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Sofies Welt
Archiv: 2022
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26.12. Sofies Welt - Jostein Gaarder
Hallo,hier sind wir also schon... :)
Sofies Welt steht wirklich schon ewig in meinem Regal (sicher schon 10 Jahre), weil "man" das ja unbedingt gelesen haben musste. Es ist eine alte Hardcover-Ausgabe, ein ehemaliges Büchereibuch. Es ist auch schon 2x mit umgezogen, jetzt hoffe ich, dass sich das gelohnt hat... Wie seid ihr auf das Buch gekommen?
Am Wochenende schaue ich mal nach einer Einteilung. Ich fände es schön, wenn wir möglichst gleichzeitig die Abschnitte lesen würden. Wie seht ihr das?
Seit meinen Kommentaren zu Pu hatte ich hin und wieder daran gedacht und konnte mich für keinen Termin entscheiden. Das fällt mir momentan alles irgendwie schwer.Jedenfalls ist es schon fast 30 Jahre her, frag mich bitte nicht, wie ich darauf kam. Es ist bei mir leider nicht mit umgezogen, ich werde es mir aus der Bibliothek holen. Ich war jedenfalls damals auf Sinnsuche und mochte das Buch deswegen ganz gern.
Wie kann ich mir das vorstellen, gleichzeitig die Abschnitte zu lesen? Jeden Tag würde ich nicht hinbekommen. Und ich kann es vorher nicht genau abschätzen, wann es klappt.
Hallo,ich habe neulich meine erste Leserunde überhaupt beendet und bin nun voll angefixt :o).
Deshalb freue ich mich, diese Runde hier gefunden zu haben und bin gerne mit dabei. Das Buch habe ich vor sicher schon 25 Jahren mal gelesen, hängen blieb immerhin, dass Legosteine vorkommen :o) Ich hatte es auch ausgeliehen, jetzt besitze ich eine eigene Ausgabe.
Ob ich direkt am 26.12. starten kann, weiß ich noch nicht, aber ein oder zwei Tage später sicherlich. Grundsätzlich finde ich es jedenfalls auch gut, wenn alle zeitlich grob übereinstimmend lesen könnten.
Lust auf das Buch habe ich immer noch und freue mich schon auf die Leserunde 😊 Ein gemeinsames Lesen mit festen Abschnitten schaffe ich aktuell leider gar nicht. Aber ihr müsst auf mich keine Rücksicht nehmen, da ich aktuell sehr unregelmäßig am lesen bin und für mich erst wieder eine Routine finden muss.
Ich finde es super spannend, dass ein Teil von uns das Buch schon kennt, wird bestimmt spannend. Für mich wird es das Erste mal sein 😄
Wir wollten das Buch ja noch einteilen. Ich bin nicht sicher, ob das für dieses Buch nicht schon zu viel ist - grundsätzlich finde ich ca. 50 Seiten pro Abschnitt eine ganz gute Länge. Sollte sich herausstellen, dass die Abschnitte zu lang sind, können wir uns ja auch zwischendurch austauschen...Abschnitt 1: - "Das Projekt der Philosophen"
Abschnitt 2: "Die Naturhilosophen" - "Richtige Erkenntnis führt..."
Abschnitt 3: "Athen" - "Frauenbild"
Abschnitt 4: "Hellenismus" - "Postkriptum"
Abschnitt 5: "Das Mittelalter" - "Die Renaissance"
Abschnitt 6: "Das Barock" - "Spinoza"
Abschnitt 7: "Locke" - "Berkeley"
Abschnitt 8: "Bjerkely" - "Kant"
Abschnitt 9: "Die Romantik" - "Kierkegaard"
Abschnitt 10: "Marx" - "Darwin"
Abschnitt 11: "Freud" - "Unsere eigene Zeit"
Abschnitt 12: "Das Gartenfest" - Ende
Schreibt doch mal, ob ihr damit einverstanden seid...
Bezüglich des Lesetempos scheint ja doch lieber jeder in seinem Tempo lesen zu wollen. (Mein "Plan" wären etwa 3 Tage pro Abschnitt gewesen.)
Dann schreibt bitte auf jeden Fall den jeweiligen Abschnitt über eure Kommentare. ;)
edit: Änderungen in den Abschnitten - da ich im E-Book wohl etwas durcheinander gebracht hatte. ;)
Hallo Katzenkindliest, mir gefällt die Einteilung prima und die "tägliche Sofie-Dosis" klappt für mich gut. Das Buch gibt ja netterweise auch kleine Häppchen her. Danke für Deine Mühe.
Ich leg ganz planmäßig am 26. los und freu mich schon :o)
Danke für die Einteilung. Bei diesem Buch ist es etwas schwieriger.Meine Ausgabe unterscheidet sich auch ein wenig und so konnte ich "Das Projekt der Philosophen" erst auf Seite 40 im 2. Abschnitt finden und "Spinoza" habe ich noch gar nicht gefunden. Aber mit kleinen Abweichungen kann ich leben, dann habe ich grob betrachtet einfach einen Abschnitt weniger.
Ich denke auch, dass es gut sein kann, dass es auch zu mehrfachem Austausch bei einem Abschnitt kommen könnte.
Ich bin schon sehr gespannt und werde versuchen, den Anschluss nicht zu verlieren. Nächste Woche muss ich länger arbeiten und weiß noch nicht, wieviel ich am Abend schaffe, aber das sehe ich ja dann schon am Montag. 👍
Ich habe jetzt mal Klebchen reingemacht und dabei festgestellt, dass meine Ausgabe auch ein bisschen anders ausfällt. Insgesamt komme ich auf 15 Abschnitte, wobei der Herr Spinoza gar nicht auftaucht und "Die Renaissance" fast schon einen eigene Abteilung vertragen könnte.Mal sehen, zu was ich was zu sagen habe, das betitle ich dann dementsprechend. Könnte halt sein, dass ich für das eine oder andere länger brauche.
Es könnte ja auch noch jemand eine andere Einteilung vornehmen. ;)In meinem E-Book - Inhaltsverzeichnis war nicht ersichtlich, dass manches nur Unterkapitel sind. Ich bin da also durchaus flexibel!
Ich habe mir bewusst gegen eine Neueinteilung entschieden. Dann würden ja wieder nur meine Abschnitte passen. :) Ich habe jetzt "Spinoza" gefunden - ist halt vor "Locke" und nicht danach. Ich habe gestern ein paar Seiten gelesen und mag es wieder sehr gern. An die Höhle konnte ich mich sofort erinnern und dass wir versucht haben auf unserem Acker eine solche selbst anzulegen. :)
Jetzt musste ich auch gleich noch mal suchen, und ja, genau wie bei Kiernan ist "Spinoza" natürlich doch dabei.Ich habe ebenfalls bereits einige Kapitel gelesen (die Legos kommen ziemlich weit vorne vor :o) ) und bin froh um die kleinteiligen Abschnitte. Ich vertrage da nur Mini-Einheiten, aber die sind gut.
Ich habe jetzt den 1. Abschnitt beendet. Als erwachsener Mensch weiß man das im Grunde natürlich alles schon, trotzdem finde ich es sehr angenehm, dass wir quasi AM ANFANG anfangen. (Ihr wisst, was ich meine?!?) Jetzt freue ich mich auf die ersten Philosophen ;)
Wenn es Euch Recht ist, würde ich mich gerne der Leserunde anschliessen. Ich habe das Buch schon seit Jahren hier stehen und es immer vor mir her geschoben. Gerade bei diesen philosophischen Themen kann ich mir eine Leserunde dazu sehr gut vorstellen.
@Verena: Herzlich gern. :)@Katzenkindliest: Ja, ich finde es auch gut, am Anfang zu starten. Von Grund auf alles nochmal zu beleuchten.
Ich hatte den 1. Abschnitt schon am Dienstag beendet, aber nicht die richtige Ruhe für einen Kommentar gehabt.
Die Rahmenhandlung ist ja recht klein gehalten bisher, der Fokus liegt sehr stark auf dem Lernen über Philosophie und ich finde es ganz prima bisher.
Die Fragen, die gestellt wurden, sind auch wirklich nicht einfach zu beantworten.
Wer bist du? Ich erinnere mich daran, damals auch lange über diese Einstiegsfragen nachgedacht zu haben und zu keinem zufriedenstellenden Ergebnis gekommen zu sein. Was macht mich aus? Mein Beruf, die Familie, Wertevorstellungen, Interessen oder Hobbies? Darum habe ich auch oft Probleme, mich anderen vorzustellen. Wonach geht es da?
Sind die Fragen der Philosophie, die wir im Buch kennen lernen, alles Fragen, die sich jeder Mensch stellen sollte? Ich finde aber die Erklärung schön, dass wir nur die Fähigkeit uns zu wundern brauchen, um an einem Philosophiekurs teilzunehmen. Ja, als Kind war alles sehr neu und die Begeisterung definitiv größer. Das beklage ich heute oft, dass ich mich gar nicht daran erinnern kann, wirklich "aus dem Häuschen" gewesen zu sein - abgesehen davon, dass ich mich heutzutage schwer von etwas begeistern lasse.
Gut fand ich auch den kurzen Exkurs zur Mythologie - und direkt fiel mir ein, dass ich mich auch damit immer näher befassen wollte und es immer vor mir herschiebe.
Ich bin gespannt, wie ihr das alles empfindet und ob wir auf Fragen stoßen, die wir diskutieren wollen.
Ich habe auch Abschnitt 1 beendet.Die Fragen Wer bist du? und Woher kommt die Welt? sind sehr grundsätzliche Fragen, die mich zumindest immer wieder beschäftigen. Manchmal frage ich mich aus heiteren Himmel: Warum bin ich ich und bin in diesem Körper und nicht in einem anderen, usw. Fragen, auf die ich eigentlich keine Antwort habe. Auf die Frage Woher kommt die Welt? haben wir mittlerweile aus naturwissenschaftlicher Sicht einige Antworten, wobei die Frage nach dem Anfang des Anfangs immer noch Fragen offen läßt. Gibt es Gott, war er der Anfang vom Anfang.
Ich bin sehr gespannt darauf, was die verschiedenen Philosophen dazu sagen werden.
Die Analogie zwischen dem Kaninchen und unsere Welt fand ich auch gut. Also begeben wir uns nun an die Spitze der Fellhaare und erkunden unsere Welt!
Mythologie finde ich auch sehr interessant. Wollte mich auch immer mehr damit beschäftigen, wobei das Interesse im Moment bei mir nicht mehr so groß ist.
Ich habe noch einen Vorschlag für ein paar kleine Änderungen an den Abschnitten. Ich habe da Buch vorliegen und in jedem Kapitel gibt es Zwischenüberschriften. Einige Abschnitte enden mitten im Kapitel, da würde ich vorschlagen diesen Abschnitt etwas zu erweitern. Das betrifft die Abschnitte 3, 4 und 5. In Abschnitt 7 und 8 waren Spinoza und Locke vertauscht (Locke kommt nach Spinoza)
Ich habe die Änderung fett markiert:
Abschnitt 1: - "Das Projekt der Philosophen"
Abschnitt 2: "Die Naturhilosophen" - "Richtige Erkenntnis führt..."
Abschnitt 3: "Athen" - "Frauenbild"
Abschnitt 4: "Hellenismus" - "Postkriptum"
Abschnitt 5: "Das Mittelalter" - "Die Renaissance"
Abschnitt 6: "Das Barock" - "Spinoza"
Abschnitt 7: "Locke" - "Berkeley"
Abschnitt 8: "Bjerkely" - "Kant"
Abschnitt 9: "Die Romantik" - "Kierkegaard"
Abschnitt 10: "Marx" - "Darwin"
Abschnitt 11: "Freud" - "Unsere eigene Zeit"
Abschnitt 12: "Das Gartenfest" - Ende
Seid ihr damit einverstanden?
Danke, dass Du Dir noch mal Gedanken über die Einteilung gemacht hast. Allerdings werde ich wohl nicht im lockeren Zeitplan mithalten können. Mittlerweile bin ich nämlich in der Hälfte des dritten Abschnittes und die Rahmenhandlung, die mich flott durch den ersten Abschnitt trug, wird schon im zweiten Abschnitt schmaler und jetzt in dritten erst recht. Hier ist jedes Kapitel für mich so gesättigt, dass ich nicht 10 oder 15 Seiten pro Tag lesen kann, wenn ich das Gelesene auch wirklich verdauen will.
Allein schon Eure aufgegriffene Frage Wer bist Du hat mich erneut mehrere Tage beschäftigt. Für mich setzt sich das Wer bin ich zusammen aus: Wie bin ich, wie denke und empfinde ich, wie handle ich. Alles lose eingewickelt in: wie sehe ich aus und/oder wie erscheine ich.
Ich "arbeite" also richtig :o), und dafür brauche ich Zeit. Weil das Buch nun beim zweiten Mal lesen nicht ausgeliehen, sondern Eigentum ist, muss ich nicht so schnell durchfräsen. Das nutze ich genüsslich, denn ich bin sehr dankbar für die leicht verständlichen Aufbereitungen der einzelnen Philosophie-Richtungen. Ein kompaktes Lehr- und Denkbuch mit launigen Passagen, das mich sicher noch eine ganze Weile begleiten wird.
@Verena: danke fürs Rüberschauen, ich glaube, so passt es jetzt wirklich. Dann waren Spinoza und Locke vertauscht, ich hatte mich ja schon gewundert. Aber wenn ich es richtig verstanden habe, sieht man beim ebook ja nicht, was Kapitel oder nur Absatz ist. Da konnte ich jetzt mit meinem Bibliotheksbuch das besser nachvollziehen.@Dunja: ja, das ist wirklich mit Arbeit verbunden. Ich bin noch nicht ganz da angekommen, wo ich mit der Leseroutine irgendwann hin möchte und werde heute nur noch ein paar Seiten lesen und schauen, wie gut ich wieder reinkomme. Aber ich freu mich richtig auf die kommenden Lehrstunden.
Ich habe die Einteilung jetzt mal in meinen Post übernomen, vielen Dank für die "Nachhilfe"!Ich bin jetzt mitten in Abschnitt 2 und stelle fest, dass ich eigentlich täglich - auch zu Teilabschnitten - posten müsste, weil mir sonst viele Gedanken wieder verloren gehen...
Ich versuche mal, Abschnitt 2 heute noch zu beenden und dazu was zu schreiben.
So, das war ja ganz schön viel im 2. AbschnittDie Naturphilosophen finde ich interessant. Ich dachte nicht, dass Naturwissenschaften auf Philosophie beruhen. Und was für Schlüsse kluge Köpfe da vor 2500 Jahren schon gezogen haben - beachtlich. So richtig "Philosophie" ist das für mich aber irgendwie noch nicht.
Die Fragen zum Schicksal fühlen sich für mich dann schon eher nach Philosophie an.
Wie ist das mit euch? Glaubt ihr an Schicksal? Die Sterne und Horoskope? Vorhersehung?
Ich bin schwanke so ein bisschen zwischen "ich habe einen freien Willen" und "es kommt wie es soll". Und irgendwo dabei hat mein Glaube an Gott auch noch seinen Platz. Es ist also kompliziert...
Und dann kommen wir zu Sokrates - dem klügsten?! Die Parallelen zu Jesus fand ich interessant. Spannend aber auch, dass man über Sokrates eigentlich gar nichts weiß, sondern alles nur "Hörensagen" ist, weil Platon (angebliche) Gespräche mit ihm aufgeschrieben hat.
"Wer weiß was das Richtige ist, wird auch das Richtige tun"
gilt aktuell wohl weniger denn je...
Mir ist im 2. Abschnitt Platon sehr positiv aufgefallen. Ich wusste gar nicht (mehr), dass er von einer Gleichbefähigung der Geschlechter ausging.Im Kapitel "Der Staat der Philosophen", bei meiner Ausgabe auf Seite 114 nach dem teilenden Absatz, heißt es "...über Sokrates las, der aus der Höhle kletterte...". Müsste das nicht Platon sein?
Generell bin ich auch beeindruckt von der Denkleistung der Naturphilosophen. Wie elegant der Widerspruch zwischen "immer gleich und doch jedes Mal anders" gelöst wurde. Mir fällt es wie Sofie im Buch schwer, meine erlernte Sichtweise auszuschalten und zu versuchen, mir aus eigener Beobachtung einen plausiblen Reim zu machen.
Zum Thema "Schicksal" habe ich noch keine abschließende Meinung. Manchmal fühlt es sich tatsächlich so an, als hätte es einfach gar nicht anders kommen können. Oder ich mache oder denke Sachen, von denen ich hinterher sagen könnte: Als ob ich es geahnt hätte. Dann wiederum scheint alles Geschehen so beliebig, dass mir nur meine Hoffnung auf eine höhere Instanz einen Sinn ermöglicht. Ohne Eigenverantwortung geht es aber auch auf gar keinen Fall. Hm.
Mit dem 2. Abschnitt bin ich auch durch; das ist ja sehr viel Input. Ich lasse das noch ein bisschen sacken und hoffe, dass ich morgen noch genug Zeit finde, um mich hier ausführlich zu äußern.
Ich habe Abschnitt 2 auch beendet. Die Naturphilosophen fand ich auch interessant. Sozusagen der erste Schritt in Richtung Naturwissenschaften ohne sich auf die Mythen zu stützen, um die Welt zu erklären.
Erstaunlich fand ich Anaxagoras, der sich für Astronomie interessierte und zum Schluss kam, dass der Mond nicht selber leuchtet, auch wenn seine Schlussfolgerung nicht ganz richtig war.
Mit Demokrit und den Atomen habe ich auch etwas neues gelernt. Das dieser Begriff schon so lange existiert - unglaublich was das für Leistungen sind in der damaligen Zeit.
Schicksal - das ist wirklich eine schwierige Frage. Ich bin auch hin und her gerissen bei dieser Frage. Einerseits glaube ich, dass man im Leben Entscheidungen trifft, die das Leben in eine bestimmte Richtung lenken, andererseits habe ich auch manchmal das Gefühl, das etwas einfach so kommen musste, aber ist das schon Schicksal? Schwierig Frage. Auch inwieweit Gott existiert? Ich glaube an eine größere Kraft, wie auch immer wir sie nennen. Glaube aber weniger daran, dass diese Kraft in jedes einzelne Leben interferiert und uns lenkt. Ich denke wir treffen unsere eigenen Entscheidungen und lenken somit unser Leben selbst.
Ich weiß, das klingt jetzt sehr widersprüchlich...
Sokrates: mir war nicht klar, dass alles was wir heute über ihn wissen von Platon kommt. Er war wohl ein ungemütlicher Fragensteller, der die Leute dazu bringen wollte, zu erkennen was Richtig und was Falsch ist. Er ging davon aus, dass man nur glücklich werden kann, wenn man "richtig" handelt. Da bin ich mir nicht so sicher... Wenn ich mir Brasilien mit seinen korrupten Politikern anschaue...
@Dunja: der Platon und der Abschnitt "Staat der Philosphen" ist erst in Abschnitt 3. Wenn ich da bin, schaue ich mir das an.
Ich habe jetzt den 3. Abschnitt beendet. Wirklich interessant, und schade, dass das Frauenbild mit Aristoteles so einen großen und nachhaltigen Rückschritt gemacht hat.@Dunja Ich habe auch über deine Bemerkung bezüglich Sokrates und der Höhle nachgedacht. Vielleicht denkt Sophie an "Sokrates, der aus der Höhle klettert", weil im Kapitel mit dem Höhlengleichnis man den "glücklichen Höhlenbewohner", der versucht, alle anderen aufzuklären, mit Sokrates gleichsetzen kann?! Dort steht ja auch "Er denkt ... an Sokrates - den die "Höhlenbewohner" umgebracht haben..."
Für Platon ist es also wohl auch Sokrates, der (leider nicht) aus der Höhle klettert.
Zurück zu Aristoteles... Auch hier bin ich wieder beeindruckt von der Denkleistung, die er vollbracht hat. (Wenn ich auch über Beispiel des Lehrers gestolpert bin: bei den Mäusen führt er an, weil sie lebende Kinder bekommen würden, waren es Säugetiere. Es gibt aber auch lebendgebärende Fische?! Naja, zur Vereinfachung lassen wir das jetzt Mal so stehen...)
Dass wir die biologischen Klassifizierungen ihm verdanken, hätte ich nicht gedacht. Und auch die Grundlagen der Logik scheinen auf ihm zu beruhen...
Und neben "Stoff" und "Form" hat auch das "Göttliche" wieder einen Platz.
Ich bin gespannt, wie es weitergeht...
2. AbschnittAlso für das regelmäßige Kommentieren muss ich noch eine Lösung finden. Irgendwie fällt es mir noch schwer, mir Zeit dafür zu nehmen. Kann ich gar nicht genau erklären, aber ich bin aus der Leserundenroutine komplett raus. Mmmh.
@Katzenkindliest: Also es spricht ja generell auch nichts dagegen, öfter etwas zu einem Abschnitt zu schreiben. Und gerade bei diesem Abschnitt war es ja auch wirklich viel Input.
Dass die Naturphilosophen unglaubliche Schlüsse gezogen haben, ist wirklich erstaunlich. Allein Anaxagoras und seine Theorie zur Sonne. Wahnsinn.
Philosophie sind die Fragen dazu, wenn ich das so richtig aufgefasst habe. Was ist die Sonne? Anaxagoras hat versucht eine Antwort zu finden, nur indem er darüber nachgedacht hat. Also Philosophie. Hätte ich so aber auch nicht eingeordnet, ich glaube, das sind dann im allgemeinen Verständnis Ethik oder Moralfragen.
Ob ich an Schicksal glaube? Dass mein Leben vorherbestimmt ist? Ich möchte lieber daran glauben, dass ich selbst Einfluss nehmen kann. Wenn alles vorher festgelegt wäre, bräuchte ich mir ja nun wirklich keine Mühe mehr geben. Vielleicht sollte ich eher sagen, ich glaube an Karma. Da bin ich mir aber nicht sicher, ob ich in diesem Leben das ernte, was ich in einem früheren gesät habe, also ob ich auch an die Wiedergeburt glaube, oder ob ich nicht viel eher sage, dass ich in diesem Leben auch auf dieses Leben konkret einwirke.
@Dunja Dann wiederum scheint alles Geschehen so beliebig, dass mir nur meine Hoffnung auf eine höhere Instanz einen Sinn ermöglicht. Ohne Eigenverantwortung geht es aber auch auf gar keinen Fall. Genau, Eigenverantwortung ist ja auch eher beim Karma als beim Schicksal. Vielleicht kommt zu dem Thema noch etwas im Buch? Wäre jedenfalls schön.
@Verena: ich finde sehr schwer, zu beurteilen wie Sokrates mit seinen Fragen vorgegangen ist. Zumindest hat es ihm am Ende nichts Gutes eingebracht. Ganz schön heftig, auch die Parallelen zu Jesus, die gezogen wurden.
An dieser Stelle muss ich auch mal sagen, dass ich mich im Glauben nicht auskenne. Ich wurde so nicht erzogen und habe nie ein starkes Interesse daran entwickelt - außer dass ich mal versucht habe, die Bibel zu lesen.
Vielleicht bin ich Agnostiker und doch kein Atheist. Wirklich lange darüber nachgedacht habe ich offensichtlich bisher nie.
Allerdings wollte ich gerne mehr über die Weltreligionen lernen. Vielleicht ist dies auch ein Anstoß dazu, wie schon zu den Mythen.
Sofies Situation ich sehr passend und beschreibt auch mein aktuelles Empfinden am besten: "Sie stellte fest, dass man Philosophie im Grunde nicht lernen kann, aber vielleicht, dachte sie, kann man lernen, philosophisch zu denken."
Den Teil mit den Legosteinen und Atomen fand ich sehr gut. Das Buch ist wirklich für Einsteiger wunderbar. Wenn ich da an meinen Versuch denke, etwas von Kant zu lesen... Das war zum Scheitern verurteilt.
Aber wie stelle ich mir die Beeinflussung meiner Emotionen durch Atome im leeren Raum nun vor? Das ist schwer zu greifen für mich.
Erkenne dich selbst! Der Mensch darf niemals glauben, dass er mehr als ein Mensch ist und dass kein Mensch seinem Schicksal entrinnen kann.
Wie würdet ihr besonders den ersten Teil beurteilen? Mehr sein als ein Mensch? Da fällt mir vor allem ein, dass man sich zu wichtig nimmt oder einen Gottkomplex hat oder sich einfach über andere stellt.
Und der Glaube daran, dass ansteckende Krankheiten eine Strafe der Götter ist, ist ja auch nachvollziehbar. Aber da frage ich mich, wer wird da für was bestraft? Wenn ein Baby schwer krank wird, wird dann das Baby betraft oder die Eltern? Nur so als Beispiel.
Die Klügste ist die, die weiß, was sie nicht weiß.
Dann bin ich vielleicht klüger, als ich denke, denn mein Nichtwissen in vielen Bereichen quält mich auch manchmal sehr. Daran kann man aber arbeiten, finde ich - und es ist nie zu spät.
Ein Philosoph ist jemand, der erkennt, dass es sehr viel gibt, was er nicht versteht. Da bin ich sehr gespannt, auf was mich dieses Buch noch alles aufmerksam machen wird.
Ansonsten ist da noch die Rahmenhandlung. Sofie und ich heftiges Weinen als Reaktion, dass Hermes ab sofort die Briefe bringt. Da war die Enttäuschung, den Philosophen nicht kennenzulernen wirklich sehr stark und brach sich plötzlich Bahn.
Und was hat es da eigentlich mit Hilde auf sich? Da bin ich gespannt, was das noch zu bedeuten hat.
@Katzenkindliest: Ich stimme Dir zu. Aus Platons Sicht war Sokrates ein Beispiel für einen Philosophen, der seine pädagogische Verantwortung so ernst nahm, dass er die armen Zurückgebliebenen in der Höhle nicht in Ruhe lassen konnte, und deshalb nur kurz rauskletterte, um dann mit seinen Erkenntnissen zurückzukehren. Das steht in dem von Dir zitierten Absatz, jetzt habe ich es verstanden.@Kiernan: Ich kann auch nicht alle meine Impulse beim Lesen schriftlich aufgreifen. Das wäre einfach viel zu viel. Also versuche ich, nur mir sehr Auffälliges hier zur Sprache zu bringen, oder auf Eure Fragen und Anmerkungen zu reagieren.
Aber wie stelle ich mir die Beeinflussung meiner Emotionen durch Atome im leeren Raum nun vor? Das ist schwer zu greifen für mich. Emotion ist ja was anderes als "Empfindung", von der Demokrit da spricht. Eine Empfindung wird durch unsere Sinne hervorgerufen, von den Atomen (in allen möglichen Kombis und Menge) angeregt. Eine Emotion entsteht meiner Meinung nach aus der "Verarbeitung" der Empfindung.
Die Sache mit Hilde ist wirklich sehr mysteriös! Da bin ich auch richtig neugierig, und kann mich auch nicht mehr aus meiner ersten Lektüre daran erinnern.
@Dunja: Danke für den Hinweis. Ja, ich meinte natürlich auch Empfindung, habe es aber wohl in einen Topf geworfen. Also lohnt sich das genaue Hinschauen auf jeden Fall. ;)Diese Woche hatte ich keine ruhige Zeit für das Buch erübrigen können. Mit der Spätschicht kommt immer Unruhe in meinen Tag. Morgen nochmal arbeiten, aber Sonntag habe ich eingeplant, mich an den nächsten Abschnitt zu setzen. Ich freu mich schon drauf.
4. AbschnittIn der stillen Zeit hier habe ich einfach jeden Tag nach Lust und Laune ein paar Seiten weitergelesen und bin so tatsächlich bis zum siebten Abschnitt gekommen. Damit ich den Anschluss an die Gruppe nicht verliere, dachte ich, schau doch noch mal in den vierten Abschnitt rein. Was soll ich sagen, es ist alarmierend wenig hängengeblieben! Ich habe keine Ahnung, wie oft oder langsam ich jedes Kapitel lesen müsste, um wirklich alles zu erfassen.
Hier ein paar meiner Gedanken zum anfänglichen vierten Teil:
Sofie schreibt in der Schule einen Test, wo sie ihre neuen Erkenntnisse direkt anwenden kann, auch wenn sie die geforderten Hausaufgaben dazu nicht gemacht hat. Sie schreibt neue Antworten, nichts, was in der Schule vorgekaut wurde. Der Lehrer ist nicht gerade erfreut über dieses selbstständige Denken, obwohl er es eigentlich gut findet. Es ist doch immer wieder so, dass Mündigkeit gegen den Strom schwimmt und Mut erfordert. Geht oft genug nicht gut aus. Ich bin froh, dass sich trotzdem immer wieder welche trauen.
Ich habe mir noch nie bewusst gemacht, dass Alexander der Große eigentlich einer der ersten Global Player war. Auch wenn ich die Methode "Eroberung" echt sch... finde, wurde dadurch ein Austausch der Kulturen über ein riesiges Gebiet möglich. Einen Blick über den Tellerrand braucht es, um (auch radikal) Neues zu entdecken. Die Kehrseite ist ein Zusammenfließen und eine Vermischung, die Zweifel am Bisherigen und damit große Verunsicherung nach sich ziehen kann. Dieser Taumel birgt viel Zündstoff, er erscheint mir deshalb nicht ungefährlich. Anstrengend sowieso. Vermissen wollte ich die Möglichkeiten dabei aber auch nicht.
Ich will mich nur mal schnell melden...Ich habe mir eine fiese Erkältung gefangen und hatte deshalb in der letzten Woche nicht die Konzentration für Sophies Welt. Allmählich wird es wieder besser und ich hoffe, dass es jetzt wieder voran geht.
Dunja wrote: "Ich habe keine Ahnung, wie oft oder langsam ich jedes Kapitel lesen müsste, um wirklich alles zu erfassen."
So ähnlich geht es mir auch. Ich lasse mir wirklich viel Zeit, und trotzdem...
Dunja wrote: "Der Lehrer ist nicht gerade erfreut über dieses selbstständige Denken, obwohl er es eigentlich gut findet."
Die Einleitung zum 4. Abschnitt habe ich tatsächlich auch schon gelesen.
Ich hatte nicht den Eindruck, dass das eigenständige Denken ihn stört. Er hätte halt gerne, dass Sophie (neben ihrem Philosophie-Kurs) seine Hausaufgaben macht. Wenn er eigenständiges Denken nicht gut fände, hätte die Eins als Note wohl nicht zur Debatte gestanden, oder?
Gute Besserung weiterhin! Katzenkindliest schrieb: " Wenn er eigenständiges Denken nicht gut fände, hätte die Eins als Note wohl nicht zur Debatte gestanden, oder?"
Ich meinte, dass Sofie sich das freie Denken herausnimmt, ohne die Auflagen des Lehrers zu erfüllen, und damit trotzdem das Test-Ziel erreicht. Sie hat die Eins bekommen, ausnahmsweise, denn er hat auch mit der Sechs gedroht.
Die Sache mit Hilde und den Postkarten wird immer geheimnisvoller. Da bin ich sehr gespannt, was dahintersteckt.
Ich habe das Oberkapitel "Hellenismus" aus Abschnitt 4 beendet und muss gestehen, ich bin verwundert und begeistert, wie viel "göttliches" in der Philosophie steckt. Das hatte ich so nicht auf dem Schirm. Ich dachte eigentlich, Philosophie wäre weiter von Religion weg, weil es darin keinen Gott gibt. Aber annähernd alle Philosophen (zumindest im Hellenismus) sprechen in irgendeiner Form von einer höheren Macht.Auch interessant fand ich zu lesen, worauf sich die Bezeichnungen "Zyniker" und "Stoiker" eigentlich begründen. Und das der Ursprung gar nicht so negativ ist, wie wir (oder ich) das heute wahrnehmen.
(Ich wollte mich ja in kürzeren Abschnitten zu Wort melden, weil ich sonst die Hälfte schon wieder vergesse. Das habe ich hiermit zum ersten Mal getan.)
@Dunja Spannend, dass du eher die "Risiken" des kulturellen Austauschs siehst. Du hast natürlich recht, wobei ich auch Zweifel am Bestehenden und eine gewisse Verunsicherung eigentlich nicht schlecht finde. Anstrengend sind solche Phasen aber ganz sicher!
Katzenkindliest schrieb: "Spannend, dass du eher die "Risiken" des kulturellen Austauschs siehst."Da hast Du recht. Irgendwie verleitete das Kapitel "Religion, Philosophie und Wissenschaft" mich zu dieser Interpretation, brachte etwas in Resonanz. Da tut mir ein Schuss von Platons und Aristoteles' Ethik gut, nämlich die des Gleichgewichts und der Mäßigung :o) (3. Abschnitt, Kapitel "Ethik")
Stoiker:
Ich versuchte mal, eine Abhandlung vom Stoiker Seneca zu lesen. Arg weit gekommen bin ich dabei nicht, aber eine Sache beschäftigt mich immer noch. Er sprach sich nämlich dafür aus, sich entweder Mitleid zu sparen, oder dessen Ursache zu beseitigen, sprich zu helfen. Kann ich nicht helfen, nutzt das Mitgefühl nichts, es zieht mich nur mit ins Leid und bindet meine Kräfte. Wie seht Ihr das?
Dunja wrote: "Er sprach sich nämlich dafür aus, sich entweder Mitleid zu sparen, oder dessen Ursache zu beseitigen, sprich zu helfen. Kann ich nicht helfen, nutzt das Mitgefühl nichts, es zieht mich nur mit ins Leid und bindet meine Kräfte. Wie seht Ihr das?"Ich bin da ein bisschen gespalten. Einerseits hat er natürlich recht, nur zu sagen "ach du Arme*r" bringt natürlich nichts. Andererseits gibt es ja Situationen, in denen man nichts tun kann. Und ein wenig Mitgefühl tut dem/der Betroffenen dann vielleicht trotzdem gut.
Ich würde auch sprachlich mehr zwischen "Mitleid" und "Mitgefühl" unterscheiden. Mitleid bedeutet für mich, dass ich "mitleide", es mich also runterzieht. Mitgefühl ist etwas distanzierter, mehr so "ich nehme wahr und verstehe, wie du dich fühlst".
Tja, ist das nun Zustimmung? Irgendwie schon. Ich denke, es darum, ins Handeln zu kommen, und nicht nur mitzujammern. Und da hat Seneca ja nun eindeutig recht.
Ich habe inzwischen den 4. Abschnitt komplett beendet.
Der Autor ist ein Jesus-Fan, oder wie seht ihr das?
Was mir gar nicht so bewusst war, ist, dass uns Europäern der Buddhismus/Hinduismus ursprünglich viel näher war als das Judentum. Das fand ich wirklich spannend. Da braucht man sich dann nicht mehr wundern, warum es da so viele Parallelen auch in diese Richtung gibt. Immerhin wurde das Christentum in Europa ja wahrscheinlich maßgeblich auch von Nichtjuden mitgeprägt.
So werde ich wohl auch gerade vom "nackten Affen" zum Menschen ;)
@Katzenkindliest: Danke für Deine Meinung. Ich bin da ganz bei Dir. Auch was die Unterscheidung von Mitleid und -gefühl angeht. Ich persönlich habe Mühe, nicht vom Mitgefühl ins Mitleid zu rutschen und auch, mich dann davon loszumachen, wenn klar ist, dass ich nicht helfen kann. Die Fähigkeit zum Mitgefühl darf dadurch auch niemals verkümmern, was Wachsamkeit erfordert.Auch ich bin jetzt nochmals fertig mit dem 4. Abschnitt. Sehr interessant ist, wie durch Sprachforschung Völkerbewegungen nachvollziehbar werden. Erstaunlich, dass der indogermanische Kulturzweig sich so erfolgreich in sehr umfangreichen Gebieten durchgesetzt hat.
Katzenkindliest schrieb: "Der Autor ist ein Jesus-Fan, oder wie seht ihr das?"
Das wäre mir ohne Deine Anmerkung nicht aufgefallen. Aus seinen Zeilen konnte ich das eigentlich nicht herauslesen, auch wenn Alberto Knox beeindruckt scheint. Aber er äußert sich ja immer respektvoll über die behandelten Denker-Größen, obwohl manchmal ein "aber" kommt.
ich habe von Abschnitt 5 das Mittelalter durchgelesen. Spannend finde ich, dass das "finstere" Mittelalter gar nicht so finster war. Im Gegenteil wird es als notwendige Zeit dargestellt, das Christentum zu entwickeln. So habe ich das noch nie gesehen. Thomas von Aquin finde ich sehr sympathisch. Natürlich hatte ich von ihm schon gehört. Das er aber derjenige war, der das Christentum und Aristoteles "versöhnt" hat, war mir so nicht klar. Seiner Argumentation kann ich aber sehr gut folgen, weil ich das - ohne es Begründen zu können - ähnlich empfinde.Jetzt also auf zur Renaissance der (anderen) ollen Griechen ...
Ach so, ganz vergessen: Die Nebengeschichte finde ich übrigens eher nervig bzw. jetzt im letzten Kapitel sogar ziemlich grenzwertig... Es ist also ok, sich nachts aus dem Haus zu schleichen und einen fremden Mann zu treffen? Und als Sophie sagt, dass sie nach Hause muss, sagt er "jetzt nicht"...?!?
ich habe jetzt die Renaissance und damit den 5. Abschnitt beendet. ich wusste gar nicht (mehr), dass die Hexenverfolgung erst so spät war. Ich hätte das im Mittelalter vermutet. Aber da hat die katholische Kirche durch die Renaissance der griechischen Philosophie (und so einiges andere natürlich) wohl wirklich Angst um ihre Vormachtstellung bekommen. Zu Recht, wie wir wissen...Und mit meiner persönlichen Beziehung zu Gott bin dann ja anscheinend wirklich SEHR evangelisch *lach. Damit wiederum bin ich ziemlich zufrieden, ich bin nämlich tatsächlich auch gerne und aus Überzeugung evangelisch.
Dann jetzt also auf zum Barock...
Abschnitt 6 wartet mit einigen bekannten Zitaten auf. "Ich denke, also bin ich" ist ja quasi selbsterklärend. Obwohl die Schlussfolgerungen, die Descartes daraus zieht, mich durchaus beeindrucken...Viel interessanter finde ich aber Spinoza, von dem ich (außer dem Namen) quasi gar nichts wusste. Ich habe seinen Ausspruch*Gott ist kein Puppenspieler" immer mit freiem Willen verbunden. Jetzt erst begreife ich, dass das so nicht gemeint ist.
Den Ansatz 'Gott ist IN allem' finde ich spannend. Darüber werde ich wohl noch ein bisschen nachdenken...
Wenn ihr jetzt das Gefühl habt, ich "hetze" durch das Buch, liegt das daran, dass ich im Moment anscheinend die Wahl habe, einigermaßen zügig weiterzulesen oder abzubrechen. Dieses langsame Lesen bekommt mir nicht. Ich werde dann wahrscheinlich die eine oder andere Passage später noch mal lesen, um das zu vertiefen. Lange Pausen zwischendurch führen aber bei mir oft dazu, das Buch dann irgendwann ganz aufzugeben. (Sophies Welt hat dieses "Schicksal" schon mehrfach erleiden müssen.)
Ich bin im 5. Abschnitt flott bis zum Kapitel "Renaissance" durchgeflutscht. Das Mittelalter in Stunden aufzuteilen, fand ich einen ziemlich gelungenen Kunstgriff. Die Geschichte um Hilde wird nun finsterer, als ob ein Widersacher dahinterstecken könnte. Und immerhin kommt die erste konkrete Frau, Hildegard von Bingen, vor.Katzenkindliest schrieb: "Ach so, ganz vergessen: Die Nebengeschichte finde ich übrigens eher nervig bzw. jetzt im letzten Kapitel sogar ziemlich grenzwertig... Es ist also ok, sich nachts aus dem Haus zu schleichen und einen fremden Mann zu treffen? Und als Sophie sagt, dass sie nach Hause muss, sagt er "jetzt nicht"...?!?"
Ich finde, man merkt dem Buch seine 30 Jahre immer wieder mal an. Mir ist zum Beispiel auch der Gedanke durch den Kopf gegangen, ob man heutzutage zwei 15-Jährige auch noch allein im Wald zelten ließe (4. Abschnitt, Kapitel "Postkarten"). Naja, in Norwegen vielleicht schon.
5. Abschnitt, Renaissance: Die Renaissance war ja wirklich eine Zeit der unglaublichen Umwälzung. Es muss sehr schwer gewesen sein, nach so vielen Generationen felsenfeststehender Wahrheiten so viele neue und zum Teil völlig gegensätzliche Gegebenheiten präsentiert zu bekommen. Mir persönlich fehlt bei all den immensen Errungenschaften die Komponente des Maßhaltens, wie es in der Antike noch ein Ideal war. Allerdings ist so eine Phase der großen Erkenntnisse natürlich Grund genug, völlig auszuflippen und kein Ende mehr für möglich zu halten :o)
@DunjaBezüglich der Maßhaltens hast du Recht, das war mir so gar nicht aufgefallen. (Und wieder: Wie schön, auch andere Meinungen und Sichtweisen zu lesen!)
@alle Wer liest denn überhaupt sonst noch mit? Von Kiernan sehe ich ab und zu ein Update der Seitenzahl... Verena? Gina? Seid ihr noch dabei?
Ich habe jetzt den 7. Abschnitt von Locke bis Berkeley beendet. Ich muss aber gestehen, hier war nichts, was mich irgendwie längerfristig beschäftigt. Außer vielleicht der Tatsache, dass mich die Nebengeschichte zunehmend nervt.
Rationalismus, Empirismus,... Das fand ich jetzt so spannend. Interessant allerdings, dass Locke, Hume und Berkeley alle drei Engländer sind. Also hat Philosophie vielleicht auch etwas mit regionaler (politischer/kultureller/...) Prägung zu tun?
Ich freue mich jetzt jedenfalls auf den nächsten Abschnitt und auf Kant. Von dem hat man ja schon gehört, jetzt bin ich neugierig auf "seine" Philosophie.
Sorry, ich wollte mich schon länger mal gemeldet haben - weil es mir nicht so gut ging, habe ich Probleme gehabt, mich zu beteiligen oder mich auf das Buch zu konzentrieren. Momentan stecke ich noch mitten im vierten Abschnitt und versuche nun erstmal zumindest beim Lesen etwas aufzuholen.
Schön, dass du dich meldest, Kiernan. Ich wollte dich auch nicht unter Druck setzen. Erhol dich gut, lesen soll ja in erster Linie Spaß machen. ;)Abschnitt 8 löst das Rätsel um Sophie. Trotzdem finde ich die Nebengeschichte immer noch nervig. Dabei stört mich weniger die Tatsache, dass das Buch spürbar 30 Jahre alt ist. Insgesamt finde ich aber Sophies Ton in vielen Diskussionen ziemlich ruppig und unfreundlich. Vielleicht lese ich das aber auch nur so...
Die Aufklärung fand ich auch nicht soo spannend, vielleicht weiß man/ich aber auch aus dieser Zeit schon zu viel. Interessant fand ich hier allerdings den Feminismus-Aspekt. Wie sehr Frauen in der Revolution mitgekämpft haben, und wie sehr sie im Anschluss wieder unterdrückt werden. Geschichte wiederholt sich, oder?!
Jetzt aber auf zu Kant!
Ich wollte mich auch endlich wieder melden. Ich war in Urlaub und es war am Strand so heiß, dass ich nicht in der Lage war mich auf das Buch zu konzentrieren... Dabei lag es die ganze Zeit auf dem Tisch.Nun sind wir wieder in São Paulo und ich werde endlich weiter lesen. Nun hinke ich leider weit hinter Euch. Werde mir Mühe geben etwas aufzuholen. Ich starte mit Abschnitt 3.
Schön dass du wieder da bist und dich gemeldet hast, Verena. Dann kommt ja vielleicht hier doch nochmal Leben rein...
Ich habe mit Kant jetzt Abschnitt 8 beendet. Die Nebengeschichte nervt noch immer, und irgendwie habe ich auch aus dem Abschnitt mit Kant nicht wirklich viel mitgenommen. Immerhin weiß ich jetzt aber, was mit dem "kategorischen Imperativ" gemeint ist.
Vielleicht wird es in der Romantik (für mich) ja wieder besser...
@Kiernan: Gute Besserung!@Verena: Gute Reise!
6. Abschnitt: Hier wird es spooky, denn es erscheinen Nachrichten innen auf gerade eben geöffneten Bananenschalen... Und ganz persönlich spooky: Meine Mutter heißt Hilde(gard) und meine Schwester Laila. Wenn jetzt noch eine Dunja auftaucht, dreh ich durch :o)
Ansonsten war hier speziell im Barock nicht viel Neues für mich dabei. Ich wohne an der Oberschwäbischen Barockstraße, da saugst du den mit der Muttermilch ein.



Wunsch von: Katzekindliest (vom 21.11.2022)
Start: 26.12.2022
Anmeldungen: Saskia, Kiernan
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Aufgabe der Initiator*innen:
Der/die Initiator*in stimmt sich nachfolgend mit den Teilnehmer*innen ab, ob und wenn ja wie Abschnitte, Lesetempo oder eine Abschlussdiskussion erfolgen sollen. Nähere Infos über die verschiedenen Möglichkeiten des Ablaufs einer Leserunde findest du hier:
https://www.goodreads.com/topic/show/...
Viel Spaß in eurer Leserunde