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"The fact that none of this information is being taught even in the academic North American Studies is unbelievable to me still. It's soft-power reaffirming itself once again.." — Nov 22, 2025 02:09PM
"The fact that none of this information is being taught even in the academic North American Studies is unbelievable to me still. It's soft-power reaffirming itself once again.." — Nov 22, 2025 02:09PM
“Das ominöse Wort der Stunde war damals 'Fremdenfeindlichkeit'. Keine schlechte Erfindung für die deutsche Dominanzkultur, denn es machte alle Diskriminierten, Angegriffenen und Ermordeten gleichermaßen zu Fremden und wies den Angreifer*innen und Stammtischen implizit die Definitionsmacht darüber zu, wer sich hier gegen wen wandte: Die Einheimischen gegen die Fremden, was sich damals besonders gegen türkeistämmige, vietnamesische und Schwarze Deutsche richtete. Diese Entwicklung gipfelte in der Veränderung des Grundgesetztes am 26. Mai 1993, als er Bundestag das uneingeschränkte Recht auf Asyl abschaffte. Man begründete diese Entscheidung damals mit, halten Sie sich an Ihrem zinsfreien Sparbuch fest: der zunehmenden Fremdenfeindlichkeit. Keine Pointe!
Die damalige Begründung ist so logisch, als schaffte man das Verfallsdatum von Milch ab, damit die Milch nicht mehr so schnell schlecht wird.”
― Gegenwartsbewältigung
Die damalige Begründung ist so logisch, als schaffte man das Verfallsdatum von Milch ab, damit die Milch nicht mehr so schnell schlecht wird.”
― Gegenwartsbewältigung
“Eine Gesellschaft, die sich selbst die Staatsform einer Demokratie auf die Fahne schreibt, darf zu keinem Zeitpunkt akzeptieren, dass religiöse oder anderweitig als anders markierte Teile der Bevölkerung ausgeschlossen, angegriffen oder vertrieben werden. Das gilt selbstredend auch für Geflüchtete und Menschen, die keinen Aufenthaltstitel haben, denn auch sie gehören zu Deutschland. Und zwar unabhängig davon, ob sie nun den Vorstellungen irgendeines abgehalfterten Wrestlers wie Philipp Amthor entsprechen oder nicht.”
― Gegenwartsbewältigung
― Gegenwartsbewältigung
“Solidarität ist nicht von sich aus eine Tugend, sie kann sich auch als völkische, rassistische oder nationalistische Verbundenheit äußern. Entscheidend ist also nicht die Frage, ob eine Gesellschaft solidarisch sein kann, sondern wen sie in ihre Solidarität mit einschließt. Und da hatten bereits in den Monaten vor dem Virus die Aufdeckung rechter Strukturen in Bundeswehr, Verfassungsschutz, Polizei und Feuerwehr und die unterlassene Hilfeleistung für die Geflüchteten an der türkisch-griechischen Grenze deutliche Hinweise geliefert. Aber erst der abrupte Schulterschluss gegen Corona und die Verkündigung bedingungsloser Solidarität machten klar, dass es in den vorausgegangenen Fällen nicht an staatlicher Durchsetzungsfähigkeit gemangelt hatte, sondern an - Solidarität.”
― Gegenwartsbewältigung
― Gegenwartsbewältigung
“Seit der sogenannten Wiedervereinigung haben vor allem Menschen aus Westdeutschland bestimmt, auf welche Weise über welche Themen gesprochen wurde. Man kann das für jedes Feld durchspielen: Ob beim Aufeinandertreffen von West- und Ostjournalist*innen, von West- und Ostfeminist*innen oder von West- und Ostlinken, überall galten dieselben Spielregeln, bei denen die Erfahrungen und das Wissen der Menschen mit Ostbiografien nahezu nichts mehr wert waren. Als hätte ihr kulturelles und politisches Kapital gemeinsam mit der Ostmark die Konversion nicht überlebt.”
― Gegenwartsbewältigung
― Gegenwartsbewältigung
“Nach dem Holocaust haben lebende wie tote Juden in der Leitkultur nämlich einen Wert als symbolisches Kapital gewonnen, von dem man möglichst viel um sich anhäufen möchte. Denn der Grad der Legitimität eines deutschen Ordnungskonzepts wie der deutschen Leitkultur bemisst sich in der Gegenwart auch nah der Menge lebender und toter Juden, die es für sich deklarieren kann.”
― Gegenwartsbewältigung
― Gegenwartsbewältigung
Lukas’s 2025 Year in Books
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