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In den Büchern von Haruki Murakami geht es zu wie in den Filmen von Eric Rohmer. Schöne Menschen plaudern in angenehmer Umgebung ununterbrochen über Leben, Sex, Liebe und Tod und haben dabei keine Mühe, die richtigen Worte zu finden. Dabei halten sie sich alle für etwas ganz Besonderes.
Nur der Protagonist Watanabe glaubt, er sei ein Durchschnittsmensch mit Durchschnittsintellekt und Durchschnittskörper und merkt gar nicht, welche abstrusen Charaktere er um sich versammelt. Zum Beispiel Nagasawa, eine Art japanischer Casanova, der Nacht für Nacht losziehen muss, um Mädchen aufzureißen, während die schönste Frau zu Hause auf ihn wartet. Oder seine Kommilitonin Midori, die beide Eltern bis zum Krebstod pflegte und die sich nun nackt vor das Foto ihres Vaters setzt, um ihm zu zeigen, dass sie inzwischen eine Frau geworden ist. Midori würde sich nichts lieber wünschen, als dass Watanabe beim Onanieren an sie denke.
Die schöne Naoko dagegen hat andere Probleme. Freiwillig eingeschlossen in eine Nervenklinik versucht sie, den frühen Tod ihres Freundes Kizuki loszuwerden. Beide sind zusammen aufgewachsen und haben alles gemeinsam gelebt. Es war nie eine Frage gewesen, mit einem anderen Menschen zu leben. Doch plötzlich hatte sich Kizuki umgebracht, und sie war übrig geblieben. Wie einen Staffelstab gibt sie ihr Schicksal an Watanabe weiter, der Naoko liebt und den sie dennoch auf dieselbe Art verlassen wird, wie sie es einst wurde.
Der Leser merkt bei allem sehr schnell, dass zwischen der Entscheidung, beim Onanieren an jemanden zu denken und miteinander das Leben zu verbringen, kein großer Unterschied besteht. Dass es immer nur darum geht, dass man sich in der Welt versichert und jemanden findet, der einem die eigene Existenz abnimmt.
Haruki Murakami, der in Japan Millionenauflagen verkauft, schreibt darüber ein leichtes und gleichzeitig trauriges Buch, todernst und mit einem guten Schuss klugen Kitsches. Aber das hätte man eigentlich nicht anders erwartet. --Jana Hensel
416 pages, Paperback
First published September 4, 1987









“If you only read the books that everyone else is reading, you can only think what everyone else is thinking.”













"هذا هو نوع الموت الذي يخيفني. أن يقترب ظل الموت ببطء، وببطء يلتهم بقية الحياة، وقبل أن تعرف، يظلم كل شيء، فلا ترى، ويعتقد الناس حواليك أنك ميت أكثر منك حياً. أكره هذا، ولا أستطيع احتماله."



أن تكون قادراً على كتابة رسالة لأحد. إنها فعلاً أعجوبة أن تشعر بقدرتك على نقل أفكارك إلى شخص آخر، أن تجلس إلى الطاولة وتلتقط القلم، أن تضع أفكارك في كلمات مثل هذه. بالطبع حالما أضعها في كلمات، أجد أنني لا أعبّر إلا عن جزء قليل مما أريد قوله، ولكن لا بأس. أشعر بالسعادة لتمكّني من الشعور بأنني أريد الكتابة إلى أحد. ولهذا أكتب لك. الساعة...
نأتي إلى هنا للخلاص من هذه الأشياء، وما دمنا هنا، فنحن في منجى من إيذاء الآخرين، أو من التعرض لإيذائهم لنا، لأننا نعرف أننا "مُشوهون"، وهذا هو ما يميزنا عن العالم الخارجي: أغلب الناس يمضون حياتهم دون أن يبوحوا بتشوّهاتهم، بينما في هذا العالم الصغير، تصبح معرفة تشوهاتنا هي الشرط الأول، وتماماً مثلما يضع الهنود الريش على رؤوسهم ليقولوا إلى أية قبيلة ينتمون، نضع نحن تشوهاتنا ونعلنها على الملأ، ونحن نعيش بسكينة حتى لا يؤذي أحدنا الآخر.