Eine Odyssee discussion

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message 1: by Melanie (new)

Melanie (bcherliebe) | 84 comments Mod
Abschnitt 16
Bis Ende des kursiv gedruckten "...are you smart?


message 2: by Melanie (new)

Melanie (bcherliebe) | 84 comments Mod
Vorab: sorry für meinen Enthusiasmus

was für ein holzkopf! Nun kommt er endlich drauf, wie verstockt er ist und was für ein toller Mensch sein Vater ist und dann stoppt er. mal wieder keine abschließende Reflexion. auf alles muss er von anderen gestoßen werden. er stellt sich so blöd dar!

wie er seine Mutter im Krankenhaus beschreibt...erst so schön, dass ich mich frage, warum wir sie erst jetzt kennenlernen dürfen und dann so stumpf. ich fand es gar nicht witzig, als sie sagte das wäre nun ihre Behauptungsphase. im Gegenteil. schade, dass das in so einer belastenden Situation nötig ist. und dann setzt dan, der kleine schovi noch eins drauf indem er sagt, sie sei ihr Vater. damit spricht er ihr so vieles ab von dem er gerade noch schrieb, wie teuer sie dich dafür einsetzte.

ist das gewollt vom Autor und raffiniert? oder einfach unsensibel und unreflektiert? puh...


message 3: by Peter (new)

Peter (slawophilist) | 43 comments Das Ende des Kapitels "Anagnorisis" gehört für mich zu stärksten und bleibendsten Stellen. Das hängt sicher auch mit meiner Tätigkeit als Lehrer zusammen. Die Selbsterkenntnis, dass I'd heard waht I wanted to hear. And I'd seen what I'd wanted to see, too - and failed to notice again, what had been right before my eyes. sollte jeder Lehrende ständig vor sich sehen.


message 4: by Melanie (new)

Melanie (bcherliebe) | 84 comments Mod
ja aber eben auch weiter reflektieren und danach handeln.


message 5: by Peter (last edited Jul 09, 2019 10:02AM) (new)

Peter (slawophilist) | 43 comments Erst jetzt geht mir auf, dass das immer wieder auftauchende Bett, das Jay selbst aus einer Tür gezimmert hat, genau solch ein Zeichen "sema" ist, von dem das letzte Kapitel handelt. Vermutlich hat der Roman noch viel mehr Anspielung und Verweise, die mir entgangen sind. Man müsste ihn wohl ähnlich analysieren wie Dan die Odyssee in seinen Vorlesungen.


message 6: by Melanie (new)

Melanie (bcherliebe) | 84 comments Mod
Vielleicht ist das sein Wunsch, ähnlich wie Joyce. Eine super Beobachtung, Peter. Ist mir nicht aufgefallen. Aber behalte es fürs weitere Lesen im Hinterkopf;)


message 7: by Peter (new)

Peter (slawophilist) | 43 comments Peter wrote: "Erst jetzt geht mir auf, dass das immer wieder auftauchende Bett, das Jay selbst aus einer Tür gezimmert hat, genau solch ein Zeichen "sema" ist, ..."

Und noch mehr, ich denke das ganze Buch ist eine Art Grabhügel für seinen Vater, der die Nachwelt an ihn erinnern soll. Das ist ihm gelungen.


message 8: by Melanie (new)

Melanie (bcherliebe) | 84 comments Mod
Ich freue mich, nochmal von dir zu lesen, Janine. Vielleicht lesen wir irgendwann mal was anderes gemeinsam. Es ist absolut ok Bücher nach eigenem Empfinden abzubrechen:)


message 9: by Alexandra (last edited Jul 10, 2019 02:00PM) (new)

Alexandra (stadtlandlesen) | 24 comments Endlich! Endlich kapiert Dan, dass er total intolerant und blind und teils auch egoistisch durch die Welt läuft. Die Mails der Studierenden fand ich einfach so schön. Vor allem mit der Erkenntnis, dass Jay so ein offener und toller Mensch ist.
Melanie ich gebe dir recht, auch mir fehlt aber letztlich die wirkliche Reflexion zu dieser Erkenntnis und das Handeln danach. Manchmal passt die Beschreibung des realen Dan (Intellektueller) und des Dans im Buch für mich im Kopf nicht zusammen, denn ein kluger Mensch kann doch nicht so unreflektiert durchs Leben laufen.

Der lange Teil über Gräber hat mich ehrlich gesagt nicht ganz so interessiert, weshalb ich den auch an manchen Stellen nur überflogen habe.

"Sie ist die Tochter ihres Vaters, dachte ich:" Das klingt für mich absolut von oben herab. So als wolle er ein ungezogenes Kind beschreiben. Wirklich unsympatisch, obwohl ich die kurze Beschreibung danach, dass manche Menschen Geschichten brauchen und manche Zahlen wieder ganz schön fand.

Was mich schon wieder verwirrt. Im letzten Abschnitt hat er ja ganz offen zugegeben, dass er schwul ist und nun sagt er, dass "Lily und unsere Söhne" kamen.


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