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Anna Carina
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Ja, da ist sie, diese Jauche:

„Ach!zwei liebende Herzen,sie sind wie zwei Magnetuhren;was in der einen sich regt, muß auch die andere mit bewegen, denn es ist nur eins, was in beiden wirkt, eine Kraft, die sie durchgeht. Kann ich in ihren Armen eine Möglichkeit fühlen,mich von ihr zu trennen? Und doch,ich werde fern von ihr sein, werde einen Heilort für unsere Liebe suchen und werde sie immer mit mir haben.“
Jul 02, 2026 12:32PM
Wilhelm Meisters Lehrjahre

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Anna Carina
Anna Carina is 31% done
„Er küßte ihre Hand und wollte aufstehn;aber wie im Traum das Seltsamste aus dem Seltsamsten sich entwickelnd uns überrascht,so hielt er,ohne zu wissen,wie es geschah,die Gräfin in seinen Armen, ihre Lippen ruhten auf den seinigen, und ihre wechselseitigen lebhaften Küsse gewährten ihnen eine Seligkeit, die wir nur aus dem ersten aufbrausenden Schaum des frisch eingeschenkten Bechers der Liebe schlürfen.“
😬
Jul 07, 2026 10:14AM
Wilhelm Meisters Lehrjahre


Anna Carina
Anna Carina is 23% done
Immerhin liest es sich flott weg.... verdrießlich scheint Goethes Lieblingswort zu sein... Die Fragilität lässt er zwar die Figuren durchleben, lässt den Erzähler aber schön Distanz wahren, um dies in einer gewissen Arroganz zu ordnen und domestizieren. Allerdings ist die Theaterkritik etwas spezifischer als ich dachte. Ihn scheint die Disziplinlosigkeit in der Kunst zu stören.
Jul 04, 2026 08:47AM
Wilhelm Meisters Lehrjahre


Anna Carina
Anna Carina is 4% done
Stehe mit G.'s Sprache seit eh und je auf Kriegsfuß.Hatte in der Vergangenheit massive Schwierigkeiten an seine Texte ran zu kommen, geschweige denn seine Literatur zu schätzen.
Nach Kellers Gr.Heinrich ist das eine Wohltat und das kurze Theaterkapitel im Gr.Heinrich,scheint eine der vielen Anlehnungen an G. zu sein.
W. glaubt eine Rolle in der Vorstellung ideal zu spielen und zu gefallen, sei das Höchste.
Jun 29, 2026 04:00AM
Wilhelm Meisters Lehrjahre


Comments Showing 1-2 of 2 (2 new)

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message 1: by Anna Carina (last edited Jul 03, 2026 12:28AM) (new) - added it

Anna Carina Die Sublimierung über die Präsenz in allen Ehren. Ich verstehe was er hier macht, und den Magnetismus zu verwenden, ist eine gekonnte Weise den Trieb zu heben.
Allerdings, empfinde ich diese "Lebendigkeit" als künstlich und überzeichnet.
Dass es ruhig und bescheiden geht, beweist Modiano in "die Tänzerin". Goethe hat eine Überfülle, die auf mich extrem affektiert wirkt. Als müsse er sich sprachlich beweisen, dass er nur im Triumph müden könne. Schmerz, Distanz müssen unter allen Umständen durch glorreiches Sublimieren vermieden werden. Wir wollen Harmonie! Wir haben unsere Präsenz, wir geilen Magnete. Distanz? was kannst du uns anhaben? Wir schweben über dem Schmerz, kosmisch vereint! Jetzt erst mal nen Liedchen trällern....


message 2: by Anna Carina (new) - added it

Anna Carina Ich war schon immer auf der Seite, die Fragilität des Menschen zuzulassen. Sie zu zeigen, sie auszusprechen, weshalb Goethe nach wie vor für mich sehr befremdlich bleibt.


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