Der kleinbürgerliche Münchner Postinspektor Anton Sittinger liest nur philosophische Bücher wie Nietzsche und Schopenhauer und hält sich für unpolitisch. Der brave Beamte hält sich mit seiner Frau Malwine aus allen politischen Wirren heraus; vor den Kämpfen der Revolution fliehen sie gar aufs Land. Doch auch hier macht sich während der Weimarer Republik das braune Gedankengut der Nationalsozialisten breit. Um später „auf der richtigen Seite“ zu stehen, lässt Malwine ihren Mann heimlich als NSDAP-Mitglied eintragen.
Oskar Maria Graf untertitelte sein Werk als „Satirischer Roman“, obwohl es bereits politische Wirklichkeit war. Vorausschauend zeigte Graf das Paradebeispiel eines angepassten Mitläufers, er „Menschen wie Sittinger gibt es in allen Ländern Abertausende".
Oskar Maria Graf (1894–1967) was a German author who wrote several socialist-anarchist novels and narratives about life in Bavaria, mostly autobiographical.
In the beginning Graf wrote under his real name Oskar Graf. After 1918, he edited his works for newspapers under the pseudonym, Oskar Graf-Berg; for the works he regarded as "worth being read", he selected the name Oskar Maria Graf.