Sophie’s Reviews > Der Missbrauch des Eigentums > Status Update
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"So wie Hegel gezeigt hatte, dass Aneignung nicht in einem einmaligen Akt der Inbesitznahme, sondern in einem bleibenden intentionalen Bezug eines wollenden Subjekts auf ein Objekt besteht, so bedarf auch die Ent-Aneignung einer konstanten Erneuerung und Aktualisierung. Ist es möglich, den politischen Charakter der Besetzung auf Dauer zu stellen?"
— Dec 23, 2025 05:02PM
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"An dieser Stelle wird es möglich, den scheinbaren Gegensatz zwischen der schon von Heidegger im Bereich des Wohnens verorteten Haltung des Schonens mit dem konfrontativen Charakter eines genuin politisch verstandenen Commoning aufzulösen: Die Konfrontation mit der missbräuchlichen Welt des Eigentums liegt gerade in der Konstruktion eines alternativen, schonenden Zusammenlebens."
— Dec 23, 2025 10:52PM
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"Dem Argument, Privateigentum sei aufgrund des herrschenden Mangels unumgänglich, lässt sich auch gerechtigkeitstheoretisch widersprechen. Gerade wenn ein Gut begrenzt ist, ist es nicht einzusehen, warum es nur einem gehören sollte"
— Dec 23, 2025 05:12PM
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"Commoning stellt eine zugleich allgemeine und konfrontative Praxis dar. Der Begriff der Commons bezeichnet materielle oder immaterielle Ressourcen, die durch prinzipiell alle Mitglieder der Gemeinschaft nutzbar sind."
— Dec 23, 2025 05:04PM
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"Während die soziale Kritik des Eigentums auf enteignende Aneignung, die ethische Kritik auf Nicht-Aneignung zielt, zielt die politische Kritik auf Ent-Aneignung, das heißt auf die Etablierung von Bedingungen, unter denen für niemanden mehr eine exklusive Aneignung der Welt möglich ist."
— Dec 23, 2025 04:58PM
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"Eine solche Kritik manifestiert sich paradigmatisch in der Praxis der Hausbesetzung: Die Hausbesetzerin gebraucht ein Gebäude, ohne es jemals zu besitzen: Wohnen als ob nicht wohnen."
— Dec 23, 2025 04:56PM
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"[...] fordert Paulus die Gemeinschaft der Gläubigen dazu auf, in allen täglichen Aktivitäten zur Welt die Haltung eines als-ob-nicht einzunehmen [...]. Agamben legt großen Wert darauf, dass das als-ob-nicht keine Erweiterung des semantischen Feldes vornimmt, sondern lediglich dem Verhalten eine Distanz in Bezug auf sich selbst einschiebt and so eine fundamentale Asynchronizität oder Inkongrenz erzeugt."
— Dec 23, 2025 03:43PM
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"Der Warenfetischismus der heutigen Konsumkultur scheint auf seltsame Art mit einer simultanen Geringschätzung des Produkts zusammenzufallen."
— Dec 23, 2025 10:46AM
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"Der Kapitalismus, heißt das, produziert gesellschaftlichen Reichtum nur, indem er zugleich eine Mentalität und eine Affektstruktur produziert, die den Genuss dieses Reichtums tabuisieren und abwerten."
— Dec 23, 2025 10:45AM
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"insofern die Essenz des Eigentums als solchem aus, als der Geizige es liebt, etwas zu haben, aber es nicht zu gebrauchen; mehr noch: je mehr der Geizige seine Reichtümer liebt, desto weniger wagt er, sie zu gebrauchen."
— Dec 23, 2025 10:43AM
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"Versteht man nämlich das Volk nicht einfach als mit sich selbst identisches Subjekt der Volkssouveränität, sondern als „Teil ohne Anteil", dem folglich die Distanz zum Herrschen immer bereits subjektiv eingeschrieben ist, so wird deutlich, dass echte Demokratie als die Regierung von Minoritäten bestimmt werden kann."
— Dec 23, 2025 10:40AM

