Das Buch gibt einen guten geschichtlichen Überblick über verschiedene politische Ansätze der Linken. Leider werden die einzelnen Organisationen hauptsächlich an ihren konkreten politischen Inhalten und ihren zeithistorischen Versuchen, Veränderungen herbeizuführen diskutiert. Was das Buch - anders als ich erwartet hatte - kaum liefert sind organisationstheoretische Überlegungen, welche Rolle der jeweilige Organisationsformen bei Erfolg oder Misserfolg spielt. Über das Eigenleben, die Möglichkeiten und Schwierigkeiten denen sich Parteien, Gewerkschaften, Genossenschaften, etc aufgrund ihren Organisationstyps (!) ausgesetzt sehen, erfährt man reichlich wenig bzw nicht mehr als man in jedem anderen historischen Abriss von SPD, FAU oder Konsumgenossenschaften erfahren würde. Der Ankündigung des Klappentextes die Frage zu klären „Was Stärken und Schwächen dieser Organisationsformen“ sind, wird das Buch leider nicht gerecht.