Wahrnehmung Quotes

Quotes tagged as "wahrnehmung" Showing 1-8 of 8
Gustave Le Bon
“Jede Folgerung, die wir aus unseren Beobachtungen ziehen, ist meistens voreilig: Denn hinter den wahrgenommenen Erscheinungen gibt es solche, die wir undeutlich sehen, und hinter diesen wahrscheinlich noch andere, die wir überhaupt nicht erkennen.”
Gustave Le Bon

Søren Kierkegaard
“Wenn man die Philosophen von der Wirklichkeit reden hört, so ist das oft ebenso irreführend, wie wenn man im Schaufenster eines Trödlers auf einem Schild die Worte liest: Hier wird gerollt. Wollte man mit seiner Wäsche kommen und sie rollen lassen, so wäre man angeführt. Der Schild hängt nur zum Verkauf da.”
Søren Kierkegaard

Emir Demirkiran
“„In jedem Bruchstück magst du ein anderes Gesicht sehen, doch vielleicht gehören all diese Gesichter zu dir.”
Emir Demirkiran, Melisa & Arel ; Dein Spiegelbild: Dein Spiegelbild (Melisa & Arel ; You in the Mirror Series 6)

Elizabeth Jane Howard
“Ich habe festgestellt, dass es gefährlich ist, sich an Dinge zu gewöhnen.' 'Gilt das für alles?' 'Ja, für alles. Man nimmt, was immer es ist, einfach nicht mehr wahr, und, schlimmer noch, man hat die Illusion, etwas geschafft zu haben.”
Elizabeth Jane Howard, Confusion

Daniel Schreiber
“Bei Durchblättern von Büchern, die ich immer wieder zur Hand nehme, stoße ich auf Unterstreichungen wie diese: »Heute, so scheint es ihm, schreibt er mehr aus einer freien Position heraus. … Er sagt das ohne den Dünkel, der solche Unabhängigkeitserklärungen begleiten kann, und ohne die Pose des Traurigseins, mit der man eine Einsamkeit zugibt«. Die Sätze stammen aus Roland Barthes’ autobiographischem Buch Über mich selbst. Ich muss die Unterstreichung vor langer Zeit gemacht haben. Trotzdem habe ich das Gefühl, sie zum ersten Mal zu lesen.
Wenn ich in Maggie Nelsons Bluets blättere, ihren Reflexionen über das Ende einer Liebesaffäre und die Anziehungskraft der Farbe Blau, wartet, in verblassendem Neonrosa markiert, folgender Satz auf mich: »Ich habe schon seit einiger Zeit versucht, in meiner Einsamkeit Würde zu finden. Ich habe festgestellt, dass ich damit Schwierigkeiten habe.«Drei Ausrufezeichen stehen neben der Anstreichung. Es muss eine Zeit gegeben haben, in der ich mich mit Nelsons Lakonie identifizieren konnte. Tue ich das jetzt auch noch?
Und schließlich, beim Blick in Marguerite Duras’ Écrire, ihren Essay über die Einsamkeit von Schreibenden: »Sobald der Mensch allein ist, stürzt er in die Unvernunft. Ich glaube Folgendes: Ich glaube, dass eine auf sich allein gestellte Person immer schon vom Wahnsinn gezeichnet ist, da sie nichts vor dem Einbruch des eigenen Deliriums schützt.«1 Wenn ich diese Zeilen lese, schlägt mein Herz etwas schneller. Unfreiwillige Wellen des Erkennens unter Regungen des Widerstands. Haltung bewahren, den Blick nach vorn.”
Daniel Schreiber, Allein

Jon Fosse
“Es ist auch nicht zu begreifen, es ist etwas anderes, vielleicht etwas, das man nur erlebt und das nicht wirklich geschieht. Aber geht es an, dass man so etwas einfach erlebt. Alles, was man erlebt, ja das ist wohl auch irgendwie wirklich, ja man begreift es wohl auch irgendwie. Aber es hat doch nichts zu bedeuten.”
Jon Fosse, A Shining