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Dr. Roy Basch absolviert im House of God sein erstes Praxisjahr. Wie alle Medizinstudenten glaubt er enthusiastisch daran, dass die erste Pflicht des Arztes die Hilfe für den Patienten ist. Dass der Alltag in einer modernen Klinik ganz andere Prioritäten setzt, muss er schnell und unbarmherzig lernen. Auf seinem Weg durch die einzelnen Stationen wird er mit Gomers (Get out of my emergency room - Raus aus meiner Notaufnahme) und den 13 unumstößlichen, grotesken Regeln des Krankenhauses konfrontiert.
Es ist das Verdienst von Samuel Shem, alias Stephen J. Bergman, auf die Krise der modernen Medizin, ihre beängstigende Unmenschlichkeit aufmerksam gemacht zu haben. Der Professor für Psychiatrie hat mit House of God bei seinem Erscheinen 1978 einen Skandal ausgelöst, wird aber heute ganz selbstverständlich gelesen. Mount Misery, mit den Erfahrungen von Roy Basch in der Psychiatrie, Doctor Fine und Orvilles Heimkehr sind weitere Bücher von Shem.
Unter der Regie von Norbert Schaeffer entstand eine unglaublich virtuose Inszenierung der Medizin-Satire. Ohne Erzähler wird der Hörer in rasendem Tempo von einer irrsinnigen Momentaufnahme zur nächsten katapultiert. Unappetitliche, ekelerregende Geräusche wechseln sich mit makabren Gesprächen, leitmotivisch eingesetztem Geschrei von Gomers und dem Wahnsinn nahen, inneren Monologen ab. Brillant ist Ulrich Noethen als Roy. Die Zerrissenheit und Hilflosigkeit gegenüber den alptraumartigen Erlebnissen, denen er in House of God ausgesetzt ist, bringt der Sprecher absolut überzeugend rüber. Ein Hörspiel, das es in sich hat, das die Nerven ganz schön strapaziert, das unterhält und gleichzeitig zum Nachdenken zwingt! Hörspiel, Spieldauer: ca. 125 Minuten, 2 CDs. Mit Booklet. Eine Produktion des MDR. -- culture.text
488 pages, Paperback
First published January 1, 1978
“It’s an incredible paradox that being a doctor is so degrading and yet is so valued by society”
“This is the basic human story. We are all on the same journey. Every one of us will suffer—there’s no way around it. The crucial question is not how to avoid suffering, it’s how we move through it.”