Armin’s Reviews > Kulturgeschichte der Neuzeit > Status Update
Armin
is 74% done
In gewisser Hinsicht beweist EF die Beobachtung, dass sich historische Prozesse und Entwicklunglinien mit größerem Abstand klarer sehen lassen.
Die Brillanz des ersten Teils stellt sich nicht mehr so recht ein, zumal er unter Druck wohl manchmal bereits bestehende Essays z.B. über Carlyle einarbeitet, um Meter zu machen. Seine Habsburgerkritiik bis zu frühen Ursachen des ersten Weltkriegs, absolut brillant.
— Oct 03, 2022 03:37AM
Die Brillanz des ersten Teils stellt sich nicht mehr so recht ein, zumal er unter Druck wohl manchmal bereits bestehende Essays z.B. über Carlyle einarbeitet, um Meter zu machen. Seine Habsburgerkritiik bis zu frühen Ursachen des ersten Weltkriegs, absolut brillant.
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Armin
is 90% done
Je näher an der Gegenwart, desto befangener der Analyst. Der Bismarck-Kult ist beinahe zum Fremdschämen, enthält aber den Hinweis, dass B. nur einen Krieg nur zum günstigsten Zeitpunkt anfing, sämtliche Nachfolger (Wilhelm2, Hitler, Baerbock) hatten nicht dasselbe Gespür, dafür fixe Ideen. Meine Conclusión als Nachgeborener.
— Oct 09, 2022 09:59AM
Armin
is 63% done
EF rechnet die rationalistische Frühromantik eher als Absenker von Aufklärung und Klassizismus, die pathologische späte Romantik ist dagegen die eigentliche Reaktion, insofern verbindet er ihre Würdigung mit der Metternich-Ära. Herrlich süffiger Verriss des Wiener Kongresses auf engstem Raum. Nichts Wesentliches fehlt, bestätigt mich in der Einschätzung von Zamoyski als Stoffhuber und Apportierhund. Feindbild No1 vEF
— Sep 29, 2022 02:14AM
Armin
is 58% done
EF klärt das Missverständnis Klassizismus gründlich auf und liefert dabei das Antike-Kapitel gewissermaßen nach, so weit es die Griechen bzw. den Hellenismus betrifft, einschließlich der Anfälligkeit dieser Kultur in ihrer Spätphase für das Christentum. Ansonsten viele Vergleiche zwischen Goethe Schiller in Sachen künstlerisches Temperament wie Anfälligkeit für die klassizistische Ideologie, die S mehr beschädigt hat
— Sep 26, 2022 01:04AM
Armin
is 52% done
Hätte es nie für möglich gehalten, dass ich mit diesem 1600-Seitendampfer mal andere Bücher bei den gelesenen % überhole, aber EF erklärt z.B, Kand nachvollziehbarer als Vorländer, lässt auch die Widersprüche nicht aus. Mit rückwärts gewandten falschen Propheten wie Rousseau oder Winckelmann geht er, trotz oder wegen fataler Nachwirkungen streng ins Gericht. Wobei er W eine überzeitliche Kunstleistung zubilligt.
— Sep 22, 2022 09:17AM
Armin
is 43% done
Seite 16, mit dem Beginn des dritten Bandes setzt die Seitenzählung wieder ein. Das Subversive Verfahren der Enzyklopädisten, die bei Seele und anderen Zensorenfavoriten die gewünschten Definitionen liefern, bei Artikeln zu unverdächtigen Themen, aber ins Sachen Religions- und Regimekritik die volle Wahrheit einschmuggeln.
— Sep 18, 2022 06:02AM
Armin
is 42% done
»Als echtes Genie zeigte sich Friedrich d. Gr. schon allein durch seine Toleranz. Wr verstehen darunter weder Freidenkertum noch Liberalismus. Er ist liberal nur gegen die Liberalen, alle anderen Menschen sind in seinen Augen verstockte Ketzer und verblendete Toren, denen gegen ihren Willen die bessere Weltsicht aufgedrängt werden muss.« Genauso geht es im tolerantesten aller Deutschlands zu, an dessen Wesen die Welt
— Sep 18, 2022 05:54AM
Armin
is 31% done
Die Barocke und ihre Ästhetik, ein Versuch den Konflikten der Realität und Rationalität durch Theatralisierung = Minimierung der Welt zu entfliehen. Dabei herrscht ein deutlich größerer und einheitlicherer Stilwille als in der Renaissance, die viele problematische Seiten der menschlichen Natur in der Kunst ausgeblendet hat. Großartiger Verriss von Spinoza und einleuchtende Analyse Pascals.
— Sep 14, 2022 03:07AM
Armin
is 28% done
Die Niederländer ließen sich jede Form von spanischer Tyrannei gefallen, erst als es ans Geld ging, wurde die Freiheitsliebe so übermächtig, dass Albas Besatzung in einem Volkskrieg unterging. Es folgte eine Phase in der die Krämernation in allen Bereichen des Lebens führend war. Drei große Nachbarn schwächelten während der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts ganz gewaltig, das erleichtert die Wahrnehmung der Blüte.
— Sep 13, 2022 02:26AM
Armin
is 27% done
Und ebenso ist das deutsche Volk nicht durch den Dreißigjährigen Krieg herunter gebracht worden, sondern weil es so heruntergekommen war, entstand der 30JK. (...) Die Folge waren ganz analoge soziale Erscheinungen: plötzlicher Reichtum und ausschweifender Luxus der glücklichen Spekulanten, Not der Festbesoldeten und geistigen Arbeiter, Verarmung der kleinen Sparer, rapdie Entwertung aller Kapitalforderungen, Streiks
— Sep 13, 2022 02:19AM

