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Alexander Carmele
Alexander Carmele is finished
... so zum Eispol und zurück, die Herren schmausen und speisen und ich schlage ein Buch zu, das mich in seiner Biederkeit fast beeindruckt hat. Gestört hat mich an dem Buch eigentlich nichts - außer der gewollten und sinnlosen Langeweile. Es lebt ausschließlich von der Sprache ... und von dem Besingen von Männern mit Bärten und Pfeifen. Mich stört die fehlende Zeit-Lokalisierung. Mir fehlen Details ...
Feb 03, 2026 09:52PM
Im Saal von Alastalo

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Alexander’s Previous Updates

Alexander Carmele
Alexander Carmele is on page 1017 of 1136
... eines der merkwürdigsten Leseerlebnisse neigt sich dem gähnenden Ende. Ein Buch, das einfach schier seines Umfanges (wie der seehundartige, aal-geschwinde, maulbeerensüchtige Gastgeber) in Erinnerung verbleiben wird - gerade als zäh-mäandernde, matschtrossige, vor sich hin rudernd-paddelnde wabblige Erzählangelegenheit. Ach ja, Hunderte Seiten und fünf Gästen haben eine Unterschrift hingekrakelt.
Feb 03, 2026 11:19AM
Im Saal von Alastalo


Alexander Carmele
Alexander Carmele is on page 800 of 1136
... ein wirkliches ermüdendes Buch ... komme mir vor, wie allein auf einer Arktisdurchquerung. Nun denn, ein paar Robbenanalogien und Bärtatzenmelodien sind okay... Paradigma der Entschleunigung und Entzeitlichung. ok. hab's kapiert.
Feb 02, 2026 10:55AM
Im Saal von Alastalo


Alexander Carmele
Alexander Carmele is on page 500 of 1136
Momentan herrscht der Zweikampf Pukkila und Alastalo - Schlagabtausch nach dem Kaffee. Wer hat den schnellsten Schlitten, die beste Seemannsnase, wer die straffste Stute, die bauschigsten Segel, wer den größten Laderaum und den längeren Atem? Alastalo verzockt sich. Pukkila am Zug will den Saal beherrschen. - leider verzettelt sich das Erzählgerüst langsam zum Erzählexperiment. Maximale Erzählzeitverlangsamung.
Jan 27, 2026 10:00PM
Im Saal von Alastalo


Alexander Carmele
Alexander Carmele is on page 387 of 1136
Der Kaffee und die Kringel sind nun serviert, und Alastalo versucht die Meute zu bändigen, indem er sie daran erinnert, wie sie einst die Zollmannschaft gemeinsam hinters Licht geführt haben, als sie sie mit Rum abfüllten und hinter ihren Rücken die Zuckerhüte heimlich verluden ... es bleibt ein eigenartig schwebendes Buch, das immer wieder seine Momente besitzt.
Jan 25, 2026 10:56AM
Im Saal von Alastalo


Alexander Carmele
Alexander Carmele is on page 298 of 1136
... nun ging es tatsächlich beim Wecken und Kaffee Servieren zur Sache. Ein kleiner Geschlechterkampf bricht zwischen der Hausherrin und dem Nachbarn Härkäniemi aus. Geradezu eine Wutrede auf eine piesackende Bemerkung ähnlich zu Mollys Monolog. Daneben wieder abschweifende Gedankenströme über das Altern und das Begehren, das die Kapitäne empfinden, vermissen und zugleich bedauern.
Jan 24, 2026 09:32AM
Im Saal von Alastalo


Alexander Carmele
Alexander Carmele is on page 230 of 1136
Langer innerer Monolog von Pukkila darüber, wie Langholma ehrerbietig an den Gästen entlangschreitet und sie wie ein Fürst begrüßt, während Alastalo um ihn herum scharwenzelt. Pukkila ärgert sich über die Eilfertigkeit der Herde, die ihre Willensborsten anlegen - als er aber an die Reihe kommt, steht er brav auf und gibt Pfötchen, innerlich kocht er aber. Nun scheppern die Teetassen. Die Hausherrin serviert Kaffee.
Jan 22, 2026 09:54PM
Im Saal von Alastalo


Alexander Carmele
Alexander Carmele is on page 170 of 1136
Pukkila versucht nun Eonokki gegen Alastalo auf seine Seite zu ziehen. Hier beherrscht Neid, Eifersucht und ritualisiertes männliches Imponiergehabe die ganz Szenerie. Langholma legt an. Alastalo aufgeregt - es geht um die Anzahl der Masten, die Zahl der Pfeifen, unverhohlene Phallus-Symbole. Momentan mäandriert der Text leicht lesbar vor sich hin - mir fehlt die symbolische Verunklarung eines Joyce ins Mehrdeutige.
Jan 21, 2026 10:02PM
Im Saal von Alastalo


Alexander Carmele
Alexander Carmele is on page 120 of 1136
"Danach brauchte es nicht mehr als einen gleichmäßigen Brand im Ofen und das Bestreichen mit Lasur, dann wäre aus der Lehmschmiere ein blinkendes Ding geworden, das ... und aus Alastalo, dem Fischkasten-Herman, wäre der Kapitän einer Bark geworden, der selbst als Benutzer einer Gouverneurspfeife taugte und auf dessen Brust die Gouverneurspfeife nichts anderes wäre als eine feierliche Pfeife an einem feierlichen Ort."
Jan 20, 2026 09:51PM
Im Saal von Alastalo


Alexander Carmele
Alexander Carmele is on page 60 of 1136
... Alastalo will eine Barke bauen, mit drei Masten mindestens, und benötigt dafür Geld anderer Gutsherren. Pukkila mokiert sich, voller Eifersucht, und lässt in einem dutzendseitigen Rant seinen Unmut freien Lauf über den Größenwahn von Alastalo. Es geht auch darum, wie viele Tatzen ein Sofa hat, und wie groß der Bauchumfang ist - Alastalos jedenfalls scheint ziemlich heftig.
Jan 19, 2026 09:44PM
Im Saal von Alastalo


Comments Showing 1-5 of 5 (5 new)

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message 1: by Kalkwiese (new) - added it

Kalkwiese Na gut, das hat mich von der Idee erstmal geheilt. Vielen Dank dafür, dann nehme ich mir lieber etwas anderes vor, denn es wartet noch genug auf mich


message 2: by Alexander (last edited Feb 04, 2026 10:01PM) (new) - added it

Alexander Carmele Kalkwiese wrote: "Na gut, das hat mich von der Idee erstmal geheilt. Vielen Dank dafür, dann nehme ich mir lieber etwas anderes vor, denn es wartet noch genug auf mich"

Nun, wenn du auf Männergedanken und Bart- und Pfeife-Rauchen-Exzesse stehst, bist du hier richtig, und dich dafür interessierst bspw., wie seltsam sich ein Kerl und Mann und Typ von Baum, mit einem Rücken wie ein Titan, so groß und breit, dass ein Seeungeheuer die Augen übergehen, sich in die Tiefen verzieht, fühlt, wenn er eine Kanne Grogwasser über die Dielen des Saales des Alastalos schleppt und denkt, ach herrje, bin ich plötzlich eine säumliche Weibsperson geworden, die im Saale des Alastalos eine Grogwasserkanne trägt und aufpassen muss, dass sich nichts von dem heißen Wasser auf die Dielen, glattgeputzt von dem Hausdrachen, verteilt und verschmutzt und ihn beschämen muss, als Typ, und Kerl, Kapitän und Mann wie ein Baum, dass ihm diese Aufgabe zuteil wurde, derer er sich dann noch nicht mal als würdig erweist, und torkelt, und schwankt, und es dann doch (nach vielen vielen vielen Zeilen mehr) schafft, die Grogwasserkanne auf den Tisch zu stellen, im Schweiße seines Angesichts. (<--- Fortsetzung folgt, wenn du magst)


message 3: by Jörg (new)

Jörg Muss an der Übersetzung liegen. Im originalen Finnisch klingt das bestimmt alles sehr poetisch und spannend. Wozu haben die schließlich 15 Fälle.


message 4: by Kalkwiese (new) - added it

Kalkwiese So viel geballte männliche Männlichkeit :D
Vielleicht ruft mich das Buch ja nochmal zu sich, aber im Moment tun es auch Genji, wahrscheinlich die Ilias und eine Reise mit der Gemeinschaft des Rings durch Mittelerde


message 5: by Markus (new) - added it

Markus @Jörg, die Übersetzung ist genial und wurde in der Fachwelt ja auch euphorisch gelobt. Ich fand es auch sehr poetisch, spannend und äußerst witzig.


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