Andreas Baader, Gudrun Ensslin, e Jan-Carl Raspe.
Questa è la triste conclusione cui perviene Richard, ex preside di liceo, persona integerrima con un gran senso dello Stato: la sua ricerca della verità sulla morte del figlio, membro della RAF (Rote Armee Fraktion), terrorista ucciso-suicidato in una di quelle operazioni di cui non si sa mai davvero tutto, la sua ricerca è destinata a scontrarsi contro la verità più forte della Legge, di fronte alla quale qualcuno è sempre più importante di qualcun altro – una verità che è fatta di mezze verità e millanta menzogne, e silenzi, e zone d’ombra, una verità che è sempre seconda alla cosiddetta ‘ragion di stato’.
E, quindi, Christoph Hein racconta una vicenda ambientata in terra di Germania Federale, non più la DDR che me lo fece conoscere venticinque anni fa.
Agli occhi di Richard Zurek suo figlio Oliver, anche se terrorista, giustiziato sui binari di una stazione durante la fuga, dovrebbe contare come qualsiasi altro membro di uno Stato di diritto: e quindi, aver diritto a un’indagine seria, alla sua parte di Giustizia.
Ma Richard scopre che lo Stato non rispetta le regole e suo figlio è considerato meno cittadino di altri, per le sue scelte ha meno diritto di altri, e si sente tradito in quello che ha creduto difeso e insegnato per tutta la vita.
Hein, che si è definito un cronista senza messaggio, col suo consueto stile pacato, sobrio, smorzato, mi ha accompagnato nella lettura di questo che, anche se il protagonista ha più di settant’anni, è un romanzo di formazione.
I calchi mortuari dei principali esponenti della Raf: da sinistra Gudrun Ensslin, Andreas Baader e Jan-Carl Raspe.
Christoph Hein widmet sich in diesem Roman dem Tod des RAF-Terroristen Wolfgang Grams, oder eher der Reaktion seiner Eltern darauf. Grams wurde unter mysteriösen Umständen bei einer fehlgeschlagenen Aktion des Verfassungsschutzes in Bad Kleinen erschossen oder erschoss sich selbst. Der Tod wirft noch heute viele Fragen auf und einiges deutet darauf hin, dass Grams vorsätzlich oder versehentlich von Polizisten erschossen wurde, die - wie das nun einmal Art der Polizei ist - im Nachhinein alles verschleierten. Das Thema wirft viele interessante Fragen auf und Hein hätte hier ein modernes Antigone Drama draus machen können. Hat der Terrorist ein Recht auf Leben und ein würdiges Begräbnis? Wie stellen sich die Staatstreuen Eltern gegenüber einem Staat, der ihrem terroristischen Sohn die Würde versagt.
Leider schneidet sich Hein dieses Thema vollkommen ab, da er die These vertritt, die wohl nicht einmal RAF Mitglieder ernsthaft vertreten würden, dass Grams vollkommen unschuldig war, zu unrecht jedweder Form des Terrorismus beschuldigt wurde, nur an ein paar Diskussionsrunden teilgenommen hat und dafür vom Staat gemeuchelt wurde. Wenn aber Eteokles und Polyneikes nie gegen Theben geritten sind und Antigone dies weiß, dann ist sie eine einfache Heldin und Kreon ein Tyrann. Wäre dem so, wäre sie lange vergessen. Das Thema wird ja gerade deswegen interessant, weil Eteokles und Polyneikes Staatsfeinde sind und Antogone trotz alledem ihre Schwester ist.
Schade! Es bleibt von der interessanten Geschichte nur ein unglaublich schlecht recherchierter Roman. Ungeachtet der Tatsache, dass Christoph Hein erkennbar die juristischen Feinheiten nicht verstanden hat (Abschlussvermerk und Einstellungsverfügung werden durcheinandergeworfen, das Klageerzwingungsverfahren springt von der Vorschaltbeschwerde zur Verfassungsbeschwerde), hat er als Ossi wohl keinen Eindruck von Wiesbaden, dem Ort seiner Handlung. Die 300.000 Einwohner Stadt wird wie eine Kleinstadt von 10.000 Seelen geschildert, wo es eine Kirche gibt und man jeden auf der Straße kennt. Man muss schon fast Mitlied mit dem Autor haben, wenn er sein altes Elternpaar von der Casinostadt Wiesbaden nach Amrum fahren lässt, wo sie zum ersten Mal in ihrem Leben ein Spielcasino sehen. Die Figuren im Übrigen sind schemenhaft, einzig gelungen ein paar rührende Liebesszenen des alten Ehepaares, die aber nicht das Lesen des Romans rechtfertigen.
Der einzige Grund, warum ich dieses Buch nicht vor Langeweile aufgegeben habe, ist, dass ich es für die Schule lesen musste. Wer seitenweiße Gerichtsdokumente zum Vergnügen ließt, kommt eventuell auf seine Kosten. Wenn die einzige positive Rezension auf dem Buchrücken von der "Brigitte" kommt, spricht das tatsächlich auch Bände. Leider finde ich auch das Thema der letzten RAF Terroristen bzw. deren Angehörigen und der Frage nach dem Warum zu einseitig behandelt. Es gibt kaum einen anderen wichtigen Standpunkt außer dem des Elternteils, der nicht wagt, dem Kind eine Beteiligung an einer Terrororganisation zuzutrauen.
Es müsste eigentlich die Option geben gar kein Stern zu verleihen... Dieses Buch ist doch der Wahnsinn! Lasst doch die Schüler normale Lektüre lesen, anstatt Fremdgehen und Terrorismus zu propagandieren. Erich Maria Remarque, den hätte man als Pflichtlektüre nehmen sollen... nicht was auch immer DAS war.
Das Buch hat eine sehr wichtige Message aber man hätte sie wirklich etwas spannender verpacken können. Teilweise bekam ich Kopfschmerzen von den ganzen Wiederholungen und dem Anwaltsgerede. Es gab einige lustige Szenen oder auch gute Zitate, aber der langweilige Teil hat leider überwogen. Der einzige Weg wie ich das Buch bis zum Ende überstehen konnte war mich auf diese Zitate zu konzentrieren. Was ich anmerken muss ist, dass es interessant war wie Richard eine wortwörtliche Sinneswandlung hatte und immer mehr Verstand warum Oliver das alles tat. Das Ende fand ich wiederum jedoch leider ziemlich unbefriedigend und abrupt.
bin jedes mal eingeschlafen beim lesen. warum hat sich das so unfassbar gezogen?? so schöne charaktere, die man komplett schwammig kennenlernen konnte….. den gedanken verstehe ich von christoph hein, aber die umsetzung ist grauenhauft, sorry.
In all honesty, this novel is not exciting or gripping in a thrilling way, but it is probably not meant to be. And one of the main reasons for that is maybe that the ending seems to be clear from the very beginning. In the end, however, things turn out a little differently than expected. This novel by Christoph Hein is quite interesting and fascinating in terms of the course and development of the events described and how it came to the result. For “In seiner frühen Kindheit ein Garten” (literally translated “In his early childhood a garden”) takes up the case of RAF terrorist Wolfgang Grams – whose name in the novel is Oliver Zurek – who died by suicide during a police operation in Bad Kleinen in 1993. In particular, it addresses the doubts about the official version and describes his father Richard Zurek's search for the truth about his son's death.
In the following, I would like to present the reasons why I think this novel is being discussed in German lessons at school: Firstly, the story is appealing to a wide range of readers because it evolves around a family. Most people live in families and can therefore identify with at least one of the characters in this book. And although the book is written almost entirely from the father's point of view, it still presents different opinions from different perspectives. The conflict between generations and other common problems of a family and society are thus also topics in this work by Christoph Hein. But the most important message I personally gathered from “In seiner frühen Kindheit ein Garten” is that there is never just black and white, especially when it comes to fault and truth.
Overall, I am very satisfied with this mandatory reading for school, and not only because I like it better than most other assigned reading for German lessons. It is because I have a slight personal connection, so to speak, to the real case of Bad Kleinen, because I have a relative who was in the former BGS and knew some of the police officers involved in this operation. So I am very interested in this topic.
3,5 Sterne M.E. wird das Buch deutlich schlechter bewertet, als es ist. Ließt man es als historisches Sachbuch, oder mit Ansprüchen einer Historizität, wie man sie an ein Sachbuch hätte ist es in der Tat nicht gut. Aber vielleicht geht’s darum ja gar nicht. Ließt man eine einen RAF-Terroristen re-humanisierende Geschichte darüber, was dessen Tod im Leben seiner Eltern auslöst, ließt man, denke ich, gewinnbringender. Und lernt möglicherweise noch etwas über Trauer.
Das Buch wurde richtig in die Länge gezogen, was das Lesen nicht vereinfachte. Generell hatte ich das Gefühl, dass Oliver von den Eltern und Co. vergöttert wurde. All seine Taten wurden ins Gute gezogen, von wegen „ach ja, voll nachvollziehbar, dass er einer Terrorgruppe beigetreten ist und an nem Anschlag beteiligt war“. Es war immerhin ein Mensch mit sehr radikal extremen Ansichten, was meine Meinung nach nicht glorifiziert werden darf. Trotzdem einer der besten Schullektüren, die ich gelesen habe, weil es trotzdem ziemlich zeitrelevant ist. An der Umsetzung und an dem Ausbau der Geschichte hätte man noch arbeiten können, aber wesentlich spannender als alte Lektüren von Schiller
Schwanke zwischen 3 oder 4 Sternen Es ist auf jeden Fall gut geschrieben und behandelt die Thematik interessant Allerdings sind viele Stellen stark sexistisch und veraltet
Definitiv Overhated, an sich aber interessant. Es gibt leider viele unnötige und zwecklose Figuren und Passagen. Ließ man diese weg, wäre das ein großer Gewinn für das Werk.
Thema top! Leider die Perspektive von dem pflichtschuldigen Vater & Beamten, der nach und nach seinen Glauben an den gerechten Staat verliert, ein bisschen nervig. Trotzdem spannend vom Umgang der BRD mit den Ermordungen zu lesen. Viel Gutes dabei.
Zwar findet sich im Umschlag die Bemerkung, dass alle namentlich genannten Personen frei erfunden seien, und doch ist glasklar dass hier die Geschichte des RAF Mitglieds und als terrorverdächtigt gesuchten Wolfgang Grams aufgearbeitet wird. Im Vorwort zu seinem Buch Trutz erwähnt Christoph Hein die Recherchen für dieses Buch und es ist für mich ganz offensichtlich, dass dieses Buch in Zusammenarbeit mit den Eltern von Wolfgang Grams entstanden ist.
So ist es denn auch weniger ein Buch über Wolfgang Grams, was wohl auch eher spekulativ geworden wäre (wobei es wohl Tagebuchaufzeichnungen gibt, das wäre doch noch eine interessante Perspektive) – sondern vielmehr ein Buch über seine Eltern, über deren Reaktion erst auf die erste Verhaftung, dann das Untertauchen des Sohnes und schlussendlich seinen dramatischen und ungeklärten Tod während einem Einsatz des GSG9 auf dem Bahnhof von Bad Kleinen. Ich war damals knapp 18 Jahre alt und weiß noch genau auf welcher Seite ich stand – und dieses Buch bestätigt meine jugendlich naive und vielleicht etwas anarchistisch gefärbte Meinung dieser Zeit. Dieses Buch zeigt auf, dass die Umstände von Wolfgang Grams Tod methodisch verschleiert wurden, Beweismittel wurden unter Verschluss gehalten, Zeugen beeinflusst oder mundtot gemacht, der Prozess verschleppt, die Rechtsprechung gebogen. Dieses Buch beschreibt den langen Kampf der Eltern, vor allem des Vaters, durch alle Instanzen der deutschen Gerichte, um die Aufklärung des Todes seines Sohnes einzuklagen – und daraus wurde bald auch die Gewissheit, dass er damit seinen Sohnes zumindest von dem ihm vorgeworfenen Polizistenmord in Bad Kleinen und dem Selbstmord freisprechen könnte.
Abgesehen von dem sehr realen Hintergrund dieses noch immer aufwühlenden Politdramas hat mich vor allem bewegt, wie einfühlsam Christoph Hein die Eltern gezeichnet hat. Die Selbstvorwürfe des Vaters „Die Überlebenden haben immer Unrecht. Und sie haben Schuld, sie werden ihr Leben lang diese Schuld nicht mehr tilgen können.“; seine innere Zerrissenheit, da er als pensionierter Beamter sich nicht anmaßen konnte, den Staat der Lüge zu bezichtigen; die innerfamiliären Zerwürfnisse, weil nicht alle Mitglieder gleichermaßen von der Unschuld Wolfgang Grams überzeugt waren. Auch die Reaktionen der Mitmenschen hat Christoph Hein mit vielen Variationen in dieses Buch eingebracht: die Blicke in der Kleinstadt, die Kritiken und abwertenden Kommentare ehemaligen Kollegen oder Schülern, die Verfolgung des Ehepaars durch den Überwachungsdienst bis in ein Feriengebiet, aber auch die bewegende Rede des Pfarrers auf der Beerdigung: „Wir alle[…], die wir heute um Oliver trauern, den der Zorn des Löwen ins Grab brachte, wir, die wir alle mit dem Unrecht mehr Geduld aufbringen als er, auch wir zahlen einen Preis für unsere Sanftmut, für diese Engelsgeduld, für die Geduld des Schafes. Gedenken wir seiner im Wissen um unsere Unvollkommenheit.“
Dass auch die Freundin des toten Sohnes, im Buch Katharina Blumenschläger, im wahren Leben Birgit Hogefeld, zu Wort kommen durfte, bringt abschließend noch eine ganz andere Perspektive: „Unsere Menschlichkeit kann uns zu Unmenschlichkeiten führen, das ist widersinnig und empörend, aber ich habe es erleben müssen. Das Ungeheuer sind nicht wir, wir haben nur versucht, das Ungeheuerliche nicht hinzunehmen.“
Für mich ein wichtiges Buch über die Folgen eines unglaublichen Fehleinsatz eines Spezialkommandos, über den bis heute noch nicht abschließend Klarheit besteht. In diesem Themenbereich empfehle ich übrigens auch Das Wochenende…
War halt eine Schullketüre, was soll man erwarten? 😭 Fand das Buch an vielen Stellen langatmig und die juristische Sprache „Anwaltssprache“ kompliziert. Fand aber Themen wie der Einfluss der Medien auf Betroffene (in dem Fall Mord des Sohnes Oliver auf Eltern) gut dargestellt, auch die Entwicklung von Richard, der nix über seinen Sohn wusste zu dem Verständnis seiner Entwicklung sehr gut. (hat sich am ende selbst so entwickelt). Und die Realisation am Ende, dass sein Sohn tot ist und er nicht wiederkommt. Ich mochte auch die lustigen Passagen und die süßen Momente des Ehepaares. Find auch die Rückblicke und Gespräche mit Christin wichtig, um Oliver besser zu verstehen. Aber finde auch, dass die Zeitsprünge und Rückblicke verwirrend waren und nicht gut gelöst. Und die kritiklose Darstellung einer Affäre net geil, weil ich fand Richard ganz okay, bis sich herausgestellt hatte, dass er eine Affäre gehabt hatte und es nicht bereut??? und er Kinder und Frau hatte? und nicht er derjenige war, der diese beendet hatte??? Wtf
(Read in German) This is the story of a respectable, retired grammar school headmaster , Richard Zurek, who is forced into re-evaluating his trust in the German state and rule of law after his left-wing son is first imprisoned on charges that are not proved and then is shot dead in a security operation. The facts of the shooting are first muddled and then become clearer, only to be re-established as a result of police collusion, suppression of evidence and falsified statements. The father, his wife and other children are well-portrayed (although his daughter Christin is rather unsympathetic). Christoph Hein writes movingly of the distress caused to the family and Richard Zurek's drive for justice for his son.
es belastet nicht, drängt sich nicht auf, es kommt, wenn die bereitschaft besteht darüber nachzudenken, christoph hein schreibt
aus seinen texten springen einem nicht die fragen ins gesicht, verzweifelt darauf aus, beachtet und bedacht zu werden ich mag seine art
der staat in dem wir leben ist nicht für jeden derselbe, der staat ist nicht wie er sein will, demokratie ist ein versuch, der immer wieder neu gelebt werden muss, jeden tag die entscheidung
und dann vielleicht die frage: wie demokratisch war ich heute?
Sowohl sprachlich als auch inhaltlich hat es mich nicht begeistert. Die Sprache ist einfach und trocken, jegliche Emotion fehlt. Das Thema ist an sich bestimmt recht interessant… man hätte etwas daraus machen können. Es hat sich durch die konstanten Wiederholungen nur leider sehr in die Länge gezogen, wodurch sich das Lesen insgesamt so angefühlt hat, als würde man versuchen, durch Treibsand zu laufen 🫠
Anstatt ein Buch über die RAF zu schreiben, hat sich Christoph Hein dazu entschieden, ein Buch zu schreiben in dem er die RAF (so halb) gegen die liberale Moralkritik an ihr verteidigt. Das Ergebnis ist entsprechend redundant und nervig zu lesen.