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Hendrik is on page 173 of 260 of Angefangen mit San Francisco
Ein Schach-Grand-Prix das Leben / mit Kämpfen dunkler Spieler / auf weißen oder schwarzen Zellen / wo du nur / eine bestimmte Zeit hast deinen Zug zu machen / Und die ganze Zeit tickt / deine Uhr / und lässt du dir / viel Zeit / für deinen Zug / bleibt dir entsprechend weniger / für den schönen Rest / des Lebens
(Scharfsinniges Schach)
Feb 05, 2026 09:58AM Add a comment
Angefangen mit San Francisco

Hendrik
Hendrik is on page 155 of 260 of Angefangen mit San Francisco
Ästhetisch fragwürdige Entscheidung "artists" und "poets" mit "Kunstschaffende" und "Dichtende" zu übersetzen. Klingt zu sperrig. Vor ein paar Tagen gab es in der SZ einen Artikel von Claudius Seidl mit dem Titel: "Kulturschaffende: Schafft euch ab!" Zitat: "Kulturschaffende. Fünf Silben; nach den ersten beiden weiß man schon, wie es weitergeht, und muss doch noch drei Silben ertragen." Das bringt es auf den Punkt.
Feb 04, 2026 04:15AM 2 comments
Angefangen mit San Francisco

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Hendrik is on page 31 of 441 of Notas: Unzeitgemäße Gedanken
Lesen heißt einen Stoß erhalten, einen Schlag spüren, auf ein Hindernis treffen. Es bedeutet, die passive und träge Fügsamkeit unseres Denkens durch die unnachgiebigen Geleise eines fremden, abgeschlossenen und harten Denkens zu ersetzen.
Jan 13, 2026 03:12AM Add a comment
Notas: Unzeitgemäße Gedanken

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Hendrik is on page 93 of 176 of Das Buch der Fragen
Was bleibt vom Leben des Menschen? Nicht einmal die Spur seiner Ferse. Das Wort, das ablöst, verwirrt die Spuren, denn es gehorcht den Gesetzen der Schrift. So dass jedes Zeugnis, jeder Bericht nur Abenteuer einer Feder ist, durch Wirkliches und Eingebildetes, durch Leben und den Traum vom Leben hindurch, die sich selbst verfolgt.
Jan 11, 2026 08:43AM Add a comment
Das Buch der Fragen

Hendrik
Hendrik is on page 33 of 176 of Das Buch der Fragen
(Wenn dein Name nur einen Buchstaben hat, stehst du an der Schwelle deines Namens.

Wenn dein Name zwei Buchstaben hat, öffnen zwei Türen deinen Namen.

Wenn dein Name drei Buchstaben hat, tragen drei Masten deinen Namen davon.

Wenn dein Name vier Buchstaben hat, überschwemmen vier Horizonte deinen Namen.
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Jan 10, 2026 04:14AM 1 comment
Das Buch der Fragen

Hendrik
Hendrik is on page 25 of 441 of Notas: Unzeitgemäße Gedanken
Der Verstand äußert sich nicht mit einer einladenden und liebevollen Geste. Der Verstand ist heimtückisch und verräterisch, argwöhnisch und misstrauisch, immer stößt er zunächst zurück und widerlegt, immer lehnt er ab, und immer protestiert er.
Jan 08, 2026 03:35AM Add a comment
Notas: Unzeitgemäße Gedanken

Hendrik
Hendrik is on page 127 of 214 of Das ' Tagebuch' Goethes und Rilkes ' Sieben Gedichte'.
»Denn irgendwo ist eine alte Feindschaft zwischen dem Leben und der großen Arbeit. Daß ich sie einseh und sie sage: hilf mir.« Es ist eben diese »Feindschaft« zwischen Leben und Arbeit, die sein Nichtverstehen, sein Nichtverstehenwollen Goethes bedingt. Denn, so meinte der Rilke der Jahre der Ablehnung, Goethe habe eine solche »Feindschaft« nicht erfahren, nicht erleiden müssen.
Dec 11, 2025 02:45PM Add a comment
Das ' Tagebuch' Goethes und Rilkes ' Sieben Gedichte'.

Hendrik
Hendrik is on page 58 of 214 of Das ' Tagebuch' Goethes und Rilkes ' Sieben Gedichte'.
»Und dann ist die Zeit ein wunderlich Ding. Sie ist ein Tyrann, der seine Launen hat, […] Was den alten Griechen zu sagen erlaubt war, will uns zu sagen nicht mehr anstehen, und was Shakespeares kräftigen Mitmenschen durchaus anmutete, kann der Engländer von 1820 nicht mehr ertragen, so daß in der neuesten Zeit ein Family-Shakespeare ein gefühltes Bedürfnis wird.« Goethe/Eckermann
Dec 07, 2025 08:11AM 3 comments
Das ' Tagebuch' Goethes und Rilkes ' Sieben Gedichte'.

Hendrik
Hendrik is on page 45 of 214 of Das ' Tagebuch' Goethes und Rilkes ' Sieben Gedichte'.
Goethe hat sich über die in der deutschen Sprache besonders schwierige Benennung des männlichen Gliedes immer wieder Gedanken gemacht (in dieser Hinsicht sei er, »Deutscher, ... übel als Dichter geplagt«) und er hat diesem »Problem«, ob die Benennung Phallus, Mentula, Lingam oder anderes sein soll, in den (ebenfalls sekretierten) »Venezianischen Epigrammen« ein ganzes Gedicht gewidmet.
Dec 06, 2025 09:19AM Add a comment
Das ' Tagebuch' Goethes und Rilkes ' Sieben Gedichte'.

Hendrik
Hendrik is on page 28 of 214 of Das ' Tagebuch' Goethes und Rilkes ' Sieben Gedichte'.
Wie rief ich dich. Das sind die stummen Rufe, / die in mir süß geworden sind. / Nun stoß ich in dich Stufe ein um Stufe / und heiter steigt mein Samen wie ein Kind. / Du Urgebirg der Lust: auf einmal springt
er atemlos zu deinem innern Grate. / O gieb dich hin, zu fühlen wie er nahte; /denn du wirst stürzen, wenn er oben winkt.
[Rilke - Sieben Gedichte, VII]

Diesen Rilke hat man uns in der Schule vorenthalten ...
Dec 06, 2025 05:09AM Add a comment
Das ' Tagebuch' Goethes und Rilkes ' Sieben Gedichte'.

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Hendrik is on page 53 of 289 of Autobiographische Schriften: Auswahl (Reclams Universal-Bibliothek) (German Edition)
Nur Dichter? Das ist einfach lächerlich. Selbst wenn es möglich wäre – das ist ja kein Stand. Er trägt nichts, man gehört in keine Rangsklasse, hat keine Pensionsberechtigung, kurz: man steht in keinem Zusammenhang mit dem Leben. (aus: Ewald Tragy)
Nov 29, 2025 03:02AM Add a comment
Autobiographische Schriften: Auswahl (Reclams Universal-Bibliothek) (German Edition)

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Hendrik is on page 175 of 240 of Der Sommer des Großinquisitors: Über die Faszination des Bösen
Proust empfand die Salonkultur als «kalte Gymnastik»; sie bedurfte keiner Tiefe und regierte flächendeckend mit ihren Ausschlussmechanismen. In Prousts «Recherche» ist kein Großinquisitor zu finden, Prousts systemische Kälte brauchte keinen legendären Machtpol – der schon immer nur eine Legende gewesen war. [...] Es gibt keinen identifizierbaren Agenten des Kälte-Diskurses mehr.
Nov 13, 2025 06:34AM 2 comments
Der Sommer des Großinquisitors: Über die Faszination des Bösen

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Hendrik is on page 82 of 240 of Der Sommer des Großinquisitors: Über die Faszination des Bösen
Carl Schmitt mimt den Großinquisitor: "Wo die Idee der Humanität ihre ursprüngliche Kraft bewahrt habe, hätten ihre Vertreter auch den Mut gefunden, sie «mit inhumaner Größe durchzusetzen». Zu hoffen sei, dass selbstbewusste Aristokraten die Durchschnittsmenschen mit diabolischer Ironie unterwürfen. Die «Dialektik» jeder Realisierung der Humanität liege darin, dass sie aufhören müsse, «nichts als human» zu sein."
Nov 11, 2025 05:19AM Add a comment
Der Sommer des Großinquisitors: Über die Faszination des Bösen

Hendrik
Hendrik is on page 46 of 240 of Der Sommer des Großinquisitors: Über die Faszination des Bösen
Der Großinquisitor bildet die große Ausnahme unter Dostojewskis Figuren. Normalerweise fehlen seinen Gestalten scharfe Umrisslinien, fassliche Begrenzungen, ihre Seelen sind, wie Kracauer schreibt, «gleichsam hautlos und verdichten sich nie zu einem Gefüge von fester Struktur». [...] Das trifft auf die kantige Gestalt des Großinquisitors nicht zu, sie hat scharfe Umrisse und einen gehärteten Kern.
Nov 05, 2025 03:14AM Add a comment
Der Sommer des Großinquisitors: Über die Faszination des Bösen

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Hendrik is 34% done with Die Geschichte der Abderiten (German Edition)
"Die gefährlichsten Kranken sind die, die nicht wissen, daß sie krank sind; und dies ist, wie ich finde, der Fall der Abderiten."

Selbst Hippokrates kennt kein Heilmittel gegen die Borniertheit der Abderiten.
Nov 03, 2025 08:45AM Add a comment
Die Geschichte der Abderiten (German Edition)

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Hendrik is 6% done with Die Geschichte der Abderiten (German Edition)
Schweigen – ist zuweilen eine Kunst; aber doch nie eine so große, als uns gewisse Leute glauben machen wollen, die dann am klügsten sind, wenn sie schweigen.
Nov 01, 2025 03:32AM Add a comment
Die Geschichte der Abderiten (German Edition)

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Hendrik is on page 121 of 300 of Tagebuch und spätes Leid: Über Thomas Mann
»Die Kunst politisiert, der Geist politisiert, die Moral politisiert, der Begriff, alles Denken, Fühlen, Streben politisiert — wer möchte leben in solcher Welt? Ich nicht, ich nicht!« (Thomas Mann, Notizbücher 7-14)
May 28, 2025 02:00AM Add a comment
Tagebuch und spätes Leid: Über Thomas Mann

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Hendrik is on page 71 of 300 of Tagebuch und spätes Leid: Über Thomas Mann
Nichts sei naiver, als die Freiheit »fröhlich moralisierend« gegen den Despotismus auszuspielen, denn es frage sich, »ob der Mensch um seiner seelischen und metaphysischen Geborgenheit willen nicht lieber den Schrecken will als die Freiheit« (T. Mann in einem 1950 an der Universität von Chicago gehaltenen Vortrag)
May 25, 2025 04:02AM Add a comment
Tagebuch und spätes Leid: Über Thomas Mann

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Hendrik is on page 422 of 432 of Über die Malerei
Sachen verlieren nichts von ihrer Frische, vorausgesetzt, sie werden nicht wiederholt. Werden sie wiederholt, ist das Wiederkäuen, Scheiße. Daraus ist nichts mehr zu schöpfen. Man muss woanders hingehen. Kurzum, wenn Cézanne das gemacht hat, was er gemacht hat, dann nicht dafür, dass Leute wieder auf Cézanne machen. Das gilt auch in der Literatur, auch in der Philosophie, das gilt allenthalben und überall.
May 22, 2025 08:35AM Add a comment
Über die Malerei

Hendrik
Hendrik is 82% done with Das Gesicht des Krieges: Reportagen 1937-1987 (German Edition)
Ein Bürgerkrieg des Gewissens tobte in Amerika: Die Menschen, die an ein Amerika der Prinzipien glaubten, gegen die Menschen, die an ein Amerika der Macht glaubten.

Ich weiß nicht, wann der Ausdruck »der mächtigste Mann der Welt« dem Präsidenten der Vereinigten Staaten automatisch beigefügt wurde. Fing es mit Eisenhower an oder mit Kennedy? Gutgetan hat es keinem Präsidenten.
(Letzte Worte über Vietnam, 1987)
May 20, 2025 09:54AM Add a comment
Das Gesicht des Krieges: Reportagen 1937-1987 (German Edition)

Hendrik
Hendrik is 55% done with Das Gesicht des Krieges: Reportagen 1937-1987 (German Edition)
... wir haben Lazarette gesehen, blutig und besudelt wie Schlachthäuser; über den halben Erdball haben wir die Toten wie Bündel auf allen Straßen liegen gesehen. Aber nirgendwo hat es etwas gegeben wie dies hier. Nichts am Krieg war jemals so wahnsinnig brutal wie diese verhungerten und mißhandelten, nackten, namenlosen Toten. (Dachau – Mai 1945)
May 16, 2025 09:33AM Add a comment
Das Gesicht des Krieges: Reportagen 1937-1987 (German Edition)

Hendrik
Hendrik is on page 309 of 432 of Über die Malerei
Gauguin besaß viel malerisches Gespür für das Lachen. Das ist einer der lustigsten Maler, ja der komischste der Malerei. La belle Angèle wird ganz offensichtlich in ihrer Abgetrenntheit ein Kopf auf dem Deckel einer Käseschachtel. Sie ist wie eine Bretonin für Camembert ausgestanzt.

May 15, 2025 09:33AM Add a comment
Über die Malerei

Hendrik
Hendrik is 17% done with Das Gesicht des Krieges: Reportagen 1937-1987 (German Edition)
Des öfteren teilte ihnen Radio Moskau mit, daß die Finnen Brüder wären. Dieser Krieg wäre nicht das Werk des wahren finnischen Volkes, sondern nur die teuflische Machenschaft einer kleinen Bande finnischer Reaktionäre. Diese eigentümlichen Verlautbarungen wurden zum besten Witz in Helsinki. (Finnland 1939)

Den Witz erzählt man heute in der Ukraine. Russische Propaganda einfallslos wie eh und je.
May 12, 2025 10:19AM Add a comment
Das Gesicht des Krieges: Reportagen 1937-1987 (German Edition)

Hendrik
Hendrik is on page 177 of 432 of Über die Malerei
Die hingeworfene Malerei, Pollocks berühmter malerischer Wurf, dabei dirigieren nicht die Augen, vielmehr die Hand. Damit hat die Hand ihren Ausdruck gefunden: die Linie, der die Augen nicht mehr folgen können. Die Malerei muss zur Brüskierung der Augen werden.


Number 17 (1949) – Jackson Pollock
May 05, 2025 10:32AM Add a comment
Über die Malerei

Hendrik
Hendrik is on page 79 of 432 of Über die Malerei
Deleuze zitiert D. H. Lawrence: "Cézannes Problem war, daß er die Apfligkeit des Apfels wunderbar verstanden hatte, dafür aber nicht so gut, zum Beispiel, das Frausein der Frauen. [...] Seine Frauen malt er wie Äpfel, und so mogelt er sich raus. Madame Cézanne ist eine Art Apfel."


Madame Cézanne (1892)
Apr 27, 2025 07:29AM Add a comment
Über die Malerei

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