Ernst’s Reviews > Tal der Schwalben > Status Update
Ernst
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Alesch, anfangs eine Art Spitzenforscher in einem der heißesten Themen der Menschheit wird nicht etwa vom MIT oder irgendeiner anderen elitären Einrichtung abgeworben. Nein er bekommt ein dubioses Angebot von der eidgenössischen Stromgesellschaft in sein altes Heimatdorf zurückzukehren, um die Bewohner zur Umsiedelung zu bewegen. Nicht ganz stimmig, ehrlich gesagt, macht er das nur weil er hört, …
— Sep 21, 2026 01:56PM
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Ernst’s Previous Updates
Ernst
is on page 100 of 329
Liest sich gut. Das Wissenschaftsmilieu mag ich, bahnbrechende Forschungen, kalte Fusion, dazu eine Hauptfigur, Alesch, der gedanklich immer wieder in die Vergangenheit abgleitet, da sind einige Dinge ungeklärt, eine alte Liebe und mysteriöse Briefe, die ihn während einer Tagung in den Alpen erreichen; ein Experiment im Labor geht schief, er hegt Sabotageverdacht. Ein atmosphärischer Wissenschaftsthriller.
— Sep 20, 2026 03:06AM
Ernst
is on page 23 of 329
Bin neugierig auf die Autorin, die beim diesjährigen Bachmann-Wettbewerb ( mit einem anderen Text) völlig leer ausgegangen ist, für mich aber von allen Teilnehmenden am interessantesten geklungen hat.
— Sep 19, 2026 11:03PM



Was auch nicht ganz rund ist, es geht um ein weltbewegendes Thema, aber das Buch spielt nur in der Schweiz und zwar auf eine Art, als ob es fast nur die Schweiz gäbe.
Weiteres Problem: das dystopische Element zündet nicht so richtig. Ja, klar, die Berge sind bedrohlich und abrutschende Berghänge, abbrechende Gipfel noch mehr, aber die Leutxchen im Dorf führen trotzdem ihr simples Leben weiter.
Dann auch noch Sentimentalitäten und Klischees, die Sennerin mit den vielen Kindern und versoffenen Ehemann, der Uralte Baba Gian, der keinesfalls ins Altenheim in die Metropolitane will, der Dorfgasthof mit einer Wirtin, die den Laden ganz allein schmeißt, die übrigen, dem Heimkehrer Alesch feindlich oder zumindest skeptisch eingestellten Gäste im Wirtshaus, ein leerstehendes Grand Hotel aus besseren Zeiten, die schönen Almen, der Raubbau an der Natur, die nur auf Profit und Eigennutz fokussierte Stromgesellschaft.
Mit einem Wort: ich bin enttäuscht, hatte mir echt mehr erhofft, und gewünscht, dass mir das Ding richtig gut gefällt, zumal die Autorin eine so sympathische Persönlichkeit ist. Ich geb noch nicht auf, aber jetzt bin ich schon bei der Hälfte und hoffe, dass das nicht in sentimentalen Kitsch abdriftet.