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Hexenjagd
Januar-Monatsbuch
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Hexenjagd - 1. Akt
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Semjon, Leserunden, Newsletter
(last edited Jan 12, 2026 01:15AM)
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Jan 10, 2026 12:15PM
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Ich habe die ersten Seiten gelesen. Mit den Namen habe ich bislang keine Probleme. Ich habe lange kein Drama mehr gelesen, aber was mir auffällt, ist die genau Szenebeschreibung zu Beginn (wo steht ein Stuhl auf der Bühne) und auch die kursiven Einschübe zwischen den Dialogen (welche Töne werden gemacht). Das ist schon sehr konkret in der Darstellung und würde einem Theaterstück natürlich ganz schön die Interpretations- und Gestaltungsphantasie nehmen, wenn jedes Ensemble sich sklavisch an die Regievorgaben des Autors halten würde. Kommt mir das nur so außergewöhnlich detailliert vor?
Ich bin noch mittem im ersten Akt. Habe früher zwar ab und an Stück gelesen, bin aber echt keine Expertin in dem Genre, aber ich fand auch, dass die Beschreibungen zu Beginn sehr detailliert und definitiv waren.Ich komme mit den Namen inzwischen besser klar. Ohne Einführung kriege ich das immer nicht hin, wenn es so viele auf einmal sind.
Und man springt ja auch direkt rein in die Story, das fand ich zum reinkommen etwas schwierig.
Trotzdem gefällt es mir aktuell ganz gut.
Für mich ist es ungewohnt, dass der 1. Akt nach der Schilderung des Bühnenbilds mit mehreren Seiten historischem Hintergrund in Prosa beginnt. Ist das in euren Ausgaben auch so? Ich frage mich, ob und wie das szenisch umgesetzt wird.
Peter wrote: "Für mich ist es ungewohnt, dass der 1. Akt nach der Schilderung des Bühnenbilds mit mehreren Seiten historischem Hintergrund in Prosa beginnt. Ist das in euren Ausgaben auch so? Ich frage mich, ob ..."
Nein, dass ist bei mir nicht so. Bei mir geht dann gleich das Stück los.
Nein, dass ist bei mir nicht so. Bei mir geht dann gleich das Stück los.
Ich habe den ersten Akt jetzt durch und es wird schon ziemlich deutlich was für ein Irrsinn das alles ist. Leute werden beschuldigt und alles was nicht perfekt ist wird direkt als Beweis gegen sie ausgelegt. An Proctor sieht man sehr gut die Verzweiflung, wie mit diesem irrsinnigen Vorgehen umgegangen werden kann, ohne sich noch weiter reinzureiten. Ich finde es bezeichnend, dass sich an der Art wie Menschen reagieren nicht viel geändert hat. Sie glauben ohne Hinterfragen einfach Dinge, sie werfen mit Beschuldigungen um sich, aus Angst oder Missgunst und niemand ist an der Wahrheit interessiert, nur daran, dass jemand büßen muss.
Ich bin jetzt auch durch mit dem ersten Akt und finde es spannend, wie aus Angst und anderen Motiven (wie Eifersucht/Neid bei Abigail oder Sorge und Trauer bei der Mutter mit den vielen so früh verstorbenen Kindern) sich mit der Hexerei ein ganz simple und praktische Lösung für sonst komplexe Problematiken anbietet. Und ich habe die Liste angefertigt, damit ich nachschauen kann mit wem Proctor nun seine Frau betrogen hat und wer nun genau verdächtigt wird.
Ich bin auch mit dem ersten Akt und merke, dass ich das Buch doch vor ein paar Jahren gelesen habe. Eigentlich dachte ich, dass ich es damals nicht gelesen hätte. An das Ende kann ich mich aber nicht erinnern, also nicht so schlimm.
Mit den vielen Namen tue ich mich trotzdem schwer, mein Namensgedächtnis ist auch einfach katastrophal.
Abgesehen davon finde ich es bisher recht gut zu lesen und mochte, dass man direkt mitten ins Geschehen geworfen wird.
Mit den vielen Namen tue ich mich trotzdem schwer, mein Namensgedächtnis ist auch einfach katastrophal.
Abgesehen davon finde ich es bisher recht gut zu lesen und mochte, dass man direkt mitten ins Geschehen geworfen wird.
Ich denke, dass es ein recht einfach zu verstehendes Bühnenstück ist. Wenn man nicht betrachtet möchte, in welchem historischen Kontext es entstand, dann reichen die Themen als solche aus, um einen befriedigenden Erkenntnisgewinn über den Wahnsinn des religiösen Fanatismus. Ich lese gerade parallel ein philosophisches Sachbuch über die Trennung des Individuums aus der Gesellschaft in den vergangenen Jahrhunderten. Das alte mittelalterliche Denken, dass es nur die Gemeinschaft gibt und das individuell völlig beiseite gedrängt wird, wird hier ja sehr deutlich.
Parris geht es ja auch mehr darum, was die Gemeinschaft denkt, als dass er sich tatsächlich Sorgen um das Wohl seiner Tochter macht. Was mir allerdings noch nicht klar ist: was treibt die Menschen an, die Gemeinschaft zu spalten, in dem sie gewisse Individuen als Spalter (Hexen) brandmarkt? Geht es um den Erhalt der Gemeinschaft? Geht es um die Vertuschung der eigenen Sünden? Das Credo der Nächstenliebe kann es ja kaum sein. Warum werden Menschen so fehlgeleitet? Ich denke, es ist der Wunsch nach einem starken Führer, der nach einem Belohnungssystem seine Gemeinschaft zusammenhält. Doch statt die Gemeinschaft zu stärken, in dem die vermeintlich Bösen ausgesondert werden, treiben diejenigen einen noch größeren Keil in die Gesellschaft. Das könnte man bei der Hysterie um kommunistische Infiltration in den 50er Jahren in den USA ja gut erkennen. Auch wenn der Glauben bei Trump keine Rolle spielt, so sind diese Tendenzen auch jetzt erkennbar.
Prinzipiell habe ich keine Freude an dem Thema. Ich habe in eine pietiestische Familie hinein geheiratet. Die Verteufelung der Freuden des Lebens und die Dämonisierung der Sexualität habe ich leider auch erleben müssen. Mittlerweile hat sich meine Frau davon befreit, aber ich kann das gar nicht alles schildern, was mir an Gedankengut vor über 30 Jahren in der kleinen mittelhessischen Dorf entgegengeschlagen sind. Gerade was das Tanzen angeht. Diese zur Schau gestellte Frömmigkeit im Buch ist mir ein Gräuel. Das soll jetzt aber kein Qualitätsurteil sein. Ich finde es gut geschrieben.
Parris geht es ja auch mehr darum, was die Gemeinschaft denkt, als dass er sich tatsächlich Sorgen um das Wohl seiner Tochter macht. Was mir allerdings noch nicht klar ist: was treibt die Menschen an, die Gemeinschaft zu spalten, in dem sie gewisse Individuen als Spalter (Hexen) brandmarkt? Geht es um den Erhalt der Gemeinschaft? Geht es um die Vertuschung der eigenen Sünden? Das Credo der Nächstenliebe kann es ja kaum sein. Warum werden Menschen so fehlgeleitet? Ich denke, es ist der Wunsch nach einem starken Führer, der nach einem Belohnungssystem seine Gemeinschaft zusammenhält. Doch statt die Gemeinschaft zu stärken, in dem die vermeintlich Bösen ausgesondert werden, treiben diejenigen einen noch größeren Keil in die Gesellschaft. Das könnte man bei der Hysterie um kommunistische Infiltration in den 50er Jahren in den USA ja gut erkennen. Auch wenn der Glauben bei Trump keine Rolle spielt, so sind diese Tendenzen auch jetzt erkennbar.
Prinzipiell habe ich keine Freude an dem Thema. Ich habe in eine pietiestische Familie hinein geheiratet. Die Verteufelung der Freuden des Lebens und die Dämonisierung der Sexualität habe ich leider auch erleben müssen. Mittlerweile hat sich meine Frau davon befreit, aber ich kann das gar nicht alles schildern, was mir an Gedankengut vor über 30 Jahren in der kleinen mittelhessischen Dorf entgegengeschlagen sind. Gerade was das Tanzen angeht. Diese zur Schau gestellte Frömmigkeit im Buch ist mir ein Gräuel. Das soll jetzt aber kein Qualitätsurteil sein. Ich finde es gut geschrieben.
Sehr interessante Einblicke und Einordnung, Semjon. Ich kann die Motive auch nicht ganz nachvollziehen, vermutlich ist es wirklich einfach Missgunst und Neid, der die Leute dazu bringt andere zu beschuldigen und damit ja zu verurteilen.
@Peter:bei mir ist da auch so. Ich habe eine sehr alte Fischertaschenbuchausgabe.
Ich hatte am Anfang schon ein grosses Problem in den Text zu kommen und zwar gerade wegen der detallierten Anweisungen Millers. Ich finde er zeigt aber gut die Beweggründe der Einzelnen. Jetzt bin ich m it der MCCarthyära nur so halbwegs vertraut. Also in GRundzügen.
So, mittlerweile bin ich auch mit dem ersten Akt durch. Ich finde die Mischung von Drama und Hintergrunderklärungen zu den handelnden Personen und Zeitumständen bzw. Bezügen zur damaligen politischen Szene nicht gelungen. Wenn schon Drama, dann sollen die Personen auch sich heraus leben und aktuelle Anspielungen sollte der Leser / Zuschauer verstehen, ohne dass der Autor mit dem Finger darauf weist.Ich bin evangelischer Christ, genauer Lutheraner. Trotzdem ist mir die puritanische Gesinnung fremd. Insbesondere das Fehlen der Buße und Vergebung der Sünden (These people had no ritual for the washing away of sins.). Dadurch haften Fehler lebenslänglich an einer Person. Ebenso ist mir fremd, das die Gemeinde einen Priester (oder "reverend" wie es im Englischen heißt) selbst auswählt, dieser trotzdem absoluten Gehorsam erwartet (There is either obedience or the church will burn like Hell is burning) Obwohl er studiert hat ist die seelsorgerische Stellung von Parris schwach. Deshalb muss der - vielleicht sogar gegen seinen Willen - strikter als die Strikten sein.
Interessant fand ich die Diskussion über die Existenz und Wertigkeit des Teufels und der Hölle. Während Luther in seinen frühen Jahren sich sehr wohl vom Teufel getrieben fühlte, trat dieser mit dem Ausbau der evangelischen Lehre immer mehr hinter die Barmherzigkeit Gottes zurück; sogar soweit, dass den Protestanten vorgewurfen wurde, ihr Unglaube an den Teufel habe zwangsläufig zur Folge, dass Gott für all das Unglück auf der Welt verantwortlich ist. Das kommt auch in unserem Stück zu Sprache, wenn Mrs Putnam sagt: You think it God's work you should never lose a child, ...
Mich hat auch beeindruckt ,wie sehr die Menschen Bedeutung in Geschehnisse legen und wie sehr auch diese Bedeutungen vom Glauben an Gott und eben dem Glauben an den Teufel geprägt sind. Das so viele Säuglinge starben zum Beispiel. Dem ist man dann ausgeliefertt, die Mutter zum Beispiel.Mir gehts wie Peter, ich finde die Mischung nicht gelungen.
message 16:
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Semjon, Leserunden, Newsletter
(last edited Jan 16, 2026 01:09AM)
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Peter wrote: "Ich bin evangelischer Christ, genauer Lutheraner. Trotzdem ist mir die puritanische Gesinnung fremd. ..."
Warum Trotzdem, Peter? Ich bin auch evangelisch und gerade deswegen ist mir das Puritanische fremd. Heutzutage würde ich den Puritanismus in Deutschland z.B. in der Partei Bibeltreuer Christen sehen. Es gilt nur Gottes Wort, nur was in der Bibel steht ist erlaubt, mit dem Ergebnis eines völlig unfreien Lebensstils, insbesondere für Frauen. Alles weltlich wird abgeleht, weil es vom Teufel gelenkt wird, z.B. das Tanzen. Diese Einstellung kommt im 1. Akt sehr gut rüber. Luther hat ja eher die Ansicht vertreten, dass alles erlaubt ist, solange es nicht explizit verboten ist. Das ist für mich ein fundamentaler Unterschied und daher ist mir der Puritanismus absolut fremd. Interessant finde ich, wie stark dieser Glauben zu Beginn der jungen Demokratie in den USA insbesondere in Neuengland ausgeprägt war. Das erklärt für mich auch nochmal diesen anderen Bezug zum Gott und Jesus in der heutigen amerikanischen Gesellschaft, egal welche christliche Strömung es nun betrifft.
Da ich ja eher Kontakt zu Pietisten haben, habe ich gerade mal die KI gefragt, was denn der Unterschied zwischen den beiden Strömungen ist. Es gibt ja viele Ähnlichkeiten. KI sagt:
"Die Unterschiede zwischen Pietisten und Puritanern liegen in ihren Ansätzen und den Themen, die sie behandeln. Pietisten, wie Philipp Jakob Speners, konzentrieren sich auf die Bibel und die Notwendigkeit, dass der Einzelne sich für den Glauben entscheiden muss. Sie betonen eine intensive Bibel- und Gebetsfrömmigkeit sowie eine aktive Nächstenliebe.
Puritaner, hingegen, streben nach einer tiefgehenden biblischen Erneuerung von Kirche, Gesellschaft und persönlichem Leben. Sie sind bekannt für ihre hohe Sicht der biblischen Autorität und ihre Lehre der göttlichen Prädestination. Puritaner betonen die Bedeutung einer persönlichen Bekehrungserfahrung und der Gewissheit der Erlösung.
Beide Bewegungen haben einen signifikanten Einfluss auf die evangelische Theologie und Frömmigkeit geprägt. Sie haben unterschiedliche Ansätze und Fokuspunkte, aber beide haben die Kirche und die Menschen in ihren jeweiligen Zeiten stark beeinflusst."
Das leuchtet mir ein. Das persönliche Bekennen zu Jesus habe ich bei den Pietisten als ganz wesentlich erlebt. Der Tag, an dem man sich zu Jesus bekannte, ist so wichtig wie ein Geburtstag für die Pietisten. Insbesondere in der Zeit, in der ich meine Frau noch in diese Jugendkreise begleitet habe, war das spürbar. Die Jugendorganisation heißt EC, was für Entschiedene Christen steht.
Den Puritanern hier im Drama ist es die persönliche Entscheidung völlig fremd. Da ist per se jeder verpflichtet, den Weg Jesu zu folgen. Daher die starke Fokussierung auf den Geistlichen, der das Wort verkündet. Deswegen sucht sich die Gemeinde auch den Pfarrer aus, der nach ihrer Meinung ihnen Gottes Wort am am besten vermittelt, bzw. es vertritt. Das klingt für mich, wie wenn man sich die Domina aussucht, die einem dann am besten und schmerzhaftesten die Peitsche überzieht.
Warum Trotzdem, Peter? Ich bin auch evangelisch und gerade deswegen ist mir das Puritanische fremd. Heutzutage würde ich den Puritanismus in Deutschland z.B. in der Partei Bibeltreuer Christen sehen. Es gilt nur Gottes Wort, nur was in der Bibel steht ist erlaubt, mit dem Ergebnis eines völlig unfreien Lebensstils, insbesondere für Frauen. Alles weltlich wird abgeleht, weil es vom Teufel gelenkt wird, z.B. das Tanzen. Diese Einstellung kommt im 1. Akt sehr gut rüber. Luther hat ja eher die Ansicht vertreten, dass alles erlaubt ist, solange es nicht explizit verboten ist. Das ist für mich ein fundamentaler Unterschied und daher ist mir der Puritanismus absolut fremd. Interessant finde ich, wie stark dieser Glauben zu Beginn der jungen Demokratie in den USA insbesondere in Neuengland ausgeprägt war. Das erklärt für mich auch nochmal diesen anderen Bezug zum Gott und Jesus in der heutigen amerikanischen Gesellschaft, egal welche christliche Strömung es nun betrifft.
Da ich ja eher Kontakt zu Pietisten haben, habe ich gerade mal die KI gefragt, was denn der Unterschied zwischen den beiden Strömungen ist. Es gibt ja viele Ähnlichkeiten. KI sagt:
"Die Unterschiede zwischen Pietisten und Puritanern liegen in ihren Ansätzen und den Themen, die sie behandeln. Pietisten, wie Philipp Jakob Speners, konzentrieren sich auf die Bibel und die Notwendigkeit, dass der Einzelne sich für den Glauben entscheiden muss. Sie betonen eine intensive Bibel- und Gebetsfrömmigkeit sowie eine aktive Nächstenliebe.
Puritaner, hingegen, streben nach einer tiefgehenden biblischen Erneuerung von Kirche, Gesellschaft und persönlichem Leben. Sie sind bekannt für ihre hohe Sicht der biblischen Autorität und ihre Lehre der göttlichen Prädestination. Puritaner betonen die Bedeutung einer persönlichen Bekehrungserfahrung und der Gewissheit der Erlösung.
Beide Bewegungen haben einen signifikanten Einfluss auf die evangelische Theologie und Frömmigkeit geprägt. Sie haben unterschiedliche Ansätze und Fokuspunkte, aber beide haben die Kirche und die Menschen in ihren jeweiligen Zeiten stark beeinflusst."
Das leuchtet mir ein. Das persönliche Bekennen zu Jesus habe ich bei den Pietisten als ganz wesentlich erlebt. Der Tag, an dem man sich zu Jesus bekannte, ist so wichtig wie ein Geburtstag für die Pietisten. Insbesondere in der Zeit, in der ich meine Frau noch in diese Jugendkreise begleitet habe, war das spürbar. Die Jugendorganisation heißt EC, was für Entschiedene Christen steht.
Den Puritanern hier im Drama ist es die persönliche Entscheidung völlig fremd. Da ist per se jeder verpflichtet, den Weg Jesu zu folgen. Daher die starke Fokussierung auf den Geistlichen, der das Wort verkündet. Deswegen sucht sich die Gemeinde auch den Pfarrer aus, der nach ihrer Meinung ihnen Gottes Wort am am besten vermittelt, bzw. es vertritt. Das klingt für mich, wie wenn man sich die Domina aussucht, die einem dann am besten und schmerzhaftesten die Peitsche überzieht.
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Semjon, Leserunden, Newsletter
(last edited Jan 16, 2026 02:02AM)
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Noch ein Gedanke:
Kennt ihr Brennen muss Salem von Stephen King? Ich musste daran denken, da ja der Ort des Geschehens in unserem Drama Salem heißt. Das Salem gibt es in Massachusetts wirklich:
https://de.wikipedia.org/wiki/Salem_(...
Und der Ort zelebriert seine Berühmtheit durch das Drama mit z.B. einem Hexenmuseum. Stephen King hat in seiner Vampirgeschichte viele Anspielungen auf historische Gruselliteratur verarbeitet. Ich habe das Buch vor ca. zwei Jahren gelesen. Sein Salem hat er wie immer nach Maine, seinem Heimatstaat, gelegt, aber das gibt es nicht wirklich. Ich bin sicher, dass der Name Salem eine Anspielung auf unser Drama ist. Salem, der Ort, an dem das Böse Einzug hält. Salem steht übrigens für Frieden/Unversehrtheit, wie z.B. auch in Jerusalem (Stadt des Friedens).
In Deutschland gibt es auch ein bekanntes Salem, nahe des Bodensees mit einem der bekanntesten Internate Deutschlands. Es hat mich interessiert, ob der Name auch einen biblischen Bezug hat. Aber das ist nicht der Fall, denn er leitet sich von einem allemanischen Ortsnamen ab. Später hat man diesen in Salem abgekürzt, wohl auch wegen des hebräischen Bezugs.
Kennt ihr Brennen muss Salem von Stephen King? Ich musste daran denken, da ja der Ort des Geschehens in unserem Drama Salem heißt. Das Salem gibt es in Massachusetts wirklich:
https://de.wikipedia.org/wiki/Salem_(...
Und der Ort zelebriert seine Berühmtheit durch das Drama mit z.B. einem Hexenmuseum. Stephen King hat in seiner Vampirgeschichte viele Anspielungen auf historische Gruselliteratur verarbeitet. Ich habe das Buch vor ca. zwei Jahren gelesen. Sein Salem hat er wie immer nach Maine, seinem Heimatstaat, gelegt, aber das gibt es nicht wirklich. Ich bin sicher, dass der Name Salem eine Anspielung auf unser Drama ist. Salem, der Ort, an dem das Böse Einzug hält. Salem steht übrigens für Frieden/Unversehrtheit, wie z.B. auch in Jerusalem (Stadt des Friedens).
In Deutschland gibt es auch ein bekanntes Salem, nahe des Bodensees mit einem der bekanntesten Internate Deutschlands. Es hat mich interessiert, ob der Name auch einen biblischen Bezug hat. Aber das ist nicht der Fall, denn er leitet sich von einem allemanischen Ortsnamen ab. Später hat man diesen in Salem abgekürzt, wohl auch wegen des hebräischen Bezugs.
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Semjon, Leserunden, Newsletter
(last edited Jan 16, 2026 02:06AM)
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Und weil ich mich gerade zurück erinnere noch einen Literaturtipp, wenn man sich den Puritanern als klassischen Roman nähern möchte. Da kann ich der Der scharlachrote Buchstabe von Nathaniel Hawthorne empfehlen. Einer der wichtigsten Klassiker der amerikanischen Literatur aus dem Jahr 1850.
Vielen Dank, Semjon, für Deine Hinweise. Salem mit den Konsonanten S-L-M ist eine Abwandlung des hebräischen Schalom bzw. Arabischen salaam, eigentlich also ein sehr einladender Name.Was die Nähe zwischen dem evangelischen und pietistisch/puritanischen Glauben angeht, hat ja Dein KI-Artikel schon darauf hingewiesen. Zentral ist auch die Überzeugung, das lediglich die Heilige Schrift Grundlage des Glaubens ist (“sola scriptura”). Trotzdem ist auch mir der Puritanismus und vor allem seine Prädestinationslehre fremder als der Katholizismus. Was den Unterschied zu den Pietisten angeht, so sagt der Name ja schon viel, “pius” = fromm, “purus” = rein, unbefleckt.
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