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Frank
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1. Teil: Wie mein Wochenablauf aussieht und welche tollen u. einflussreichen (nur die Besten u. Einflussreichsten-versteht sich) Typen ich treffe und was meine unübertroffenen Projekte kosten. 2. Teil: Meine Geschäfts"philosophie" u. dass ich Woody Alan besser als Stallone finde (der trotzdem gut ist). 3. Teil: Familiengeschichte u. wie ich meinen Vater übertrumpte. ;-) Armes Publikum, das hier dealmaking lernt!
Mar 20, 2026 05:01AM
Trump: Die Kunst des Erfolgs (German Edition)

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message 1: by Babette (new)

Babette Ernst Du kannst Sachen lesen. Da kann Mann sich bestimmt einiges abgucken ;-) Es wird doch nicht eins der erwähnten Rezensionsexemplare sein?


Frank Babette wrote: "Du kannst Sachen lesen. Da kann Mann sich bestimmt einiges abgucken ;-) Es wird doch nicht eins der erwähnten Rezensionsexemplare sein?"

Nein, natürlich nicht. ;-) Dazu ist der Schinken auch schon zu alt. Wollte nur sehen, ob ich noch was darüber lernen kann, wie der Trumpel so tickt. Aber man liest nur, was man erwartet hat. Er ist "great", seine Mitarbeiter sind "great" (wenn er sie gewinnen konnte, und Versager, wenn sie nicht für ihn arbeiten wollten). Profitmaximierung funktioniert über Politikertelefonate oder Gerichtsprozesse zu Steuersenkungen oder für andere Vorzugsbehandlungen usw. Ich habe gelernt, dass er schon als Kind aggressiv war ;-) , sich seine Aggressivität allerdings in einer Militärschule hat austreiben lassen, wo er einen Ausbilder "grenzenlos" bewunderte, der gnadenlos jeden Widerstand brach. Usw. usf. Immerhin ist schon beeindruckend, wie der Mann sich in Clubs eingeschlichen hat und wie er auf Leute zuging, die ihm nützlich sein konnten. Und offensichtlich hatte/ hat er die Gabe, von sich zu überzeugen. Wirft ein schlechtes Licht auf die Amis, die wohl auch seinen schlechten Geschmack teilen, denn nachdem er höchstpersönlich (er macht alles persönlich! ;-) ) das Foyer im Trump- Tower mit Marmor und Figuren von italienischen Bildhauern ausgestaltet hat, wurde es zur beliebtesten Einkaufmeile von New York und jeder Mensch mit Geld wollte in dem Kasten wohnen, in dem Trumps Appartement ein Wohnzimmer von 25 m Länge hat, das er zwar nicht braucht, ihm aber gefällt etc. Wer hier lernen will, wie "dealmaking" funktioniert, ist genauso auf dem Holzweg, wie wenn jemand lernen will, wie man in einer Garage zu Bill Gates wird. Kurz, der Erfolg des Buches in den USA sagt viel (und nichts Gutes) über seine Leser aus. Ich werde heute sicher fertig, denn man kann das Geschreibsel ab einem bestimmten Punkt nur noch quer lesen, weil a) alles schon mal da war und man b) wirklichen keine "Geistesblitz" überlesen kann (es gibt keine). ;-) - Dann wende ich mich wieder der Wirtschaftsgeschichte der Bukowina, dem Nachkriegsschicksal Czernowitzer Juden und den wirtschaftlichen Verflechtungen Brodys mit Leipzig zu. Auch nicht so spannend, aber ich muss was machen, um halbwegs qualifiziert werten zu können... - Zur Erholung arbeite ich dann ein bisschen meinen SUB ab. Aber Sozialismus-Geschichten nerven mich zur Zeit ein bisschen, deshalb mag ich nichts über Prag lesen. Zu DDR-Zeiten gab es ihn noch, den "Gegenwartsschriftsteller". Heute traut sich kaum noch jemand, über unsere besch*ssene Zeit zu schreiben. Auch ein interessantes Phänomen. Oder hast du einen Tipp, wer sich auf halbwegs hohem Niveau mit Zeitfragen auseinandersetzt? Ich meine jenseits von Wokestan und Genderitis? Im Sinne dessen, was - auch früher - mal "Gesellschaftsroman" hieß? Die Leute weichen lieber in Fantasy aus und berauschen sich daran, wie Sch*ße Sozialismus war - vielleicht doch, um ihrer Gegenwart zu entkommen? Würde gerne einen Osteuropäer lesen, der vorführt, wie Sch*ße der Einbruch des Kapitalismus in sein Land war und welche Verwüstungen das angerichtet hat. Aber für so viel analytische Schärfe und gestalterisches Talent braucht es wohl wirklich Ausnahmepersönlichkeiten. Sind die rar geworden? Oder liegt es an etwas anderem, das man in der Literatur der Gegenwart so konsequent ausweicht? Was meinst du? Grüße


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