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Erleuchtung Quotes

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Hazrat Inayat Khan
“Der Körper ruht, der Geist ist still, das Herz in Frieden. Diese Erfahrung kann Nirwana genannt werden, das Ideal der Denker und der meditativen Seelen. Das ist es, was sie erreichen wollen, denn darin liegt alles. In diesem Zustand wird jede Person für einige Zeit ein Tropfen, der in den eigenen Ursprung assimiliert oder abgetaucht ist. Und für einen Moment abgetaucht zu sein bedeutet, dass alles, was zum Ursprung gehört, von diesem Tropfen angezogen wird, denn der Ursprung ist die Essenz von allem. Der Tropfen hat alles, was er im Leben besitzt, aus diesem Ursprung erhalten. Er wurde nun neu aufgeladen und wieder erleuchtet. (S. 156)”
Hazrat Inayat Khan, Heilung aus der Tiefe der Seele: Mystik und geistige Heilung

Hazrat Inayat Khan
“Und an dem Tag, an dem die Seele sich selbst erkennt, beginnt ein neues Leben, eine Neugeburt. Solange die Seele sich nicht selbst erkannt hat, entwickelt sie sich nicht, sie wächst nicht. Deshalb beginnen die Menschen in dem Moment, in dem die Seele anfängt, sich selbst zu erkennen, wirklich in der Welt zu leben. Wir sollten aber begreifen, dass der Magnetismus einer selbstverwirklichten Seele größer ist als alle Magnetismen, die man sich jemals vorstellen könnte. Er ist Macht. Er ist Weisheit. Er ist Friede. Er ist Intelligenz. Er ist alles. Dieser Magnetismus heilt. Er heilt Körper und er heilt Herzen. Er erhebt jene, die in Schwierigkeiten, in Leid und Sorgen versunken sind. Er befreit andere aus ihrer Verwirrung, ihrer Dunkelheit. Durch diesen Magnetismus verbreiten die erleuchteten Seelen ihre Liebe und gewinnen dadurch alle Lebewesen. Diesen Magnetismus meinte Christus, als er zu den Fischern sagte: „Folgt mir, und ich werde euch zu Menschenfischern machen.“ Durch diesen Magnetismus kamen die Großen wie Buddha, Moses, Christus, Mohammed und gewannen die Gunst der Menschheit. Und die Menschheit hat das all die Jahrhunderte hindurch nicht vergessen. Es ist deren Magnetismus, der, auch nachdem sie die Erde verlassen hatten, Millionen und Abermillionen Menschen in einem Bund der Geschwisterlichkeit, Sympathie und Freundschaft zusammenhielt. Die immense Kraft, die der Seelenmagnetismus verleiht, beweist, dass er ein göttlicher Magnetismus ist. Er ist ein Beweis für etwas hinter der sichtbaren Welt. (S. 173)”
Hazrat Inayat Khan, Heilung aus der Tiefe der Seele: Mystik und geistige Heilung

Hazrat Inayat Khan
“Wir alle sind das, wovon wir uns bewusst sind. Gefängnisinsassen wissen von ihrem Gefängnis. Menschen, die viel Geld auf der Bank haben, aber dessen nicht bewusst sind, sind trotz ihres Reichtums arm. Wir haben nur das, wovon wir bewusst sind. Deshalb beruht unsere Größe oder unsere Kleinheit auf unserem Bewusstsein. Selbst eine erleuchtete Seele zu werden, beruht nur auf einem Unterschied im Bewusstsein. (s. 181)”
Hazrat Inayat Khan, Heilung aus der Tiefe der Seele: Mystik und geistige Heilung

Hazrat Inayat Khan
“Es ist nicht wahr, dass Mahatmas nur in den Höhlen des Himalaya zu finden sind und wir sie nicht mitten unter den Menschen finden können. Sie können überall gefunden werden, in einem Palast inmitten von Reichtümern und Komfort genauso wie an abgelegenen Orten. Sie können in jeder Situation und jeder Position leben. Von Mahatmas geht aber immer ein sich ständig ausbreitender, aufbauender Einfluss aus. Sie sind ein Schutz gegen Krankheiten und Plagen, Kriege und Katastrophen. Ihre aufbauende Kraft hilft den Menschen zu erblühen. Heute sind die Menschen bereit zu glauben, dass ein Premierminister oder ein großer Staatsmann dazu verhelfen kann, ein ganzes Land zu erheben, die Finanzen des Landes in Ordnung zu bringen und das Land gegen andere Nationen zu verteidigen. Aber eine verborgene, unbekannte Seele kann einen noch größeren Einfluss auf ein Land haben. Im Osten weiß man, und es wurde von Millionen Menschen bezeugt, dass, wenn göttliche Seelen leben, sich ihr Einfluss über das ganze Land erstreckte und es aufbaute. (S. 180)”
Hazrat Inayat Khan, Heilung aus der Tiefe der Seele: Mystik und geistige Heilung

Hazrat Inayat Khan
“Paramatma, die hohe Seele, ist mit Gott vereint, sie ist gottesbewusst, universal bewusst. Ihr eigenes Selbst umfasst alle. Ob es nun gute oder verschlagene Menschen sind, ob sie recht oder falsch gehen, sie sind deren eigenes Selbst; sie betrachtet all diese Personen als ihr Selbst. (S. 182)”
Hazrat Inayat Khan, Heilung aus der Tiefe der Seele: Mystik und geistige Heilung

Hazrat Inayat Khan
“Ein mögliches Bild für Gott und die Seelen ist das der Sonne und ihrer Strahlen. Die Strahlen sind nicht von der Sonne verschieden; die Sonne ist nichts anderes als die Strahlen. Und doch gibt es eine Sonne und viele Strahlen. Die Strahlen haben keine eigene Existenz; sie sind nur eine Aktivität der Sonne. Obwohl sie nicht von der Sonne getrennt sind, erscheinen sie doch als verschiedene Strahlen. Die eine Sonne steht für die Idee des einen Zentrums. Und so ist es auch mit Gott und den Menschen. Was ist Gott? Der Geist, der verschiedene Strahlen aussendet. Jeder Strahl ist eine Seele. Also ist der Atem dieser Strom, der wie ein Strahl ist, ein Strahl, der aus der Sonne kommt, die der Geist Gottes ist. Und dieser Strahl bedeutet Leben. (S. 187)”
Hazrat Inayat Khan, Heilung aus der Tiefe der Seele: Mystik und geistige Heilung

Hazrat Inayat Khan
“Was sagt es aus, wenn wir uns selbst im Traum sehen? Dass wir selbst nach dem, was wir den Tod nennen, nicht formlos sind; dass nichts verloren, sondern nur Freiheit gewonnen wird, die verloren gegangen war. Weil wir das nicht wissen, haben wir solche Angst, diesen physischen Körper zu verlieren, und es graut uns davor zu sterben. Aber was ist der Tod? Nur ein Schlaf: Der schlaf des Körpers, der ein Mantel war. Wir können ihn wegnehmen und leben dennoch. Trotz allen Redens über den Tod werden wir erkennen, dass wir leben, dass wir nicht verlieren, sondern gewinnen. Wir sind in der physischen Welt, um zu lernen... (S. 210)”
Hazrat Inayat Khan, Heilung aus der Tiefe der Seele: Mystik und geistige Heilung

Hazrat Inayat Khan
“Es bedarf eines gewissen spirituell fortgeschrittenen Zustands, damit wir glauben können, dass es so etwas wie Offenbarung gibt. Das Leben offenbart sich, die Natur offenbart sich, und so offenbart sich auch Gott: deshalb wird Gott in Persien „Khuda“ genannt, was Selbstoffenbarung heißt. Alles Wissen, alle Kunst und alle Kultur, die die Menschen kennen, kamen und kommen als Offenbarung. Anders gesagt: Wir lernen nicht nur durch studieren, sondern beziehen unser Wissen auch von der Menschheit. Ein Kind erbt nicht nur die Eigenschaften seiner Eltern oder Ahnen, sondern auch die Qualitäten seiner Nation und seiner Ethnie, sodass wir sagen können, es erbt die Eigenschaften der ganzen Menschheit. Wenn wir diese Schatzkammer des Wissens hinter dem sie verbergenden Schleier wirklich begreifen könnten, würden wir erkennen, dass wir ein Recht auf dieses Erbe haben. Das gibt uns einen Schlüssel, den Schlüssel zum Verständnis des Geheimnisses des Lebens: dass das Wissen nicht nur von außen, sondern auch von innen her erlangt wird. So können wir Wissen, das wir durch das äußere Leben gewinnen, Erlerntes nennen; das Wissen, das wir aus dem Inneren herbeiziehen aber können wir Offenbarung nennen.

Offenbarung kommt von innen. Sie lässt das Herz sich selbst offenbaren; sie ist wie eine Neugeburt der Seele. Wenn wir dieses Stadium erreicht haben, werden alle Dinge und alle Wesen lebendig: Die Felsen, die Bäume, die Luft, der Himmel, die Sterne – sie alle leben. Wir können nun mit allen Dingen und Wesen kommunizieren. Wohin auch immer unser Blick auf Dinge in der Natur oder auf Persönlichkeiten fällt: Wir lesen darin deren Geschichte und erkennen ihre Zukunft. Wir beginnen mit den Seelen der Menschen, denen wir begegnen, zu kommunizieren, noch bevor wir ein Wort mit ihnen gesprochen haben. Ohne dass wir noch irgendeine Frage gestellt haben, beginnt die Seele schon, ihre eigene Geschichte zu erzählen. Jeder Mensch und jedes Objekt steht vor uns wie ein offenes Buch. Dann hört dieses ständige „Warum“ auf, das wir so oft in Menschen finden. Das „Warum“ existiert nicht länger, weil wir die Antwort auf alle Fragen in uns selbst finden. Trotz all der Gelehrtheit der Welt, die wir beigebracht bekommen, wird nämlich dieses andauernde „Warum“ bleiben, solange diese Antwort nicht eröffnet wurde.

Und wieder können wir fragen, wie wir zu solchen Offenbarungen kommen. Die Antwort ist, dass es nichts im ganzen Universum gibt, das nicht im Menschen gefunden werden kann, wenn wir uns nur darum bemühen, es zu entdecken. Aber wenn wir sie nicht selbst herausfinden, kann niemand sie uns geben, denn Wahrheit wird nicht gelernt, Wahrheit wird entdeckt. In diesem Glauben begaben sich die Weisen des Ostens in die Einsamkeit und saßen in Meditation, um der Offenbarung die Gelegenheit zu geben, aufzusteigen. Zweifellos gibt es beim derzeitigen Lebensstil für uns kaum Zeit, in die Einsamkeit zu gehen. Aber das heißt nicht, dass wir weiterhin unwissend über das bleiben sollten, was das Beste in uns ist, denn alle anderen Schätze der Erde sind nichts im Vergleich zu der unermesslichen Glückseligkeit der Offenbarung; sie können nicht einmal damit verglichen werden. Offenbarung ist wie Aladdins Zauberlampe; wenn wir sie erst einmal entdeckt haben, wirft sie ihr Licht nach links und rechts und alle Dinge werden klar. (S. 213 ff.)”
Hazrat Inayat Khan, Heilung aus der Tiefe der Seele: Mystik und geistige Heilung

Hazrat Inayat Khan
“Es sind nicht nur Geschichten, wenn wir hören, dass Heilige mit den Bäumen und Pflanzen in der Wildnis sprachen, dass sich eine Stimme aus dem Meer erhob und der Heilige sie hörte, dass Meister mit der Sonne, dem Mond und den Sternen sprachen. Denn je tiefer wir ins Leben eintauchen, desto stärker sind wir davon überzeugt, dass alles lebt, ob nun Wesen oder Objekte, ob Kunst oder Natur; was auch immer wir sehen, was immer wir durch unsere Sinne wahrnehmen, was wir berühren können, alles, was uns verständlich ist. Vielleicht wird es von niemand anderem gesehen oder erkannt, doch alles ist miteinander verbunden und kommuniziert. Wenn wir einmal anfangen, mit der Natur und mit der Kunst zu kommunizieren, haben wir den Beweis dafür, denn dann fängt alles an zu sprechen. Wie der große persische Dichter Saadi sagte: „Wenn das Herz erst einmal offen ist und gelernt hat zu lesen, wird jedes Blatt auf einem Baum eine Seite im Buch des Lebens.“ (S. 231)”
Hazrat Inayat Khan, Heilung aus der Tiefe der Seele: Mystik und geistige Heilung

Hazrat Inayat Khan
“Bewusstsein ist Intelligenz; Intelligenz ist die Seele; die Seele ist der Geist, das innere Wesen, und der Geist ist Gott. Bewusstsein ist also das göttliche Element, der göttliche Teil in uns. Durch unser Bewusstsein werden wir klein oder groß, steigen auf oder stürzen ab, werden eng oder weit. In der griechischen Mythologie und auch anderswo finden wir die Flügel des Adlers als Symbol für Bewusstsein. Sind die Flügel geöffnet, so symbolisiert das die Erweiterung des Bewusstseins, wir könnten es auch die Entfaltung der Seele nennen. Welchen Weg wir auch einschlagen, um auf der spirituellen Reise voranzuschreiten, ob Religion, Okkultismus, Philosophie oder Mystik, es geht immer um die Erweiterung des Bewusstseins. (S. 233)”
Hazrat Inayat Khan, Heilung aus der Tiefe der Seele: Mystik und geistige Heilung

“Die Schöpfung ist einfach eine Mischung aus einem einzigen, bewussten, unveränderlichen Subjekt und fortwährend sich ändernden Objekten. Richte deinen Blick also auf dich; der sich verändernde Teil bist nicht du und der unveränderliche Teil bist du. Wenn das unveränderliche Gewahrsein, das du bist, sein Licht auf den leblosen Materie-Teil von dir richtet, dann werden dein Körper und Geist belebt. Du verleihst ihnen Leben, nicht sie dir. Das gesamte Universum wird vom Bewusstsein getragen. Auf der Ebene des physischen Körpers wird das Bewusstsein als das Lebensprinzip (prana) erfahren. Solltest du irgendwie daran zweifeln, dann berühre deinen Körper und du wirst Empfindung erfahren und erkennen, dass er vom Bewusstseinsprinzip gesegnet ist. Wenn du aber nicht mehr mit deinem Körper verbunden bist, wird er zur Nahrung für die Würmer. Weitest du dieses Denken auf die kosmische Ebene aus, kannst du nur zum Schluss kommen, dass der Kosmos ein einziges, harmonisches, intelligentes Wesen ist. Der sichtbare, erfahrbare Teil der Schöpfung ist Materie und das intelligente, erhaltende Prinzip ist Gott, Bewusstsein. (S. 70)”
James Swartz, Yoga der Liebe: Naradas Bhakti Sutra aus der Perspektive des Vedanta

“Selbsterkenntnis ist nichts anderes als das Verstehen, dass jede Erfahrung nichts anderes ist als das sich selbst liebende Selbst […] Die Freude ist immerwährend, weil du ewig bist und deine Natur Glückseligkeit ist.”
James Swartz, Yoga der Liebe: Naradas Bhakti Sutra aus der Perspektive des Vedanta

“So wie ein Mensch, dessen Haare in Flammen stehen, augenblicklich in den nächstbesten Teich springen wird, um die Flammen zu löschen, so beeilt sich ein qualifizierter Schüler, der von den täuschenden Flammen der Dualität verbrannt wurde (samsara), einem kompetenten Lehrer zu dienen, der, weil er sein angeborenes, ewig freies Selbst entdeckt hat, in ungestörter Gelassenheit ruht. (Vedanta-sara 1.30)”
James Swartz, Yoga der Liebe: Naradas Bhakti Sutra aus der Perspektive des Vedanta

“Maya, die Ursache von samsara, der Glaube, dass die Realität eine Dualität ist und dass die Objekte Freude in sich bergen, ist eine wunderbare, intelligente Kraft, eine machtvolle Verführerin, welche die Welt anziehend und aufregend erscheinen lässt. In der „Bhagavad Gita“ warnt Kṛṣṇa: „Diese, meine göttliche maya, bestehend aus drei gunas, ist wahrlich schwer zu begreifen. Nur jene, die sich mir ergeben, können sie überwinden.“ (Bhagavad Gita 7.14) (S. 138)”
James Swartz, Yoga der Liebe: Naradas Bhakti Sutra aus der Perspektive des Vedanta

“Ich bin nicht der Geist, der Intellekt, die Gedanken oder das Ego. Ich bin nicht meine Sinnesorgane. Ich bin nicht die Elemente. Ich bin das ewig-reine, glückselige Bewusstsein. Ich bin Siva, ich bin Siva. (Nirvana-satkam, Vers 1)”
James Swartz, Yoga der Liebe: Naradas Bhakti Sutra aus der Perspektive des Vedanta

“Ein nondualer bhakta weiß, dass Jeder und Jedes immer das Selbst ist. Wenn meine Selbsterkenntnis verwirklicht ist, dann ist alles was ich höre oder denke das Selbst [...] „Ich bin das ewig volle, immer gegenwärtige Licht.“ (S. 165)”
James Swartz, Yoga der Liebe: Naradas Bhakti Sutra aus der Perspektive des Vedanta

“So wie Liebende, gefangen in der Agonie der Orgasmen, nicht mehr wissen, welcher Körper wem gehört, so sieht der bhakta keinen Unterschied mehr zwischen seinem Körper und dem Körper Gottes. Alle Dualität verschwindet und es bleibt nichts zurück als der süße Nektar ewiger Glückseligkeit. (S. 209)”
James Swartz, Yoga der Liebe: Naradas Bhakti Sutra aus der Perspektive des Vedanta

“Du bist ein in sich selbst leuchtendes Wesen und dein Glanz bleibt unberührt von Ignoranz und Unzulänglichkeit. Du bist die eine Existenz, die allen Objekten ihr Dasein schenkt. Es gibt nichts, wovon du abhängig bist; alles hängt von dir ab. Dies ist die unübertroffene Lehre von vedanta. Der angemessene nonduale bhakta ist ein bhakta ohne Probleme, der alleine steht und nichts von der Welt will... (S. 212)”
James Swartz, Yoga der Liebe: Naradas Bhakti Sutra aus der Perspektive des Vedanta

Hazrat Inayat Khan
“Die Sufis bemühen sich darum, sich während ihres Entwicklungsprozesses nicht nur zu erheben, sondern auch zu weiten, denn es ist die Weite der Seele, die allen Erfahrungen Raum bietet und am Ende allumfassend wird. Diejenigen, die sich vor allen anderen Menschen verschließen, werden in der höheren Sphäre von malakut nicht frei sein, wie hoch sie auch spirituell entwickelt sein mögen. Sie werden eine Mauer um sich haben, welche die Dschinn und sogar die Engel in der Engelwelt von ihnen fernhält. Sie bleiben auf ihrer Reise verschlossen und einsam. Deshalb lehrt der Sufismus nicht nur Konzentration und Meditation, die uns helfen, uns zu fokussieren, sondern auch die Liebe Gottes, und das bedeutet Ausdehnung, Weitung, das heißt, dass wir unser Herz für alle Wesen öffnen. (S. 133)”
Hazrat Inayat Khan, Die Seele - woher und wohin: Die Reise der Seele

Hazrat Inayat Khan
“Spirituelles Wissen entsteht nicht, indem man etwas lernt, sondern indem man etwas entdeckt, indem man die Fesseln des falschen Bewusstseins zerbricht und der Seele erlaubt, sich mit Licht und Macht zu entfalten. Was ist die wirkliche Bedeutung des Wortes spirituell? Spirituell bedeutet: Geist-Seele-Bewusstsein. Wer sich nur seines Körpers bewusst ist, kann nicht spirituell sein. Solch ein Mensch gleicht einem König, der seine Königswürde nicht kennt. Sobald sich der Mensch bewusst wird, eine Königin oder ein König zu sein, ist er Königin oder König. Jede Seele wird als Königin oder König geboren. Erst danach wird sie zum Sklaven. Jede Seele wird mit königlichen Möglichkeiten geboren, aber sie werden ihr von dieser schlechten Welt fortgenommen. Davon wird in vielen symbolhaften Geschichten erzählt, wie in der von Rama, dem seine geliebte Sita geraubt wurde. Jede Seele muss um dieses Königreich kämpfen, und siegen. Durch diesen Kampf wird das spirituelle Königreich verwirklicht. (S. 11)”
Hazrat Inayat Khan, Meisterschaft: Spirituelle Verwirklichung in dieser Welt

Hazrat Inayat Khan
“Das wahre Selbst enthält das Ewige; das falsche Selbst enthält das Sterbliche. Das wahre Selbst besitzt Weisheit; das falsche Selbst besitzt Unwissenheit. Das wahre Selbst kann sich zur Vollkommenheit erheben; das falsche Selbst bringt alles Schlechte hervor. Beides erkennt man in sich selbst: Gott und das Andere. Indem man das Andere besiegt, erkennt man Gott. Diese andere Macht wurde Satan genannt; aber ist es überhaupt eine Macht? Tatsächlich ist es nichts. Wir sollten begreifen, dass dieses falsche Selbst in sich selbst keine Existenz hat. Sobald sich die Seele über das falsche Selbst erhebt, erkennt sie ihren eigenen Adel. (S. 129)”
Hazrat Inayat Khan, Meisterschaft: Spirituelle Verwirklichung in dieser Welt

Hazrat Inayat Khan
“Das Ego des Menschen ist das falsche Ego; Gottes Ego ist das wahre Ego. Doch was ist das Ego? Das Ego ist Teil einer Linie: an einem Ende der Linie befindet sich Gottes Ego, am anderen das Ego des Menschen. Letzteres ist falsch, weil der Mensch sein Ego mit seinen Illusionen überdeckt hat, die er Ich-selbst nennt. Daher, wenn das Ego durch Liebe, Weisheit oder Meditation aufgelöst wird verfliegen die Wolken, die es bedeckten und das wahre Ego, Gottes Ego tritt in Erscheinung. (S. 176)”
Hazrat Inayat Khan

Hazrat Inayat Khan
“Das Ego des Menschen ist das falsche Ego; Gottes Ego ist das wahre Ego. Doch was ist das Ego? Das Ego ist Teil einer Linie: an einem Ende der Linie befindet sich Gottes Ego, am anderen das Ego des Menschen. Letzteres ist falsch, weil der Mensch sein Ego mit seinen Illusionen überdeckt hat, die er Ich-selbst nennt. Daher, wenn das Ego durch Liebe, Weisheit oder Meditation aufgelöst wird verfliegen die Wolken, die es bedeckten und das wahre Ego, Gottes Ego tritt in Erscheinung.

Saadi schriebt in seiner Lebensgeschichte, „einmal hatte ich keine Schuhe und musste barfuß durch den heißen Sand laufen und ich dachte, wie elend ich doch dran sei; dann traf ich einen lahmen Mann dem das Gehen sehr schwer fiel. Ich sank sofort auf die Knie und schickte meinen Dank zum Himmel, dass es mir viel besser ging als ihm, der nicht einmal Füße zum Gehen hatte“ Dies zeigt, dass es nicht die Lebenssituation des Menschen ist, sondern seine Einstellung gegenüber dem Leben, die ihn glücklich oder unglücklich sein lässt; und diese Einstellung kann solch einen Unterschied ausmachen, dass ein Mensch in einem Palast unglücklich, während ein anderer in einer einfachen Hütte sehr glücklich sein kann. (S. 176)”
Hazrat Inayat Khan, Meisterschaft: Spirituelle Verwirklichung in dieser Welt

Hazrat Inayat Khan
“Meiner Ansicht nach bedeutet Spiritualität, lebendig-sein. Ein geistiger Mensch, der zur Schönheit der Poesie erwacht ist, der für die Schönheit von Melodie und Harmonie empfänglich ist, der sich an Kunst erfreut und sich von der Schönheit der Natur begeistern lässt, der als lebendiges Wesen lebt, und nicht als ein totes, diesen Menschen kann man spirituell nennen. (S. 280)”
Hazrat Inayat Khan, Meisterschaft: Spirituelle Verwirklichung in dieser Welt

Ryan Gelpke
“Die Euphorie, die aus der Überwindung von Herausforderungen geboren wird, zwingt einen dazu, die Handlung des Überwindens selbst zu feiern. Wahre Erleuchtung erwartet jenseits der Grenzen des Vertrauten, doch diese Weisheit wird erst im Rückblick erkannt.”
Ryan Gelpke, Tage in Peru (Peruanische Dualität)