Rainer Bauer's Blog: Teufelnochmal
June 19, 2021
"Unter den Opfern 72 Leserinnen und Leser und der Autor."...
"Unter den Opfern 72 Leserinnen und Leser und der Autor."Ein Porträt des Schriftstellers als Mörder
Bücher waren Stimmen, die zu ihm sprachen, die nichts verlangten außer Zuwendung und immer da waren, wenn er sie brauchte. Mit einem Buch war er nie allein. Mit Büchern nahm er am Leben teil. Mit Büchern stand er auf, ging er aufs Klo und zu Bett. Überall schleppte er sie mit hin. Hatte er genug, klappte er sie zu und stellte sie ins Regal. Bücher hielten ihn am Leben, sie waren sein Motor, ließen ihn Kind, Ehemann, Sohn, Vater und Liebhaber sein, Madame Bovary oder Graf von Monte Christo, Harry Potter oder der Wolf, der Rotkäppchen frisst:
Aber Großmutter, was hast du für ein entsetzlich großes Maul!
In der Literatur kann man Sachen machen, die man sich im Leben nicht traut. Die Gedanken sind frei. Was gläubige Menschen in Kirchen und Moscheen trieb, suchte Gregor in Büchern. Ein guter Satz war eine Andacht, eine gute Seite ein Gebet, ein gutes Buch ein Hochamt. War ein Autor aufrichtig, adoptierte er ihn wie einen Hund, mit dem man nicht vor die Tür gehen musste. War er unaufrichtig, warf er ihn die Ecke wie Emils falschen Saurier.
Selten war ein Text vollkommen. Autoren kopierten erfolgreiche Autoren oder sich selbst. Sie wiederholten sich. Noch eine Leiche. Noch ein Serienkiller. Noch ein Verbrechen. Noch ein Zauberlehrling. Gregor sah sofort, was er nicht hätte sehen dürfen, wäre der Autor ein guter Autor gewesen. Gleich am Anfang, beim ersten Ton sah er das eitle Posieren, das Abgeguckte, Nachgeäffte, das Gegockel, die plumpe Anmache. Die schrägen Bilder. Die falschen Wörter. Die hohlen, tausendfach gehörten Sätze. Den falschen Zungenschlag, wenn Autoren mit Stimmen sprachen, die nicht ihre eigenen waren. Sie hatten keine Stimme, sie mussten sie erst noch finden, manche fanden sie nie. Wie im Leben, so auf dem Papier. Merken sie im Leben nichts, merken sie auch beim Schreiben nichts. Sie sehen sich nicht. Sie wissen nichts von sich.
Er sah und hörte es und war angeödet. Nach einer Seite konnte er, ohne dem Schreiber begegnet zu sein, ein zehnseitiges Gutachten über ihn verfassen: Was er gelesen hat, wen er nachahmt, worauf er hinauswill, wie emotional, kritikfähig und reflektiert er ist, wie selbstverliebt, verspielt, abgehoben und verblendet. Er konnte sagen, wer er war und wer er sein wollte. Wie viel er wollte und wie wenig er konnte. Menschen ahnen nicht, was sie von sich preisgeben, wenn sie schreiben.
›Du bist zu unnachsichtig, zu hart zu dir und anderen‹, meinte Lena, wenn sie über die Mühen des Schreibens sprachen. ›Du musst Verständnis haben! Wir vermögen alle zu wenig. Der Wille zählt, die Anstrengung, das Bemühen.‹
Nein, und abermals nein. Alles Erzählenswerte ist erzählt, nicht einmal, tausendmal. Es wird nicht neu erfunden, es wird neu interpretiert, um erneut vergessen und entdeckt zu werden.
›Es ist ein stetes Fließen wie die Gezeiten von Ebbe und Flut. Es kommt nicht darauf an, was du sagst. Es kommt darauf an, wie du es sagst. Wichtig ist nicht, Sex zu haben, sondern wie und mit wem. Frauen verstehen das, eine Salatmischung auch, nur Männer verstehen das nicht.‹
Männer? Ach, Männer! Wo gibt es noch richtige Männer! Aufgeblasene Unterhosen! Manchmal wollte er es mit blauen Bohnen sagen wie in einem schlechten Krimi. Seine Leserinnen und Leser an die Wand stellen und mit einer vollautomatischen Waffe durchsieben:
»Sie perforieren Ihr Publikum, Herr Erlkönig. Warum tun Sie das?«
»Schauen Sie, Herr Kommissar, man bleibt ja nicht stehen im Leben, man entwickelt sich. Ich experimentiere mit neuen Ausdrucksformen. Ich wollte es mal anders sagen. Deutlich, nachhaltig, unmissverständlich. Nicht mit Worten, mit Taten. Wie selten hat unsereins Erfolg! Wie selten hören wir ein Wort der Anerkennung!«
»Was haben Sie gehört? Ihre Lesung hat keiner überlebt!«
»Doch, einer. Der war ganz begeistert und sagte: ›Auweia, denen haben Sie’s aber gegeben. Das hat gesessen. Ich war hin und weg und bin es noch.‹ So eine Wortmeldung entschädigt mich für alles. Sie zeigt, dass ich auf dem richtigen Weg bin. Seit meiner Kindheit will ich verstanden werden. Ich sehne mich nach Liebe, aber nie hört jemand zu. Ich bin verzweifelt. Sie sind auch verzweifelt, Herr Kommissar, das sehe ich. Die vielen schlechten Menschen! Die vielen Verbrechen! Wie halten Sie das aus?«
»Verzweifelt? Darf ich das zu Protokoll nehmen?«
»Ein Aufschrei.«
»Ein ziemlich lauter Schrei, Herr Erlkönig! Zweiundsiebzig Tote!«
»Gewiss, Herr Kommissar - aber Leser. Leserinnen und Leser! Noch schlimmer: Leser*innen. Leute, die es gar nicht gibt, machen wir uns nichts vor. Die behaupten doch nur, sie würden lesen! Die stellen sich die Bücher doch nur ins Regal. In Wirklichkeit gucken sie Fußball, fummeln an ihrem Schwanz oder ihrer Alten rum, saufen Bier oder schießen auf Außerirdische.«
»Lassen Sie die Kirche im Dorf, Erlkönig!«
»Wie steht’s mit Ihnen, Herr Kommissar? Haben Sie eine Schule besucht? Können Sie schreiben? Geben Sie her den Rotz! Ich schreibe das Protokoll selbst.«
»Das ist nicht lustig. Wir sind nicht auf dem Jahrmarkt.«
»Nein, aber wir sollten zusammen hingehen. Ich war schon lange nicht mehr auf dem Jahrmarkt. Eins sag ich Ihnen: In die Achterbahn kriegen Sie mich nicht, da wird mir schwindlig. Geisterbahn fahre ich auch nicht, da kriege ich Angst. Ich muss dem Leben eine lustige Seite abgewinnen. Was soll ich sonst tun - mich erschießen? Zweiundsiebzig Leser und der Autor?! Das ist nicht Ihr Ernst. Das können Sie nicht wollen, Herr Kommissar«
Aus: Die Reise nach Bayern. Erschienen als Buch und .
"Zweiundsiebzig Leserinnen und Leser und der Autor."Ein P...
"Zweiundsiebzig Leserinnen und Leser und der Autor."Ein Porträt des Schriftstellers als Mörder
Bücher waren Stimmen, die zu ihm sprachen, die nichts verlangten außer Zuwendung und immer da waren, wenn er sie brauchte. Mit einem Buch war er nie allein. Mit Büchern nahm er am Leben teil. Mit Büchern stand er auf, ging er aufs Klo und zu Bett. Überall schleppte er sie mit hin. Hatte er genug, klappte er sie zu und stellte sie ins Regal. Bücher hielten ihn am Leben, sie waren sein Motor, ließen ihn Kind, Ehemann, Sohn, Vater und Liebhaber sein, Madame Bovary oder Graf von Monte Christo, Harry Potter oder der Wolf, der Rotkäppchen frisst:
Aber Großmutter, was hast du für ein entsetzlich großes Maul!
In der Literatur kann man Sachen machen, die man sich im Leben nicht traut. Die Gedanken sind frei. Was gläubige Menschen in Kirchen und Moscheen trieb, suchte Gregor in Büchern. Ein guter Satz war eine Andacht, eine gute Seite ein Gebet, ein gutes Buch ein Hochamt. War ein Autor aufrichtig, adoptierte er ihn wie einen Hund, mit dem man nicht vor die Tür gehen musste. War er unaufrichtig, warf er ihn die Ecke wie Emils falschen Saurier.
Selten war ein Text vollkommen. Autoren kopierten erfolgreiche Autoren oder sich selbst. Sie wiederholten sich. Noch eine Leiche. Noch ein Serienkiller. Noch ein Verbrechen. Noch ein Zauberlehrling. Gregor sah sofort, was er nicht hätte sehen dürfen, wäre der Autor ein guter Autor gewesen. Gleich am Anfang, beim ersten Ton sah er das eitle Posieren, das Abgeguckte, Nachgeäffte, das Gegockel, die plumpe Anmache. Die schrägen Bilder. Die falschen Wörter. Die hohlen, tausendfach gehörten Sätze. Den falschen Zungenschlag, wenn Autoren mit Stimmen sprachen, die nicht ihre eigenen waren. Sie hatten keine Stimme, sie mussten sie erst noch finden, manche fanden sie nie. Wie im Leben, so auf dem Papier. Merken sie im Leben nichts, merken sie auch beim Schreiben nichts. Sie sehen sich nicht. Sie wissen nichts von sich.
Er sah und hörte es und war angeödet. Nach einer Seite konnte er, ohne dem Schreiber begegnet zu sein, ein zehnseitiges Gutachten über ihn verfassen: Was er gelesen hat, wen er nachahmt, worauf er hinauswill, wie emotional, kritikfähig und reflektiert er ist, wie selbstverliebt, verspielt, abgehoben und verblendet. Er konnte sagen, wer er war und wer er sein wollte. Wie viel er wollte und wie wenig er konnte. Menschen ahnen nicht, was sie von sich preisgeben, wenn sie schreiben.
›Du bist zu unnachsichtig, zu hart zu dir und anderen‹, meinte Lena, wenn sie über die Mühen des Schreibens sprachen. ›Du musst Verständnis haben! Wir vermögen alle zu wenig. Der Wille zählt, die Anstrengung, das Bemühen.‹
Nein, und abermals nein. Alles Erzählenswerte ist erzählt, nicht einmal, tausendmal. Es wird nicht neu erfunden, es wird neu interpretiert, um erneut vergessen und entdeckt zu werden.
›Es ist ein stetes Fließen wie die Gezeiten von Ebbe und Flut. Es kommt nicht darauf an, was du sagst. Es kommt darauf an, wie du es sagst. Wichtig ist nicht, Sex zu haben, sondern wie und mit wem. Frauen verstehen das, eine Salatmischung auch, nur Männer verstehen das nicht.‹
Männer? Ach, Männer! Wo gibt es noch richtige Männer! Aufgeblasene Unterhosen! Manchmal wollte er es mit blauen Bohnen sagen wie in einem schlechten Krimi. Seine Leserinnen und Leser an die Wand stellen und mit einer vollautomatischen Waffe durchsieben:
»Sie perforieren Ihr Publikum, Herr Erlkönig. Warum tun Sie das?«
»Schauen Sie, Herr Kommissar, man bleibt ja nicht stehen im Leben, man entwickelt sich. Ich experimentiere mit neuen Ausdrucksformen. Ich wollte es mal anders sagen. Deutlich, nachhaltig, unmissverständlich. Nicht mit Worten, mit Taten. Wie selten hat unsereins Erfolg! Wie selten hören wir ein Wort der Anerkennung!«
»Was haben Sie gehört? Ihre Lesung hat keiner überlebt!«
»Doch, einer. Der war ganz begeistert und sagte: ›Auweia, denen haben Sie’s aber gegeben. Das hat gesessen. Ich war hin und weg und bin es noch.‹ So eine Wortmeldung entschädigt mich für alles. Sie zeigt, dass ich auf dem richtigen Weg bin. Seit meiner Kindheit will ich verstanden werden. Ich sehne mich nach Liebe, aber nie hört jemand zu. Ich bin verzweifelt. Sie sind auch verzweifelt, Herr Kommissar, das sehe ich. Die vielen schlechten Menschen! Die vielen Verbrechen! Wie halten Sie das aus?«
»Verzweifelt? Darf ich das zu Protokoll nehmen?«
»Ein Aufschrei.«
»Ein ziemlich lauter Schrei, Herr Erlkönig! Zweiundsiebzig Tote!«
»Gewiss, Herr Kommissar - aber Leser. Leserinnen und Leser! Noch schlimmer: Leser*innen. Leute, die es gar nicht gibt, machen wir uns nichts vor. Die behaupten doch nur, sie würden lesen! Die stellen sich die Bücher doch nur ins Regal. In Wirklichkeit gucken sie Fußball, fummeln an ihrem Schwanz oder ihrer Alten rum, saufen Bier oder schießen auf Außerirdische.«
»Lassen Sie die Kirche im Dorf, Erlkönig!«
»Wie steht’s mit Ihnen, Herr Kommissar? Haben Sie eine Schule besucht? Können Sie schreiben? Geben Sie her den Rotz! Ich schreibe das Protokoll selbst.«
»Das ist nicht lustig. Wir sind nicht auf dem Jahrmarkt.«
»Nein, aber wir sollten zusammen hingehen. Ich war schon lange nicht mehr auf dem Jahrmarkt. Eins sag ich Ihnen: In die Achterbahn kriegen Sie mich nicht, da wird mir schwindlig. Geisterbahn fahre ich auch nicht, da kriege ich Angst. Ich muss dem Leben eine lustige Seite abgewinnen. Was soll ich sonst tun - mich erschießen? Zweiundsiebzig Leser und der Autor?! Das ist nicht Ihr Ernst. Das können Sie nicht wollen, Herr Kommissar«
Aus: Die Reise nach Bayern. Erschienen als Buch und .
October 5, 2020
Der Pr��sident frisst Helen Shuster
VorabdruckDer Pr��sident frisst Helen ShusterThe President Eats Helen Shuster
Saurier und Zeit, die Memoiren des letzten T-rex, wurde in siebenundvierzig Sprachen ��bersetzt und millionenfach verkauft. Was dr��ckte sich in diesen Verkaufszahlen aus? Was suchten die Menschen in dem Buch? Offensichtlich gab es eine tiefverwurzelte Sehnsucht. Doch wonach? Vergangenheit? Eine Zeit, als Gr����e noch z��hlte? Als noch z��hlte, was man sehen und anfassen konnte und nicht Dinge, die gar nicht da waren?
Als Fakten noch Fakten waren und nicht verhandelbar?
Einmal f��nfzig Tonnen wiegen, aufstampfen, dass die Erde bebt?
Br��llen? Angst und Schrecken verbreiten?
Gesehen werden? Nie mehr abgeh��ngt?
Nie mehr Kontrollverlust?
Wir holen uns unser Land zur��ck?
Grass, Walser, Handke, R��hmkorf und wie sie alle hie��en, die Schriftstellerikonen jener Zeit, wurden in dunkle Ecken verbannt. Wer liest den Butt, wenn er sich f��rs gleiche Geld einen Saurier kaufen kann, der Ed hei��t?, fragte ein gl��cklicher Buchh��ndler ins hingehaltene Mikrofon.
In den Eingangsbereichen und Schaufenstern der Buchhandlungen stapelten sich B��chert��rme, flankiert von sitzenden und stehenden Eds, Einzelkinder oder kunstvoll arrangierte Familienaufstellungen, deckenhohe Plastik-Eds und handliche Pl��schtiere zum guten Buch. Der B��rsenverein sprach von einer Frischzellenkur f��r den Buchhandel. Die Erstauflage von hunderttausend Exemplaren ging in wenigen Tagen ��ber den Ladentisch, es wurde nachgedruckt.
Agenten pr��gelten sich um die ��bersetzungsrechte.
Der Gro��kritiker Umberto Uribe Urinal k��ndigte ein Feuerwerk von einem Roman an! Sprachm��chtig, meisterhaft in Prosa gesetzt, unvergleichlich mutig, herzzerrei��end, begl��ckend. Ein ergreifendes Melodram von best��rzender Zartheit und beeindruckender Wucht, innovativ, bewegend und zum Weinen sch��n. Sehr gegenw��rtig und an die Grundfragen des Daseins r��hrend: Wer bin ich? Wer will ich sein? Ganz gro��e Fragen wurden gestellt und auf jeder Seite beantwortet, in jedem Satz, ach was, jedem Wort und mit einer emotionalen Intensit��t, die ihresgleichen sucht in der deutschen Literatur.
Schn��rkellose, glasklare Prosa.
Ein Sch��ttelfrost der Gef��hle!
Gro��e Literatur.
Ein Meisterwerk!
Muss man lesen.
Her mit dem Nobelpreis!
Dem T-rex zu entkommen war schlechterdings unm��glich. Ein Hamburger Nachrichtenmagazin ver��ffentlichte ein Gespr��ch des Herausgebers mit Ed, das als Schwarzw��lder-H��ttengespr��ch, von einem namhaften Historiker j��ngst als H��ttenk��se apostrophiert, in die Annalen einging. An diesem Tag entstand das ber��hmte Foto, das zwei Wanderer auf einem Feldweg zeigt, links der Journalist, daneben Ed der Saurier, der von hinten aussieht wie der Osterhase.
Alle haben ihn gesehen, tats��chlich war er gar nicht da. Wer sich das Bild heute ansieht, dem f��llt sofort auf, dass die Person in der ausgebeulten schwarzen Hose mit dem Hut auf dem Kopf und einem Rucksack auf dem R��cken weder ein Saurier noch ein Osterhase ist, sondern der Philosoph Martin Heidegger.
Umberto Uribe Urinal setzte den Ton. Gro��e Bl��tter folgten, kleinere zogen nach, Radio und Fernsehen sorgten f��r entsprechende Echos. Tagesschau und Heute berichteten. Jeder versuchte zu gefallen, indem er noch eins draufsetzte.
Bin zutiefst aufgew��hlt!
Habe nie etwas Vergleichbares gelesen.
Fantastisch gut! Mitrei��end! Exzessiv!
Stellt bohrende Fragen.
L��sst dich nicht mehr los.
Habe es verschlungen und wurde von ihm verschlungen.
Zieht dir den Boden unter den F����en weg.
Ein Pr��historiker schenkt uns die Literatur von morgen schon heute!
Entwickelt einen unglaublichen Sog.
Frisst dich auf, zerst��rt dich und setzt dich neu zusammen!
Macht mich fassungslos!
M��nner zogen aus dem ehelichen Schlafzimmer aus und legten sich im Wohnzimmer mit aufblasbaren Sauriern auf die Couch. Als die japanische ��bersetzung erschien, brach in Tokio eine Massenpanik aus. In New York bildeten Leserinnen und Leser mit ��bergest��lpten Saurierk��pfen eine Warteschlange, die von der Wall Street bis zum Central Park reichte, um ein Exemplar der Erstausgabe zu ergattern.
Die russische Himalaja-Expedition geriet auf dem R��ckweg vom Gipfel des Mount Everest in eine Schlechtwetterfront und ist bis heute verschollen. Geblieben ist ein Gruppenfoto, aufgenommen kurz vor dem Abstieg: Saurier auf dem Gipfel des Everest! Die Teilnehmer waren zur Feier des Tages in Saurierkost��me geschl��pft.
Das Urteil der Kritik war einhellig, die Lobeshymnen so zahlreich, dass vereinzelte kritische Stimmen, die etwas von Gleichschaltung und Gehirnw��sche murmelten, verstummten. Wie konnte ein Buch einen solchen Fl��chenbrand ausl��sen? Die Menschen hatten kein Buch gelesen, sondern einen psychodelischen Pilz gegessen, der ihnen die Sinne vernebelte.
F��r andere B��cher waren sie verloren. Sie lasen Saurier und Zeit ein zweites, ein drittes, ein viertes und f��nftes Mal. Das Buch sei unendlich reich und tief, sagten sie, sie entdeckten immer wieder etwas Neues, das sie zuvor nicht bemerkt hatten. Der Literaturpapst der anderen gro��en deutschen Wochenzeitung, Uribe Urinals Konkurrent, bemerkte in einer hellsichtigen Minute:
��Saurier und Zeit�� hat uns allen den Stecker gezogen.
Den Stecker? Okay, so kann man es auch sagen. Irgendjemand muss vergessen haben, ihn wieder reinzustecken. In einer Zeit, in der das Buch scharenweise Leser verlor, kr��nte Sammy seinen Triumph mit einer Einladung ins Wei��e Haus in Washington. Ein Foto zeigt ihn mit dem Pr��sidenten, der sich im Wahlkampf als Der traurige Ed inszenierte:
Ich weine um mein Land!
Eine Journalistin fragte ihn in einer Pressekonferenz:
��Sir? Ihre Anh��nger ziehen mordend und eierlegend durchs Land und benutzen menschliche Knochen als Zahnstocher. Was sagen Sie dazu?��
Er schenkte ihr sein strahlendes L��cheln, strich sich seine gelben, pappigen Haare zur��ck, nahm ihr das Mikrofon aus der Hand und bedankte sich artig:
��Thank you, Honey.��
Er packte sie wie einen Kanarienvogel, biss ihr vor laufender Kamera den Kopf ab, fra�� sie auf, nagte sie ab und pulte sich mit ihrem Unterschenkelknochen die Fleischreste aus den Z��hnen. Eine Stunde sp��ter hatte er zehn Millionen neue Facebook-Freunde und acht Millionen neue Twitter-Follower. Das Video The President eats Helen Shuster (Der Pr��sident frisst Helen Shuster) wurde zwei Milliarden Mal geklickt. Sein B��ro wurde ��berschwemmt mit Anfragen der Lebensmittelindustrie, die die Bildrechte erwerben wollte und Privatpersonen, die sich pr��sidiale Unterst��tzung erhofften f��r die Kampagnen Gesunde Ern��hrung von Schulkindern und Esst weniger Zucker!
Seine Beliebtheitswerte gingen durch die Decke.
Vorabdruck aus: Am Ende des Tages holt der Elefant im Raum die Kuh vom Eis, ca. 400 Seiten, Roman, erscheint 2021
Copyright �� 2020 Rainer Bauer
Dieser Artikel ist urheberrechtlich gesch��tzt. Jede Vervielf��ltigung und Verwertung, ��ffentliche Zug��nglichmachung, auch auszugsweise, insbesondere in elektronischer Form, ist ohne schriftliche Zustimmung des Autors urheberrechtswidrig und und kann straf- und zivilrechtliche Sanktionen nach sich ziehen.
Der Präsident frisst Helen Shuster
VorabdruckDer Präsident frisst Helen ShusterThe President Eats Helen Shuster
Saurier und Zeit, die Memoiren des letzten T-rex, wurde in siebenundvierzig Sprachen übersetzt und millionenfach verkauft. Was drückte sich in diesen Verkaufszahlen aus? Was suchten die Menschen in dem Buch? Offensichtlich gab es eine tiefverwurzelte Sehnsucht. Doch wonach? Vergangenheit? Eine Zeit, als Größe noch zählte? Als noch zählte, was man sehen und anfassen konnte und nicht Dinge, die gar nicht da waren?
Als Fakten noch Fakten waren und nicht verhandelbar?
Einmal fünfzig Tonnen wiegen, aufstampfen, dass die Erde bebt?
Brüllen? Angst und Schrecken verbreiten?
Gesehen werden? Nie mehr abgehängt?
Nie mehr Kontrollverlust?
Wir holen uns unser Land zurück?
Grass, Walser, Handke, Rühmkorf und wie sie alle hießen, die Schriftstellerikonen jener Zeit, wurden in dunkle Ecken verbannt. Wer liest den Butt, wenn er sich fürs gleiche Geld einen Saurier kaufen kann, der Ed heißt?, fragte ein glücklicher Buchhändler ins hingehaltene Mikrofon.
In den Eingangsbereichen und Schaufenstern der Buchhandlungen stapelten sich Büchertürme, flankiert von sitzenden und stehenden Eds, Einzelkinder oder kunstvoll arrangierte Familienaufstellungen, deckenhohe Plastik-Eds und handliche Plüschtiere zum guten Buch. Der Börsenverein sprach von einer Frischzellenkur für den Buchhandel. Die Erstauflage von hunderttausend Exemplaren ging in wenigen Tagen über den Ladentisch, es wurde nachgedruckt.
Agenten prügelten sich um die Übersetzungsrechte.
Der Großkritiker Umberto Uribe Urinal kündigte ein Feuerwerk von einem Roman an! Sprachmächtig, meisterhaft in Prosa gesetzt, unvergleichlich mutig, herzzerreißend, beglückend. Ein ergreifendes Melodram von bestürzender Zartheit und beeindruckender Wucht, innovativ, bewegend und zum Weinen schön. Sehr gegenwärtig und an die Grundfragen des Daseins rührend: Wer bin ich? Wer will ich sein? Ganz große Fragen wurden gestellt und auf jeder Seite beantwortet, in jedem Satz, ach was, jedem Wort und mit einer emotionalen Intensität, die ihresgleichen sucht in der deutschen Literatur.
Schnörkellose, glasklare Prosa.
Ein Schüttelfrost der Gefühle!
Große Literatur.
Ein Meisterwerk!
Muss man lesen.
Her mit dem Nobelpreis!
Dem T-rex zu entkommen war schlechterdings unmöglich. Ein Hamburger Nachrichtenmagazin veröffentlichte ein Gespräch des Herausgebers mit Ed, das als Schwarzwälder-Hüttengespräch, von einem namhaften Historiker jüngst als Hüttenkäse apostrophiert, in die Annalen einging. An diesem Tag entstand das berühmte Foto, das zwei Wanderer auf einem Feldweg zeigt, links der Journalist, daneben Ed der Saurier, der von hinten aussieht wie der Osterhase.
Alle haben ihn gesehen, tatsächlich war er gar nicht da. Wer sich das Bild heute ansieht, dem fällt sofort auf, dass die Person in der ausgebeulten schwarzen Hose mit dem Hut auf dem Kopf und einem Rucksack auf dem Rücken weder ein Saurier noch ein Osterhase ist, sondern der Philosoph Martin Heidegger.
Umberto Uribe Urinal setzte den Ton. Große Blätter folgten, kleinere zogen nach, Radio und Fernsehen sorgten für entsprechende Echos. Tagesschau und Heute berichteten. Jeder versuchte zu gefallen, indem er noch eins draufsetzte.
Bin zutiefst aufgewühlt!
Habe nie etwas Vergleichbares gelesen.
Fantastisch gut! Mitreißend! Exzessiv!
Stellt bohrende Fragen.
Lässt dich nicht mehr los.
Habe es verschlungen und wurde von ihm verschlungen.
Zieht dir den Boden unter den Füßen weg.
Ein Prähistoriker schenkt uns die Literatur von morgen schon heute!
Entwickelt einen unglaublichen Sog.
Frisst dich auf, zerstört dich und setzt dich neu zusammen!
Macht mich fassungslos!
Männer zogen aus dem ehelichen Schlafzimmer aus und legten sich im Wohnzimmer mit aufblasbaren Sauriern auf die Couch. Als die japanische Übersetzung erschien, brach in Tokio eine Massenpanik aus. In New York bildeten Leserinnen und Leser mit übergestülpten Saurierköpfen eine Warteschlange, die von der Wall Street bis zum Central Park reichte, um ein Exemplar der Erstausgabe zu ergattern.
Die russische Himalaja-Expedition geriet auf dem Rückweg vom Gipfel des Mount Everest in eine Schlechtwetterfront und ist bis heute verschollen. Geblieben ist ein Gruppenfoto, aufgenommen kurz vor dem Abstieg: Saurier auf dem Gipfel des Everest! Die Teilnehmer waren zur Feier des Tages in Saurierkostüme geschlüpft.
Das Urteil der Kritik war einhellig, die Lobeshymnen so zahlreich, dass vereinzelte kritische Stimmen, die etwas von Gleichschaltung und Gehirnwäsche murmelten, verstummten. Wie konnte ein Buch einen solchen Flächenbrand auslösen? Die Menschen hatten kein Buch gelesen, sondern einen psychodelischen Pilz gegessen, der ihnen die Sinne vernebelte.
Für andere Bücher waren sie verloren. Sie lasen Saurier und Zeit ein zweites, ein drittes, ein viertes und fünftes Mal. Das Buch sei unendlich reich und tief, sagten sie, sie entdeckten immer wieder etwas Neues, das sie zuvor nicht bemerkt hatten. Der Literaturpapst der anderen großen deutschen Wochenzeitung, Uribe Urinals Konkurrent, bemerkte in einer hellsichtigen Minute:
»Saurier und Zeit« hat uns allen den Stecker gezogen.
Den Stecker? Okay, so kann man es auch sagen. Irgendjemand muss vergessen haben, ihn wieder reinzustecken. In einer Zeit, in der das Buch scharenweise Leser verlor, krönte Sammy seinen Triumph mit einer Einladung ins Weiße Haus in Washington. Ein Foto zeigt ihn mit dem Präsidenten, der sich im Wahlkampf als Der traurige Ed inszenierte:
Ich weine um mein Land!
Eine Journalistin fragte ihn in einer Pressekonferenz:
»Sir? Ihre Anhänger ziehen mordend und eierlegend durchs Land und benutzen menschliche Knochen als Zahnstocher. Was sagen Sie dazu?«
Er schenkte ihr sein strahlendes Lächeln, strich sich seine gelben, pappigen Haare zurück, nahm ihr das Mikrofon aus der Hand und bedankte sich artig:
»Thank you, Honey.«
Er packte sie wie einen Kanarienvogel, biss ihr vor laufender Kamera den Kopf ab, fraß sie auf, nagte sie ab und pulte sich mit ihrem Unterschenkelknochen die Fleischreste aus den Zähnen. Eine Stunde später hatte er zehn Millionen neue Facebook-Freunde und acht Millionen neue Twitter-Follower. Das Video The President eats Helen Shuster (Der Präsident frisst Helen Shuster) wurde zwei Milliarden Mal geklickt. Sein Büro wurde überschwemmt mit Anfragen der Lebensmittelindustrie, die die Bildrechte erwerben wollte und Privatpersonen, die sich präsidiale Unterstützung erhofften für die Kampagnen Gesunde Ernährung von Schulkindern und Esst weniger Zucker!
Seine Beliebtheitswerte gingen durch die Decke.
Vorabdruck aus: Am Ende des Tages holt der Elefant im Raum die Kuh vom Eis, ca. 400 Seiten, Roman, erscheint 2021
Copyright © 2020 Rainer Bauer
Dieser Artikel ist urheberrechtlich geschützt. Jede Vervielfältigung und Verwertung, öffentliche Zugänglichmachung, auch auszugsweise, insbesondere in elektronischer Form, ist ohne schriftliche Zustimmung des Autors urheberrechtswidrig und und kann straf- und zivilrechtliche Sanktionen nach sich ziehen.
October 28, 2019
Der T-Rex ist nach Diktat verreist - Eine wahre Geschichte
p.p1 {margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; text-align: justify; font: 12.0px 'Times New Roman'} p.p2 {margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; text-align: justify; font: 12.0px 'Times New Roman'; min-height: 15.0px} Das Buch aus dem EisRussland 2005. Nördliches Eismeer. Im auftauenden Frostboden einer kleinen nordsibirischen Insel werden die Überreste eines Mammuts entdeckt. Das Exemplar ist gut erhalten. Aus einer Wunde sickert Blut. Doch wichtiger ist ein anderer Zufallsfund, der eigentlich nicht existieren dürfte: ein Buch. Artefakt 19. Eingeschlossen im ewigen Eis wartet es auf seine ersten Leser - seit einer Million Jahren.
Ein internationales Team von Sachverständigen wird mit der Untersuchung beauftragt. Zu ihnen gehört der Deutsche Samuel T. Epstein. Doch Epstein arbeitet auf eigene Rechnung und zahlt dafür einen hohen Preis.
Die 3-teilige Serie Das Buch aus dem Eis erzählt einen wahren Krimi. Sie lüftet das Geheimnis von Artefakt 19 und veröffentlicht zum ersten Mal - als Weltpremiere: Das Original. Das Buch aus dem Eis.
Jetzt neu - in allen Shops, wo es eBooks gibt -
und als Buch ==> hier:
==> Bei WELTBILD==> Bei THALIA==> Bei AMAZON... und allen anderen Shops
February 7, 2019
Asymmetrische Kriegf��hrung Offener Brief an Agenturen und Verlage
Terror nennt man asymmetrische Kriegf��hrung. Der Einzelne gegen die Gesellschaft, der Osten gegen den Westen, David gegen Goliath. Auch Autoren f��hren asymmetrische Kriege - gegen die T��rsteher des Literaturbetriebs, die ihnen den Zutritt verwehren; gegen Feuilletons, die sie nicht zur Kenntnis nehmen; gegen die ��konomie der Aufmerksamkeit, die ihre Scheinwerfer auf jede Sau richtet, die durchs Dorf getrieben wird, nur nicht auf sie.
Auch ich habe unverlangt Manuskripte eingeschickt. Habe Zeit, Aufwand und Kosten investiert und bin zu der Erkenntnis gekommen: Es lohnt nicht. Stephen Hawking sagte einmal: Information bleibt erhalten. Materie verschwindet nicht, auch wenn sie in ein Schwarzes Loch f��llt. Das ist falsch. Schicken Sie mal ein Manuskript an eine Agentur oder einen Verlag. Sie h��ren nie wieder davon. Lesen Sie es lieber Ihrer Katze vor.
Mit Qualit��t hat das auch, aber beileibe nicht immer zu tun. Bekannte Autoren erhielten quer durch die Bank mehr als hundert Absagen; vertreten ist, was Rang und Namen hat. Leuchtet Ihnen sonst nichts ein, dieses Argument tut es ganz sicher, es hei��t schlicht: Ich. Und bedeutet: Ich dr��nge mich nicht auf. Verschicke nicht unverlangt Manuskripte an irgendwen, irgendwo. Ich mag keine asymmetrischen Beziehungen. Und Kriegf��hrung sowieso nicht!
So habe ich meine B��cher selbst ver��ffentlicht. Zum Beispiel hier: https://www.amazon.de/Rainer-Bauer/e/B00F5UZ4YM. Indessen erreiche ich nur einen kleinen Teil des Marktes: Da ist mehr drin! Mit anderen Worten: Ich suche einen Partner.
Mit freundlichen Gr����en
Rainer Bauer
Asymmetrische Kriegführung Offener Brief an Agenturen und Verlage
Terror nennt man asymmetrische Kriegführung. Der Einzelne gegen die Gesellschaft, der Osten gegen den Westen, David gegen Goliath. Auch Autoren führen asymmetrische Kriege - gegen die Türsteher des Literaturbetriebs, die ihnen den Zutritt verwehren; gegen Feuilletons, die sie nicht zur Kenntnis nehmen; gegen die Ökonomie der Aufmerksamkeit, die ihre Scheinwerfer auf jede Sau richtet, die durchs Dorf getrieben wird, nur nicht auf sie.
Auch ich habe unverlangt Manuskripte eingeschickt. Habe Zeit, Aufwand und Kosten investiert und bin zu der Erkenntnis gekommen: Es lohnt nicht. Stephen Hawking sagte einmal: Information bleibt erhalten. Materie verschwindet nicht, auch wenn sie in ein Schwarzes Loch fällt. Das ist falsch. Schicken Sie mal ein Manuskript an eine Agentur oder einen Verlag. Sie hören nie wieder davon. Lesen Sie es lieber Ihrer Katze vor.
Mit Qualität hat das auch, aber beileibe nicht immer zu tun. Bekannte Autoren erhielten quer durch die Bank mehr als hundert Absagen; vertreten ist, was Rang und Namen hat. Leuchtet Ihnen sonst nichts ein, dieses Argument tut es ganz sicher, es heißt schlicht: Ich. Und bedeutet: Ich dränge mich nicht auf. Verschicke nicht unverlangt Manuskripte an irgendwen, irgendwo. Ich mag keine asymmetrischen Beziehungen. Und Kriegführung sowieso nicht!
So habe ich meine Bücher selbst veröffentlicht. Zum Beispiel hier: https://www.amazon.de/Rainer-Bauer/e/B00F5UZ4YM. Indessen erreiche ich nur einen kleinen Teil des Marktes: Da ist mehr drin! Mit anderen Worten: Ich suche einen Partner.
Mit freundlichen Grüßen
Rainer Bauer
November 16, 2018
Asymmetrische Kriegsführung Offener Brief an Agenturen und Verlage
Terror nennt man asymmetrische Kriegsführung. Der Einzelne gegen die Gesellschaft, gegen den Westen, gegen das Schweinesystem. David gegen Goliath. Auch Autoren führen asymmetrische Kriege - gegen die Türsteher des Literaturbetriebs, die ihnen den Zutritt verweigern; gegen die Feuilletons, die sie nicht zur Kenntnis nehmen; gegen die Ökonomie der Aufmerksamkeit, die ihre Scheinwerfer auf jede Sau richtet, die durchs Dorf rennt, nur nicht auf sie.
Auch ich habe unverlangt Manuskripte eingeschickt. Ich habe Zeit, Aufwand und Kosten investiert und bin zu der Erkenntnis gekommen: Es lohnt nicht. Stephen Hawking sagte: Information bleibt erhalten. Materie verschwindet nicht, auch wenn sie in ein Schwarzes Loch fällt. Das ist nachweislich falsch. Schicken Sie mal ein Manuskript an eine Agentur oder einen Verlag. Sie hören nie wieder davon. Mein Rat ist: Lesen Sie es lieber Ihrer Katze vor.
Mit Qualität hat das gar nichts zu tun. Bekannte Autoren erhielten quer durch die Bank mehr als hundert Absagen; vertreten ist, was Rang und Namen hat.
Wenn Ihnen sonst nichts einleuchtet, leuchtet Ihnen dieses Argument ganz sicher ein, denn Sie müssen nur an sich denken. Es (das Argument, falls Sie den letzten Satz vergessen haben) heißt schlicht: Ich. Es bedeutet (immer noch das Argument): Ich dränge mich nicht auf. Ich verschicke nicht unverlangt Manuskripte an irgendwen, irgendwo. Ich hasse es, belästigt zu werden. Ich mag keine asymmetrischen Beziehungen.
So habe ich meine Bücher selbst veröffentlicht. Zum Beispiel hier: https://www.amazon.de/Rainer-Bauer/e/B00F5UZ4YM. Die Titel „Zimmer mit Meerblick“ und „Zwei Wochen Halbpension“ laufen einigermaßen. Indessen erreiche ich mit ihnen nur einen kleinen Teil des Buchmarkts: Da ist mehr drin! Mit anderen Worten: Ich suche einen Partner auf Augenhöhe. Jetzt höre ich mich an wie ein Datingportal: Nein, ich suche keine Frau!
Ich suche eine Top-Agentur und/oder einen Publikumsverlag. Beginnen Sie mit Hanser und steigern Sie sich, dann wissen Sie, was ich meine. Ich freue mich, von Ihnen zu hören. Im Hauptberuf bin ich Psychologe. Ich kann Ihnen helfen, glauben Sie mir.
Mit freundlichen Grüßen
Rainer Bauer
November 2, 2016
Frauen kriegen Wechseljahre, M��nner die Krise
p.p1 {margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 32.0px 'Times New Roman'; color: #b1ecff; -webkit-text-stroke: #a3e8ff} p.p2 {margin: 0.0px 0.0px 0.0px 0.0px; font: 32.0px 'Times New Roman'; color: #b1ecff; -webkit-text-stroke: #a3e8ff; min-height: 37.0px} span.s1 {font-kerning: none} Zimmer mit MeerblickEine Romanze von Meer und LandDie Katzenbuckel-Romane 1345 SeiteneBook: 4,99 EuroTaschenbuch: 12,90 EuroKindle Unlimited��Ein Ehepaar macht zwei Wochen Urlaub. Mann und Frau wollen wieder zueinander finden. Ob das gelingt? Spannend!����Noch k��stlicher und humorvoller kann man das Leben nicht beschreiben.����Der Roman geh��rt zu den Besten, die ich in letzter Zeit gelesen habe.����Portr��t einer Paarbeziehung - und ein gro��es Lesevergn��gen!����Wundervoller Schreibstil ... einzigartige Geschichte ... Humor und Tiefe ...����Super Freizeitlekt��re.����Also ich hab mich ja schon lange nicht mehr so weggeschmissen vor Lachen, das Buch kann ich nur mit ausgezeichnet bewerten, echt klasse!����Ich vergebe gef��hlte 10 Sterne!����Das ist seit langem mal wieder ein Buch, das einen daran erinnert, dass der Mensch Lachmuskeln besitzt. Mit diesem Buch kommen sie auf ihre Kosten. Denn lachen ist gesund.����Ich lese gerade in Deinem Buch. Einfach nur Spitze. Ich bin nur noch am Lachen. Gratulation!����Uneingeschr��nkte Empfehlung, wenn Sie sich am��sieren, nachdenken und vor allem herzhaft lachen wollen!����Friedrich Karl Katzenbuckel hat mehr von uns, als uns lieb sein kann.����Wie aus der Realit��t - gro��artig!����Herrlich und leicht!����Hat Spa�� gemacht im Hotel Europa! ***** Sterne!����... habe mich k��stlich am��siert. Einige Textpassagen sind einfach nur genial!����Beste Unterhaltung!����Wundersch��nes Buch!!!����Ideal, um ein wenig abzuschalten.����Ich habe das Buch in einem Rutsch gelesen.����Leicht und doch nachdenklich!��
Hinweis f��r meine Leserinnen und Leser vor dem Kauf
Zimmer mit Meerblick ist der erste von drei Katzenbuckel-Romanen mit jeweils 350 bis 400 Seiten. Darin steckt jahrelange Arbeit. Gut Ding will Weile haben (bei mir zumindest). Indessen wollte ich so lang nicht warten. Aus diesem Grund habe ich in den letzten Jahren f��nf in sich abgeschlossene Teile ver��ffentlicht - die Reihe Der Wind um Mitternacht.
Das hatte Vor- und Nachteile. Der Vorteil waren die kurzen Zeitabst��nde. Der Nachteil, dass Ihr die Geschichte in ihren Zusammenh��ngen nicht oder nur schwer ��berblicken konntet. Gleichwohl hat die Reihe eine Anzahl von Fans gewonnen; das hat mir gezeigt, dass ich auf dem richtigen Weg bin.
Ich hatte und habe ungez��hlte ���Viel-Arbeit-wenig-Lohn-Wozu-mache-ich-das-Leckt-mich-am-Arsch���-Momente. Mit einem ���Gef��llt mir���, einer begeisterten Rezension oder einem Kommentar habt Ihr mich immer wieder auf die Reise geschickt. Das habt Ihr davon: Die Katzenbuckel-Romane - erstmals vollst��ndig und in der richtigen Reihenfolge. Ich hoffe, ihr habt so viel Spa�� beim Lesen wie ich beim Schreiben. Denn das wollen wir doch mal festhalten: Leiden sind umsonst, Spa�� ist harte Arbeit, aber daf��r leben wir.
Frauen kriegen Wechseljahre, Männer die Krise
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Hinweis für meine Leserinnen und Leser vor dem Kauf
Zimmer mit Meerblick ist der erste von drei Katzenbuckel-Romanen mit jeweils 350 bis 400 Seiten. Darin steckt jahrelange Arbeit. Gut Ding will Weile haben (bei mir zumindest). Indessen wollte ich so lang nicht warten. Aus diesem Grund habe ich in den letzten Jahren fünf in sich abgeschlossene Teile veröffentlicht - die Reihe Der Wind um Mitternacht.
Das hatte Vor- und Nachteile. Der Vorteil waren die kurzen Zeitabstände. Der Nachteil, dass Ihr die Geschichte in ihren Zusammenhängen nicht oder nur schwer überblicken konntet. Gleichwohl hat die Reihe eine Anzahl von Fans gewonnen; das hat mir gezeigt, dass ich auf dem richtigen Weg bin.
Ich hatte und habe ungezählte „Viel-Arbeit-wenig-Lohn-Wozu-mache-ich-das-Leckt-mich-am-Arsch“-Momente. Mit einem „Gefällt mir“, einer begeisterten Rezension oder einem Kommentar habt Ihr mich immer wieder auf die Reise geschickt. Das habt Ihr davon: Die Katzenbuckel-Romane - erstmals vollständig und in der richtigen Reihenfolge. Ich hoffe, ihr habt so viel Spaß beim Lesen wie ich beim Schreiben. Denn das wollen wir doch mal festhalten: Leiden sind umsonst, Spaß ist harte Arbeit, aber dafür leben wir.
Teufelnochmal
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