Status Updates From Die Erfindung der Kreativität
Die Erfindung der Kreativität by
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is on page 334 of 408
“Strukturelle Gemeinsamkeiten: Und auch wenn zwischen Ästhetisierung und formaler Rationalisierung keine solche Homologie besteht, ist deren Verhältnis zueinander eines potenzieller Komplementarität. Vermarktlichung, Medialisierung und formale Rationalisierung liefern somit strukturelle Rahmenbedingungen, welche die gesellschaftliche Verbreitung von ästhetischen Ereignissen befördern.”
— Mar 13, 2026 06:36AM
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is on page 321 of 408
“Das Kreativitätsdispositiv setzt jedoch zugleich die Formierung kreativer Subjekte voraus, die dem Ideal der kreativen Selbstgestaltung folgen. Wie deutlich geworden ist, sind für diese gesellschaftliche
»Fabrikation« des Kreativsubjekts zwei weitere soziale Felder unab-dingbar: die Psychologie der Kreativität und die Massenmedien mit ihrem Starsystem.”
— Mar 13, 2026 06:29AM
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»Fabrikation« des Kreativsubjekts zwei weitere soziale Felder unab-dingbar: die Psychologie der Kreativität und die Massenmedien mit ihrem Starsystem.”
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is on page 319 of 408
“Es sind die Prozesse der Ästhetisierung, die sich langfristig als die wirkungsmächtigste Antwort auf die zweckorientierten und normativen Rationalisierungsprozesse der Moderne sowie auf deren Affekt- und Motivationsmangel herausstellen, und das Kreativitätsdispositiv bildet ihre machtvollste Kristallisationsform.”
— Mar 13, 2026 05:29AM
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is on page 315 of 408
“Auf welche Problemlage reagierte nun das Krea tivitätsdispositiv? Die Dringlichkeit bestand im Affektmangel der klassischen gesellschaftlichen, insbesondere der organisierten Moderne. Diese betrieb eine systematische Verknappung der Affekte, die den vergesellschafteten Subjekten hätten Motivation und Befriedigung verschaffen können. Die Ästhetisierungsprozesse versuchen, diese Verknappung zu überwinden.”
— Mar 13, 2026 05:22AM
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is on page 312 of 408
“Landry macht in diesem Zusammenhang den Begriff der »civic creativity« stark, die an der sozialen und politischen Problemlösung im Dienste ihrer Bewohner interessiert ist. Die »zivilgesellschaftliche« Kreativität dient damit sowohl einem ästhetischen als auch einem ethischen Zweck, nämlich der Verbesserung der Lebensqualität ihrer Nutzer.”
— Mar 13, 2026 05:18AM
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is on page 276 of 408
“Zur besonderen Bedeutung, die der Stadtentwicklung für die Ausbildung des Kreativitätsdispositivs zukommt, trägt bei, dass sie unter modernen Bedingungen eine enge Relation zum Politischen unterhält. Im Stadtraum konzentrieren sich politisch-staatliche Steuerungsaktivitäten, die sich in Repräsentationsbauten und öffentlichen Orten und der Förderung oder Hemmung öffentlicher Aktivitäten manifestieren.”
— Mar 13, 2026 05:01AM
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is on page 268 of 408
“Das Starsystem enthält damit das Potenzial, den Nexus zwischen Kreativsubjekt, ästhetischem Objekt und Publikum zugunsten einer reinen Orientierung am Publikum aufzulösen, das sich auch von jenem Neuigkeitsereignis affizieren lässt, dem es explizit oder implizit seinen Wert abspricht. Das Starsystem ermöglicht damit ein Dispositiv, das jene Subjekte auszeichnet, die ästhetisch anerkannt Neues kreieren…”
— Mar 13, 2026 04:56AM
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is on page 244 of 408
“Die Massenmedien liefern … eine technologische Voraussetzung für die Entstehung des Kreativitätsdispositivs im Allgemeinen und des Systems kreativer Stars im Besonderen: Sie enthalten eine strukturelle Präferenz für Neues — für kognitiv wie für ästhetisch Neues. … Angesichts dieser Überfülle ergibt sich ein Wettbewerb um die Aufmerksamkeit des Betrachters...”
— Mar 13, 2026 04:30AM
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is on page 238 of 408
„Das zweckrationale Modell der Kreativität als Problemlösungsprozess und das ästhetisch-expressive Modell der Kreativität als Erweiterung der alltäglichen Erfahrung um ihrer selbst willen werden trotz ihrer Widersprüchlichkeit miteinander kombiniert. Das Ideal ist nun ein Subjekt, das dazu fähig ist, [den Wunsch nach Kreativität, Selbstentfaltung und Problemlösungskompetenz] miteinander zu verknüpfen.“
— Mar 13, 2026 04:14AM
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is on page 232 of 408
„Diese Marktorientierung des Kreativsubjekts ist zugleich jedoch eine Sozialorientierung: Der erfolgreiche Kreative durchschaut das soziale Spiel der Kreativitätszertifizierung durch ein Publikum, um in diesem Kontext eine Strategie zu verfolgen, die auf kritisch beäugte Abweichung und aufgeschobene Akzeptanz setzt.“
— Mar 13, 2026 04:08AM
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is on page 215 of 408
„Den zentralen Schub erhält die Kreativitätspsychologie in den 1950er Jahren: Im Rahmen der Self-growth-Psychologie und in der Intelligenzforschung avanciert Kreativität zum Ziel einer individuellen und gesellschaftlichen Technologie des Selbst. Beide Schulen setzen die Bifurkation zwischen Psychoanalyse und Gestaltpsychologie, von Persönlichkeitspsychologie und Kognitivismus auf ihre Weise fort.“
— Mar 13, 2026 03:47AM
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is on page 195 of 408
„Ein elementares Merkmal der ästhetischen Ökonomie, das sei an dieser Stelle nochmals hervorgehoben, ist ihre Orientierung an affektiver Intensität. Die Praktiken des ästhetischen Kapitalismus sind zugleich solche eines affektiven Kapitalismus und die Orientierung an Kreativität, an der Produktion und Konsumtion des ästhetisch Neuen ihr Zentrum.“
— Mar 13, 2026 03:46AM
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is on page 181 of 408
„Das Design kann jedoch nur dadurch zur Generaldisziplin der Kreativökonomie werden, dass es über die Produktsemantik hinaus auf eine ästhetische Gestaltung von langfristig wirkenden Marken, schließlich von kollektiven Identitäten insgesamt abzielt und sich so in eine ästhetisch orientierte allgemeine Unternehmens- und Organisationsberatung verwandelt.“
— Mar 13, 2026 03:42AM
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is on page 165 of 408
„Es findet eine »kreative Revolution« statt, die sich — in der dritten, der Etablierungsphase — seit den 1970er Jahren von den Gegenkulturen löst und generalisiert, so dass sich die creative industries zu Leitbranchen des ästhetischen Kapitalismus aufschwingen. Diesem allmählichen Wachstum eines Nukleus der ästhetischen Ökonomie in den drei Branchen will ich im Folgenden detaillierter nachgehen.“
— Mar 13, 2026 03:40AM
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is on page 163 of 408
„…die Frage in den Vordergrund geschoben, welche strukturellen Bedingungen eine solche permanente Innovation ermöglichen. Die in der Innovationsökonomie weitverbreitete Antwortet darauf lautet, dass die antibürokratischen Strukturen des sozialen »Netzwerks« … ebenso hilfreich sein können wie die der communities of practice, das heißt dichter sozialer Ge-meinschaften, die ein implizites Wissen teilen.“
— Mar 13, 2026 03:39AM
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is on page 143 of 408
„In der ästhetischen Ökonomie wird der Konsument gewissermaßen selbst als »kreativ« adressiert, und er modelliert sich als ein solcher: als ein Subjekt, das nicht bloß Güter kauft und nutzt, sondern aktiv Bedeutungen, Erfahrungen und Emotionen produziert und sich mit ihrer Hilfe einen eigenen Lebensstil zusammenstellt.“
— Mar 13, 2026 03:34AM
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is on page 134 of 408
„Für Marx ist das zentrale Merkmal der westlichen Ökonomie der nie an ein Ende kommende Prozess der reinen Kapitalakkumulation und der Generierung von Mehrwert. Dieser Prozess setzt im Rahmen einer aus traditionalen Zwängen entbundenen bürgerlichen Gesellschaft auf die maximale Ausbeutung der historisch jeweils verfügbaren Produktivkräfte.“
— Mar 13, 2026 03:30AM
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is on page 124 of 408
„Kunst beruht nach wie vor auf den genannten vier Säulen: der Produktion des ästhetisch Neuen durch den Künstler als kreatives Subjekt (nun teilweise erweitert zum kreativen Kollektiv); der Ausrichtung an spezifisch ästhetischen Objekten; einem ästhetisch orientierten Publikum und einem institutionalisierten Management der Aufmerksamkeit für diese Kunstobjekte und -ereignisse.“
— Mar 13, 2026 03:29AM
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is on page 122 of 408
„Der postmoderne Künstler wird zum imitierbaren Ideal-Ich: ein Subjekt, dem die individuelle Selbststilisierung ebenso gelingt wie der Erfolg als Kreativarbeiter. Er bringt das in eine Synthese, was im bürgerlichen Kunstfeld im Wesentlichen nur getrennt voneinander gedacht werden konnte: ein Werk und ein Selbst, die neue ästhetische Standards setzen und zugleich gesellschaftliche Anerkennung mit sich bringen.“
— Mar 13, 2026 03:26AM
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is on page 50 of 408
„Wenn wir Foucault folgen, ist ein Dispositiv ein »Gebilde, das zu einem historisch gegebenen Zeitpunkt vor allem die Funktion hat, einer dringenden Anforderung nachzukommen«. Es antwortet also auf eine spezifische historische und lokale Konstellation. … Ein zentrales Merkmal von gesellschaftlichen Dispositiven ist jedoch gegen Foucault hervorzuheben: ihre soziale Affektivität.“
— Mar 13, 2026 03:24AM
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is on page 17 of 408
„Das Kreativitätsdispositiv … fördert systematisch in allen möglichen Bereichen die dynamische Produktion und die Rezeption, von Neuem, und zwar von Neuem als ästhetisches Ereignis. … Kreativität scheint als ein natürliches Potenzial immer schon vorhanden, aber zugleich wird systematisch dazu angehalten, sie zu entwickeln, und zugleich wird sehnsüchtig gewünscht, kreativ zu sein.“
— Mar 13, 2026 03:22AM
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is on page 10 of 408
„Kreativität umfasst in spätmodernen Zeiten dabei eine Dopplung von Kreativitätswunsch und Kreativi-tätsimperativ, von subjektivem Begehren und sozialer Erwartung: Man will kreativ sein und soll es sein.
… Zum einen verweist sie auf die Fähigkeit und die Realität, dynamisch Neues hervorzubringen. … Zum anderen nimmt Kreativität Bezug auf ein Modell des »Schöpferischen«.“
— Mar 13, 2026 03:19AM
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… Zum einen verweist sie auf die Fähigkeit und die Realität, dynamisch Neues hervorzubringen. … Zum anderen nimmt Kreativität Bezug auf ein Modell des »Schöpferischen«.“






