Anna Carina’s Reviews > Subjekt-Objekt: Erläuterungen zu Hegel > Status Update
Anna Carina
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„Das im mathematischen Rationalismus so unlösbare Problem qualiativ-konkreter Inhaltlichkeit wirkt also im historisch-prozessualen Rationalismus Hegels wie überwunden.
Eben durch die dialektische Selbstentwicklung des Begriffs nach dem Leitfaden der wirklich geschehenden Geschichte, durch die Identifikation des apriorischen Erkenntnisfortschritts mit dem erinnerten Werden materialer Gegenstände.“
— Aug 22, 2024 09:59PM
Eben durch die dialektische Selbstentwicklung des Begriffs nach dem Leitfaden der wirklich geschehenden Geschichte, durch die Identifikation des apriorischen Erkenntnisfortschritts mit dem erinnerten Werden materialer Gegenstände.“
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Anna Carina
is on page 59 of 524
„In meiner wissenschaftlichen Bildung, die von untergeordneteren Bedürfnissen der Menschen anfing, mußte ich zur Wissenschaft vorgetrieben werden, und das Ideal des Jünglingsalters mußte sich zur Reflexionsform, in ein System zugleich verwandeln.“
(Brief an Schelling, 2. Nov. 1800)
Das las bestimmt Luhmann und dachte sich „Systemtheorie“ und legte los 😁
— Aug 19, 2024 09:44AM
(Brief an Schelling, 2. Nov. 1800)
Das las bestimmt Luhmann und dachte sich „Systemtheorie“ und legte los 😁
Anna Carina
is on page 27 of 524
„der Leser Hegels muß sich mit dem öffentlichen,dem objektiven Widerspruch in allen Dingen vertraut machen,den die Begriffssprache Hegels unablässig spiegelt.Er muß wachsame Untreue gegen einen fixen Begriff lernen,damit dieser nicht zur Schablone werde, die dem Wirklichen nicht mehr gemäß ist.“
Zu ungewöhnlichen Kunstausdrücken und seiner Sprache,die die Grammatik bricht u Unerhörtes zu sagen hat
— Aug 18, 2024 07:30AM
Zu ungewöhnlichen Kunstausdrücken und seiner Sprache,die die Grammatik bricht u Unerhörtes zu sagen hat
Anna Carina
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Hihi,geht gut los.Wird hart:
„Vorliegende Schrift will einführen.Nicht dadurch,daß sie den Stoff erleichtert,indem sie ihn verwässert.
Vorausgesetzt ist die Lust des tätigen Lernens. Die Lust dieser Mühe ist mehr als je unumgänglich.
Nicht vorausgesetzt ist,daß die reaktionären Entstellungen mitbehalten werden,mit denen viele philosophiegeschichtliche Lehrbücher diese Gedanken überliefert haben.“
— Aug 18, 2024 01:02AM
„Vorliegende Schrift will einführen.Nicht dadurch,daß sie den Stoff erleichtert,indem sie ihn verwässert.
Vorausgesetzt ist die Lust des tätigen Lernens. Die Lust dieser Mühe ist mehr als je unumgänglich.
Nicht vorausgesetzt ist,daß die reaktionären Entstellungen mitbehalten werden,mit denen viele philosophiegeschichtliche Lehrbücher diese Gedanken überliefert haben.“
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Alexander
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Aug 22, 2024 10:14PM
Toll, oder? Wie er das alles zusammenfasst, besonders mit "erinnertes Werden materialer Gegenstände" - da lacht das Herz!
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Alexander wrote: "Toll, oder? Wie er das alles zusammenfasst, besonders mit "erinnertes Werden materialer Gegenstände" - da lacht das Herz!"Das unglückliche Bewusstsein aus dem christlichen Habitus zu lesen, hat mich überrascht. Habe die Stellen überhaupt nicht in diese Richtung aufgefasst. Das muss ich unbedingt nochmal nachlesen. Hier das Zitat:
Das erhellt sogleich an der Darstellung des selbständigen und des unselbständigen Selbstbewußtseins: es erscheinen die Momente des Herrn und des Knechts, mit dem hochbedeutenden Effekt, daß die Fortentwicklung des Selbstbewußtseins durch das Bewußtsein des arbeitenden Knechts, nicht des genießenden Herrn geschieht. Doch begreift sich noch nicht die menschliche Tätigkeit auf dieser Stufe (es ist geschichtlich die spätantike, mit Stoa, Skepsis, beginnendem Christen-tum). Hier findet sogar die äußerste Entzweiung statt innerhalb des sich entwickelnden Selbstbewußtseins und seiner Gegenstände. Sie kulminiert in dem ausgereiften christlichen Habitus, den Hegel »das unglückliche Bewußtsein« nennt. Dieses zerfällt in das Extrem der Beziehung auf sich als einer irdischen Bedürftigkeit und in das Extrem der Beziehung auf das Unwan-delbare. Durch den Verzicht auf Eigentum, Ehe, durch Selbstabtötung sucht das Selbstbewußtsein auf dieser Stufe seine Wandelbarkeit zu vertilgen und sich mit dem Ewigen zu vermitteln.
Der Geist - immer als Wanderer und Land zugleich - erreicht so auf seiner Fahrt das Land des christlichen Mittelalters oder die Region der frommen Frucht überhaupt, die den Menschen deprimiert um Gottes willen.

