Viktoria’s Reviews > Der schwarze Obelisk. Geschichte einer verspäteten Jugend > Status Update

Viktoria
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Selbstmorde häufen sich an. Es wird entschuldigt, dass man sich erhängt hat, wobei man sich mit Gas töten wollte. Dieser wurde aber von der Gasgesellschaft abgestellt, weil man lange nicht gezahlt hat.

Ludwig hat Fragen über Fragen: Über Leben und Tod, Glück, Hoffnung, Gott, Dualität der Welt. Verloren und auf der Suche nach Halt, um in seinem Zynismus nicht zu verschwinden. (...)
7 hours, 20 min ago
Der schwarze Obelisk. Geschichte einer verspäteten Jugend

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Man hat sich von dem Weltschmerz nicht erholt, und da haut Remarque das Kapitel raus über den Ausflug des Dichterclubs in den Puff :D
5 hours, 19 min ago
Der schwarze Obelisk. Geschichte einer verspäteten Jugend


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Ludwig Bodmer (Erzähler) wirkt so desillusioniert und verloren, dass es schon fast weh tut. Kein Glück im Liebesleben (Erna) und mit den Gedichten (Veröffentlichung). Ich verstehe, warum er so sarkastisch, bissig in seinen Äußerungen ist. Zu früh reif geworden. Den Erzählstrang mit Isabelle kann ich bis jetzt nicht entschlüsseln. Ehr Flucht in ihre Welt/Wirklichkeit? Ein frischer Luftstoß? (...)
Jan 14, 2026 05:30AM
Der schwarze Obelisk. Geschichte einer verspäteten Jugend


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Es ist 1923. Der erste Weltkrieg ist 5 Jahre her. Es ist das Jahr der hohen Inflation. Manche schweben auf dieser Welle, manche schauen, wie sie überleben.
Der Ich-Erzähler ist Mitte 20 und Büroangestellter in einer Grabdenkmalfirma. Da es ihm wegen Inflation und trotz Gehaltserhöhung das Geld nicht reicht, hat er noch unzählige Nebenjobs. (Weiter im Kommentar)
Jan 14, 2026 01:59AM
Der schwarze Obelisk. Geschichte einer verspäteten Jugend


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message 1: by Viktoria (new) - added it

Viktoria Sogar die Gerda, die als Anker der irdischen Liebe (wenn auch für zwei Wochen) erscheint, enttäuscht.

Die allgemeine Stimmung fängt an sich zu ändern, denn ER verspricht, dass alles anders sein wird. Er ist nicht präsent, aber spürbar. In manchen erwacht Nationalstolz auf, man hört ununterbrochen in einem Lokal Nationalhymne . Die, die nicht sofort aufspringen, werden beschimpft und provoziert.

Wie kann man die Menschen am besten von dem Übel ablenken? Eine Idee geben, ein Gefühl der Zugehörigkeit, des Stolzes? Man kann ganz schön Parallelen zu heute ziehen.


"Bücher haben überhaupt keinen Zweck", sage ich statt dessen. "Wenn man sieht, was hier alles geschrieben ist und wie es trotzdem in der Welt aussieht, sollte man nur noch die Speisekarte im "Walhalla" und die Familiennachrichten im Tagesblatt lesen" S. 110

"Die Forellen liegen mit gebrochenen Augen auf dem Tisch. Ihre grüne und graue Haut ist voll roter Flecken. Wir starren sie an. Sanft ist der Tod plötzlich wieder in den Raum eingebrochen, in dem soeben noch Unsterblichkeit schwang - sanft und schweigend, mit dem Vorwurf der Kreatur gegen den Mörder und Allesesser Mensch, der von Frieden und Liebe redet und Lämmeen die Kehle zerschneidet und Fische ersticken läßt, um Kraft genug zu haben, weiter über Frieden und Liebe zu reden - Bodendiek, den Mann Gottes und saftigen Fleischesser, nicht ausgenommen." S.166


message 2: by Anna Carina (new) - added it

Anna Carina Das ist echt harte Kost. Puh.


message 3: by Viktoria (new) - added it

Viktoria Anna Carina, deshalb bin ich froh und erleichtert, wenn mal amüsante Situationen und Dialoge dazwischen kommen. Aber nicht im Sinne des Kaspertheaters, sondern wegen Sarkasmus. Sie entladen und kanalisieren die Schwere der Thematik.


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