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Anna Carina
Anna Carina is on page 23 of 1260
Kein Vergleich zu „der Ursprung“ der viel lebendiger und sinnlicher wirkt.
Hier liest sich das bisher extrem schematisch.
Das Zugpersonal steht für regelblinde, verantwortungsscheue Unterordnung; Dagny für Handlungsfähigkeit, Urteilskraft, Risikoübernahme, Wille. Dadurch bekommt die Szenen etwas Gestelltes. Das geht nicht organisch aus der Situation hervor.
Liest sich etwas spröde.
Mar 17, 2026 11:43AM
Der Streik

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Anna Carina
Anna Carina is 18% done
Überschuss -etwas das der Gegenwartslit fehlt.
Rand fragt „was bindet mich noch an die Welt, wenn sie ihre Tragfähigkeit verliert“?
Damit ist sie strukturell,im Motiv, nah an Hyperion:Überschuss durch Pathos der Sprache (ästhetischer Überschuss).Es rettet das Verhältnis zur Welt.
Bei Rand liegt die Stellvertretung bei einem Anderen-das Bild einer gelungene Tat gegen Widerstände(symbolischer Überschuss)
Apr 03, 2026 12:37AM
Der Streik


Anna Carina
Anna Carina is on page 75 of 1260
„Der Artikel berichtete von einem Interview,das Francisco d’Anconia der Presse in seiner Suite im Wayne-Falkland gegeben hatte.Er erklärte,aus zwei Gründen in New York zu sein: einem Garderoben-Mädchen aus dem Cub Club und der Le­berwurst von Moes Deli auf der Fifth Avenue.“

Ich kenne jemanden der aus den USA nach Deutschland gereist ist um Mettbrötchen zu essen und nach Belgien zum Trapistenbiersaufen
Mar 22, 2026 12:47PM
Der Streik


Comments Showing 1-9 of 9 (9 new)

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message 1: by Alexander (new) - added it

Alexander Carmele Na ja, also das bekommt schon noch mächtig Schwung. Fand ich jedenfalls. Schematisch ist nun einmal ihr Denken. Es ist äußerst starr.


message 2: by Anna Carina (last edited Mar 17, 2026 01:25PM) (new) - added it

Anna Carina Alexander wrote: "Na ja, also das bekommt schon noch mächtig Schwung. Fand ich jedenfalls. Schematisch ist nun einmal ihr Denken. Es ist äußerst starr."

Um Rand ist ja zu genüge diskutiert worden, da werde ich jetzt nicht drin aufgehen. Lass sie starr sein. In der "Ursprung" hat sie das sprachlich wunderbar aufgebrochen. Vor allem durch die krass gute psychologische Ausstattung der Figuren.
Bin froh dass ich das Buch zuerst gelesen habe, sonst hätte ich hier schon mit langen Zähnen überlegt ob ich es abbreche.
Da ich weiß, was sie kann, glaube ich dir sofort, dass das noch Dynamik bekommt. Ist halt nen Scheiß Einstieg. Da gibts nichts zu beschönigen.


Jörg Schlimm wird es gegen Ende auf einer Cocktail-Party mit einem ca. 70-seitigen Ideen-Monolog, den ich nur quergelesen habe, wann die Party aufhört.
Hört sich an, als ob ich das falsche Rand-Buch gelesen habe.


message 4: by Anna Carina (last edited Mar 18, 2026 02:08AM) (new) - added it

Anna Carina Jörg wrote: "Schlimm wird es gegen Ende auf einer Cocktail-Party mit einem ca. 70-seitigen Ideen-Monolog, den ich nur quergelesen habe, wann die Party aufhört.
Hört sich an, als ob ich das falsche Rand-Buch gel..."


Hehe, ja so eine ähnliche Monologszene hat auch "der Ursprung" am Ende im Gerichtssaal. Und zwischendurch einer der "Bösewichte". Da schlackern dir die Ohren.
Hält mich aber nicht davon ab "der Ursprung" großartig zu finden. Ich leugne gar nicht, dass sie mich mit dem Buch affektiv sehr abholt und eine Spannung im Menschen freilegt, die mich bewegt und selber mein ganzes Leben verfolgt hat. Ich bin ebenfalls nicht sozial kompatibel und das ohne ein rücksichtsloser Egoist zu sein. Ich leide darunter, dass ich viele Menschen als festgefahren und leblos erlebe. Die keine innere Bewegung besitzen. Und das bearbeitet sie irre gut. Der Text berührt eine Struktur in mir. Er legt eine existentielle Dramatik frei, die für mich im ersten Schritt völlig unideologisch daher kommt.
Das heißt ja noch lange nicht, dass ich ihrer gesamten Philosophie oder besser Ideologie zustimme.

Ich schreibe das so, da ich deinen Austausch mit Alex unter seinem update gelesen habe.
Auch ich trenne Werk von Autor, sofern es das Werk zulässt.


message 5: by Jörg (last edited Mar 18, 2026 02:41AM) (new) - rated it 4 stars

Jörg In einer Review auf Goodreads habe ich zu Rands Objektivismus was Gutes gelesen. Sinngemäß schrieb der Autor, dass Objektivismus so lange gut klingt, bis man echte Objektivisten kennenlernt und merkt, was für A... das sind. Siehe Elon Musk, Peter Thiel & Co.


message 6: by Anna Carina (new) - added it

Anna Carina Jörg wrote: "In einer Review auf Goodreads habe ich zu Rands Objektivismus was Gutes gelesen. Sinngemäß schrieb der Autor, dass Objektivismus so lange gut klingt, bis man echte Objektivisten kennenlernt und mer..."

Naja, das liegt wahrscheinlich daran, dass diese Typen sich lediglich die narzisstisch verwertbaren Teile aus ihrem Objektivismus herauspopeln.
Ich mein, wirken die auf dich rational? Das ist ein Kerngedanke von Rand.
Das Ding ist ja, selbst wenn Thiel von ihr beeinflusst ist, übernimmt er ihre Theorie nicht als innere Notwendigkeit. Bei ihm schwingt ja klar der Machthabitus mit. Die leben von öffentlicher Inszenierung. Das scheint sehr weit weg von dem zu gehen, was Rand eigentlich entwickelt hat.
Die Typen inszenieren sich ja nahezu als mythologische Figuren.
Außerdem ist Musk ja deutlich mit dem Staat verflochten (SpaceX, Tesla und zuletzt die Präsidentschaftswahlen). Das beißt sich mit Rands Ideen. Bei ihr klingt das ja ungefähr so: Der Staat soll Rechte schützen, nicht wirtschaftliche Gewinner hervorbringen oder einzelne Firmen durch Aufträge, Subventionen, Sonderzugänge und politische Nähe mittragen.
Und sie verachtet „aristocracy of pull“. Wenn Musk politisch so nahe an Präsidentschaftsmacht und Bundesapparat rückt, dass Aufträge, Einfluss und Interessenkonflikte ineinanderlaufen, dann ist das aus randianischer Sicht gerade verdächtig.

Also nein, diese Typen sind keine echten Objektivisten.


message 7: by Anna Carina (new) - added it

Anna Carina Jörg wrote: "In einer Review auf Goodreads habe ich zu Rands Objektivismus was Gutes gelesen. Sinngemäß schrieb der Autor, dass Objektivismus so lange gut klingt, bis man echte Objektivisten kennenlernt und mer..."

Ich würde, ohne mich bisher allzu intensiv mit Rand beschäftigt zu haben, sagen, dass das Problem darin liegt, dass sie ihre Punkte in einer fast asketischen Idealfigur zusammenführt und ihren Objektivismus dadurch totalisiert. Er vernachlässigt weitgehend die Begehrensstruktur des Menschen, seinen Thymos und überhaupt das Begehren nach Anerkennung. Einen Menschen, der nur aus innerer Notwendigkeit handelt und all diese Dimensionen hinter sich lässt, gibt es schlicht nicht. In ihrer Welt scheint am Ende nur die rationale innere Notwendigkeit wirklich zu zählen; alles andere verliert an Relevanz oder wird abgewertet. Insofern überrascht es mich nicht, dass ihre Ideen in pervertierten Formen weiterleben, weil das Verdrängte auf anderer Ebene umso heftiger zurückkehrt.


Jörg Wahrscheinlich war sie eine Vulkanierin ;-)


message 9: by Anna Carina (new) - added it

Anna Carina 🤭 ganz heiße Spur… 😬😬


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