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Anna Carina
Anna Carina is 7% done
Was haben die Autorys des Deutschen Buchpreises nur mit diesen kurzen Sätzen?
Liest sich bisher wie eine Vorgangsbeschreibung.
Noch ziemlich unrund.
Intensives Thema, das bisher die Intensität vermissen lässt.
Naja, aber das kann ich lesen. Bleib mal noch etwas dran…
Aug 15, 2026 08:36AM
Aus anderem Holz: Roman

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message 1: by Anna Carina (new) - added it

Anna Carina Er holte ihm eine Decke und ein Kissen, strich ihm übers Haar, bis er sich beruhigte. Vorsichtig nahm er ihm die Urne aus den Händen. Nach einer Stunde konnte er seinen Vater aufrichten und ihn an den Küchentisch setzen. Er kochte ihm Pasta, und Geppetto aß den Teller schnell leer. Pinò brachte ihn ins Bett. Der Schein der Straßenlampen fiel durch die Spalten der Rollläden und hinterließ leuchtende Linien auf dem Gesicht seines Vaters. Pinò wartete, bis er eingeschlafen war, dann stellte er sich unter die Dusche, wusch sich das Parfum von der Haut und den Straßenstaub aus den Schürfwunden. Er setzte sich aufs Sofa und schlief sofort ein.

Dafür dass beide nen scheiß Tag hatten und die Emotionen Achterbahn fahren, liest sich das so!
Kommt dabei euch was rüber?


message 2: by Anna Carina (new) - added it

Anna Carina Die Szenen können gar nicht wirken. In der kürze der Sätze wechselt er dann auch extrem flott den Moment in dem wir uns befinden. Wir sind jetzt nach knapp 10% durch sehr viele Ereignisse gespurtet, die sich nicht im mindesten entfalten können:

Die Fahrt dauerte vier Stunden. Pinò war wieder hellwach, hielt den Blick auf die Straße gerichtet. Am Rückspiegel schwang der Rosenkranz gleichmäßig hin und her. Aus dem Augenwinkel sah er, dass Geppettos unruhige Hand sich immer langsamer bewegte und schließlich im Schoß liegen blieb. Als Pinò sicher war, dass sein Vater schlief, nahm er die Kassette mit den neapolitanischen Volksliedern aus dem Radio und legte Vasco ein. Nach Piacenza hielt er an einer Raststätte und kaufte eine Straßenkarte, die er unter dem schwachen Licht im Auto studierte. So weit im Norden war er noch nie gewesen.
Auf der Weiterfahrt prasselten für ein paar Minuten schwere Tropfen gegen die Scheibe. Pinò fuhr an Bergamo vorbei, bog ab ins Val Brembana. Eine kurvige Straße mit kurzen Tunnelabschnitten, vereinzelte Lichter an den Hängen. Vor ihm die Berge, von denen Geppetto ihm früher erzählt hatte. Ihre Höhe ließ sich in der Dunkelheit nur erahnen. Eine Brücke führte über den Brembo auf die andere Seite. Nach Faragno.
Er parkte den Transporter auf dem Kirchplatz und zog seinem Vater eine Jacke über. Zusammen gingen sie durchs Dorf.



message 3: by Kalkwiese (new)

Kalkwiese Liest sich wie ein Tatsachenbericht, eine Liste von Ereignissen ohne Gefühl, Sinnlichkeit oder Atmosphäre. Keine Ahnung, ob das Methode hat, aber ohne Kontext gibt mir das erstmal nichts.


message 4: by Anna Carina (new) - added it

Anna Carina Kalkwiese wrote: "Liest sich wie ein Tatsachenbericht, eine Liste von Ereignissen ohne Gefühl, Sinnlichkeit oder Atmosphäre. Keine Ahnung, ob das Methode hat, aber ohne Kontext gibt mir das erstmal nichts."

Ja genau so! Alex meinte ja, dass "Liefern" auch die Dauer des Textes benötigt um rund zu wirken. Ich hoffe jetzt hier auch mal darauf, dass sich das noch ergibt aus dem Zusammenspiel der einzelnen Momente.


message 5: by Martin (new)

Martin Riexinger Das mit den kurzen Sätzen färbt ab ;)


message 6: by Anna Carina (new) - added it

Anna Carina Martin wrote: "Das mit den kurzen Sätzen färbt ab ;)"

Hehe, nur dass Mr. Holzman nicht in den Zeichen limitiert ist, wie mein Update 😬
Ich hab schon oft festgestellt, dass ich dazu neige den Stil eines Autors zu imitieren, wenn ganz frisch im Anschluss etwas dazu schreibe.


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