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Alexander Carmele
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... geschwurbelt, bewusst umständlich, mit vielen Appositionen, und retardierten Hauptworten und Prädikat-Objekt-Subjekt-Sätzen, die das Lesen entschleunigen, befleißigt sich Mosebach hier in einem überbordernd verrätselten Ornamentalismus. Momentan etwas allzu gewollt ... und leider völlig verunklarte Erzählzeitfolge. Stilistisch dennoch eigenwillig interessant.
— Apr 18, 2025 09:41AM
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Alexander Carmele
is finished
... wie zu erwarten, schließt sich der Höllenkreis erst am Ende. Mosebach vernichtet mit spitzer Feder. Ein getreuer Nachfahre Flauberts, ohne die Leichtigkeit in der Diktion jedoch. Schwerfällig allegorisch, aber kompositorisch-symbolisch imposant. Puh ...
— Apr 20, 2025 01:20AM
Alexander Carmele
is on page 200 of 344
Bewusst im Nebulösen gehalten, zieht Mosebach eine Allegorie zwischen dem Jagen des unscheinbaren Mannes und das Flirten des allzu scheinbaren Künstlers auf - das Erlegen des Wildes besitzt inkarnierenden Charakter. Mosebach gefällt sich in barockem Symbolismus. Jedenfalls hat er ein neues Modell für seine Aktmalerei gefunden. (Dazu gibt es Firnwein, alt und säuerlich, aber mit ... ach ... egal ...)
— Apr 19, 2025 02:40AM
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Das ist genau das Gegenteil vom Schimmelreiter. Hier entsteht die Form erst im Akt des Lesens selbst. ich bin furchtbar glücklich über diesen Text. Das ist etwas das ich so in der Literatur vermisst habe. Der Text atmet, lebt und kommuniziert mit mir.Er ist widerständig, gehorcht keiner klaren Linie, verliert sich, wirft den Fokus auf scheinbar Nebensächliches, Absurdes, er sucht seine Form, da ihm die Notwendigkeit für sie fehlt. Der Text möchte seine eigene Präsenz herausstellen und weiß noch nicht wie, wie der Maler. Brüche, Risse, versprengter Fokus... Ich liebe es!
Anna Carina wrote: "Ich bin leider noch nicht so weit. Für mich liest sich dieses Umständliche ganz begeistert, da ich es als Tagestraumreste wahrnehme. Bewusstsein, das ich soeben erst ordnet, als Assoziation und Atm..."Ich habe es auch noch nicht abgeschrieben - die Stilistik ist mir nur gerade zu durchschaubar, als Formgeste, etwas zu starr, als Textstruktur. Den Text finde ich auch spannend, und das konzentrierte Lesen gefällt mir auch. Sehr ruhig, sehr besonnen, sehr rätselhaft.
Alexander wrote: "Anna Carina wrote: "Ich bin leider noch nicht so weit. Für mich liest sich dieses Umständliche ganz begeistert, da ich es als Tagestraumreste wahrnehme. Bewusstsein, das ich soeben erst ordnet, als..."Bin jetzt auf Seite 51 und ahne was dir zu durchschaubar ist.
Hahh, die Anlage von Beate und Astrid als Gegenpol ist mir jedenfalls jetzt, in diesem Moment zu offensichtlich gesetzt.
Schade. Es ging so vielversprechend los.

Dieser Verlust in dieser sprachlichen Gestaltung ist überwältigend toll. 😃