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“Wer treten wollte, muß sich treten lassen.”
― Der Untertan
― Der Untertan
“Das Misstrauen gegen den Geist ist Misstrauen gegen den Menschen selbst, ist Mangel an Selbstvertrauen.”
― Geist und Tat - Franzosen 1780-1930
― Geist und Tat - Franzosen 1780-1930
“Es gibt Tage, wo das Leben übertrieben flau ist. Zu Bett gehen; weiter hilft nichts mehr.”
― Der Unbekannte und andere Novellen
― Der Unbekannte und andere Novellen
“Man sieht eines im Laden, man trägt einen Traum fort. Dann kehrt man vielleicht um und kauft ? Was kauft man ? Die Sehnsucht bedarf keines Geldes, die Erfüllung ist es nicht wert.”
― Professor Unrat
― Professor Unrat
“Um seine Erlebensfähigkeit zu üben, muss man vor allem leben, und die Tat ist so lebensgefährlich.”
― Der Untertan
― Der Untertan
“Ich hörte, dass Karl May der Öffentlichkeit so lange als guter Schriftsteller galt, bis irgendwelche Missetaten aus seiner Jugend bekannt wurden. Angenommen aber, er hat sie begangen, so beweist mir das nichts gegen ihn - vielleicht sogar manches für ihn. Jetzt vermute ich in ihm erst recht einen Dichter!"
(Neues Wiener Tagblatt, 20 November 1935)”
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(Neues Wiener Tagblatt, 20 November 1935)”
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“«Tutto questo è soltanto la bella facciata,» singhiozzò. «Ma dentro non c'è che miseria e grigiore...»”
― L'Angelo Azzurro
― L'Angelo Azzurro
“...und ich sage nicht, daß es mehr war als Eitelkeit, weshalb ich die Bühne wieder verlassen habe. Lächerlich, Vater, ich bin gegangen, weil einmal, als ich spielte, ein Polizeipräsident geweint hatte. Aber bedenke auch, ob dies erträglich war. Feinheiten letzten Grades, Einsicht in Herzen, hohe Moral, Modernität des Intellekts und der Seele stelle ich für Menschen dar, die meinesgleichen scheinen, weil sie mir zuwinken und betroffene Gesichter haben. Nachher liefern sie Revolutionäre aus und schießen auf Streikende. [...] Kunst bleibt Kunst, und alles Ungestüm des Geistes rührt nie am Leben.”
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“Für den neuen Herrn, der die Zügel des Betriebes in seine feste Hand genommen hatte, mußten doch ohne weiteres neue Unternehmungen eintreten, die Erfolge warteten auf ihn, die Ereignisse hatten sich seiner Persönlichkeit anzupassen!...”
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“Das Wissen, das nicht hilft, ist eitel und schlecht. Der Geist, der nicht handelt, ist strafbarer als die Tötung keimenden Lebens. Wer denkt, soll auf das Glück der Menschen denken.”
― Die Armen
― Die Armen
“Aber seid ihr eurem Bismarck etwa gefolgt, solange er im Recht war? Ihr hat euch zerren lassen, ihr habt mit ihm im Konflikt gelebt. Erst jetzt, da ihr über ihn hinaus sein solltet, hängt ihr euch an seinen kraftlosen Schatten! Denn euer nationaler Stoffwechsel ist entmutigend langsam. Bis ihr begriffen habt, dass ein großer Mann da ist, hat er schon aufgehört, groß zu sein.”
― Der Untertan
― Der Untertan
“Er hatte die Weiber kennengelernt, er war mit ihnen fertig. Unvergleichlich idealere Werte enthielt das Bier.
Das Bier! Der Alkohol! Da saß man und konnte immer mehr davon haben, das Bier war nicht wie kokette Weiber, sondern treu und gemütlich. Beim Bier brauchte man nicht zu handeln, nichts zu wollen und zu erreichen, wie bei den Weibern. Alles kam von selbst. Man schluckte: und da hatte man es schon zu etwas gebracht, fühlte sich auf die Höhen des Lebens befördert und war ein freier Mann, innerlich frei. Das Lokal hätte von Polizisten umstellt sein dürfen: das Bier, das man schluckte, verwandelte sich in innere Freiheit. Und man hatte sein Examen so gut wie bestanden. Man war „fertig“, war Doktor! Man füllte im bürgerlichen Leben eine Stellung aus, war reich und von Wichtigkeit: Chef einer mächtigen Fabrik von Ansichtskarten oder Toilettenpapier. Was man mit seiner Lebensarbeit schuf, war in tausend Händen. Man breitete sich vom Biertisch her, in die Welt aus, ahnte große Zusammenhänge, ward eins mit dem Weltgeist. Ja, das Bier erhob einen so sehr über das Selbst, daß man Gott fand!”
― Der Untertan: Roman – Mann, Heinrich – Deutsch-Lektüre, Deutsche Klassiker der Literatur (Reclams Universal-Bibliothek)
Das Bier! Der Alkohol! Da saß man und konnte immer mehr davon haben, das Bier war nicht wie kokette Weiber, sondern treu und gemütlich. Beim Bier brauchte man nicht zu handeln, nichts zu wollen und zu erreichen, wie bei den Weibern. Alles kam von selbst. Man schluckte: und da hatte man es schon zu etwas gebracht, fühlte sich auf die Höhen des Lebens befördert und war ein freier Mann, innerlich frei. Das Lokal hätte von Polizisten umstellt sein dürfen: das Bier, das man schluckte, verwandelte sich in innere Freiheit. Und man hatte sein Examen so gut wie bestanden. Man war „fertig“, war Doktor! Man füllte im bürgerlichen Leben eine Stellung aus, war reich und von Wichtigkeit: Chef einer mächtigen Fabrik von Ansichtskarten oder Toilettenpapier. Was man mit seiner Lebensarbeit schuf, war in tausend Händen. Man breitete sich vom Biertisch her, in die Welt aus, ahnte große Zusammenhänge, ward eins mit dem Weltgeist. Ja, das Bier erhob einen so sehr über das Selbst, daß man Gott fand!”
― Der Untertan: Roman – Mann, Heinrich – Deutsch-Lektüre, Deutsche Klassiker der Literatur (Reclams Universal-Bibliothek)
“Was Diederich stark machte, war der Beifall ringsum, die Menge, aus der Arme ihm halfen, die überwältigende Mehrheit drinnen und draußen. [...] Wie wohl sich fühlte bei geteilter Verantwortlichkeit und einem Schuldbewusstsein, das Kollektiv war!”
― Der Untertan. Roman.
― Der Untertan. Roman.




