Was sind die Grundlagen, Lehren und Begrifflichkeiten der islamischen Mystik? Titus Burckhardt hat den Sufismus nicht nur intellektuell durchdrungen, sondern den Pfad der Rückkehr als Mitglied eines marokkanischen Derwischordens jahrzehntelang auch selbst beschritten. Daher ist diese meisterhafte Darstellung der spirituellen Essenz des Korans alles andere als eine trockene Abhandlung und langweilt nicht mit oberflächlich Formalem oder akademischer Theorie. Der so brillante wie bescheidene Schweizer Mystiker führt die Leserinnen und Leser ohne Umschweife in die Grundzüge der sufischen Weltsicht ein und erklärt anschaulich und überzeugend -- vor allem aus der Sicht des genialen Sufis Muhyiddin Ibn Arabi -- die Geist und Herz anregenden philosophisch-spirituellen Ideen von der Einheit des Seins, von der Schöpfung als Selbstoffenbarung Gottes und vom allheitlichen Menschen als Dessen potenziellem Ebenbild. Dabei zeigt er auch die inneren Berührungspunkte von Islam, Christentum und Judentum sowie Hinduismus und Buddhismus auf. Dass dieser Autor -- anders als viele wissenschaftliche Theoretiker -- tatsächlich verstanden hat, worüber er schreibt, bescheinigt die bekannte Islamgelehrte Annemarie Schimmel mit ihrem Burckhardt vereint eine tiefe spirituelle Einsicht mit der Liebe zum ewig Wahren. Seine Schriften zeigen, dass diese Wahrheit heute ebenso frisch ist wie vor Jahrtausenden und so lange bestehen wird, wie der Mensch sich nach dem Göttlichen Licht sehnt. Vollständig durchgesehene Neuausgabe mit ausführlichem Glossar sämtlicher im Text vorkommender arabischer Wörter sowie einem detaillierten Begriffsregister. Dieses Werk war für mich sehr bedeutsam, als ich es vor vierzig Jahren als junger Student entdeckte. Ich hatte die orientalische Standardliteratur über den Sufismus gelesen und bildete mir ein, mich in dem Thema recht gut auszukennen. Dieses Buch bremste mich auf der Stelle [...] Besonders anregend bei meiner ersten Lektüre von Titus Burckhardts
Titus Burckhardt (Ibrahim Izz al-Din after his Islamic name), a German Swiss, was born in Florence, Italy in 1908 and died in Lausanne, Switzerland in 1984.He devoted all his life to the study and exposition of the different aspects of Wisdom tradition.
He was an eminent member of the "Traditionalist School" of twentieth-century authors. He was a frequent contributor to the journal Studies in Comparative Religion along with other prominent members of the school. Burckhardt was the scion of a patrician family of Basel. He was the great-nephew of the art-historian Jacob Burckhardt and the son of the sculptor Carl Burckhardt. Titus Burckhardt was a contemporary of Frithjof Schuon – leading exponent of traditionalist thought in the twentieth century – and the two spent their early school days together in Basel around the time of the First World War. This was the beginning of an intimate friendship and harmonious intellectual and spiritual relationship that was to last a lifetime.
Burckhardt was, as his grandfather, a connoisseur of Islamic art, architecture and civilisation. He compiled and published work from the Sufi masters: Ibn Arabi (1165–1240), Abd-al-karim Jili (1365–1424) and Muhammad al-Arabi al-Darqawi (1760–1823).