Sie berauschen mit ihrem Duft Sie schmeicheln mit ihrer Schönheit Und warten auf einen unachtsamen Moment Auf einen falschen Schritt Dann senden sie ihre giftigen Grüße ...
Paris 1609: Der Duft von Reichtum und Macht lockt viele an den Hof. Auch die junge Charlotte de Montmorency gerät in den Strudel ausschweifender Feste, schmeichelhafter Freundschaften und gefährlicher Intrigen. Denn hinter den glanzvollen Kulissen kämpfen die unterschiedlichen Lager am Hof mit allen Mitteln um den Einfluss auf die Königsfamilie. Schnell muss Charlotte zwei Dinge Sie braucht Verbündete in einer Welt, in der sie scheinbar niemandem trauen kann. Und eine falsche Entscheidung kann dabei tödlich sein. Doch gerade jetzt hat sie sich in den geheimnisvollen Fremden verliebt, der nicht mehr ist als ein Schatten …
Historischer Roman von Intrigen, Leidenschaft und Verrat. Ab 13 Jahren
Paris 1609: Die 15 Jahre alte Charlotte soll bei Hofe eingeführt werden und reist mit ihrer Zofe Manon nach Paris. Ihr Vater und ihr Bruder Henri sind schon dort, und auch ihr Verlobter wartet im Louvre auf sie. Charlotte ist voller freudiger Erwartung, doch schon bald muss sie erkennen, dass der Louvre kein schöner Ort ist. Es geht um Politik und Macht, und bald weiß Charlotte nicht mehr, wem sie noch trauen darf.
* Meine Meinung * Ein wunderschönes historisches Jugendbuch, das sich herrlich leicht lesen lässt. So macht Geschichte wieder Spaß! Man wird zurückversetzt in die Zeit von König Henri IV und Königin Maria de Medici. Der Leser kann sich fast vorstellen, selbst am Hofleben teilzunehmen. Die Autorin hat alles sehr bildreich beschrieben. Auch eine Liebesgeschichte ist enthalten, wenn auch fast nur am Rande und anders als erwartet. Langeweile kam beim Lesen nie auf, und ich war ein wenig enttäuscht, als das Buch endete. Das Ende kam mir dann auch irgendwie zu plötzlich und war mir persönlich zu offen. Da hätte ich mir noch ein bißchen mehr erhofft. Daher bekommt das Buch auch "nur" vier von fünf Punkten.
Charlotte reist nach Paris, um dort auf ihren Bräutigam zu treffen. Anfänglich vom schönen Schein des Hoflebens beeindruckt, lernt sie schnell hinter die Fassade zu blicken und wird mit Intrigen und böswilligem Klatsch konfrontiert. Sie findet mächtige Verbündete aber auch Feinde. Der historische Roman handelt von Henri IV., Maria de Medici und das Leben im Louvre. Tödliche Gefahren, Missgunst, Gift aber auch Freundschaft sind das Garn aus dem dieser Roman gesponnen wurde. Gerade zum Ende des Buches wird es richtig spannend.
Blurote Lilien gehört zu den Büchern, die ich nicht weglegen konnte. Obwohl manche Stellen etwas verwirrend waren und die Geschichte manchmal nur langsam voran gekommen ist, hat man sich in der Zeit zurück versetzt gefühlt und ist mit Charlotte in den Gängen des Louvre umhergeirrt.
Eine leichte Geschichte mit historischem Hintergrund, gut verpackt in einen spannenden Roman, der zwar sehr voraussehbar war, aber dennoch schön zu lesen.
Was würdest du tun, wenn du an einem Königshof voller Intrigen leben würdest?
Der historische Jugendroman "Blutrote Lilien" handelt von der fünfzehnjährigen Charlotte de Montmorency. Diese zieht anlässlich ihrer Verlobung mit de Bassompierre an den königlichen Hof nach Paris. Dort angekommen werden allerdings all ihre Hoffnungen an eine glückliche Ehe mit de Bassompierre zerstört. Außerdem merkt Charlotte schnell, dass der königliche Hof voller Intrigen steckt, in die sie im Laufe des Buchs verwickelt wird.
"Blutrote Lilien" entführt einen in das frühe Pariser 17. Jahrhundert. Eigentlich sind Historienromane nicht mein bevorzugtes Genre, allerdings hat mir das Eintauchen in diese vergangene Welt sehr viel Spaß gemacht.
Ich konnte mich auch gut in die Protagonistin Charlotte einfühlen. Meiner Meinung nach war sie für ihr Alter die perfekte Mischung aus erwachsen und naiv-jugendlich.
Lange ist die übergeordnete Handlung des Buches undeutlich. Es werden zwar häufiger die generellen Konflikte am Hof (Katholiken gegen Protestanten) erwähnt und auch ein schwieriger werdendes Verhältnis zwischen Charlotte und ihrem Bruder, aber lange ist der einzige Anhaltspunkt des Buches ihr Liebesleben. Dieses wird immer wieder thematisiert, während sie gleichzeitig als Spielball zwischen König und Königin missbraucht wird. Mir als Leser ist es etwas schwer gefallen herauszufinden, was der Schwerpunkt des Buches ist. Charlottes Liebesleben oder die Intrigen am Hof? Auch das Ende ist diesbezüglich sehr unbefriedigend. Die Handlung nimmt auf den letzten 100 Seiten sehr viel Fahrt auf, allerdings dachte ich mir die ganze Zeit beim Lesen "das kann man doch nicht noch alles auflösen". Kann man auch nicht und daher hat mich das Buch mit einem sehr unbefriedigendem Ende zurückgelassen.
Alles in allem habe ich "Blutrote Lilien" gerne gelesen, da mir das Eintauchen in das frühe 17. Jahrhundert sehr gefallen hat und mir der Schreibstil sehr gut gefallen hat. Leider hat mich das Ende mit vielen Fragezeichen zurückgelassen.
Ein gutes Buch für zwischendurch. In diesem tollen historischen Roman geht es um Charlotte, die an den Hof des Königs kommt um in die Gesellschaft eingeführt zu werden. Dabei lernt sie die verschiedensten Leute kennen und einem ist sie ganz besonders verfallen. Dem Prinzen Condé. Es fing mit einer Begegnung am Fenster ihres Zimmers an, als sie ihn am anderen Ende des Palastes ebenfalls am Fenster sah. Durch ihre Verlobung mit dem Prinzen werden einige am Hof auf sie aufmerksam und das nicht im positiven Sinne. Es drohen einige Gefahren, weswegen Charlotte und Condé zusammen nach Chantilly (Charlottes Heimat) abhauen ohne dem König Bescheid zu geben, um dort so schnell wie möglich zu Heiraten.
Mir hat das Buch echt gut gefallen. Es hat aber auch einige Kritikpunkte.
Die Protagonistin ist eine sehr starke und selbstbewusste Frau. Sie setzt sich gegen die Männer am Hof durch und das Bdewunder ich echt an ihr. Ihre frechen Sprüche und ihre Gespräche mit dem Prinzen sind einfach die besten. Wobei mir es manchmal etwas langweilig vorkam was sie so gemacht hat, also nichts besonderes ist passiert. Es ist eine Geschichte aus dem Teil ihres Lebens und meiner Meinung nach ist da nichts spannendes passiert, außer vielleicht das sie sich in Condé verliebt hat.
Und der Prinz ist wie jeder Mann/Junge in einem Buch, am Anfang eher skeptisch was die Protagonistin angeht aber dann nach einiger Zeit öffnet er sich.
Das Buch war eigentlich recht fesselnd, obwohl kaum etwas passiert ist. Ich weiß nicht ob ihr das kennt aber bei mir war es so, dass ich nicht mehr aufhören konnte zu lesen und das obwohl nichts aufregendes passiert ist (irgendwie ein Wiederspruch ich weiß).
Der Schreibstil ist sehr einfach und flüssig zu lesen, nix besonderes meiner Meinung nach. Die Personen in dem Buch gab es wirklich einmal und dass finde ich macht das Buch noch besser. In echt ist es zwar nicht so gelaufen wie man es gern hätte aber trotzdem finde ich die Idee richtig gut. Das Ende hat mich jedoch etwas Enttäuscht. Ich hätte mir etwas mehr davon erhofft.
Kathleen Weise und "Blutrote Lilien" habe ich bei einem Co Reading Stream Anfang des Jahres begonnen und kam ungefähr bis zur Hälfte. Ich hatte einige Probleme mit dieser Geschichte und Charlotte de Montmorency gehabt und ihrem "Verlobten", der einfach ein Macho ist. Charlotte ist meiner Meinung sehr leichtgläubig, hat aber das Herz am richtigen Platz und hilft denen, die Hilfe brauchen. Was sie mir schon wieder näher gebracht hat als Person. Dennoch bin ich direkt bei einer ganz bestimmten Szene zu dem Schluss gekommen und ich hatte es damals sogar im Stream gesagt: Sie kommt mit ihm zusammen. Genau dieser Person ... Und natürlich war es jetzt nicht unbedingt schwer das zu erraten. Und ja, ich lag auch richtig. Leider. Wobei ich auch hier sagen muss, dass dieser Mann mich am Ende mehr überrascht hat, als sie.
Ich habe das Buch letztlich mit gemischten Gefühlen beendet. Es ist schon 12 Jahre alt, also alles verziehen würde ich sagen. Damals gab es halt einfach auch jene Klischees.
Von der Recherche und dem Setting her hätte ich glatt 5 Sterne geben können. Doch das allgemeine Wohlbefinden und meine Einschätzung beim Lesen haben es ein wenig relativiert. Wobei die 3 Sterne nicht negativ zu betrachten sind. Zu gut für 2, aber es fehlt noch dieser eine Tropfen für 4 Sterne.
Für mich zwischen 3 und 4 Sternen.Das erste Drittel des Buches war tatsächlich sehr lang als Einführung. Dabei wird es dann zunehmend besser wobei man sagen muss, das die Gegebenheiten sich dann überschlagen und zu einem leider viel zu schnellen Ende kommen. Ein zweiter anschließender Teil und dafür mehr ausführlichkeit wären besser gewesen. Leider, ist vieles sehr unausgesprochen und wohin das alles führt weiß man auch nicht. Die leichte liebe zwischen Montmerency und Conde ging zu wenig detailreich in eine Ehe über. Die Spannung die durch den Tod der Magd aufgebaut wurde, geht zu schnell vorbei und was mit allen anderen im weiteren passiert ist und bleibt unklar. Beispiele sind der Bruder Henri der sich gegen die Protestanten ausspricht, der Vater der kaum mehr Einfluss hat oder auch Sophie, die nichts über die Flucht ihrer Freundin erfährt oder auch was mit dem König passiert bzw. Ihrem Falken. Alles in allem leicht zu lesen und sicher etwas für Junge Mädchen. Mir fehlt ein richtiger bündiger Abschluss und mehr Ausführlichkeit.
This entire review has been hidden because of spoilers.
Ein schönes Buch durch das man durchfliegen kann. Ich wünschte es hätte mehr Details und ein weniger offenes Ende. Aber wer sich in einem Reading Slump befindet. Ich möchte das die weibliche Hauptrolle trotz ihres Alters und des Einflusses der Menschen in ihrem Umfeld eindeutig selbst dazu in der Lage war Situationen einzuschätzen und Entscheidungen zu treffen, auch wenn diese von Naivität gezeichnet waren.
Ich bin so sauer, dass ich dieses Buch gelesen habe.
280 Seiten ging es darum, wie toll und modern Charlotte ist, und wie unfair der Königshof. In den letzten 40 Seiten kommt es plötzlich zu sowas wie einem Plot. Und... ES WIRD NICHTS DAVON AUFGELÖST. NICHTS. ABSOLUT NICHTS.
Ach so. Außer natürlich, ob der Typ sie wirklich mag. Aber ansonsten...
Kurzbeschreibung: Paris, 1609: Der Duft von Reichtum und Macht lockt viele an den Hof. Auch die junge Charlotte de Montmorency gerät in den Strudel ausschweifender Feste, schmeichelhafter Freundschaften und gefährlicher Intrigen. Denn hinter den glanzvollen Kulissen kämpfen die unterschiedlichen Lager am Hof mit allen Mitteln um den Einfluss auf die Königsfamilie. Schnell muss Charlotte zwei Dinge erkennen: Sie braucht Verbündete in einer Welt, in der sie scheinbar niemandem trauen kann. Und eine falsche Entscheidung kann dabei tödlich sein. Doch gerade jetzt hat sie sich in den geheimnisvollen Fremden verliebt, der nicht mehr ist als ein Schatten...
Zur Autorin: Kathleen Weise studierte am Deutschen Literaturinstitut Leipzig, hat viele Jahre als Lektorin gearbeitet und ehrenamtlich Textwerkstätten für Jugendliche durchgeführt. Seit sie zum ersten Mal vom tragischen Schicksal der Königin Marie Antoinette gehört hat, interessiert sie sich für die Bourbonen-Königin, die Europa so schicksalhaft geprägt haben. Heute lebt und arbeitet sie als freie Autorin in Leipzig.
Vater würde toben, wenn er davon erfuhr. Beunruhigt sah ich aufs Wasser. Ein Gefühl beschlich mich, als würde sich eine Fessel um meinen Brustkorb legen, die sich beständig zuzog. Der Louvre erschien mir auf einmal wie eine Falle. (Seite 210)
Rezension: Im Paris des Jahres 1609 trifft die 15-jährige Charlotte de Montmorency am Louvre, dem Sitz des Königs Henri IV., ein. Sie soll dort in Kürze die Ehe mit dem sehr einflussreichen Marquis de Bassompierre eingehen, der doppelt so alt wie Charlotte ist. Charlotte ist voller Vorfreude auf das bevorstehende Wiedersehen mit ihrem Verlobten, denn sie ist wirklich verliebt in diesen Mann. Doch dann überrascht sie ihn eines Tages beim Fremdgehen und wird somit Gesprächsthema Nummer Eins am Hofe.
Charlotte ist voller Wut auf ihren Verlobten, den einzigen Rückhalt bildet ihre Freundin Sophie, eine Hugenottin, die sie am Hof kennengelernt hat. Aber auch der geheimnisvolle Schatten eines Mannes, den sie jeden Abend am Fenster gegenüber sieht und der auf sie zu warten scheint, lässt Charlotte nicht mehr los. Wer verbirgt sich dahinter? Und wird die geplante Hochzeit mit de Bassompierre trotz seiner Eskapade dennoch stattfinden?
Mit "Blutrote Lilien" ist Kathleen Weise ein sehr schöner historischer Roman für Jugendliche gelungen. Durch die Tatsache, dass die Handlung größtenteils auf realen Personen und Ereignissen beruht, wirkt die Geschichte der Charlotte de Montmorency noch einen Tick glaubwürdiger. Der Schreibstil ist recht einfach gehalten, die Handlung größtenteils vorhersehbar, doch für die angesprochene Zielgruppe von Jugendlichen ab 12 Jahren kann "Blutrote Lilien" durchaus seine Erwartungen erfüllen.
Charlotte, zu Anfang in ihrer Handlungs- und Denkweise noch sehr naiv, wandelt sich im Fortschritt der Geschichte zu einer selbstbewussten, eigenständig handelnden und denkenden jungen Frau. Den nicht angenehmen Ausschlag dazu gibt eindeutig, dass sie ihren Verlobten de Bassompierre mit einer anderen Frau im Bett erwischt. Dieser war mir von Anfang an sehr unsympathisch, ein eitler Pfau und nur auf seine eigenen Vorteile bedacht, die ihm die Heirat mit Charlotte bringen würde.
Auch Henri, Charlottes Bruder, ist vom Wesen nicht anders. Er verlangt von ihr, über die Tat de Bassompierres hinwegzusehen. Als sie dies ablehnt, wendet er sich von ihr ab und sie gehört nicht mehr zu seiner Familie. Interessant fand ich die Figur des Angoulevent, dem König der Spielleute und Narren des Prinzen Condé. Ihm gelingt es, Charlotte immer wieder aufzumuntern und ich hätte ihn gerne in einer etwas größeren Rolle gesehen. Der Prinz Condé ist zu Beginn ein sehr sarkastischer Charakter, der sich über Charlotte lustig zu machen scheint. Doch scheint in manchen Situationen durch, dass er mehr für sie empfindet.
Schlussendlich ist "Blutrote Lilien" ein Buch, das ich jugendlichen wie auch erwachsenen Lesern empfehlen möchte, die sich einmal an einem historischen Roman versuchen wollen. Als Einstieg in dieses Genre ist das Buch wie gemacht, denn es kommt ohne jedwede übertriebene Handlung (wie man sie manches Mal in Büchern dieses Genres liest) aus, beruht auf realen Charakteren und unterhält durch Ränke und Intrigen, die der Handlung noch einen zusätzlichen Schuss an Spannung verleihen.
Zur Gestaltung des Buchs: Der Schutzumschlag des Buches fühlt sich wie eine Art Tapete an. Verschiedene Ranken, Blumenornamente und Vogelgrafiken zieren den Einband, am unteren Abschnitt sind mehrere Blutstropfen in Spotlackoptik hervorgehoben. Auf der ersten Innenseite ist ein Brief eingeklebt, der durch ein Siegel geschützt ist. Dessen Inhalt wird bei der Lektüre des Buches verständlich. Eine sehr schöne Idee!
Fazit: "Blutrote Lilien" empfehle ich als Einsteigerbuch in das Genre des Historischen Romans - eine Geschichte, die auf Tatsachen beruht und durch ihren leichten Schreibstil besonders für interessierte jugendliche Leser geeignet ist.
Paris 1609: Schon immer hat der Duft von Reichtum und Macht viele verschiedene Menschen an den französischen Königshof gelockt.
Auch die fünfzehnjährige Charlotte de Montmorency ist auf dem Weg zum Louvre, dem Sitz des Hofes. Es ist an der Zeit sie dort einzuführen, denn ihre Hochzeit mit dem Marquis de Bassompierre steht kurz bevor. Doch schon bald muss die feststellen, dass eine arrangierte Ehe nicht gleichbedeutend mit der Liebe ist.
Charlotte gerät in einen Strudel aus Gerüchten und Intrigen, mitten hinein in eine Welt, in der sie sich nicht sicher sein kann, wem sie trauen kann. Denn hinter der prunkvollen Kulisse des Hofes kämpfen unterschiedliche Lager um die Gunst von König und Königin. Die Zugehörigkeit zu einem falschen Glauben kann einem in dieser Zeit schnell das Leben kosten.
Als Charlotte plötzlich zur Favoritin des Königs wird, treten mächtige Feinde auf den Plan, die dem Aufstieg der Familie de Montmorency nicht wohlgesonnen sind. Schon bald schwebt sie in Lebensgefahr, und auch die Tatsache, dass ihr Herz einem anderen als de Bassompierre zugetan ist, trägt nicht zur Besserung bei…
„Blutrote Lilien“ ist ein historischer Roman der in Leipzig lebenden Autorin Kathleen Weise.
Zunächst einmal: Ich liebe Frankreich, seine Geschichte, seine Königs- und Adelsfamilien. Daher war es für mich einfach unausweichlich, einen Roman zu lesen, der am französischen Königshof spielt.
Die Familie de Montmorency gehörte zu den einflussreichsten Adelsfamilien ihrer Zeit, die Kinder heirateten nicht nur in Königsfamilien ein, sondern zum Beispiel auch in die Linien der Kardinäle Richelieu und Marzarin.
Es ist stets schwierig, historische Persönlichkeiten so darzustellen, dass sie sich nicht gänzlich von der aus Geschichtsbüchern bekannten Person abheben. Dieser Punkt ist der Autorin wirklich gut gelungen. Die Charaktere sind glaubhaft gezeichnet, und besonders Charlotte, aus deren Perspektive die Geschichte erzählt wird, wächst einem schnell ans Herz mit ihrer teils aufbrausenden Art, die so gar nicht zu dem lieben, schweigsamen Frauenzimmer passen will, in dessen Form man sie pressen möchte.
Die Nebencharaktere müssen aber den Vergleich mit der doch sehr starken Hauptperson nicht scheuen, entsprechend ihrer jeweiligen Rolle treten sie durchaus glaubhaft auf und wirken keinesfalls nur wie flaches, farbloses Beiwerk.
Der Schreibstil der Autorin passt perfekt, liest sich klar und fließend und ist keinesfalls blumig-überladen, wie das bei manch anderen Romanen der Fall ist, die am französischen Hof spielen. Sie baut nicht gewollt Spannung auf und beschränkt sich auf einen großen Haupthandlungsstrang, den sie aber so gekonnt nutzt, dass keinesfalls Langeweile aufkommt.
„Blutrote Lilien“ hat genau die Erwartungen erfüllt, die ich an e gestellt hatte. Ein gelungener Einblick in den französischen Hof, Intrigen, Verrat und Gefahr, gewürzt mit einem kleinen bisschen Romantik. Und obwohl das Cover recht untypisch für einen solchen Roman ist, so hält die restliche Gestaltungen einige Highlights bereits, wie zum Beispiel diesen versiegelten Brief gleich zu Beginn des Buches, dessen Bedeutung sich im weiteren Verlauf erklären wird.
Ein Roman, der einen so schnell nicht mehr loslässt, wenn man einmal in diese Welt eintaucht – ich zumindest konnte mich erst losreißen, nachdem ich auf der letzten Seite angekommen war. Und auch wenn die Geschichte in sich abgeschlossen scheint, so könnte man auf eine Fortsetzung hoffen, denn geschichtlich gesehen ist dafür genügend Material vorhanden.
Charlotte de Montmorency hat es in ihrem Leben nicht leicht, erst muss sie ihr geliebte Heimnat verlassen und dann soll sie nicht nur einen fast fremden Mann heiraten, sondern sich auch gleich noch an das Leben am Hof von Versailles gewöhnen, das zukünftig ihr Zuhause sein soll. Aber nicht nur die Ereignisse prasseln auf sie ein, sondern sie muss auch innerhalb von kurzer Zeit lernen, was Stellung, Familie und Verbindungen in der Welt der Macht bedeuten...
Der Leser begleitet die ganze Zeit Charlotte, die sich erst von einer sehr schüchternen Maus entwicklen muss, aber es auch schafft, sich in ihrem Leben zurecht zufinden. Man begleitet Charlotte praktisch wie ein unsichtbarer Dritter und kann so ihr Gedanken und Gefühle besser verstehen und kann auch die Handlung aus ihrer Sicht erleben.
Etwas schade war, dass man neben Charlotte die anderen Personen nicht so wirklich kennenlernen konnte, weil sie sehr im Hintergrund waren und sie in der Handlung immer nur gestreift wurden, weil der Fokus eben auf Charlotte liegt.
Kathleen Weise hat für ihren historischen Jugendroman einen grossen Rechercheaufwand betrieben, das merkt man nicht zuletzt in den teilweise sehr detailierten Beschreibungen, die einem Leser die Vorstellung von dem Versailler Hof recht einfach machen, sondern auch an der Nutzung von realen historischen Vorbildern, die nicht nur sehr facettenreich und tiefgründing sind, sondern auch sehr nah an den Überlieferungen über die Personen bleiben.
Der Schreibstil von Kathleen Weise ist einfach gehalten, was aber auch angepasst an das Alter der Leser ist, so kann man das Buch wirklich ab 12 Jahre empfehlen, weil es keine wirklich schlimmes Gewaltszenen oder sowas in der Art gibt.
Das Cover des Buches ist von der Gestaltung her mal etwas anderes und man kann sehen, dass man sich mal dabei etwas gedacht hat, weil es ein recht schlichtes Cover ist, aber trotzdem sehr kunstvoll ist.
Fazit: Ein sehr gut recherierter historischer Jugendroman voller Spannung und Abenteuer, in dem sich die junge Charlotte de Montmorency nicht nur in das Leben am Hof von Versailles einfügen muss, sondern auch lernen muss, dass das Leben eben nicht immer nur auf einfachen Zeiten besteht und das man den Menschen immer nur vor den Kopf sehen kann.
Paris 1609 - die junge Charlotte de Montmorency erreicht den Hof des Königs Henri IV. Hier, im Louvre soll sie bald ihren Verlobten Marquis de Bassompierre heiraten. Außerdem erwartet sie ein freudiges Wiedersehen mit ihrem Bruder und ihrem Vater. Doch die Begeisterung über den Glanz und Prunk am Hofe weicht bald einer packenden Angst. Neben den Auseinandersetzungen zwischen den Protestanten und Katholiken, die nach den Religionskriegen immer noch schwelen, wird eines schnell klar: am Hofe ist niemand sicher und auch Charlotte wird schnell Opfer einer großen Intrige....
Viel mehr möchte ich inhaltlich nicht verraten. Mich hat das Buch auf jeden Fall sehr gepackt. Ich fand es spannend, mitreißend und auch schön. Der Schreibstil hat mich sehr gefesselt. Ich konnte den Pariser Hof wirklich vor mir sehen und war atmosphärisch in der Geschichte gefangen. So soll es sein. Außerdem liebe ich Historische Romane und finde es immer toll, wenn Autoren gut recherchieren und sich an den wirklichen Geschehnissen orientieren, auch wenn es nicht immer deckungsgleich mit der Realität ist - natürlich. Trotzdem schaffen diese Autoren die Geschichte lebendig werden zu lassen - das liebe ich. Auch wenn es ein jugendbuch ist, kann ich es allen Altersklassen empfehlen. Das Buch ist übrigens auch wunderschön gestaltet!!!!!!
Einziger Minuspunkt: die Geschichte war teilweise sehr vorhersehbar und das Ende etwas aprubt. Ich würde gern wissen wie es weitergeht :)
Hach, ich muss einfach nochmal schwärmen! So ein toll gestaltetes Buch/ Cover, das Motiv ist eher langweilig, aber es fasst sich so toll an. Leider konnte der Inhalt nicht ganz mithalten. Charlotte kommt an den französischen Hof, wo sie mit einem Adligen verheiratet werden soll. Schnell muss sie aber erkennen, dass er ein Schürzenjäger ist und sie nur aus machtpolitischen Gründen heiraten will. Und da ist da noch Condé, ein Neffe des Königs, von dem sie bei Tage nur Sticheleien kennt, aber am Abend teilen sie kleine Momente, wenn sie sich über den Innenhof hinweg am Fenster gegenüber stehen...
Es kam mir vor wie ein „historischer Roman light“, was vielleicht auch nicht schlecht ist für Einsteiger in das Genre/ die YA Zielgruppe. Es liest sich nett und hält den Spannungsbogen bis zum Ende. Man taucht in das winterliche Paris des frühen 17. . Jahrhunderts, bangt mit im Spiel der Intrigen und ein bisschen was fürs Herz gibt es auch.
Nur das Ende war scheiße! Das war nämlich kein Ende! Es bleibt noch so vieles offen an Handlung, aber ich mochte die Geschichte trotzdem :D Auch wenn ich historische Geschichten eigentlich nicht so sehr mag
Grandios...Konnte es nicht aus der Hand legen, hab's an einem Tag durchbekommen. Die Charaktere waren toll und die Geschichte superspannend! Sehr empfehlenswert!