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Dietmar Dath Dietmar Dath > Quotes

 

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“Das ist, entgegen der beliebten Eskapismusschimpfe von Sozialpädagogen und anderen Wirklichkeitsdressurreitern, eine völlig legitime, im Gelingensfall sogar hoch ehrenwerte Leistung phantastischer Literatur oder Kunst. Ich meine, im Ernst, Kinder: Das könnte denen so passen, daß man ihre Scheißwirklichkeit nicht nur nicht verändern können soll, sondern noch nicht einmal das Recht zugestanden kriegt, sich mal eine Weile mit was ganz anderem zu befassen, um nicht komplett abzustumpfen.”
Dietmar Dath
“Liebe Tochter, zum Geburtstag kriegst du
Höchstens E-Mail mit Musik.
An die harte Matratze schmiegst du
deine Wange. Kunst ist Krieg.”
Dietmar Dath
“Gezinkte Karten. Und alle Verarschten machen irgendwelche anderen Verarschten verantwortlich, statt sich zu überlegen, ob das Spiel überhaupt fair ist.”
Dietmar Dath, Phonon oder Staat ohne Namen
“Es war einmal ein Pferd ohne Hals, dafür aber mit Kopf. Ein Mann ohne Job begegnete diesem Pferd auf einem Weg ohne Anfang. Der Mann setzte sich auf das Pferd, tätschelte seinen Kopf, der Kopf fiel, da auf keinem Hals befestigt, runter, rollte den Weg ohne Anfang entlang zum Ziel, wohin der Mann ihm nachlief, ihn aufhob uns sagte: "Jetzt kehre ich um, und betrachte das Ziel als Anfang, so dass der Weg plötzlich doch einen Anfang hat und dieser Defekt damit behoben ist."


Er nahm den Kopf untern Arm, stellte sich hinter das Pferd und begann, danach zu treten, damit es loslief. Es lief auch tatsächlich los, und zwar ziemlich schnellm ohne Hals und Kopf.
Der Mann kam kaum noch hinterher. Der Abstand vergrößerte sich immer mehr, denn der Weg hatte kein Ziel, und wäre der Mann nun abermals umgekehrt, hätte sich der Abstand nur rascher vergrößert, um sich vielleicht nie wieder verringern zu lassen. Das Problem des Mannes wuchs gewaltig.


Als ihm der Pferdekopf allmählich zu schwer wurde und er ihn dennoch nicht fallenlassen wollte, weil er sich nicht zu Unrecht dafür verantwortlich fühlte, war der Kopf doch nur aufgrund seiner Tätschelei vom Rumpf des Pferdes getrennt worden, da nahm der Abstand zu, und das Problem wuchs, und das Pferd galoppierte, und der Kopf des Tieres schlief ein, und es gab keine Lösung, keine Hoffnung und kein Ziel. Immerhin schien die Sonne.”
Dietmar Dath, Verbotene Verbesserungen
“Halten wir einen mittelalterlichen Geistlichen kurz nach der Völkerwanderung oder auch tausend Jahre später dagegen, der das äußerste an Bildung verinnerlicht hat, was damals zu haben war: Der kann Latein, der kann irgendeine Volkssprache, er kann ein bisschen Lesen und Schreiben und das schön verzieren. Was konnte er sonst noch? Am Mittwoch Bier trinken und am Samstag ein bischen länger beten. Das war schon alles an Hirnstress, was die gebildetsten Leute vor sechshundert Jahren zu leisten hatten.”
Dietmar Dath, Dietmar Dath: Alles fragen, nichts fürchten
“Ausruhmantra
Wir sind zerbrochen, das macht uns knackig.

Wir sind begraben, das macht uns geduldig.

Wir sind vergessen, das macht uns unzerstörbar.

Wir sind besiegt, das macht uns klüger.

Wir sind eine Art Staub, und eine Art Gold, und eine Art Hoffnung, und eine Art Irrtum.
Wir sind über und über mit winzigen Fehlern bedeckt, uns wer uns unter all diesen Fehlern dennoch erkenn kann, gehört zu uns.”
Dietmar Dath, Verbotene Verbesserungen
“Wenn "ich" nicht nur ein Kürzel für lauter bescheuerte asoziale Impulse ist, die man halt irgendwie veredeln muss, wenn man es mit sich selbst aushalten will, sondern etwas, in dem Wirklichkeiten und Möglichkeiten einander produktiv durchdringen, dann ist "ich" nicht das Gegenteil von Gesellschaft, sondern deren witzigste und rührendste Steigerung.”
Dietmar Dath, Mensch wie Gras wie

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