Armin’s Reviews > Tales of Two Countries > Status Update
Armin
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Lese den Erstling vorrangig wegen des Waterloo-Kapitels. Aber die Einleitung eines einstigen Mitschülers, die das amerikanische Publikum auf die Leistungen des hervor ragenden Autors aus einer ziemlich unterbelichteten Literatur und die Eigenheiten beim Arbeiten mit einer weniger verfeinerten Sprache einstimmen soll, macht Lust auf mehr. Gerade auf die Gesellschaftsromane und Pendants zu Daudet und Zolas Germinal.
— Oct 29, 2021 03:37AM
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Armin
is 48% done
The Parsonnage gehört wohl nicht zu den ursprünglichen Noveletten. Junge Pfarrerstocher, die schon lange für ihren Vater auf einer abgelegenen Pfarrei sorgt, wird durch den Kuss eines durchreisenden jungen Mannes aus bester Gesellschaft vollkommen aus dem seelischen Gleichgewicht gebracht. Die uninformierte ältere Generation und auch der Doktor kann sich keinen Reim auf die Ursache der Veränderung machen.
— Oct 30, 2021 11:40AM
Armin
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Waterloo ist eine der allerbesten Humoresken des 19. Jahrhunderts, kann sich auf jeden Fall mit Kellers Leuten von Seldwyla messen, Der Schmied seines Glücks wäre die passende Vergleichsgröße. Pharaoh beschreibt den Ballbesuch einer jungen Schönheit, die als Kind Kunstblumen verkaufen musste, ehe die Laune eines Philanthropen zum Aufstieg führte. Wenn die Armen einen Moses hätten würde ihre Überzahl wie das rote Meer
— Oct 30, 2021 05:46AM
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by
Peter
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Oct 29, 2021 07:06AM
Interessant. Ist der Titel eine Anspielung auf den „A Tale of Two Cities“ oder nur ein übersetzerischer Zufall? Ich habe nie etwas von dem Autor gehört. Sein Profil klingt aber interessant.
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Die Assoziation drängt sich regelrecht auf, der Schauplatz von mindestens zwei Erzählungen (Pharao, Waterloo) ist auf jeden Fall Frankreich.
Habe inzwischen auch die Deutsche Übersetzung gefunden, heißt Noveletten wie das norwegische Original. A Tale of two Countries ist eine geschickte Übersetzung mit hohem Marketingwert, schließlich war der Dickensroman sein populärstes Buch. Der Kniff ist aber keineswegs ein Etikettenschwindel, da der Titel durchaus der Konstellation Norwegen/Frankreich und bezeichnenden Unterschieden in Sachen Moral bei beiden Nationen gerecht wird.Die Deutsche Übersetzung bringt allerdings nur sechs von den zehn Erzählungen der englischen Fassung und enthält auch kein biographisches Vorwort. Beim Direktvergleich der bislang gelesenen Übersetzung Pharaoh/Ballstimmung, Waterloo/Die Schlacht von Waterloo konnte ich keinen inhaltlichen Substanzverlust bei der deutschen Übersetzung feststellen, sie wirkt allerdings etwas weniger schwungvoll und ziemlich bieder.

