Alexander Carmele’s Reviews > Fische im Trüben: Roman > Status Update
Alexander Carmele
is on page 110 of 200
"Denkt Heinrich an dieses Wasser im Nordkaukasus, hat er gleich jenen Geschmack im Mund. Mit geschlossenen Augen stehen ihm als ob Bilder im Kopf. Er sieht leuchtendes Stroh, darüber staubendes Licht. Senkrechte Strahlen, dort, wo die Sonne durch Spalten in der Bretterwand brach. Krauses Heu im Futtertrog. Glänzendes Fell und silberne Fliegen, von zuckenden Muskeln aufgeschreckt." - seltsam rural-verbrämt.
— Feb 26, 2026 11:00AM
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Alexander Carmele
is finished
wieder mal das Gefühl, dass es ein interessantes, umfängliches Buch hätte werden können - wäre nicht alles in Steno-Sprache geschrieben, und alles nur angedeutet, und schnell abgehandelt. Schade - vielleicht lese ich demnächst Doktor Schiwago, einfach weil ich Zeit in Romanen und Breite und Weite gut finde. Hatte seine Momente.
— Feb 27, 2026 05:01AM
Alexander Carmele
is on page 55 of 200
Shortlist Leipziger Buchpreis. Mitte der 1950er zwischen Kirgisien und Kasachstan, Deutsche zwischen sowjetischen Milizen ... Apfelwälder, eine seltsam nüchterne Erzählstimme, etwas wie im Märchen ... Hedi und Ira gehen Tanzen, verpassen den letzten Bus und geraten an drei Soldaten, die einen Esel überfahren. Krimisituation. Die Verortung gelingt bislang gut.
— Feb 25, 2026 10:59AM
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Anna Carina
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Feb 26, 2026 11:03AM
finde ich gar nicht übel
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Anna Carina wrote: "finde ich gar nicht übel"Ist es auch nicht, nur leider hält es diese Intensität nicht. Eine andere von mir markierte Stelle:
"Einmal muss er auch gerannt sein wie Krocha, zu Bächen, Wiesen rauf und runter, und Vogelnester gesucht haben, in den Kronen der Bäume am Ende der Weide, wo im Frühjahr die Felder blühten. Im Winter aus der Banya und in den Schnee, das Gesicht eingerieben. Das Leben lag doch vor ihm wie eine gerade Straße, dann kam der Brief: mobilisiert. Trudarmee. Der Waggon, kaum was bei sich, alles fiel herunter, zuerst sein Bündel Wäsche, seine Decke, dann die Sohlen von den Schuhen, sein Löffel aus der Hemdtasche, das Hemd, Cousins, Brüder, Freunde, die Lieder, dann Tinchen, die Jungens, bis nichts mehr übrig war als Heinrich selbst."
Alexander wrote: "Anna Carina wrote: "finde ich gar nicht übel"Ist es auch nicht, nur leider hält es diese Intensität nicht. Eine andere von mir markierte Stelle:
"Einmal muss er auch gerannt sein wie Krocha, zu ..."
Ja, das mag ich. Teils halb ausgesprochene Sätze. Da stockt es. Kleine Aussetzer, Stolperer, die aber vom Bild gefüllt werden.
Da scheint viel los unter der Oberfläche des Textes zu sein.

