Dieses Buch fand ich anfangs schon recht hart und kritisch bezüglich Kapitalismus. Im Laufe der Zeit merkte ich erst, warum er mir diesem „Gier-System“ so hart ins Gericht geht: weil er einen globalen Blick, keinen westlichen im Sinne von USA und Europa, hat. Sehr ausgewogen betrachtet er die verschiedenen Befreiungstheologien aus Lateinamerika, Afrika und Asien und zeigt Lösungen auf, um sich von Geldgier frei zu machen (zB statt Privateigentum lieber Gemeinwohlökonomie).
Besonders spannend fand ich seinen interreligiösen Ansatz. Ihm ist klar, dass das Christentum allein nicht viel bewirken kann. Er zeigt deshalb auch jüdische, muslimische und buddhistische Perspektiven zu Gier und Geld auf. Das fand ich sehr spannend: alle großen Religionen warnen vor Gier und gehen mit andauernder Kapitalsteigerung hart ins Gericht.