Enzo’s Reviews > Als Wenn Es Tausend Helme Aus Phlox Gäbe: Stabigabis Logiken > Status Update
Enzo
is on page 19 of 270
Zuviel zitierwürdiges in diesem ersten Kapitel, vor allem der letzte Abschnitt (12) ist sehr eindrucksvoll. Das gesamte Kapitel gibt Antworten auf Fragen wie: Was ist ein Gedicht, was passiert in einem Gedicht, wie bezieht sich ein Gedicht auf die Welt, vielleicht auch Ansatzweise: Warum können Gedichte so verwirrend sein?Fraglich aber ansatzweise nachvollziehbar bleibt die Verachtung für Genre und Fiktion allgemein
— Dec 22, 2011 04:13AM
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Enzo’s Previous Updates
Enzo
is on page 19 of 270
"Wo imperative, erzählende und diskursive Momente im Text auftauchen, da zu einem anderen Zweck, d.h. als Mittel und Material. Sie entsprechen in der Malerei den Farben, den Pinseln, der Leinwand und dem Körper des Künstlers, also den Darstellungsmitteln und -materialien, mittels derer im malerischen Werk eine bestimmte Gestalt oder Plastik realisiert wird." Das ist DER Knackpunkt beim Lesen von Gedichten.
— Dec 22, 2011 03:51AM
Enzo
is on page 18 of 270
Eine täuschend einfache Unterscheidung, die, wenn man sie ernst nimmt, beim Umgang mit modernen Gedichten sehr hilfreich ist: "Der lyrische Text ist kein Ding, das über andere Dinge redet, sondern ein Ding, über das geredet werden kann." Vor allem sollte das allen helfen, die einmal z.B. ein Gedicht von Ashbery gelesen haben, und sich die Zähne ausgebissen haben, um herauszufinden, 'um was es denn eigentlich geht'
— Dec 22, 2011 03:43AM
Enzo
is on page 18 of 270
"Wir widersprechen der Auffassung [...], nach der der poetische Text seinen zureichenden Grund in sich selbst finde, nämlich in der einen thematischen Vorstellung, die in ihm herrscht und die es organisiert...Demgegenüber sind wir der Ansicht, dass der zureichende Grund des poet. T. zu groß für ihn ist und dass er bloß die Chance hat, Spuren des zureichenden Grundes einzufangen und in seine Struktur zu überführen."
— Dec 22, 2011 03:33AM
Enzo
is on page 15 of 270
"In den letzten drei Tagen 1400 S. Gegenwartsprosa gelesen, verteilt auf fünf Bücher. 19 stehen mir noch bevor. Leichte Übelkeit, gemischt mit depressiven Zügen." Dann über Gedichte: "dass Gedichte selbstverständlich Non-Fiction sind, wenn sie gut sind." und "dass die Freiheit, die man aus Gedichten beziehen kann, gerade darin besteht, dass sie nicht diese triste Freiheit der gegenwärtigen Fiction ist."
— Dec 22, 2011 03:17AM

