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Betrunken Quotes

Quotes tagged as "betrunken" Showing 1-4 of 4
Carina Bartsch
“»Schnuggi«, rief ich, doch Elyas reagierte nicht.
Der Typ lief mir einfach viel zu schnell. Es war schwer genug, einen Fuß erfolgreich vor den anderen zu setzen, an Tempo war dabei nicht einmal zu denken. Ich wusste nicht, warum Elyas ausgerechnet heute der Meinung war, er müsse einen neuen Rekord aufstellen.
»Niss soo schnell, Elyas … Hicks«
»Emely«, sagte er, stoppte und wandte sich zu mir um. »Wenn wir noch langsamer laufen, dann stehen wir.«
»Gar nich waahhr.«
»Doch, es ist die Wahrheit. Ich warte bereits auf die erste Schnecke, die dich anhupt.« Er harrte aus, bis ich auf gleicher Höhe zu ihm war, und lief weiter. Nur wenige Schritte später bildete ich schon wieder das Schlusslicht.
Linker Fuß vor – rechter Fuß vor. So schwer konnte das doch nicht sein? Es erforderte meine gesamte Konzentration und war trotzdem nicht von Erfolg gekrönt. Im Gegenteil, denn im nächsten Augenblick bekam ich den Beweis, wie schwer es tatsächlich war. »Huch!«, brachte ich nur noch hervor, als ich mit dem Fuß umknickte, ins Rudern geriet, gnadenlos das Gleichgewicht verlor und in eine Hecke plumpste.
»Emely?«, hörte ich Elyas‘ Stimme in der Ferne fragen. »Wo bist du?«
»Hicks.«
Erst hörte ich Schritte, dann wackelte die Hecke ein zweites Mal. »Emely! Was … Gott, wenn man dich nur eine Sekunde aus den Augen lässt. Ist dir etwas passiert?«
Ich kicherte. »Mr. Busch hat mich aufgefangen … Verstehs su? Mr. Busch!«
Elyas seufzte und beugte sich näher über mich. »Hast du dir wehgetan?«
»Weiß nisch?«
»Mädchen, Mädchen«, sagte er. »Komm her.«”
Carina Bartsch, Türkisgrüner Winter

Carina Bartsch
“Auf diese Weise gelang es uns tatsächlich, unversehrt den Mustang zu erreichen. Die drei Fast-Stürze, weil ich beim Kuscheln immer wieder die Augen geschlossen hatte, mussten ja nicht zwingend erwähnt werden.
»Darf isch fahren?«, fragte ich, als mir Elyas die Tür aufhielt.
»Klar, Süße«, sagte er und half mir beim Einsteigen auf der Beifahrerseite.
Nachdem ich saß, beugte er sich über mich und hantierte mit dem Gurt, um mich anzuschnallen.
»Bin biologisch betrachted nich isch diejenige von uns, die sich nach vorne büggen müsste?« Ich kicherte, während Elyas mit geweiteten Augen in mein nahes Gesicht starrte.
»Fräulein Winter«, sagte er und räusperte sich. »Die anzüglichen Witze mache immer noch ich!«
»Schulligung, isch wollt auch ma wissen, wie des is.« Ich hob die Schultern, und Elyas widmete sich kopfschüttelnd wieder dem Gurt. Kurz darauf klickte es.
»So«, sagte er und richtete sich auf. »Er ist drin.«
»Bissu sicher?«, fragte ich grinsend. »Ich spür nix.«
Bis zu diesem Moment hatte ich ja keine Ahnung gehabt, zu welch doofem Gesichtsausdruck Elyas fähig war. Leider war dieser köstliche Anblick nicht von langer Dauer. Seine Lippen formten ein Schmunzeln und mit einem verheißungsvollen Glanz in den Augen beugte er sich dicht zu mir hinunter. »Glaub mir, Schatz«, flüsterte er. »Den würdest du spüren.«”
Carina Bartsch, Türkisgrüner Winter

Carina Bartsch
“Dankend nahm ich sie an. »Das viel bessa als die blöden Pabbbecher«, sagte ich, setzte die Flasche an meine Lippen und zwang einen Schluck der bitter schmeckenden Flüssigkeit den Hals hinunter. Ich verzog das Gesicht.
»Jep«, antwortete er und nickte.
»Duhu, Freddy?«
»Isch heiß eigndlich gar nich Freddy.«
»Sondern?«
»Scheff.«
»Scheff?«, fragte ich.
»Nee … Tscheff. Von Teschffrie.«
»Ah … Jeff.«
»Genau«, sagte er. »Unndu?«
»Isch heiß Emmely.«
»Hallo Emmely«, sagte er und reichte mir die Hand. Ich kicherte, immerhin saßen wir schon eine ganze Weile nebeneinander.”
Carina Bartsch, Türkisgrüner Winter

Carina Bartsch
“Wodka pur war doch noch recht gewöhnungsbedürftig für einen sonst nur bei Anlässen Alkohol trinkenden Menschen wie mich. Teufelszeug!
»Weißt, was auch blöd is?«, fragte ich.
»Ne.«
»Ich weiß nich ma, wo ich hin soll! Aleks und Seba … Sebasch … Basti sind schon weg, glaubsch.«
»Wer isn Aleks und Seba-Sebasch-Basti? Ist dea Auslända?«
»Ne, Pschychologe.«
»Asoo, und wer sind die nu?«
»N’ Giftzwerg und ihr blöda, perfekter Freund.«
»Verstehe. Und was maxte nun, wenn de nich weißt, wo de hinsollst?«
»Weiß ich eben net. Hia bleiben und tringn, denk isch.«
»Quatschhh, dann kommsd de mit zu mia!«, sagte er.
»Wer issn Mia?«
»Na ich.«
»Ich dachte, du heißd Jeff?«
»Ja, ich meinde, mit zu mirrr«, antwortete er, und dank der extremen – und leider feuchten – Betonung des »R«, verstand es dieses Mal sogar ich.”
Carina Bartsch, Türkisgrüner Winter