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Alexander Carmele
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Pukkila versucht nun Eonokki gegen Alastalo auf seine Seite zu ziehen. Hier beherrscht Neid, Eifersucht und ritualisiertes männliches Imponiergehabe die ganz Szenerie. Langholma legt an. Alastalo aufgeregt - es geht um die Anzahl der Masten, die Zahl der Pfeifen, unverhohlene Phallus-Symbole. Momentan mäandriert der Text leicht lesbar vor sich hin - mir fehlt die symbolische Verunklarung eines Joyce ins Mehrdeutige.
Jan 21, 2026 10:02PM
Im Saal von Alastalo

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Alexander’s Previous Updates

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Momentan herrscht der Zweikampf Pukkila und Alastalo - Schlagabtausch nach dem Kaffee. Wer hat den schnellsten Schlitten, die beste Seemannsnase, wer die straffste Stute, die bauschigsten Segel, wer den größten Laderaum und den längeren Atem? Alastalo verzockt sich. Pukkila am Zug will den Saal beherrschen. - leider verzettelt sich das Erzählgerüst langsam zum Erzählexperiment. Maximale Erzählzeitverlangsamung.
2 hours, 8 min ago
Im Saal von Alastalo


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Der Kaffee und die Kringel sind nun serviert, und Alastalo versucht die Meute zu bändigen, indem er sie daran erinnert, wie sie einst die Zollmannschaft gemeinsam hinters Licht geführt haben, als sie sie mit Rum abfüllten und hinter ihren Rücken die Zuckerhüte heimlich verluden ... es bleibt ein eigenartig schwebendes Buch, das immer wieder seine Momente besitzt.
Jan 25, 2026 10:56AM
Im Saal von Alastalo


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... nun ging es tatsächlich beim Wecken und Kaffee Servieren zur Sache. Ein kleiner Geschlechterkampf bricht zwischen der Hausherrin und dem Nachbarn Härkäniemi aus. Geradezu eine Wutrede auf eine piesackende Bemerkung ähnlich zu Mollys Monolog. Daneben wieder abschweifende Gedankenströme über das Altern und das Begehren, das die Kapitäne empfinden, vermissen und zugleich bedauern.
Jan 24, 2026 09:32AM
Im Saal von Alastalo


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Langer innerer Monolog von Pukkila darüber, wie Langholma ehrerbietig an den Gästen entlangschreitet und sie wie ein Fürst begrüßt, während Alastalo um ihn herum scharwenzelt. Pukkila ärgert sich über die Eilfertigkeit der Herde, die ihre Willensborsten anlegen - als er aber an die Reihe kommt, steht er brav auf und gibt Pfötchen, innerlich kocht er aber. Nun scheppern die Teetassen. Die Hausherrin serviert Kaffee.
Jan 22, 2026 09:54PM
Im Saal von Alastalo


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"Danach brauchte es nicht mehr als einen gleichmäßigen Brand im Ofen und das Bestreichen mit Lasur, dann wäre aus der Lehmschmiere ein blinkendes Ding geworden, das ... und aus Alastalo, dem Fischkasten-Herman, wäre der Kapitän einer Bark geworden, der selbst als Benutzer einer Gouverneurspfeife taugte und auf dessen Brust die Gouverneurspfeife nichts anderes wäre als eine feierliche Pfeife an einem feierlichen Ort."
Jan 20, 2026 09:51PM
Im Saal von Alastalo


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Alexander Carmele is on page 60 of 1136
... Alastalo will eine Barke bauen, mit drei Masten mindestens, und benötigt dafür Geld anderer Gutsherren. Pukkila mokiert sich, voller Eifersucht, und lässt in einem dutzendseitigen Rant seinen Unmut freien Lauf über den Größenwahn von Alastalo. Es geht auch darum, wie viele Tatzen ein Sofa hat, und wie groß der Bauchumfang ist - Alastalos jedenfalls scheint ziemlich heftig.
Jan 19, 2026 09:44PM
Im Saal von Alastalo


Comments Showing 1-6 of 6 (6 new)

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message 1: by Anna Carina (last edited Jan 22, 2026 12:31AM) (new) - added it

Anna Carina Für mich hält dieses Schreiben keine 30 Seiten. Bei all der Wortfülle hat der Text keine Spannung. Im Grunde sind das lediglich Wiederholungen dessen was es bedeutet. Dh. das Aufgeblasene hat keine Notwendigkeit, außer zu überschwemmen oder zu überfluten. Das ist reine Rhetorik. Mich langweilt so was ganz schnell, da die Bewegung des Textes hier komplett suspendiert wird.

Jegliches Zitat, das du bisher gepostet hat bestätigt das. Die lesen sich gruselig.
So was hier:
„Wie ein Seehund im Wasser wand sich der wohlbeleibte Alastalo durch die Schar seiner Besucher. Die schnelle Hand geschmeidig, das schnelle Wort geschmeidiger, das Denken hinterm Stirnbein aalglatter noch. Wenn ein Mensch der Koch bei einem Fest ist, braucht er eine Kelle in jedem Topf und Würze, um die Suppe zu verlängern! Ohne Quietschen läuft das Rad nicht, wenn die Achse nicht mit Seife geschmiert und das Räderwerk nicht gefettet ist! Der Uhrmacher ist’s zufrieden, wenn er Zange und Pinzette, Feilen und Hammer, etwas zum Bearbeiten auf der Schraubstütze und klaren Stahl zu schlagen hat, aber ein geschickter Daumen ist gefragt, wenn man im weichen oder kantigen Denkschädel von zwanzig Männern den Verstand ins Gewinde drehen und das Räderwerk zum Schnurren bringen will, wohl wissend, dass jene über die Geldbörse in ihrer Brusttasche selbst verfügen! “

Ein langes metaphorisches Geseiere das nichts verschiebt. Jede Metapher, die oben drauf gepackt wird, bestätigt die vorherige. Kein Widerstand. Nichts. Das ist nur Zugeschmiere in oppulentem Stil. Diese Sprache denkt nicht. Und das ist ein absolutes K.O. Kriterium.

Je länger der Abbruch jetzt sackt, desto wütender macht mich dieses Schreiben. Das reiht sich bei mir ein in die Riege eines ekelhaften Tolstoi in Anna Karenina und Dostojewskis Brüder Karamasow. Dieser Text wird mit eiskalter Hand geführt! Der hat null Interesse an einem Gegenüber.


message 2: by Anna Carina (new) - added it

Anna Carina Mich würde nicht wundern, wenn du sogar nach dem Lesen (lediglich im Effekt) Parallelen zu Krazsnahorkai ziehen wirst. Zu den Texten von ihm, die Totalisieren und die Differenz auflösen.
Ich denke nämlich dass Kilpi auch bereits alles weiß, keinen Zweifel an sich und seiner Sprache zulässt und es keine Lücke geben wird.
Dieser Text wird komplett ohne Negativität auskommen.


message 3: by Kalkwiese (new) - added it

Kalkwiese Ich lese die Updates sehr gerne, vor allem, weil dieser Wälzer auch recht teuer ist und ich mir sicher sein möchte, dass ich die 60 bis 70 Euronen nicht in den Sand setze. ^^

Alex, meinst du, die Leseprobe könnte das bereits klären?

Im Übrigen, welches Buch von Joyce wäre hier deine Vergleichsgröße? Die sollen ja sehr unterschiedlich sein.


message 4: by Alexander (new) - added it

Alexander Carmele Anna Carina wrote: "Mich würde nicht wundern, wenn du sogar nach dem Lesen (lediglich im Effekt) Parallelen zu Krazsnahorkai ziehen wirst. Zu den Texten von ihm, die Totalisieren und die Differenz auflösen.
Ich denke..."


Das sind ja Aussichten - Krazsnahorkai - puh ... momentan liest es sich lediglich, teilweise schnöde. Es gab ein paar gute Abschnitte, ich bin noch nicht völlig hoffnungslos 😬


message 5: by Alexander (new) - added it

Alexander Carmele Anna Carina wrote: "Für mich hält dieses Schreiben keine 30 Seiten. Bei all der Wortfülle hat der Text keine Spannung. Im Grunde sind das lediglich Wiederholungen dessen was es bedeutet. Dh. das Aufgeblasene hat keine..."

Was tatsächlich bislang fehlt, ist eine Dringlichkeit, ein Code, ein Konflikt, warum das erzählt wird - momentan wird einfach ... äh ... erzählt.


message 6: by Alexander (new) - added it

Alexander Carmele Kalkwiese wrote: "Ich lese die Updates sehr gerne, vor allem, weil dieser Wälzer auch recht teuer ist und ich mir sicher sein möchte, dass ich die 60 bis 70 Euronen nicht in den Sand setze. ^^

Alex, meinst du, die ..."


Ich mag besonders "Porträt des jungen Mannes als Künstler" und selbstredend "Ulysses", mit Finnegans Wake konnte ich bislang nichts anfangen, und seine Erzählungen habe ich noch nicht gelesen. Das Fragment "Stephen Daedalus" mochte ich auch, ist aber einige Zeit her. Ich würde mit "Porträt" anfangen!


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