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Vom Hass zum Genozid Das dritte Reich und die Juden

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Léon Poliakov (1910–1997), Sohn eines jüdischen Verlegers, wohnte nach der Flucht aus Russland ab 1924 mit seiner Familie in Paris. Während des Zweiten Weltkriegs lebte er an verschiedenen Orten in Frankreich und war an Widerstandsaktivitäten beteiligt. Von 1946 bis 1948 arbeitete er als Sachverständiger der französischen Delegation beim Internationalen Militärgerichtshof in Nürnberg. 1951 veröffentlichte Poliakov das Buch Bréviaire de la haine. Le Troisième Reich et les Juifs – die erste systematische Gesamtdarstellung des Mordes an den europäischen Juden auf der Grundlage von deutschen Dokumenten. Siebzig Jahre später liegt nun das von Ahlrich Meyer übersetzte Buch auch in deutscher Sprache vor.
In seiner Einführung skizziert Alexander Carstiuc den Werdegang Poliakovs und lenkt den Blick auf seine Zeit im Untergrund in Südfrankreich und seinen Beitrag zur Rettung verfolgter Juden. Stephan Lehnstaedt gibt in seinem Vortrag einen Einblick in die frühe Holocaust­forschung und stellt die Bedeutung von Poliakovs Standardwerk heraus.

600 pages, Hardcover

Published January 1, 2021

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Léon Poliakov

60 books12 followers
Léon Poliakov (Russian: Лев Поляков) was a French historian, cofounder of the Center of Contemporary Jewish Documentation, and director of research at the National Centre for Scientific Research (Centre national de la recherche scientifique).

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Displaying 1 - 1 of 1 review
Profile Image for Michael Fehlauer.
15 reviews2 followers
February 24, 2023
Für mich ist es die authentische Darlegung der Geschichte, die mich bleibend beeindruckt an diesem Buch. Schilderung des historischen Sachverhaltes und des Schicksals Einzelner, Beleg durch Dokument, anschließend suchende, oft offene Interpretation mit leuchtenden Erkenntnissen und immer zum eigenen Denken einladend. Gelesen habe ich es heute, weil ich mich jetzt gerade mit dem Thema auseinander setzen muss, ob Waffenlieferungen zu rechtfertigen oder gar notwendig sind. Wer darauf eine Antwort sucht, findet sie für sich vielleicht in diesem Buch. Neben Saul Friedländer begründet damit Léon Poliakov eine der dringendsten Mahnungen an mich und mein Verhalten als Bürger der Bundesrepublik Deutschland für die Zukunft. - Großen Dank an den Verlag und den Übersetzer Ahlrich Meyer für die deutsche Erstveröffentlichung.
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