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“Innerer Frieden, Ausgeglichenheit, gesunde Distanz: Das sind überprüfbare Kriterien, an denen sich gegenchecken lässt, ob ein Unterscheidungsprozess gelungen ist”
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“Haben wir doch den Mut dazu, nicht nur zu wissen, Bescheid zu wissen, auch nicht religiös, sondern zu lernen. Lernen zu wollen – das ist schon viel, unabhängig davon ob es auch gelingt.”
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“Theoretisch wissen wir alle, dass die Taufe das wichtigste, grundlegende Sakrament ist. Zum praktischen Vollzug – die Taufe umzusetzen, ihr Gestalt zu geben (wenn wir schon bei der Taufe Säuglinge waren und nicht gefragt wurden) – gehört das Bewusstsein, mit welchem Tag in meinem Leben dieses „neue“ Leben begonnen hat. Also: Meinen Tauftag in Ehren halten! Und dann mit meinem Verhalten, mit meinen Reaktionen im Alltag deutlich machen: Es gibt nicht nur die übliche Hackordnung. Es geht auch anders! Anders denken, anders handeln, anders leben – das hat mit der Taufe zu tun.”
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“Um eine echte Kultur der Beteiligung und der Mitverantwortung kommen wir auf Dauer nicht herum: Nur das bewirkt das Ende von klerikaler Überheblichkeit, Besserwisserei und Gängelung.”
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“Was nützen Tempel, Moscheen oder Kirchen, wenn gleichzeitig andernorts Mauern und Grenzwälle errichtet werden? Wozu (und wofür) an Heiligen Stätten beten, wenn an Orten des täglichen Lebens eine ganz andere Sprache gilt? Mauern (zuerst) abbauen, (dann) Heilige Orte aufbauen: eine fromme Illusion?”
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“In der Stille tut sich was! Man kann Entdeckungen machen.”
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“„Sein Leben ordnen“: Das bedeutet, gute Entscheidungen treffen lernen, indem man auf die verschiedenen Stimmungen achtet, ignatianisch gesprochen: Trost (consolación) von Misstrost (desolación) unterscheiden lernt. Um nicht Gefühlen aufzusitzen. Oder Illusionen. Oder Irrtümern. Sachlich und klug abwägen, offen zu sein für die eine wie die andere Möglichkeit („indifferent“) – das ist anspruchsvoll. Nie gelingt es perfekt oder ein für alle Mal.”
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“Das Jenseits entlastet. Es bedeutet schlicht und ergreifend: Da kommt noch was! Ich muss nicht alles in der mir zugemessenen Lebenszeit schaffen.”
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“Wo sich Kirche selbst genügt, wo Kirche sich auf
"Sakristeichristentum", auf Liturgie, beschränkt, aber nicht »an die Ränder« wagt, kann sie nur verlieren.”
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"Sakristeichristentum", auf Liturgie, beschränkt, aber nicht »an die Ränder« wagt, kann sie nur verlieren.”
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“der Satz »Lieber tot als rot« begleitete meine Studienzeit: das Gespenst des Kommunismus. Es gibt andere Systeme, andere Verhaltensweisen oder Reaktionen, die unfrei machen, oft unmerklich. In die man sich wissentlich oder unwissentlich, direkt oder indirekt, hineinbegibt: Abhängigkeiten, Süchte … Darauf oder darauf kann ich nicht verzichten, ohne dies oder jenes kann ich nicht leben, sonst … Und schon bin ich unfrei! Lieber tot als – was?”
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“»Osteraugen« braucht es. Nicht nur in den nächsten fünf Wochen. Osteraugen: Das macht christliche Existenz aus. Anders, vielleicht tiefer sehen und wahrnehmen, leben und lieben.”
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“Wunder sehen können und wollen: auch heute, in dieser Zeit.Sehen und doch nicht sehen können: geistige Blindheit.”
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“Spiritualität, das merke ich nach fünfunddreißig Ordensjahren immer mehr, muss alltags- und damit auch krisentauglich sein. Sonst bleibt es bei „frommen Worten“ oder einem „ignatianischen Jargon“. Echte Spiritualität macht lebenstüchtig.”
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“Katholisch und selbstbewusst – das schließt sich nicht aus. Demütiges Selbstbewusstsein ist gefragt. Um Vertrauen zur Kirche kann jedoch nur werben, wer Menschen wertschätzend begegnet, sie nicht verurteilt, wer Menschen, die marginalisiert, verfolgt, diskriminiert werden, in die Mitte der Aufmerksamkeit holt...”
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“... weil die Kirche nicht uns gehört: nicht mir, nicht irgendeinem Bischof, nicht irgendeinem Flügel. Sie ist die Kirche Jesu Christi. Es geht nicht um eine andere Kirche, es geht darum: dieselbe Kirche anders denken und gestalten.”
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“Zu reden, wo man sich anschweigt; eine Initiative zu setzen, wo man sich nur noch höflich-distanziert begegnet.”
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“Die Frage lautet: Sieht man uns Christen an,dass wir Menschen sind, die „nach Ostern“ leben? Dass wir nicht nur zu denen gehören, denen die Zeitrechnung „nach Christi Geburt“ etwas bedeutet, sondern, dass wir glauben und bekennen, dass das auch „nach Christi Auferstehung“ heißt?”
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“Kirche ist aber kein Selbstzweck. Sie darf nicht um sich selbst kreisen, auf Selbst- und Machterhalt aus sein, um ihr »Image« besorgt. Glaubwürdig ist und glaubwürdig wird Kirche nur dort, wo sie für die Menschen – ihre Fragen, ihre Sorgen, ihre Wunden – da ist, wo sie sich verbrauchen lässt. Das ist Hingabe!”
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“Unsere Sinne sind auch Erkenntnisorgane! Blindheit – das ist nicht nur ein organisches Problem, eine Erkrankung, ein Handicap. Blindheit im übertragenen Sinn kann die Weigerung der Wahrnehmung sein: die Verweigerung, Dingen ins Auge zu sehen, erst recht solchen, die unangenehm sind, Die Fastenzeit lädt dazu ein, sensibler zu werden für die Wochen und Monate danach, eine Art innerer Revision zu wagen; dazu gehört das Sehen und das neue Sehen.”
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“Jesus von Nazaret ist auferstanden: Das zu erinnern, darauf zu bestehen, wieder und wieder, Jahr für Jahr –und trotz und im Angesicht einer Kirche, die diese Botschaft wieder und wieder verraten hat: Darauf kommt es an!”
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“Besser als ihr Ruf ist die Kirche dann und dort, wo sie, wie der Theologe Karl Rahner sagt, auf den »Tutiorismus des Wagnisses« setzt: Wo sie neue Wege beschreitet, auch risikoreiche, und nicht nur altbewährte Pfade bemüht.”
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“Zur religiösen Gestalt heranreifen: Auch dazu lädt die Fastenzeit ein. Sie schärft unsere Sinne: Sie ist eine Einladung, wieder anders sehen, hören, schmecken, tasten, riechen zu lernen.”
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“Christenpflicht: Sich für Erinnerung einsetzen. Auch wenn es weh tut.”
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“... auch eine Zeit der Erneuerung. Ein Weg. Umkehr gehört dazu. Und der Mut, echt und wahrhaftig zu sein.”
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“Auferstehung feiern–das heißt: Daran erinnern, dass der Tod nicht das letzte Wort behält. Daran erinnern, dass das Kreuz nicht Endstation war. Daran erinnern, dass der Verrat nicht zum Ziel führte. Daran erinnern, dass Jesus nicht im Grab blieb.”
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“Verordnen, anbefehlen, herbeireden lässt sich Trost nicht. Aber es gibt Methoden, um nicht in Trostlosigkeit zu versinken. Und es geht um wirksamen Trost, nicht um billige Trostpflaster.”
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“Daran glauben zu können, dass Jesus unsere Lebenswege mitgeht, erkannt oder unerkannt – darauf kommt es an.”
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“Reformen in der Kirche kamen immer nur zustande durch die Hinwendung zu den Armen.”
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