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Max
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Mein Philosophiestudium war verschwendete Lebenszeit. Statt Marx zu lesen und früh ein Verständnis wesentlicher Sachverhalte zu entwickeln, habe ich Bergson, Wittgenstein, Hegel in der Badewanne über mich gehalten und immer nur gehofft, dass es enden möge.
Ich mag Fülberths Buch sehr. Gerade, wo es nervtötend schematisch wird, bleibt er drauf und bindet es nicht feuilletonistisch ab. Ohne Arg und falsche Scham: gut.
Feb 05, 2026 07:29AM
"Das Kapital" kompakt

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Comments Showing 1-7 of 7 (7 new)

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message 1: by litart (new)

litart toujours willkommen


béla malina Heyyy Bergson und Wittgenstein sind nun wirklich lesbarer als Hegel 😂 hab W und B beide auf der Liste dieses Jahr. Will aber auch politische Ökonomie (marx, Engels etc.) priorisieren.


message 3: by litart (new)

litart toujours check mal übrigens gramsci aus


message 4: by Alexander (last edited Feb 05, 2026 10:02PM) (new)

Alexander Carmele Philosophie versteht man nur, wenn man ein eigenes Problem mit dem Denken hat. Solange das eigene Denken unproblematisch sich entwickelt, bleibt einem nur übrig, verwirrt Zeichen zu vernehmen. Philosophische Hauptwerke behandeln ein Denkproblem - bspw. Kants behandelt das Problem wie Determinismus im Sinne von Newton möglich ist, wenn doch Humes Skeptizismus zuschlägt. D.h. Kant (um einen von den leichten Problemen als Beispiel zu nehmen) setzt Newton als "wahr" voraus und gleichsam Hume, und vermittelt beides, indem er Hume auf die zweite Ebene transponiert und sagt, wir geben den Phänomenen die Gesetze. Newton ist wahr, weil wir wahr(nehmen), als wahr sind, in unserer allgemeinen (von allen geteilten) Erkenntnispraxis. Übergang zu Hegel --> Newton ist nicht wahr (darin hat er recht, einer der wenigen, die das erkannt haben), und so beginnt alles von Neuem. Übergang zu Marx --> nicht unser Erkenntnisstreben setzt Wahrheit, sondern unsere materialistischen Reproduktionszusammenhänge (Produktionsverhältnisse), die das Bewusstsein vorprägen. Usw ... die Problematiken von Hegel und Marx habe ich jetzt nicht Lust auszuarbeiten. Wittgenstein ist wieder leicht: Wie kann verstanden werden, ohne durch Vollzug/Praxis/Tat etwas zu verdeutlichen. Er kommt zu dem Schluss: Gar nicht, weshalb die Mathematik zusammenfällt. Wittgensteins Problem: Ist Mathematik wahr oder nur eine Tautologie. Sein Ergebnis: eine Tautologie. Alles versackt im Sprach-Spielen, also im Tun und Zeigen. Hintergrund bleibt die Konstruktivismusdebatte in der Fundamentaltheorie der Mathematik ausgehend von Hilberts Problemen. Ich schreibe das, weil du Fülberth liest - Fülberth hatte kein Problem mit dem Denken, deshalb versteht ihn jeder. Er führt gut in das Problem der Problemlosigkeit hinein. 😁


message 5: by litart (new)

litart toujours das ist wirklich n freshes und eingängiges Runterbrechen der reelen Fragen, die hinter der Philosophie stecken. Was du aber wertend als Führung zum "problem der problemlosigkeit" beschreibst, ist aber ein wenig einfältig und nicht widerspruchlos mit deiner Darlegung. um das herunterzubrechen: wenn ich scheiße fressen muss, ist mir Huhn Ei Debatte ziemlich egal.


message 6: by Max (new) - rated it 5 stars

Max @litart: Gramsci steht schon lange auf meiner Liste, habe ich richtig Lust drauf.
@Alexander: Danke für die Zeit, die du in deinen Kommentar gesteckt hast. Das wäre aber nicht nötig gewesen.


Mupus Gramsci ist auch heute noch wertvoll, Marx hingegen begrenzt als Gesellschaftstheoretiker weniger als Ökonom.


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